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Schwierig wird es aus meiner Sicht, wenn du aus der Arbeitswelt raus bist. Wer bist du dann?
Ich finde es nicht sinnvoll, sich ausschließlich über die Arbeit zu definieren bzw. identifizieren. Dann ist nämlich der Frust bei Jobverlust bzw. die Angst vor Jobverlust groß.
Danke für die Erklärung @mowa ! Irgendwie scheint mir Identität auch gerade ein Trendwort zu sein, was für mich aber nicht bedeutet, dass man sich darüber keine Gedanken machen sollte und deine Erklärung finde ich sehr interessant. Das ist etwas, das ich über deinen Mann überhaupt nicht wusste und ich finde es wertvoll, dass er es geteilt hat.
Vielleicht sind Psychosen auch der klägliche Versuch unseres Gehirns zu implizieren, dass man nicht unbedeutend in der Welt ist.
Bedeutung und Wichtigkeit von Gedanken sind bei mir manchmal übertrieben groß. Ob das ein Kampf gegen die eigene Unbedeutsamkeit ist, müsste ich noch überlegen. Ich sehe in darin zumindest einen Hilferuf und Warnzeichen, dass gerade etwas nicht gut läuft. Die Interpretation davon ist aber recht offen und Fehlinterpretationen, sowie Trugschlüsse können leicht unterlaufen. Dann hilft etwas Ruhepause, „den Fehler“ zu finden…
Daher ist es wichtig an einem gesunden Selbstbildnis zu arbeiten.
Was meinst du damit? Eine Suche nach der eigenen Identität oder die Perspektive auf dich selbst?
Gestern Abend hatten wir eine liebevolle Diskussion, bei der diese Aussage gefallen war. Sie hat mich so sehr berührt, dass ich die Idee hatte, zu zeichnen. Vielleicht kann mein Mann einmal selbst erklären, wie er die Aussage gemeint hat.
Eigentlich hat er ja eine Identität (einen Namen, Herkunft, Aussehen, Persönlichkeit…). Ich frage mich auch, was er meinte.
Nächste oder übernächste Woche sollten wir wissen, ob unser Vermieter/Institut mit der Hundehaltung einverstanden ist.
Das wäre mal ein Haustier, wogegen ich nicht gleich allergisch bin
16/08/2023 um 11:10 Uhr als Antwort auf: Über und von Professor Dr. med. Psychiater und Forscher Jim van Os #304549Nein, psychotische Sensibilität ist definitiv keine fortschreitende Erkrankung.
So sehe ich es auch. Auch wenn man hier im Forum bei den Blogs liest, sieht man, dass es einige gibt, die gut zurecht kommen und das viele Faktoren eine Rolle spielen. Ich denke vieles liegt auch daran, wie man selbst zu sich und der Welt steht, welche Gedanken man hat und was man daraus macht und tut.
Obwohl einige Studien Veränderungen im Gehirn bei Menschen mit Schizophrenie oder psychotischen Störungen gezeigt haben, ist unklar, ob diese Veränderungen auf die Erkrankung selbst, die Behandlung oder andere Faktoren zurückzuführen sind.
Ich vermute, dass er mit „die Behandlung“ jene mit Neuroleptika und anderen Psychopharmaka meint. Ich selbst war ja unter der Behandlung mit (zu hoch dosierten) Neuroleptika dauernd müde und konnte mich schlecht konzentrieren. Erst jetzt nach der langen Zeit des schrittweisen ärztlich begleiteten Reduzierens und schließlich des Absetzens kann ich mich wieder gut konzentrieren (während Reduktion gab es auch Fortschritte diesbezüglich). Ich fürchte, dass eine zu lange und zu hoch dosierte Behandlung auch zu negativen Veränderungen des Nervensystems und des Gehirns führen könnte. Daher finde ich eine vernünftige Dosierung und Behandlungsdauer so wichtig.
Wenn man eine Halbwertszeit von 10 Stunden hat, dann hat man nach 10 Stunden die 50% Medikament im Blut, nach 20 Stunden noch 25%, nach 30 noch 12,5% usw.
Ich bin mir nicht sicher, ob das bei Medikamenten wirklich genauso ist. Beim radioaktiven Zerfall einer großen Zahl von Atomkernen wäre nach der Halbwertzeit die Hälfte der Kerne zerfallen. Ich denke, der Abbau von Medikamenten im Körper wird je nach körperlicher Verfassung unterschiedlich sein und ich vermute mal, dass er auch nicht genau exponentiell ist… Ganz grob, denke ich aber, passt das so wie @hanseatic das geschrieben hat.
Interessant wäre auch zu wissen, wann sich der Spiegel überhaupt aufgebaut hat. Ich meine für das Ganze gibt es auch Kurven zur grafischen Darstellung.
Mir ist aufgefallen, dass der Kreis der Betroffenen, der hier im Forum schreibt sehr klein ist. Im dt. Sprachraum gibt es sehr viele Menschen, die von Schizophrenie betroffen sind und deswegen hätte ich erwartet, dass mehr Betroffene in einem solchen Forum schreiben würden.
Mich wundert es auch, dass es hier nur so wenige gibt, die schreiben (plus ein paar wenige, die nur lesen). Wie @planb aufgezeigt hat, sind eben manche auch in ähnlichen Foren. Es gibt vermutlich auch noch Leute, die eher Social Media für so etwas nutzen. Andere haben vielleicht gar keinen größeren Hang zum Internet. Bestimmt gibt es auch noch offline Selbsthilfegruppen.
Letztlich haben wir hier also einen kleinen aber feinen Kreis ^^.
Ich meine, mich hat auch eher die Suche nach dem Umgang mit Neuroleptika hierher geführt, da ich eben sehr heftige „Nebenwirkungen“ davon hatte. Zu dem Zeitpunkt war ich nämlich verzweifelt am Suchen, wie ich meine dauernde Müdigkeit loswerde.
Was hat dich denn hierher geführt @amethyst ?
Ich denke, das sind nicht wirklich homöopahtische Mengen, von denen du da sprichst @metal. Auch wenn ich mich mit Homöopathie nicht gut auskenne und daher falsch liegen könnte, würde ich mal schätzen, dass du dazu deine Pastis mit einigen tausend Liter Wasser oder so verdünnen müsstest („klopfen“ o.ä. käme vielleicht auch noch dazu).
Andererseits gibt es natürlich noch zig andere Lebens- und Gesundheitsrisiken, die man nicht alle vermeiden kann. Ich komme gut ohne Alkohol aus und fühle mich besser damit, weshalb ich dieses Risiko wenigstens meiden kann.
wenn das wirklich nicht gut ist, würde ich sofort auf den alkohol verzichten. würde mich sogar freuen, weil mir dann die entscheidung mit dem alk abgenommen sein würde. trinke auch eher in maszen, also ein bis zwei kleine gläser. selten mehr.
Du könntest ja mal versuchen, ohne auszukommen und dann entscheiden. Ich denke, „gut“ im Sinne von „der Gesundheit zuträglich“ ist Alkohol trinken sowieso nicht. Die Frage wäre für mich eher, wie „schlimm“ es ist.
Leider kann ich das nicht wirklich in zwei Sätzen erklären. Daher verlinke ich mal wieder die Broschüre der DGSP (Link). Es ist wirklich nicht einfach und ich denke, ganz besonders nicht für jemanden, der in einer Einrichtung ist. Wenn du in Absprache mit deinen Ärzten/Ärztinnen etwas reduzieren könntest, wäre das schon ein großer Erfolg.
Hier hatte ich auch mal über meine Probleme dabei geschrieben (Link). Z.B.:
Ich will nicht sagen, dass es grundsätzlich schlecht ist, vorsichtig seine Psychopharmaka zu reduzieren, aber es kann ein hartes Brot sein.
Von den Neuroleptika will ich garnicht loskommen, wie soll das überhaupt gehen ?
Das ist wirklich nicht einfach und langwierig. In einem guten Umfeld war es für mich möglich.
Also ich bin der Meinung das ich jedes Medi das ich einnehme auch wirklich brauche. 2 Meinung brauche ich nicht.
Gut, dann musst du wohl damit leben…
Vielleicht kannst du ja einen „Blog“ aufmachen, wenn du einfach so immer mal wieder etwas schreiben willst.
@arvisol Krank sein kommt leider allgemein „nicht gut an“ und natürlich wäre es schöner gesund zu sein. Man kann sich das aber nicht immer aussuchen. Da du, soweit ich weiß, in einer Einrichtung bist, wird es besonders schwer sein, von Neuroleptika loszukommen. Neuroleptika erzeugen leider auch eine körperliche Abhängigkeit, weshalb ein schnelles Absetzen gefährlich ist. Vielleicht kannst du dir ja doch noch eine zweite ärztliche Meinung einholen. Dir trotzdem ein schönes Wochenende!
Auch eine Verringerung der als möglicherweise auslösend wirkenden Neuroleptika-Dosen kann die Symptome bessern, falls nicht ganz auf die Neuroleptika verzichtet werden kann.
@pia Deshalb hatte ich @arvisol darauf hingewiesen, vielleicht mal eine zweite ärztliche Meinung einzuholen.Morgens: 2 MG Risperidon, 20mg Zeldox Mittags: 20mg Zeldox.Abends: 80mg Zeldox, 2mg Risperidon, 300mg Quetiapin.
Das sieht mir nach viel aus, aber ich bin ja nur Laie…
Ich hatte noch längere Zeit nach dem Absetzen ab und zu Biperiden gebraucht oder Quetiapin als Bedarf. Es braucht wohl lange, bis sich der Körper wieder „einpendelt“.
Alkohol tut mir einfach nicht gut und deshalb verzichte ich darauf. In Kombination mit Medikamenten ist Alkohol eben problematisch. Es mag da Ausnahmen geben, aber Neuroleptika wirken ja auf das Gehirn und Alkohol tut das auch. Ich denke, das spielt nicht gut zusammen.
Tatsächlich fände es schlimm, wenn wir außer Krankheit keine anderen Probleme hätten. Die ergeben sich eben, wenn man lebt und etwas erreichen will.
Manchmal frage ich mich schon, ob die Erkrankung das einzige Problem ist was die Forumsteilnehmer hier haben ?
So wie du selbst haben andere hier natürlich auch noch andere Probleme.
Ich verzichte schon seit längerer Zeit auf Alkohol.
Armer @Ludwig
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