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wenn Du den Link geöffnet hättest wüßtest Du das von mir nur die BESCHIMPFUNG „Spinner“ stammt. Da ich mich hier nicht in einem Wissenschaftsforum befinde ist diese meine Wortwahl einfach nur meinen Emotionen nach empfunden und dazu stehe ich auch.
Dir ist also bewusst, dass das eine Beschimpfung ist. Dann lies doch bitte mal in den Forumregeln zu deinen Pflichten als Nutzer (Link). Demnach ist es schonmal untersagt beleidigende Inhalte zu veröffentlichen.
Den Link habe ich nicht geöffnet und sehe darin auch wenig Sinn. Deinen Beitrag kann ich auch so kommentieren, zumal du anscheinend eh einiges abgeschrieben hast…
Warum antwortest du eigentlich nicht auf den weiteren Text, den ich geschrieben habe? Darin habe ich zu meiner Sicht zum Thema und zu deinem Text geschrieben. Darauf zu antworten wäre wohl konstruktiver für die Diskussion in diesem Thread.
Die Behandlung von Patienten mit Psychopharmaka wird mit der Begründung abgelehnt, dass diese Drogen sind, die den Menschen „ruhigstellen“ sollen und seine Persönlichkeit so verändern, dass am Ende angeblich ein willenloser „Automat“ oder „Zombie“ entstehe. Neuroleptika werden als „chemische Knebel“ bezeichnet.
Das sind natürlich harte Formulierungen und komplett willenlos wurde ich durch die Neuroleptika nicht. Es fiel mir aber schwer mich zu wehren, zu widersprechen oder überhaupt aktiv zu sein, da ich unter Neuroleptika extrem müde war. Soweit stimme ich dieser Kritik zu. Allerdings hatten die Neuroleptika für mich eben auch den Nutzen Ruhe in die Gedanken zu bringen. Für viele gibt es auch langfristig nach meinem Wissen keine besseren Medikamente, die gegen eine Psychose helfen. Ich war bei Reduktion und Absetzen auch sehr vorsichtig und habe das in ärztlicher Begleitung schrittweise über Jahre gemacht. Aktuell brauche ich keine Neuroleptika, habe aber für den Notfall Quetiapin als Bedarfsmedikation.
Von Aderhold und van Os habe ich durchaus gute Texte gelesen, die mir weitergeholfen haben. Die beiden würde ich auch nicht zur Antipsychiatrie zählen. Auf Aderhold bin ich zum Beispiel in der Neuroleptika-Reduktionsbroschüre der DGSP (Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie) und dort wird auch zu Vorsicht beim Reduzieren und Absetzen geraten. Von van Os habe ich mitgenommen, dass man sich um seinen gesamten Lebenswandel kümmern sollte, um psychisch gesund zu sein/ werden.
Überhaupt finde ich, dass du @ludwig mit Begriffen wie „Spinner“, „Sekte“, „Esoterik“ etc. keine sachliche Kritik übst.
31/05/2023 um 15:46 Uhr als Antwort auf: Medikamentenfreie Behandlung in Norwegen: Ein Krankenhhaus steht im Mittelpunkt #293718aber es war ja nicht verboten, so etwas zu schreiben, die zensur fände ich nicht gerecht.
Ich habe kein Verbot oder eine Zensur herauslesen können.
Die eine und der andere werfen sich dann mangelndes Verstehen von Sätzen vor, oder in der Folge dann Infantilität usw. Das kann aber zu nichts führen, weil es kein Ziel hat. Außer dass die eine darum bittet, im Forum keine Kommentare zu ihren Postings zu schreiben, aber es natürlich auch nicht verboten ist, es trotzdem zu tun, solange es bei der Sache bleibt (ohne persönliche Herabwürdigungen).
Nur solche Vorwürfe, die letztlich Dummheit vorwerfen oder anderweitig herabwürdigen sollten eben nicht geschrieben werden.
Dem stimme ich auch zu.
Im Eifer des Wortgefechts ist das nicht immer einfach und daher bin ich auch froh, wenn sich der @moderator ab und zu einschaltet, um den Ton wieder zu mäßigen.
26/05/2023 um 10:15 Uhr als Antwort auf: Wer von euch lässt die Psychose auch ein klein wenig durchkommen? #292791@manon Ich meinte vor allem den Versuch das N-Wort gedanklich zu unterdrücken. „Gedankenausbreitung“ hört sich für mich zur Begründung dafür stimmig an. Um das Ganze genau zu bestimmen und zu behandeln, sind aber wohl Profis vor Ort nötig (aus der Psychologie, Psychiatrie).
25/05/2023 um 16:30 Uhr als Antwort auf: Wer von euch lässt die Psychose auch ein klein wenig durchkommen? #292703Für mich hört sich das etwas nach Zwangsgedanken an. Gedanken unterdrücken zu wollen kann sie noch verstärken. Das könntest du mal mit einem Psychologen/einer Psychologin besprechen. Der/die könnte dir vielleicht auch besser raten, wie du mit der Pflegerin reden könntest. Bis dahin wäre es wohl am besten, wenn du einfach versuchst, höflich und nett zu ihr zu sein.
ch habe ja schon noch vor, meine Medikamentendosis dauerhaft zu reduzieren, aber nicht während ich in Japan Urlaub mache und die Familie besuche
Ich vermute, das wird nach der langen Einnahmezeit schwierig.
Das ist leider ein Nachteil bei NL- Lösung, dass man sich nicht einfach ein paar Tabletten in die (Hand)Tasche stecken kann, für den Fall, dass man unterwegs bemerkt, die Einnahme vergessen zu haben.
@mowa Du könntest dazu deinen Arzt fragen, ob er dir 25mg Quetiapintabletten als Bedarf gibt. Das wäre niedrig dosiert und wirkt recht schnell. Mit einem Tablettenteiler kann man sie sogar vierteln, auch wenn da manche von abraten…Ich weiß gar nicht, ob ich mir eine so lange Reise gerade zutrauen würde. Aber für dich ist es ja auch Heimat.
Weiter eine gute Zeit
Danke für die schönen Bilder @mowa !
Euch noch eine gute Zeit dort
diese ganzen Rezeptortheorien sind leider nur ein Hilfswerkzeug. Man hat damals festgestellt, dass die Blockade von Dopamin-D2-Rezeptoren bei 70% der Menschen mit einer Psychose gegen die akute psychotische Symptomatik wirkt. Warum die Symptome überhaupt entstehen, und wie das im Gehirn genau funktioniert, weiss man nicht.
@prof-klimke Danke für diese ehrliche Antwort. Diese Ehrlichkeit durch die Behandelnden wäre zukünftigen Patientinnen/Patienten wirklich zu wünschen. Für mich kann die Lösung psychischer Probleme nicht nur darin bestehen, Tabletten zu schlucken. Die Probleme liegen ja oft in der Verhaltens- und Sichtweise, sowie den Konsequenzen daraus. Wie sollten dagegen Tabletten helfen?die zwei Links sind verschieden, also einmal der Bericht über 160 neue Mittel und einmal der Bericht dass NL finanziell kein Hit sind.
Das war mir bewusst. Den zweiten Link habe ich aber als einen Hinweis darauf gesehen, wo das Problem vor allem liegen könnte. Natürlich könnte es auch sein, dass beides ein Problem ist (also bessere Medikamente zu erforschen UND sie teuer genug zu verkaufen, dass es sich insgesamt finanziell „lohnt“). Selbst wenn insgesamt ein Plus herauskommt, überlegt sich ein Unternehmen wohl auch, ob die Forschung in anderen Medikamentenklassen nicht mehr Geld einbringt.
Das Fragezeichen kommt daher, dass dies eben meine Auffassung wiederspiegelt und wer anderer den Satz anders deuten könnte ?
Keine Ahnung! Kommt es daher?
@ludwig In deinem vorletzten Post steht, dass der Bereich nicht mehr lukrativ sei. Es scheint also eher um die finanziellen Erfolgsaussichten zu gehen.
die niedrigsten Erfolgsaussichten bei der Entwicklung, bedeutet für mich, dass viele Mittel in die Tonne gehen, da sie nicht funktionieren ?
Was das für dich bedeutet, kann ich dir nicht sagen. Wolltest du den Satz eigentlich mit einem Punkt beenden?
Was ist denn mit den niedrigsten Erfolgsaussichten gemeint? Finanziell oder gesundheitlich gesehen?
Wenn die neuen Medikamente auch das Dopamin blockieren, würde ich ähnliche Wirkungen und Nebenwirkungen vermuten, aber ich bin ja kein Forscher in dem Gebiet oder Arzt o.ä. .
Was die einzelnen Rezeptoren angeht hatte @metal ja mal recherchiert.
13/05/2023 um 9:16 Uhr als Antwort auf: Koalition gegen Zwangspsychiatrie – gewaltfreie Psychiatrie jetzt Petition #290553Zum Thema „Zwangspsychiatrie“ und „gewaltfreie Psychiatrie“ kann ich nicht viel schreiben, weil ich nicht genau weiß, was darunter zu verstehen ist. Ich glaube, mein Mann könnte zum Thema wesentlich mehr berichten.
@mowa Gut, dass du nochmal auf das eigentliche Threadthema zurückkommst
Ich war davon selbst auch nicht betroffen, da ich weder fremd- noch selbstgefährdend war, sondern meine psychischen Probleme sogar recht gut verbergen konnte. Allerdings waren sie für mich so belastend, dass ich freiwillig in eine Tagesklinik gegangen bin und dort dann eben leider zu hohe Doses an Neuroleptika bekommen habe.
Übrigens fällt mir ein, dass ich bei meinem zweiten Rückfall 2019 auf der Station eine Freiwilligkeitserklärung unterschrieben habe. Erst später wurde mir klar, was ich da unterschrieben hatte. Ich weiß nicht, ob ich solche Erklärungen bei meiner Ersterkrankung 2010 und bei meinem ersten Rückfall 2018 unterschrieben habe
Ich bin vorsichtig bei dem, was ich unterschreibe. Allerdings hätten sie dir eigentlich auch erklären sollen, was da drin steht, sonst wirkt es für mich „untergeschoben“.
Das, was ich durch meinen Artikel in Mad in America fordere, ist ein stärkeres, heilendes Miteinander auf Augenhöhe, das es uns ermöglicht, den Einsatz von Psychopharmaka auf ein Minimum zu reduzieren.
Von dem was ich in den Podcasts gehört habe, ging es viel darum Missstände aufzuzeigen (auch vergangene). Die übermäßige Vergabe von Psychopharmaka war auch immer wieder ein Kritikpunkt, den ich als sehr gerechtfertigt sehe. Das ist in Amerika anscheinend noch schlimmer als hier. Es kamen in den Podcasts unterschiedliche Leute mit unterschiedlichen Perspektiven zu Wort, also Patientinnen/Patienten, Behandelnde und ich meine auch Forschende.
Eine Formulierung in einem Podcast ist mir in Erinnerung geblieben. Es wurde in etwa gesagt, dass es mehr Sinn macht, die Psychiatrie von Innen heraus zu verändern, als Steine dagegen zu werfen. Bei letzterem muss ich an die Antipsychiatrie denken und sie war wohl auch gemeint, auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin, ob das (noch) gerechtfertigt ist.
12/05/2023 um 21:40 Uhr als Antwort auf: Koalition gegen Zwangspsychiatrie – gewaltfreie Psychiatrie jetzt Petition #29051512/05/2023 um 13:52 Uhr als Antwort auf: Koalition gegen Zwangspsychiatrie – gewaltfreie Psychiatrie jetzt Petition #290399@ludwig Ich vertrete hier kein „Lager“, sondern schreibe zu meiner eigenen Position, von meinen eigenen Erlebnissen und aus meiner eigenen Perspektive. Im Forum werden Meinungen und vor allem Erfahrungen ausgetauscht und ich versuche aus den Beiträgen anderer zu lernen. Es wäre schön, wenn du dich auch mehr dahin bewegen würdest, anstatt Versuche zu starten, die Forumsgemeinschaft zu spalten.
Ich denke, die Teilnehmer hier sehen das viel differenzierter und bestimmt nicht so vereinfacht.
@yuri Genau
12/05/2023 um 8:55 Uhr als Antwort auf: Koalition gegen Zwangspsychiatrie – gewaltfreie Psychiatrie jetzt Petition #290358@bartholomew Ich sehe hier keine Antipsychiatriewerbung oder Propaganda. Gewisse Missstände sollten schon angesprochen werden. In den letzten Dokus, die ich gesehen habe, kam die Psychiatrie aus meiner Sicht eher zu gut weg. Ich finde, es wird viel zu oft überdosiert, anstatt Minimaldosen zu verwenden und eine realistische spätere Reduktions-/Absetzperspektive zu bieten. Damit meine ich eine langsame, ärztlich begleitete Reduktion und eben nicht das abrupte Absetzen, weil ein Patient/eine Patientin die Nebenwirkungen nicht mehr aushält.
@Kater, mir geht es hier darum, dass Pia eventuell mitlesenden Betroffenen Angst vor der Psychiatrie macht, sie sich dann vielleicht nicht in Behandlung begeben und dann in eine noch ausweglosere Situation geraten!
@molly Eine gewisse Vorsicht ist durchaus angebracht finde ich. Das ist besser, als der Psychiatrie blind zu vertrauen. Die Idee, in die Psychiatrie zu gehen, weil die schon wissen was das beste ist, finde ich mittlerweile naiv. Falls jemand der/die erkrankt ist oder seine/ihre Angehörigen wirklich auf die Diskussion hier stößt, sieht er ja auch, dass es Leute mit guten und schlechten Erfahrungen gibt, was evtl. auch an besseren und schlechteren Kliniken liegt. Das kann für ihn/sie hilfreich sein.Leider ist es schwer zu unterscheiden, wo die Kritik berechtig und wo sie überzogen ist. Mir hat später die DGSP (Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie) mit ihrer Broschüre zum Reduzieren sehr weitergeholfen (hier nochmal der Link). Die Antipsychiatrie war mir, von dem was ich bisher gelesen habe, in ihrer Kritik bis jetzt zu aggressiv und nicht konstruktiv genug.
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