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11/05/2023 um 9:42 Uhr als Antwort auf: Koalition gegen Zwangspsychiatrie – gewaltfreie Psychiatrie jetzt Petition #290185
Ich habe am Freitag einen Vortrag von Prof. Hasan aus Augsburg gehört der wirklich sehr gut war er gibt die Leitlinie S3 Schizophrenie heraus und leitet die aktuell anstehende Überarbeitung und er sagte auch, dass es zentral ist die Medikamente nach den potentiellen Nebenwirkungen auszuwählen schon von Anfang an bei der stationären Aufnahme – Gewichtszunahme? Prolaktinerhöhung? natürlich auch Extrapyramidale Nebenwirkungen usw. , das man darüber ausführlich aufklären muss, und dass die Compliance absolut zentral ist, lieber niedrig dosieren als dass der Patient sagt das nehme ich nicht mehr.
@prof-klimke Das richtige Medikament in der richtigen, also möglichst niedrigen, Dosierung zu geben sehe ich als einen guten Anfang. Mir wurden leider zu hohe Dosen gegeben und es wurde gesagt, die Müdigkeit käme von der Krankheit. Ich meine, es wurde sogar gesagt, das Medikament mache nicht abhängig. Da hätte ich mir wirklich mehr Ehrlichkeit gewünscht. Perspektivisch wurde gesagt, ich könnte irgendwann auch ohne die Medikamente auskommen. Erst später stellte sich für mich die Abhängigkeit von den Medikamenten und die Problematik, davon wegzukommen heraus. Zum Glück habe ich eine Ärztin gefunden, die mir mit viel Einfühlungsvermögen eine langsame, schrittweise Reduktion über Jahre ermöglicht hat. Hierzu war auch die Broschüre der DGSP sehr hilfreich (Link).Kurz gesagt, würde ich es begrüßen, wenn mehr Ärzte/Ärztinnen ein Konzept von geringen Dosen und einer späteren Reduktion/eines späteren Absetzens hätten.
Ich glaube, für mich wäre das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit auf Augenhöhe, wenn Menschen sich motiviert fühlen, nicht das Ziel. Das was ich maximal leisten könnte, wäre Hilfe zur Selbsthilfe.
Wie ich das meine ist eine gute Frage. Allerdings hängt es wohl vom Einzelfall ab, wie sehr ich jemand anderen motivieren kann. Beim Nachhilfeunterricht ist es vielleicht auch einfacher, weil junge Menschen noch nicht so festgefahren sind. Grundsätzlich bin ich mir aber sicher, dass ich einen Einfluss auf andere Menschen habe und zwar hoffentlich einen positiven. Natürlich habe ich bei mir selbst den größten Hebel auch bezüglich Veränderungen und auch da gibt es Grenzen, die ausgelotet werden wollen ^^.
Ich hoffe, ich trete dir nicht zu nahe, wenn ich vermute, dass der Grundkonflikt zwischen dir und deinem Mann darin besteht, dass du eben beruflich und in der Freizeitgestaltung sehr aktiv bist und er eben nicht. Wenn du möchtest, kannst du dazu natürlich etwas schreiben, wenn nicht ist das auch völlig in Ordnung, da es eben privat ist, vor allem für deinen Mann.
Meiner Meinung nach nützt es nichts, von anderen Menschen zu fordern, sich zu ändern. Es ist viel schneller und wirksamer, wenn ich mich selbst verändere oder mich anders an die Situation anpasse.
Veränderungen von anderen Menschen zu fordern ist sicher schwierig. Andererseits möchte ich schon schwierige Themen ansprechen, die eine solche Forderung nach Veränderung begründen. Andere Leute zu motivieren ist sicher eine Kunst, aber hoffentlich nicht unmöglich für mich
Ich verstehe es so, dass ich, wenn ich mich selbst verändere, eine Wirkung auf mein Umfeld habe, und zwar hoffentlich eine konstruktive, positive Wirkung.
Kaum habe ich das geschrieben, kam es zu einem furchtbaren Streit zu Hause.
„Furchtbar“ hört sich wirklich schlimm an. Ich hoffe, du erholst dich rasch davon.
Dopplereffekt wrote: Das kann man sowohl privat, als auch beruflich sicher gut Auf jeden Fall
Konntest du denn von dem Konfliktmanagement profitieren? Beschäftigt sich dein Mann auch mit dem Thema Konfliktmanagement, -lösung allgemein?
Das Seminar zum Konfliktmanagement macht mir auch viel Spaß.
Konfliktmanagement hört sich interessant an. Das kann man sowohl privat, als auch beruflich sicher gut gebrauchen
@mowa In welchem Rahmen findet das Seminar statt?Ich empfehle zum Schutz gegen eine Anfälligkeit für Esoterik das Buch „Sofies Welt“ von Jostein Gaarder
. Es ist ein Jugendbuch und daher auch recht gut zu lesen, wenn kompliziertere Texte gerade schwierig sind. Seine Schwärmerei für die UN dürfte mittlerweile allerdings nicht mehr so gut überzeugen, leider
.@metal Aua! Selbst falls das nicht psychotisch sein sollte, ist es zumindest abergläubig oder eben esoterisch. Naja, wenn es dir wirklich hilft mit deiner Erkrankung klarzukommen… Ich denke jedenfalls, ein nüchterner, wissenschaftlicher Weg bringt einen erheblich weiter.
Legosteine können auch gefährlich sein
@molly Das macht es nicht besser. Ich denke aber, es war die Fernsehserie gemeint.
Medium, falls du das meinst, ist doch nur eine Unterhaltungsserie. Das sollte man wirklich nicht ernst nehmen. Ich finde, das wäre in etwa so, als würde man sein Weltbild anhand eines Märchenbuchs erstellen.
Hier Esoterik im öffentlichen Bereich zu verbreiten finde ich auch äußerst kontraproduktiv für Betroffene.
Mir ging es so, dass ich mich auch mit Neuroleptika und der Müdigkeit gerne mit Leuten unterhalten habe. Das ging auch trotz Müdigkeit irgendwie. Jetzt ohne Neuroleptika bin ich aber deutlich gesprächiger. Davor habe ich dann wohl mehr zugehört, was natürlich auch gut ist
.Anscheinend ist es so, dass es zu meiner Persönlichkeit gehört, dass ich „Stress suche“. Mein Psychiater hat mir auch schon gesagt, dass ich diese Eigenschaft von mir, meine Leidenschaft, nicht einfach so ablegen kann. Dass ich erst heute durch aktives kognitives Training meinem Gehirn beibringen muss, mit Stress gesund (bzw. viel gesünder als bisher) umzugehen, das kann sehr gut daran liegen, dass ich das seit meiner Kindheit nie gelernt habe.
@mowa Verstehe ich es richtig, dass du weiter „Stress suchst“, aber besser damit umgehen willst?„Kein Stress“ kann auch stressen, finde ich paradoxerweise. Irgendetwas finde ich dann schon, worüber ich mir Sorgen mache. Zudem sinkt auch das Selbstwertgefühl, wenn ich zu lange nichts mache. Daher bin ich jetzt lieber aktiv
.Edit: Pausen und Ruhephasen brauche ich aber auch recht viel
Mowa wrote: „meine These umzusetzen“ zitiere ich die Wortwahl von Floeckchen.Ich denke, gemeint waren die kognitiven Übungen mit dem „redundanten mentalen Filter“, den ich im Forum schon mehrfach beschrieben habe und auch in meinem Artikel bei Mad in America. Übrigens hatte ich von Herrn Aderhold damals eine ausführliche und durchgängig positive Rückmeldung bekommen, u.a.
Ja, schön, dass Herr Aderhold begeistert ist
Leider kann ich auch nicht sagen, was genau Floeckchen mit „deiner These“ meinte. Ich befürchte, sie meinte nicht deine mentalen Übungen der Metakognition, sondern das reine Profitieren vom Reduzieren/Absetzen der Neuroleptika. Sie könnte ja auch gedacht haben, wenn @mowa das kann und beruflich gut zurecht kommt, dann schaffe sie das auch. Dein Psychiater hatte ja auch mal gesagt, dass das mit dem redundanten Filter nur für eine bestimmte Zielgruppe geeignet ist. Soweit ich mich erinnere meinte er Naturwissenschaftler*innen.
Das Grundproblem, das ich sehe, ist, die selektive Wahrnehmung bzw. das selektive Ausblenden. Manche lesen dann vielleicht lieber von den Vorteilen und blenden die Nachteile aus. Ich meine aber auch, wie andere hier, dass die Eigenverantwortung zählt und dass wir uns hier sonst nicht sinnvoll austauschen könnten.
Heute Nachmittag haben wir geschafft, unseren Projektantrag für eine Diversitätsinitiative einzusenden! Leider muss er im Nachgang noch etwas repariert werden aber das scheint in Ordnung zu sein. Wenn er durchgeht, dann hätten wir für 1, 2 Jahre zusätzliches Budget um mehr Diversität und Inklusion an unserem Institut zu fördern
Das wäre super
Es ist sehr gut, wenn man sich im Forum über die Jahre kennenlernt und eine Gemeinschaft entsteht. Sicherlich ist es schwierig, überhaupt als Nichtprofis „Ferndiagnosen“ zu stellen und das nur durch schriftliche Kommunikation.
Ja, da versuche ich auch sehr vorsichtig zu sein.
Dass wir über die Risiken und Chancen der Reduktion und des Absetzens offen schreiben können, finde ich hilfreich. Ich hätte nur gewünscht, dass ich das Ganze schon früher getan hätte, bevor Foris darauf kommen „meine These umzusetzen“. Sonst wäre die Kommunikation bestimmt ruhiger abgelaufen.
Ich weiß nicht genau, was du mit „deiner These“ meinst. Es haben aber auch vorher schon Leute ihre Medikamente reduziert, wie @xrth, @nichtraucher, @jeanne oder ich. Ich denke mal, dass da jeder/jede etwas anders herangegangen ist, was auch gut ist. Dies wären die erfolgreichen Fälle, soweit ich es beurteilen kann. Schiefgegangen ist es ja auch schon bei einigen hier, soweit ich weiß. Jedenfalls meine ich, dass das Ganze nichts völlig neues ist. Außerdem hast du @mowa ja auch sachlich und persönlich geschildert, wie es dir (gut oder schlecht) ergangen ist.
Es tut mir auch leid, vielleicht hätte ich auch sanfter auf Floeckchen einwirken sollen und dann geschafft, dass die Situation weniger eskaliert und sie sich nicht vom Forum abmeldet.
Leichter gesagt als getan. Du hast es ja gut gemeint. Sie hatte sich, meine ich, auch schonmal abgemeldet.
Die neue Arbeitswoche fängt mit viel Arbeit an! Ich drücke mir fest die Daumen, dass der Stress anregend bleibt und nicht erschöpfend.
Dann dir eine gute Woche und einen guten Stress
Für was soviel schreiben, wenn sie anderen nicht die geringste Reduzierung zugestehen kann.
Das tut sie doch. Sie warnt nur davor zu schnell zu reduzieren.
Auch nochmal hier, da du meinen Name in den öffentlichen Bereich ziehst.
Ich sehe da in @mowas Beitrag nur F. und nicht deinen Namen. Das Hineinziehen in den öffentlichen Bereich hast du damit gerade erledigt.
Du bist sehr weit weg, schon seit längerer Zeit, dich interessieren deine Thesen, aber uns foris dafür hast du wenig Interesse mittlerweile teilzunehmen am normalen Austausch. Das sei dir gegönnt mowa, aber dann komm nicht daher als wenn dir irgendwas an mir liegen würde. Tut es nicht.
Das wirkt auf mich absichtlich verletzend. Ihre Thesen schreibt sie ja um anderen zu helfen und nicht nur um Feedback dazu zu erhalten, ob das auch funktioniert und wie man sie verbessern kann. Es ist jedenfalls kein Selbstzweck. Ich finde @mowa setzt sich sehr für die psychische Gesundheit allgemein ein. Hier hat sie eben bei dir Parallelen zu sich selbst gesehen und will gerade deshalb helfen, auch wenn sie sich dabei bewusst ist, sich bei dir unbeliebt zu machen. Auch hier ist es deine Verantwortung, was du daraus machst.
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