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Seitdem hat er auch keinen Psychiater besucht. Das ist ein Riesenerfolg, von dem die Schulmedizin noch viel lernen kann, wie ich finde.
Wenn er nicht zum Psychiater geht, wird es für „die“ Schulmedizin schwierig daraus zu lernen. Bzw. müsste seine Geschichte dafür ohnehin bekannter werden. Ich finde es super, wie du @mowa , dich für Betroffene einsetzt und bin gespannt, wie bekannt das wird und du selbst damit wirst.
Müdigkeit, Schläfrigkeit, Benommenheit, Ermüdung, Depression, bei mir auch Antriebslosigkeit und fehlendes Sättigungsgefühl usw. gehören für mich zur gleichen Passivität (bzw. so manche vermeintliche „Negativsymptome“), die sich aus der Betäubung des Gehirns durch die NLs ergeben
Dann kannst du eine gewisse Aufklärung ja auch nicht von der Hand weisen, da die Beipackzettel bei jeder Packung dabei sind. Interessant wäre es vielleicht mal selbst Nebenwirkungen zu melden, die man hat und die nicht auf dem Beipackzettel stehen. Für diesen Fall steht im Beipackzettel ja auch eine Adresse…
@sally Die COGITO-App sieht interessant aus, obwohl ich bei Gesundheits-Apps immer Bedenken wegen der Privatssphäre habe. In dem Video dazu wird der Datenschutz zumindest hochgehalten. Hast du schon Erfahrungen mit der App gesammelt?
PS: Ggf. könntest du zu der App auch einen eigenen Thread aufmachen
Danke @pia , der Artikel ist wirklich interessant. Dort steht recht weit am Anfang auch, dass die Bezeichnung „Anti-Psychiatrie“ vor allem durch ein „Framing“ von Professoren und Journalisten entstand. Es ging anscheinend genau darum, Kritik abzuwerten. Das „Framing“ hat offensichtlich auch bei mir gut funktioniert, da ich alles was unter dem Titel Antipsychiatrie steht erstmal skeptisch betrachte…
Was mich an NLs am meisten stört @Dopplereffekt, sind nicht die sogenannten Nebenwirkungen von NLs, die (wenn ich mich richtig erinnere) meist körperlich sind, sondern die Wirkung von NLs.
Ich habe gerade den Aripiprazol-Beipackzettel herausgesucht. Darin steht unter häufige Nebenwirkungen unter anderem: Angstgefühl, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Benommenheit, Ermüdung. Unter gelegentlichen Nebenwirkungen steht auch Depression. Das sehe ich nicht als rein körperlich an. Dass die Kognition bei Müdigkeit eingeschränkt ist, ist ja eigentlich auch klar.
Übrigens gibt es einen entscheidenden Unterschied, passiv stabil zu bleiben und aktiv die geistig-seelische Stabilisierung hervorzurufen. Das heißt, 10 Jahre sind nicht gleich 10 Jahre für mich.
Ja, genau das sollte unbedingt berücksichtigt werden. In der Verhaltenstherapie wird ja auch immer wieder auf die Aktivität geachtet.
Wenn wir in 10 oder mehr Jahren Bilanz ziehen, sollte darin natürlich auch vorkommen, was wir aktiv erreicht haben und wie wir uns gefühlt haben.
Egal ob ich zb 5,10 und momentan 15 Aripiprazol nehme, es wirkt eher antriebssteigernd.
Bei mir wurde sogar eine höhere Dosis Aripiprazol verordnet, um eine höhere Antriebssteigerung zu erreichen. Das hat leider überhaupt nicht funktioniert, sondern mich im Gegenteil sehr müde gemacht. Ich weiß nicht, wie man Antrieb haben soll, wenn man müde ist.
Ich verteufele die NLs nicht, wie schon mehrfach im Forum gepostet. Natürlich können sie das psychische Leid der Betroffenen betäuben, sie dadurch stabilisieren und ihnen so helfen. Nur sollten die Betroffenen über die Wirkung der NLs richtig aufgeklärt werden und selbst die Entscheidung treffen können, wie sehr sie sich selbst und ihr eigenes Gehirn und Leben betäuben wollen.
Neuroleptika haben eben starke Nebenwirkungen und sind trotzdem für manche das aktuell beste Medikament. Nur sollten die Behandelnden und Betroffenen damit eben sehr vorsichtig sein und um Wirkung und Nebenwirkung Bescheid wissen.
Was die Nebenwirkungen angeht kann ich nicht behaupten, überhaupt nicht aufgeklärt worden zu sein. So weit ich weiß hatte ich einen Zettel darüber bekommen und die Nebenwirkungen stehen ja auch im Beipackzettel. Die mündliche Aufklärung des Arztes war dagegen leider verharmlosend und die Müdigkeit wurde immer mehr auf die Krankheit geschoben.
Jedenfalls sehe ich eine Eigenverantwortung von Patientinnen/Patienten darin, den Beipackzettel „zu Risiken und Nebenwirkungen“ zu lesen. Das macht aber ggf. erst bei einer gewissen Stabilität Sinn.
Da dein Post mal wieder persönliche Angriffe enthält, bitte ich dich @ludwig ihn zu löschen. Ich dachte, du hättest schon lange eingesehen, dass dergleichen hier keinen Platz hat und möchte ungern die Forenmoderation einschalten.
Ich sehe meine ärztlich begleitete mehrjährige und schrittweise Reduktion, sowie das Absetzen als vollen Erfolg an. Insgesamt geht es mir besser und meine Arbeitsfähigkeit verbessert sich auch langsam. Was das angeht möchte ich mich in Geduld üben, um einen Rückfall zu vermeiden. Im übrigen ärgere ich mich darüber überhaupt so hohe Dosen an Neuroleptika verordnet bekommen und genommen zu haben. Das hat mich viel Zeit gekostet.
Was wäre die richtige Richtung ?
So wenig Neuroleptika wie möglich und möglichst nicht auf Dauer
Ich habe immer geschrieben, dass ich für eine Minimaldosierung bin und habe nie etwas gegen ein Widersprechen geschrieben.
Hattest du dich nicht gegen @mowa s Minimaldosierung ausgesprochen?
Nur Reduzieren bis zum Absetzen halte ich für kontraproduktiv !
Das mag deine Meinung sein. Es gibt aber Behandelnde und Betroffene, die das anders sehen und auch andere, d.h. erfolgreiche Erfahrungen gemacht haben. Das abrupte Absetzen kann aber gefährlich sein.
@metalhead666 Du müsstest dich eben auch darauf einlassen. Die Grenzen der rein medikamentösen Behandlung und sogar der EKT hast du ja auch gesehen.
Betrüger verweißen oft auf seriöse Personen oder Seiten, dass untermauert ihre Glaubwürdigkeit, obwohl sie gänzlich anderes im Sinn haben !
Du verweist dagegen auf Seiten, die ohnehin schon unseriös sind.
Da Aderhold an der „Neuroleptika reduzieren und absetzen“-Broschüre der DGSP (Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie) mitgewirkt hat, die mir geholfen hat, stören mich deine Beleidiungen gegen ihn. Das heißt nicht, dass alles, was er sagt und tut richtig sein muss. Aber zumindest setzt er sich anscheinend für eine Bewegung in die richtige Richtung ein.
ich denke mir dass da viel die höhe der Dosis ausmacht und da ich bis auf meine zwei Psychosen immer niedrig dosiert war / bin vertrage ich das „Gift“ besser ?
Offensichtlich bist du ja selbst für eine möglichst niedrige Dosierung. Trotzdem willst du anscheinend, dass andere ihren Psychiaterinnen/Psychiatern nicht widersprechen, egal, ob die Dosis zu hoch ist. Ich verstehe wirklich nicht, was du hier eigentlich erreichen willst.
Die Idee, dass Psychiaterinnen/Psychiater probeweise Neuroleptika nehmen, finde ich gut. Vielleicht als Gruppenexperiment, dann könnten sie sich gegenseitig von ihren unterschiedlichen (Neben-)wirkungen berichten
Wo sollte ich das denn sehen @ludwig ? Hast du einen Beweis für deine Behauptungen?
„Obergaukler“
@ludwig Du beleidigst hier Aderhold, ohne auf meinen weiteren Text einzugehen. Was soll das?
Menschen, die einfach so absetzen, ohne eine richtige Strategie zu verfolgen (langsam, in Begleitung von einem Arzt, unter den richtigen Lebensbedingungen), machen natürlich einen groben Fehler und riskieren damit starke Psychosen. Aber so etwas propagiert ja auch die Antipsychiatriebewegung meines Wissens nach nicht ernsthaft, mit Ausnahme von einigen Extremisten vielleicht, Aderhold schreibt ja auch detalliert über die Eigenschaften von Neuroleptika, die eben eine langsame Entwöhnung erfordern und bei abruptem Ausbleiben zu Problemen führen.
danke für Deinen Beitrag !
Wenn du @ludwig Aderhold immer noch zur Antipsychiatrie zählst, passt deine Aussage („Verschwörungstheorien, Magier und Heiler etc.“) nicht zu dem was @ardentglow geschrieben hat.
Ich stimme mit dir @ludwig überein, dass Esoterik für Psychotiker besonders gefährlich ist. Die Antipsychiatrie sehe ich dort aber nicht. Allerdings sehe ich die Kritik der Antipsychiatrie stellenweise als übertrieben an, wobei ich gestehen muss, dass ich mich damit nicht intensiv beschäftigt habe, da deren Berichte für mich psychisch schwer verdaulich sind. Das wäre dann auch meine Warnung an psychisch Kranke bzgl. der Antipsychiatrie. Wenn man empfindlich ist, kann einen die Beschäftigung mit Missständen in der Psychiatrie runterziehen oder gar triggern.
Da ich eine zu hohe Dosierung bekommen hatte, finde ich das Konzept Soteria interessant.
Ich war im nachhinein nicht so begeistert davon, weil dieser Gemeinschaftsgedanke so ausgeprägt war! Wenn ich erkrankt bin, will ich meine Ruhe und nicht Gemeinschaft leben, aber das ist eine andere Geschichte und trifft bestimmt nicht auf jeden zu!
Gerade der Gemeinschaftsgedanke hat mir auch in der Tagesklinik geholfen. Ruhe kann auch helfen, aber nicht, wenn man sich dann in eigenen Gedanken verliert oder sich in sie weiter hineinsteigert.
Dopplereffekt wrote: Von van Os habe ich mitgenommen, dass man sich um seinen gesamten Lebenswandel kümmern sollte, um psychisch gesund zu sein/ werden. Hätte ich Dir auch sagen können ! Nimm keine Drogen, esse regelmäßig, betreibe Sport und schau dass Du genügend schläfst, dass sagt Dir jeder praktische Arzt !?
Das greift viel zu kurz. Für mich gehört dazu ohne Anspruch auf Vollständigkeit auch ein gutes soziales Umfeld, eine gute Wohnsituation, eine gute Beschäftigung.
Dopplereffekt wrote: Auf Aderhold bin ich zum Beispiel in der Neuroleptika-Reduktionsbroschüre der DGSP (Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie) und dort wird auch zu Vorsicht beim Reduzieren und Absetzen geraten. Was soll ich dazu schreiben, Du weißt ich halte vom selbständigen Reduzieren und Absetzen nichts.
Dazu hat dir @sally ja schon geantwortet. Natürlich ist es gut, wenn man eine Ärztin/einen Arzt findet, der einen dabei begleitet. Weitere Unterstützung ist auch von Vorteil. So ganz auf sich alleine gestellt zu reduzieren kann ich mir auch kaum vostellen. Ein paar unterstützende Leute braucht man sicher.
Ich habe gar nichts geschrieben, sondern den Text kopiert, deswegen auch der Link.
Hier immer wieder Texte reinzukopieren sehe ich auch nicht gerade im Sinne des Forums. Wenn es dir so wichtig ist, kannst du es doch auch in deinen eigenen Worten schreiben oder nicht?
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