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@Amethyst es geht aber doch gar nicht darum, ob die Stimmen psychotisch sind oder nicht, sondern für sich selbst das rauszugreifen, was hilfreich sein kann mit den Stimmen umgehen zu lernen.
Es ist eben nicht richtig zu unterteilen ist psychotische Stimmen = negativ, andere Stimmen = positiv.
Es ist nur eine Tatsache, dass es auch die Stimmenhörer gibt, die sehr gut mit ihren Stimmen klarkommen oder die hauptsächlich eine bereichernde Erfahrung damit machen.
Und Antworten warum das so ist, warum Stimmen so unterschiedlich sein können, warum manche Leute überwiegend engative Stimmen hören, warum andere mit negativen Stimmen besser umgehen können als wiederum andere, das sind Fragen die man teilweise in der Literatur, die hier verlinkt wird, beantwortet kriegt.
Natürlich kann man auch darüber diskutieren, aber ich ahbe aus dem, was du jetzt hier aus deinen Stimmenhörer-Gesprächen mitteilst, nicht feststellen können, dass du maßgeblich davon profitiert hast. Du kommst immer zu dem Entschluss: Psychotiker.
Wenn du über Stimmen diskutieren willst, dann eröffne doch einen Thread, aber der hier kann doch trotzdem bestehen, weil es eben Menschen gibt, die diese Literatur, die hier verrlinkt wird lesen, die sie von selbst nicht gefunden haben, die ihren Therapeuten auf die Idee bringen damit zu arbeiten, die sich selbst einlesen.
Du gehst hin und willst einen Thread verbieten, weil er in deinen Augen nicht in dein subjektives Konzept dieses Forums passt. Aber das Forum ist ja nicht deins und das muss auch nicht so funktionieren, wie du es dir vorstellst.
Professor Klimke scheint damit d’accord zu gehen, dass es einen Stimmenhörer-Thread gibt, in den jeder interessante Links zu diesem Thema posten kann, ohne dass das dann ausführlich diskutiert wird.
Ich bespreche zum Beispiel vieles davon mit meinem Therapeuten, was ich hier gelesen habe.
Ich fände es auch interessant, wenn man unter Stimmenhörern miteinander sich austauscht, das haben wir ja auch inn dem Gedankenlautwerden Thread gemacht, der dann halt einschlief. Anscheinend ist hier im Forum aber gar nicht das Interesse so groß an einem Austausch. Vielleicht liegt es auch daran, dass bei vielen die Medikamente helfen und die Stimmen wegmachen. Bei mir haben die Medikamente nie die Stimmen weggemacht. Für mich ist es relevant andere Wege zu finden, um mit diesen Quälgeistern zurecht zu kommen.
Und deshalb verstehe ich nicht, warum nicht einfach einen Thread ignorierst, mit dem du nichts anfangen kannst. Oder alternativ den entsprechend Thread aufmachst, den du dir wünschst. Stattdessen machst du Pia so von der Seite an, das verstehe ich einfach nicht.
@Amethyst mir will einfach nicht in den Kopf, warum jetzt keiner mehr von den Links profitieren darf, nur weil du persönlich damit nix anfangen kannst. Es ist absolut in Ordnung, wenn du dich damit abgefunden hast, dass deine Stimmen negativ und Teil der Schizophrenie sind, die dir eine Rente ermöglicht.
Aber kannst du dir nicht vorstellen, dass andere sich viel intensiver mit ihren Stimmen auseinandersetzen wollen und das so nicht hinnehmen, dass Rente die Endstation ist und sie da nicht mehr rauskommen. Und vielleicht auch den Wunsch und Glauben und auch teils Erfahrung damit haben, dass Stimmen sich auch ändern können, wenn man mit ihnen arbeitet.
Und dieser Thread bietet sehr gute Hinweise auf Fachliteratur und Forschungsstand bezüglich Stimmen. Ich arbeite selbst gerade in der Psychotherapie mit dem Buch von Romme und das hat mir noch mal viel deutlicher die Augen geöffnet, was es mit den Stimmen auf sich hat.
Du kannst einfach diesen Thread ignorieren und fertig. Und andere können, wenn sie wollen, davon profitieren.
@Amethyst es ist mir echt gleich, ob du mit mir einverstanden bist. Hier steht nirgendwo geschrieben, dass eine Linksammlung unerwünscht ist. Du bist ein erwachsener Mann, also benimm dich auch so und meide eben Threads, mit denen du nichts anfangen kannst, anstatt hier anderen vorzuschreiben, was sie zu tun oder zu lassen haben.
Außerdem ist mir schleierhaft, warum du annimmst, dass dieser Thread nicht den Austausch fördert. Weißt du, welche PNs im Hintergrund ausgetauscht werden über dieses Thema?
Du machst hier Pia dumm von der Seite an und weißt überhaupt nicht, inwieweit sie Kontakt mit Stimmenhörern hat. Ich höre schon seit den 90igern Stimmen, ja und, macht mich das jetzt zu einem weiseren Menschen dir gegenüber, nur weil ich sie noch länger höre?
Pia beurteilt nicht und sie wertet auch nicht, sondern sie teilt Forschungsergebnisse. Sie behauptet mit keinem Satz, dass sie mehr weiß als du, ich oder irgendjemand anderes. Im Gegensatz zu dir, der sofort damit kommt, wie lang er Stimmen hört, was dich dann wohl automatisch ausweist die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben.
Ich habe deine Punkte gelesen, aber die sind nicht relevanter, als die Tatsache, dass es eben auch die Seite an Stimmenhörern gibt, die mit ihren Stimmen gut klarkommen oder einen besseren Umgang damit gelernt haben und aufgrund dessen eben nicht mehr darauf angewiesen sind ihr Leben in Rente zu verbringen.
Empathie heißt nicht nur den Betroffenen in Rente zu bringen, sondern sich mit den Stimmen auseinanderzusetzen. Und das lohnt sich auch, wenn die Stimmen Teil einer Psychose sind. Und da setzt Pia an und das zeigt, dass du dich nie mit Stimmen therapeutisch auseinandergesetzt hast, sondern nur die Psychiatrie der letzten 70 Jahre wiederholst.
Die Stimmenforschung ist aber inzwischen viel weiter.
@Amethyst und du hast dich nie intensiver mit Stimmenhören beschäftigt, denn sonst wüsstest du, dass ein beträchtlicher Anteil an Stimmenhörern überhaupt nicht krank ist und auch keinerlei Bedürfnis haben als krank eingestuft zu werden, weil sie unter ihren Stimmen gar nicht leiden und auch noch nie gelitten haben. Es wäre für viele Menschen hilfreich, wenn Menschen nicht immer zwangsläufig von sich auf andere schließen würden.
Stimmenhören kann Teil einer Krankheit sein, es kann belastend und beängstigend sein, es kann einem im Alltag einschränken, die Stimmen können überwiegend oder sogar ausschließlich negativ sein, aber es kann auch ganz anders sein.
Ich finde sehr gut, was Pia hier macht. Es steht jedem frei, ob er sich etwas da herauspickt, oder ob er den Thread einfach ignoriert.
15/03/2024 um 13:44 Uhr als Antwort auf: Mutmachleute.de – Umfangreiche HP zu psychischen Erkrankungen #336142Super sympathisches Foto @Blaustern und mutig das dort veröffentlichen zu lassen
Vielleicht brauchst du einfach insgesamt eine höhere Dosis, weil anscheinend ist das doch alles sehr instabil. Es vergeht ja keine Woche (das ist kein Vorwurf!) in der du nicht irgendwie das Gefühl hast, dass du wieder psychotisch werden könntest. Das ist ja auf Dauer nichts. Vielleicht brauchst du halt 10 mg um dauerhaft stabil zu sein oder du versuchst es mit einem anderen Neuroleptikum mal wie Clozapin, was ja eigentlich als extrem wirkstark auch gilt.
Und es kann auch wieder besser werden. Ich habe lange Zeit sehr hohe Dosen von Neuroleptika genommen, oft die Höchstdosis und jetzt komme ich mit einer total niedrigen Dosis gut aus. Es kann auch wieder besser werden, vielleicht kannst du auch dann irgendwann wieder runterdosieren, wenn du mal länger stabil bist?!
Miina, ich glaube, du solltest ein bisschen mehr leben und ein bisschen weniger dich selbst beobachten.
Es ist gut, dass du ein Bewusstsein für deine Krankheit hast und versuchst dich zu reflektieren, um früh genug zu merken, wenn vielleicht wieder eine Psychose im Anmarsch ist.
Aber jeder – auch gesunde Menschen – erleben Stimmungsschwankungen, fühlen mal mehr und mal weniger.
Ich will das damit nicht platt reden und ich glaube dir auch, dass du dich vielleicht wirklich gerade wie tot fühlst und keine Freude empfindest. Aber trotzdem kommt es mir auch so vor, als würdest du dein Befinden überdimensional stark beobachten und auch bewerten. Und dann ist es irgendwann nicht mehr gut, weil du vergisst zu leben.
Mein Tipp, weil du sagst, dass du nicht weißt, wie du damit umgehen sollst: nimm es vielleicht einfach mal so an, dass es gerade so ist, dass es sich gerade so anfühlt.
Morgen fühlst du vielleicht schon wieder ganz anders. Versuche es nicht zu bewerten, ob das gut oder schlecht, ob das ein Zeichen für irgendwas ist oder nicht.
Einfach hinfühlen und sich sagen: so fühlt es sich gerade an, das darf auch sein.
Und dann leben.
11/03/2024 um 19:38 Uhr als Antwort auf: Erfahrung mit Gedankenlautwerden/inneren Gedankenstimmen #335704Ich hab heute hierin gelesen, vielleicht ist das für dich auch interessant @Molly
https://stimmenhoeren.de/wp-content/uploads/2022/07/leben_mit_stimmenhoeren_dinah_strack.pdf
Hier gibt es Verrückt na und und ich war da mal Mitglied, aber das ist nix für mich. Zumindest damals nix gewesen. Ich konnte da nicht gut vor einer Klasse sprechen. Das kann ich zwar inzwischen besser, aber ich habe schon erhebliche Probleme mich in Angesicht von anderen zum Beispiel als traumatisiert zu outen. Oder dann auch noch zu sagen in welche Richtung das geht.
Ich könnte mir dann schon eher vorstellen über Stimmen zu sprechen.
Vielleicht schaue ich nochmal, ob ich mitmache, wenn ich insgesamt mehr Ruhe wieder im Leben habe.
Weißt du meine ehemalige Therapeutin hat unglaublich viel für mich gemacht, mehr als man je von einem Therapeuten auch nur erwarten könnte. Sie ging auf Fortbildungen in ganz Deutschland und setzte sich so stark ein, dass ich in bestimmten Traumakliniken aufgenommen wurde und so weiter. Das ist auf der einen Seite zwar natürlich schön, auf der anderen Seite will ich das nicht nochmal.
Ich will von meinem Therapeuten die selbe Aufmerksamkeit kriegen, wie er jedem Patienten gibt, will keine Sonderstellung mehr, auch weil ich heute viel stabiler und weiter bin. Damals bei der ehemaligen Therapeutin war ich jahrelang eine wandelnde Instabilität und habe so viel mütterliche Fürsorge tatsächlich wohl gebraucht.
Ich finde an meinem Therapeuten gut, dass er offen ist, dass er mich nicht einfach als schizophren abstempelt, dass er versucht auch an mir zu lernen und sich trotzdem beliest. Ich habe ihm zum Beispiel das Testgergebnis und den Test von psychosenet.nl geschickt und so. Aber ich will nicht zu viel verlangen, und ich fühle mich auch wirklich total gut betreut. Gerade weil er mich immer nur zaghaft auf die Stimmen zustößt und nicht mich zu irgendwas drängt. Er lässt mir meine Geschwindigkeit.
Also ja, vielleicht bin ich da etwas bescheiden sogar, aber ich will absolut keine Sonderstellung mehr.
Und aufgrund des Fonds habe ich das Glück, dass meine Therapie nicht nach dem Ablauf der gesetzlichen Stunden vorbei sein muss. Ich kann über den Fonds dann die Therapie weiterzahlen und das ist es mir wert.
Es gibt aber noch viele andere gesellschaftliche Themen, die genauso ihre Wichtigkeit und Berechtigung haben. Man kann nicht über alles und jedes Thema die Gesellschaft und in Schulen aufklären, dann gäbs keinen allgemeinen Schulunterricht mehr.
Ich denke, dass die Profis mehr Aufklärung bräuchten oder es zumindest Thema in den Ausbildungen sein sollte, dass Stimmenhören nicht nur ein Symptom der Schizophrenie ist oder Stimmenhören als Teil der Schizophrenie auch anders behandelt werden kann als ausschließlich mit Neuroleptika.
Immerhin sind es die Profis, an die man sich früher oder später ja wendet mit diesem Phänomen.
Mein Psychotherapeut hat noch eine Menge anderer Klienten, ich möchte also echt nicht von ihm verlangen zahlreiche Bücher zu kaufen und zu lesen, das fände ich etwas unverschämt. Er tut im Rahmen dem wir uns befinden sehr viel für mich und ist sehr bemüht, das ist in Ordnung und das passt so.
Ein Therapeut arbeitet ja nicht nur für einen Patienten, jede psychische Krankheit hat ihre Berechtigung richtig behandelt zu werden und dementsprechend wird er auch zu anderen Erkrankungen sich belesen und weiterbilden müssen.
11/03/2024 um 13:06 Uhr als Antwort auf: Erfahrung mit Gedankenlautwerden/inneren Gedankenstimmen #335640Ich würde aber schon sagen, dass ich durch die viele therapeutische Arbeit, die ich schon hinter mir habe, ganz gut meinen negativen Seiten ins Gesicht schauen kann, weil ich einfach viel mit mir konfrontiert war dadurch. Was nicht heißt, dass ich nicht immer noch blinde Flecken habe.
Meine Stimmen sprechen schon oft über Dinge, die mich belasten oder versuchen mit mir belastende Dinge „zu lösen“.
In dem Sinne würde ich sogar sagen, dass sie versuchen mir zu helfen, auch wenn ich das oft nicht so annehmen kann, weil ich dann einfach so gestresst bin durch sie, dass ich dann sagt, dass sie die Klappe halten sollen.
Und dann ist es aber manchmal, dass sie genau wissen, womit sie mich am meisten treffen. Sie sind halt allwissend, so als würden sie alle meine Gedanken scannen und auswerten und dann analysieren, worauf sie eingehen wollen. Entweder helfend oder eben auch triggernd, wenn sie böse sind. Und dann sind das oft nicht meine Gedanken, sondern Dinge, an die ich nicht denken möchte und auch nicht denke, ausser wenn ich getriggert werde dann durch Flashbacks und sie sprechen das dann an und schicken mich direkt in einen Flashback oder so.
Das ist fies. Und dadurch, dass ich das kenne und weiß, dass sie das machen, bin ich oft schon aggro, ohne dass ich sie eigentlich aussprechen lasse, weil ich schon Panik bekomme, dass sie wieder den Finger ganz tief in die Wunde legen.
Ja, habe ich geschaut.
Ich weiß jetzt nicht, ob das unbedingt an Schulen gezeigt werden müsste, aber es sollte generell in der Ausbildung zum Psychiater oder Psychotherapeuten gezeigt werden. Weil da beginnt ja oftmals das Schubladendenken.
Mein Therapeut ist ja sehr neugierig, er arbeitet gerade ziemlich viel mit mir und meinen Stimmen und er ist offen zu lernen. Er hat mir gesagt, dass er auch ein Buch gekauft hatte, aber das hat er gerade verliehen und das wollte er mir auch noch leihen. Ich wollte ihn am Mittwoch mal nach dem Titel fragen, vielleicht kaufe ich es mir dann so schon.
Bei mir ist es so, dass ich nach und nach mehr bereit bin mich auf die Stimmen bewusst einzulassen und ihnen auch mal wirklich zuzuhören. Das ist ein Verdienst von meinem Therapeuten, der mich immer wieder dazu ermutigt, ohne Druck auszuüben, sondern im Positiven.
Hier ist der Link zum Film
Eleanor Longden tritt auch in dem ARTE Film „Stimmen im Kopf“ auf, den es auf YouTube auch gibt. Guter Film!
10/03/2024 um 18:32 Uhr als Antwort auf: Erfahrung mit Gedankenlautwerden/inneren Gedankenstimmen #335567@Molly das ehrt dich, dass du deine Stimmen wohl ausschließlich respektvoll behandelst?
Ich kack meine schon teilweise richtig übel an oder eher zurück. Ich sag ihnen auch oft, dass sie die Klappe halten sollen, auf wenig freundliche Art.
Vielleicht sollte ich das auch mal ändern, aber manche Dinge, die sie sagen sind mir so unangenehm, weil sie oft auch Themen anschneiden, die mir unangenehm sind, so als wüssten sie, dass ich mich dafür schäme. Und dann fühle ich mich auch ziemlich provoziert oder werde halt sauer.
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