Metalhead666

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  • als Antwort auf: Grafik zu von Medikamenten betroffenen Rezeptoren #140652

    Hallo @rispi

    Es gibt ja die Annahme, dass sich die Rezeptoren vermehren durch die Gabe von Neuroleptika und es deshalb auch zu Absetzpsychosen kommen kann.

    Ich stelle mir das wie das Schlüssel-Schloss-Prinzip vor. Es gibt eine gewisse Menge Rezeptoren und daran kann das Medikament andocken. Gibt es einen Medikamentenüberschuss bzw. denkt der Körper „oh, wir werden belegt und könnten nicht mehr richtig arbeiten“ dann werden mehr Rezeptoren gebildet.

    Eine geringere Dosis belegt einfach weniger Rezeptoren in Folge dessen. Und da kommen wir wieder zur Absetzpsychose: manche Rezeptoren, die durch die medikamentöse Therapie hinzugebildet wurden, können nicht mehr besetzt werden und die psychotischen Symptome flackern eventuell wieder auf bis sich die Rezeptoren zurückbilden. Das funktioniert am besten beim langsamen Ausschleichen.

    Ich hoffe, das war verständlich.

    Du schreibst, dass sie klare Momente hat. Da würde ich dann versuchen mit ihr zu sprechen und sie zu Medikamenten zu bewegen, das sehe ich als die einzige Möglichkeit. Wenn sie akut drauf ist, dann würde ich ihr auch das Kind abnehmen und dafür sorgen, dass sie möglichst Ruhe hat. Mehr kannst du nicht tun.

    Versuche ihr klar zu machen, dass sie es einfach nur probieren könnte mit Medis und, wenn die nicht wirken oder ihr es schlechter geht, sie diese ja sofort absetzen kann. Sie verschenkt sich ja nix, wenn sie’s wenigstens mal probiert. Versuch‘ sie in klaren Momenten darauf hinzuweisen, dass du ja auch betroffen bist und deine Medis sorgsam nimmst.

    Ich denke, so würde ich vorgehen…

    Manchmal bin ich ganz froh, dass ich der Betroffene und nicht der Angehörige bin…

    als Antwort auf: Grafik zu von Medikamenten betroffenen Rezeptoren #140206
    als Antwort auf: Wer nimmt Dominal ? #140091

    Truxal fand ich persönlich ziemlich hart, ich kam darauf gar nicht klar. Ich bekam das mal während einer Psychose gegen die Hypomanie. Runtergeholt hat es mich, aber ich lag nur noch sabbernd in der Ecke.

    Aber das ist ja immer eine individuelle Sache wie die Medis bei einem wirken, deswegen hilft wahrscheinlich nur die Medis wirklich auszuprobieren.

    Dominal hat bei mir nicht ansatzweise wie Truxal gewirkt, vor allem fand ich den Wirkeintritt bei Dominal deutlich zügiger, als bei Truxal. Truxal brauchte manchmal 3 Stunden bis es wirkte und dann hatte ich einen krassen Hangover jedesmal.

    Aber wie gesagt, das muss nicht für andere gelten.

    als Antwort auf: Wer nimmt Dominal ? #140072

    Dominal ist ein niedrigpotentes Neuroleptikum, dass ich selbst gute 18 Monate nahm, weil es so lange schlaffördernd wirkte. Leider ließ die Wirkung ziemlich plötzlich dann nach. Ich habe es gut vertragen, hatte keine Nebenwirkungen, auch kein Hangover oder Gewichtszunahme. Kann es deswegen eigentlich guten Gewissens weiterempfehlen. Hätte es bei mir nicht aufgehört zu wirken, würde ich es heute noch nehmen.

    als Antwort auf: Sehr heikles Thema zu besprechen #139720

    Schmerzen und so hören sich aber eher weniger nach Dissoziationen an. Da ist es eigentlich typisch, dass man keine Schmerzen spürt, weil sie abgespalten sind.

    Würde damit eher mal zum Arzt gehen. Könnte sich vielleicht auch um eine Migräne-Aura handeln.

    als Antwort auf: Sehr heikles Thema zu besprechen #139716

    Das kommt drauf an, was du für dissoziative Probleme hast, also in welcher Form die sich äußern, da gibt es ja viele verschiedene Symptome.

    Ich lasse oft Dissoziationen über mich ergehen, weil ich nicht so ein Fan von Skillen bin. Mich begleiten die Symptome schon seit Ewigkeiten und machen mir keine Angst mehr meistens. Es ist meine Normalität.

    Als Skill hilft bei mir aber meist irgendwas mit Düften, habe immer Duftöle bei mir (zum Beispiel japanisches Minzöl), aber auch härtere Sachen wie Ammoniak-Tamponaden, die man aber schlecht im Zug oder Bus nutzen kann wegen des Geruchs, aber so intensiv sind, dass sie ganz gut helfen.

    Chili-Bonbons habe ich auch noch, die helfen mir auch recht zuverlässig, aber halt nur in dem Moment, in dem ich sie lutsche.

    Ansonsten nutze ich nicht so großartig Skills, weil ich gut gelernt habe (Selbststrategie) mit meiner dissoziativen Störung umzugehen.

    als Antwort auf: Lösen Medikamente bingeeating aus? #139349

    Ich weiß nicht, ob das jetzt zwangsläufig als „binge-eating“ bezeichnet werden kann, aber manche Medikamente lösen auf jeden Fall starke Heißhungerattacken aus, die ähnliche Ausmaße annehmen können.

    als Antwort auf: Öfters gedächnislücken #137670

    Das ist natürlich sehr wenig Schlaf, wenn das dauerhaft so geht. Kein Wunder, dass dein Kopf nicht mehr normal funktioniert.

    Hast du denn medikamentös alles durch, dass du nichts hast, was dir hilft mehr zu schlafen? Weil das ist ja auf die Dauer kein Zustand und wirklich ungesund.

    als Antwort auf: Welches Neuroleptikum für wen? #137271

    Ich kenne dieses Video nicht, aber ich kenne seinen Blog und da hat er einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema. Ich denke, dass sich dieser mit dem Video deckt (hab das Video jetzt nicht angeschaut).

    Ganz interessant fand ich mal die Graphik, die er postete, auf welche Neurotransmitter welches Neuroleptikum reagiert. Also er hat ein paar interessante Einträge, teilweise geht er auch auf einzelne Neuroleptika näher ein.

    als Antwort auf: Signatur und Bild ändern nicht möglich!? #137186

    bei mir auch nicht möglich!

    als Antwort auf: Psychotherapie #137069

    Ich habe ein paar Jahre Therapie auf dem Buckel, allerdings wegen Trauma und Depressionen, nicht wegen der Schizophrenie. Die Schizophrenie stand aber teilweise der Therapie sehr im Wege und es funktionierte erst richtig, als ich medikamentös gut eingestellt war. Dann war es für mich hilfreich.

    als Antwort auf: EKT bei Schizophrenie #136787

    Ich nahm sogar mal 6 Medikamente und konnte die meisten davon nach einer gewissen Zeit nacheinander absetzen.

    Ich will das auch nicht schönreden wie es dir geht. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung wie schwer es ist die richtige Medikamentenkombi zu finden, das hat bei mir Jahre gedauert und im Moment, wie sie ist, ist sie auch nicht perfekt und ich kann deshalb gut nachvollziehen, dass du so nicht mehr willst, wenn’s medikamentös einfach nicht so hinhaut, dass es zu ertragen ist. Und ich lese bei dir heraus, dass es nicht zu ertragen ist, wie es dir aktuell geht?!

    Alternativ könntest du es natürlich mal bei anderen Kliniken probieren, also Kliniken, die bekannt dafür sind, dass sie das öfter durchführen. Die gibt es doch bestimmt.

    als Antwort auf: EKT bei Schizophrenie #136783

    Ich kann natürlich nicht beurteilen, wie dein Leben aussieht. Was du noch kannst, was nicht mehr geht, wo deine Schwierigkeiten liegen.

    Ich selbst lebe mit Stimmen und es ist schon teilweise wirklich sehr schwierig damit. Und ich schrieb ja auch: ich würde direkt EKT machen, wenn’s mir angeboten würde.

    Aber im Grunde kann ich leben, auch wenn teilweise mehr schlecht als recht. Es ist nicht so, dass die Medikamente gar nicht wirken würde. Sie machen mich aber auch nicht symptomfrei. Ich würde halt EKT ausprobieren, wenn ich die Möglichkeit hätte, aber es ist nicht so, dass ich das als die ultimative Lösung betrachte.

    Und vielleicht hat Blumenduft auch recht und du hast einfach noch nicht die richtige Kombi gefunden?

     

    als Antwort auf: EKT bei Schizophrenie #136780

    Aber es ist meinen Informationen nach auch nicht so, dass man EKT bekommt und dann ist alles gut. Die wirkt nur, wenn man auch sein Leben, Denken und Verhalten etwas ändert.

    Auf mich wirkt es im Moment so, als hättest du dich total darauf versteift. Aber bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom.

    Die Person, die ich kenne und EKT erhielt, die war zum Beispiel über Jahre Drehtürpatientin in allen möglichen Psychiatrien. Da war das das letzte Mittel der Wahl und wirklich gewirkt hat es auch nicht. Sprich, EKT ist kein Allheilmittel, wenn sonst alles gleich bleibt.

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