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Ich glaube eine Zeitverzögerung von 4 Wochen ist aber eher nicht zu spät. Sowas trifft vermutlich eher zu, wenn jemand sowieso schon sehr lange im Wahn gefangen ist, also viele Monate oder gar Jahre sich darin eingerichtet hat. Dann kann ich mir vorstellen, dass es zu einem Wahngedächtnis auch kommen kann.
Beim Schmerzgedächtnis bin ich mir nicht sicher, ob das nicht eher so ist, dass der Schmerz weiter gespürt wird, obwohl er nicht mehr da ist, unabhängig von Medikamenten. Und Medikamente sehr wohl noch wirken.das würde ja auch bedeuten, dass Neuroleptika auch verspätet noch wirken würden.
Ich schaue im Moment „The Man in the high Castle“, was auf Dicks gleichnamigen Roman bzw. Deutsch: „Das Orakel vom Berg“ basiert.
es handelt sich dabei um eine dystopische Sci-Fi Serie die von der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg handelt, in dem die Alliierten verloren und die USA zwischen Deutschland und Japan aufgeteilt wurde.
Ich schätze, dass das sehr regional ist und nicht pauschal für alle Entwicklungsländer gilt, was diese Studie von Horst sagt.
Selbst für Indien gilt es vermutlich nur regional und vor allem eher in den gebildeteren reichen Schichten, denn ich kann mir kaum vorstellen, dass die Familie in irgendeinem indischen Slum regelmäßig gemeinsam zum Therapeuten geht. Die haben ganz andere Sorgen und da gibt es derartige Versorgung wahrscheinlich auch gar nicht.
Ich denke aber, dass eben jene, die aus höheren Kasten kommen, vielleicht wirklich besser in ihren Familienverbänden aufgefangen werden.
Aber wie gesagt, ich meine, dass hier andersum jemand mal gepostet hätte eine Studie, in der es darum ging, dass es für die Genesung in Deutschland förderlich wäre, wenn der Erkrankte nicht in der Familie verbliebe. Ich kann das aber gerade nicht belegen.
Soweit ich weiß sind Eklärungsansätze, dass die Erkrankten besser in ihren Familien integriert seien usw.
Aber ich habe wiederum mal gelesen, dass die Prognose in Deutschland besser sei, wenn jemand nicht im Elternhaus bliebe, ich meine zumindest dies wäre die Schlussfolgerung gewesen. Das widerspricht ja dann wiederum der These.
Allerdings sind Familienverbände insgesamt in Entwicklungsländern nochmal etwas anders als hier. Ob man das also 1:1 übertragen kann, dafür habe ich zu wenig Ahnung.
Finde die Idee auch gut. So funktioniert ja auch Soteria, dass man möglichst keine Medikamente einsetzt oder nur ein Minimum, wenn nötig.
Leider gibt es kaum Soteria-Stationen und oft dann nur für sehr junge Leute. Das Konzept ist total erfolgreich, aber rentiert sich wohl finanziell für die Krankenkassen nicht. Wobei ich mir da gar nicht sicher bin, denn die Frage ist ja auch, wie viel Medikamentenkosten werden auf Dauer eingespart, wie viele wiederholte Aufenthalte. Ich denke, dass es dafür zu wenig Studien gibt.
Ach weißt du Mowa, fast alle Menschen haben das Talent ordentlich zu verletzen. Die einen gebens zu, die anderen leugnen es. Und Streit ist auch keine Einbahnstraße.
Trotzdem finde ich gut, dass du es für dich reflektierst und du siehst ja auch, dass dein Mann dich genau so liebt, wie du bist und da gehört eben auch diese Seite an dir dazu. Aber das macht ja auch echtes Mögen, Wertschätzen, Lieben aus, dass jemand auch akzeptiert wird, wenn nicht so schöne Seiten zum Vorschein kommen.
Trotzdem kann man natürlich über sich selbst erschrecken und es ist schwer aus alten Mustern auszubrechen. Mir hilft das sehr mit einem anderen Menschen, zum Beispiel in der Therapie, nochmal die genaue Abfolge eines Konfliks oder Gesprächs durchzugehen und dann stellt man häufig fest, dass man sich gegenseitig „triggert“. Und erst so das Wissen darum, was den anderen und einen selbst so triggert, hilft einem auch mehr Bewusstsein dafür, eben das Verhalten nicht immer und immer zu wiederholen.
Ich wünsch dir noch eine schöne Restwoche!
@Horst kann sein, dass Interesse, Glaube und psychotische Erfahrungen sich da auf jeden Fall vermischen!
@Horst schon vor dem Studium hatte ich zwei religiös gefärbte Psychosen, es fing ja in der Jugend an. Während dem Studium hatte ich hingegen gar keine Probleme damit, obwohl ich Koran und Bibel usw. Rauf und runter übersetzte und analysierte.
Danke, aber hier sind ja viele Leute im Forum mit Studienabschluss bis hin zur Promotion, ist also nix besonderes, das ich da erreicht habe.
Man sagt dem Valproat ja auch eher nach, dass es vor allem gegen manische Phasen wirkt und vorbeugt, denn gegen die depressiven Phasen/Depression.
Mich hat es wunderbar aus der Agitiertheit und Hypomanie geholt und inzwischen in höherer Dosis wirkt es auch gegen Depressionen bei mir.
@Molly ja, das sind auch Studienfächer, die man wirklich nur bei starkem Interesse studiert und sicher nicht reich mit wird :D
@Horst japp. man kann wissenschaftlich arbeiten, als Übersetzer von Sekundärliteratur, man kann zu internationalen (Hilfs)Organisationen, selbst zum BND, man kann auch zum Jugendamt oder Integrationsamt…eigentlich stehen einem da viele Türen offen… dadurch, dass man halt die orientalischen Sprachen kann und wir viele Migranten aus den Ländern haben gibts da schon sehr vielfältige Möglichkeiten. Aber ich bin halt zur Zeit in Rente für zwei Jahre und dann mal schauen, wie es weitergeht.
30/06/2024 um 13:34 Uhr als Antwort auf: Psychose als Ausdruck des Innenlebens und „bewusstseinserweiterte Erfahrung“? #353869Ja, das ist bei mir durchaus so auf bestimmte Themen bezogen.
Wenn der psychische Stress bei diesen Themen sehr hoch ist, werde ich psychotisch, weil ich wohl keinen anderen Umgang mehr sonst damit finde, um das zu verarbeiten.
Ja, ich empfinde das besonders auf Sinnfragen bezogen oft bewusstseinserweiternde Erfahrungen. Mein Therapeut riet mir auch letzthin diese Erfahrungen, die bei mir auch durchaus sehr positiv sind, mit in die gesunden Phasen zu transportieren und für mich zu behalten.
Mir fällt diese Darstellung vor allem im Kontext von berüchtigten Real-Crime Serienmördern auf.
anonsten kenne ich eigentlich hauptsächlich mehr oder weniger gute Filme zum Thema Schizophrenie, die den Erkrankten nicht nur als Monster hinstellen.
trotzdem ist das natürlich eine gute Initiative und ich bin gespannt, ob darunter neue Filme zum Thema entstehen.@Horst ich schädige mich nicht. Es ist mein erlernter Beruf, ich hab das jahrelang studiert (Orientalistik, Islamwissenschaften, Judaistik) und mich seit langer Zeit intensiv damit beschäftigt. Ich denke, ich kann schon einschätzen, worum es da geht, besser als du oder Pia. Deswegen bin ich hier jetzt raus.
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