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Hallo @grenfell!
Ich habe Deinen Link nur kurz überflogen.
Ich glaube einfach, dass es eben nicht nur von der Medikamenteneinnahme abhängt, ob ein Patient symptomfrei wird oder nicht. Einen großen Anteil daran hat das soziale Umfeld, die Zufriedenheit und die Stressfreiheit des Betroffenen.
Ich habe in 13 Jahren der Einnahme von Amisulprid keine Toleranz entwickelt. Sehr wohl bin ich aber in der Lage, wenn es mir emotional schlecht geht oder ich Stress habe, trotz normaler Einnahme eine verstärkte Symptomatik zu entwickeln. Setze ich das Medikament in stressfreien Zeiten ab, oder reduziere es auch nur wenig, bekomme ich nach wenigen Wochen ebenfalls wieder Symptome. Möglich, dass dies bei einer sehr langsamen Reduktion hinausgezögert werden würde, aber ich vermute eben, dass die Symptome früher oder später auch dann wieder aufbrechen könnten, wenn ich nicht geschützt bin.
Nehme ich mein Medikament in einer Phase mit Positivsymptomatik erst in erhöhter und später wieder in gewohnter Dosis ein, erlange ich mein seelisches Wohlbefinden und weitestgehende Symptomfreiheit innerhalb von ca. zwei bis drei Wochen wieder. Ich muss also nicht mit andauernder Dosiserhöhung reagieren.
Hallo @dibadu !
Dass Betroffene Medikamente absetzen und symptomfrei bleiben, ist immer eine Momentaufnahme. Ich glaube, wenn man das über die gesamte Lebensspanne betrachtet, sieht es eventuell anders aus. Sicher gibt es aber Betroffene, die sich ihr Leben nach einer Psychose so einrichten können, dass ihre verstärkte Verletzlichkeit nicht mehr zum tragen kommt oder sie ihre Resilienz steigern können.
Nachdem @equites geschrieben hatte, dass Kinder sehr viele Aufgaben übernehmen müssen, wenn ein Elternteil psychisch krank ist, hab ich das jetzt mal bei mir hinterfragt.
Ich will nicht ausschließen, dass ich vielleicht nicht alles hinbekommen hätte, wenn ich alleinerziehend gewesen wäre, aber als meine Kinder noch klein waren, hab ich alles für sie gemacht. Mein Mann hat sich damals aus der Erziehung und sonstigen Aufgaben weitestgehend herausgehalten, obwohl ich mir immer schwer getan habe.
Heutzutage ist die Krux bei der Sache, dass ich nicht mehr Auto fahre und da bitte ich meine Kinder schon ab und zu mal, für mich einzukaufen, wie gerade vor einiger Zeit, als ich die Knie-OP hatte. Auch müssen eben immer sie fahren, wenn wir irgendwo zusammen hingehen. Das ist aber bisher das Einzigste, wo sie mir helfen müssen.
Ich trinke ab und zu zum Essen ein Radler und Abends auch mal ein Glas Wein. Leider werde ich normalerweise sehr müde davon und dann ist der Abend oder tagsüber mindestens bis zu drei Stunden danach gelaufen. Muss dann meistens schlafen. Deshalb passiert das wirklich sehr selten.
Hallo @marique !
Ich habe zwei inzwischen erwachsene Kinder (24 und 27), die eine bodenständige Ausbildung gemacht haben und bisher anscheinend gesund geblieben sind.
Meine erste Diagnose war Wochenbettpsychose, nachdem mein Sohn (erstes Kind) geboren war. Allerdings denke ich heute, dass ich auch schon vorher krank war.
Obwohl ich meinen Mann an meiner Seite hatte, fiel mir vor allem der Umgang mit Erzieherinnen im Kindergarten, Kinderärzten oder Lehrern usw. sehr schwer, weil ich immer Angst hatte, dass ich Ärger wegen meiner Erkrankung bekommen könnte. Die ganzen Jahre waren sowieso von Angst und Depressionen geprägt, weil ich kein Medikament hatte, das ich richtig vertrug. Ich hörte ständig Stimmen und war wie gesagt depressiv, ängstlich und bedingt wahnhaft. Von dem damaligen Medikament war ich wenn ich es einnahm ständig müde und antriebslos, was es sehr anstrengend machte, die Kinder zu versorgen. Ich war froh, als sie in einem Alter waren, wo sie mit Freunden spielen konnten.
Als die Kinder 10 und 13 Jahre alt war, trennte sich mein Mann von mir und die Kinder wuchsen dann bei ihm auf. Wir hatten aber gemeinsames Sorgerecht und alle zwei Wochen waren sie übers Wochenende bei mir. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Kindern, aber ich finde wir reden zu wenig. Inzwischen habe ich ein Medikament, das mich gut stabilisiert. Die Stimmen sind weitestgehend weg.
Ich war in den letzten 27 Jahren drei Mal freiwillig in der Klinik und ansonsten regelmäßig ambulant in Behandlung.
Gell Mowa, als Betriebsrat hast Du Kündigungsschutz, oder?
Zu viel Creatin kann die Nieren schädigen. Die bauen das körpereigene Creatin nämlich normalerweise ab.
Ich würde es sein lassen. Früher konnte man nicht entscheiden, ob ein Kind geboren wird. Heute schon. Wenn man schon eins bekommt, sollte es die allerbesten Voraussetzungen fürs Leben haben. Klar kann man nicht alles vorhersehen, aber manches schon. Das ist jedenfalls heutzutage meine Meinung.
Bist Du sicher, dass Du für ein zweites Kind genug Kraft hast?
Risperdal erhöht so weit ich weiß auch den Prolaktinspiegel. Da ist nicht viel mit schwanger werden.
Ich weiß wirklich nicht, ob das alles so gut ist. Da stellen sich bei mir irgendwie die Nackenhaare. Trotzdem finde ich es mutig, dass du gegen die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen kämpfen willst.
Schaut mal hier, wenn ihr noch was im Kühli habt, aber nicht wisst, ob man daraus etwas zaubern kann: https://restegourmet.de/
@nevermind
Ein Diuretikum ist ein Entwässerungsmittel, das gleichzeitig auch den Blutdruck senkt.
Ich werfe selten etwas weg. Reste von den Zutaten werden für andere Mahlzeiten verwendet. Wenn ich zu viel gekocht habe, gibt es das entweder am nächsten Tag, oder ich friere es ein.
Zur Beziehungsfähigkeit gehört nicht nur die Libido, sondern auch dass man jemandem begegnet, in den man sich wirklich verliebt. Einfach nur poppen ist meiner Meinung keine Liebe.
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