Molly

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  • als Antwort auf: Bin ich wirklich so krankt #39697

    Hallo liebe @ladybird !

    Oben hast du gefragt, warum man mit Schizophrenie so leicht berentet wird und Schwerbehinderung bekommt.

    Ich denke es liegt vor allem daran, dass man mit Schizophrenie Stress absolut nicht mehr verkraften kann und arbeiten ist in den allermeisten Fällen nun mal zumindest zeitweise mit Stress verbunden; vor allem heutzutage. Da wird man dann eben aussortiert.

    LG, Molly

     

    als Antwort auf: Täglich müde, jeden zweiten Tag 18 Stunden im Bett #38262

    Kannst Du nicht, @Paintball!

    Wenn du weniger Kaffee trinkst wirst du zwar müder. Das ist eine Nebenwirkung der Medikamente. Du kannst sie aber trotzdem nicht reduzieren, weil die antipsychotische Wirkung nicht im Zusammenhang mit der hervorgenrufenen Müdigkeit steht. Nimmst du weniger, fehlt die antipsychotische Wirkung.

    als Antwort auf: WfbM und gesetzliche Steigerung des Grundbetrages #38119

    Danke @mallory, war ganz OK.


    @dopplereffekt
    !

    Mir wurde damals auch erst mal eine Tagesstätte vorgeschlagen, aber wenn ich schon die Zeit totschlagen muss ist es schon ein positiver Nebeneffekt, wenn dabei etwas Geld herausspringt. In Tagesstätten werden zwar ab und zu auch Lohnarbeiten angeboten, aber dafür bekommt man wirklich nur Centbeträge und es ist auch nur stundenweise.

    als Antwort auf: WfbM und gesetzliche Steigerung des Grundbetrages #38087

    @dopplereffekt!

    Mit der Grundsicherung kenne ich mich nicht so aus. Ich weiß aber, dass meine Kollegen die sie bekommen einiges vom Lohn abgezogen bekommen und sich deshalb nicht sehr anstrengen was Arbeitsleistung angeht.

    Wenn du bisher schon eine Erwerbsminderungsrente erhältst, wird sie sich durch die Arbeit in der Werkstätte als Altersrente nur in geringem Maß oder überhaupt nicht erhöhen. So wurde es mir jedenfalls bei der Rentenberatung meiner Rentenversicherung gesagt und ich habe auch irgendwann mal online etwas gefunden, wo die Aussage ebenso lautete. Ich schaue mal heute Abend, ob ich es noch finde. Ich hatte es auch mal im Forum vom Kompetenznetz veröffentlicht. Ist aber schon ewig her.

    Muss jetzt duschen und dann zur Physio. :bye:

     

    als Antwort auf: WfbM und gesetzliche Steigerung des Grundbetrages #38083

    vielen, vielen Dank @molly hilft mir weiter, weil ich bei der Rentenversicherung Teilhabe am Arbeitsleben beantragt habe und es gibt ja schlicht nix anderes als die Werkstätten oder eine Reha und probieren sich auf dem Arbeitsmarkt zurechtzufinden. Die 1.200 € Rente errechnet jemand in dem Flyer, den ich von der Seite habe, die Du verlinkt hast.. Es ist wahrlich verzwickt und fragwürdig, wenn die Leute acht Stunden in die Werkstatt gehen und ihre Arbeit verrichten, aber, wie Du sagst molly

    schaffen die meiste Zeit leider nicht genügend passende Arbeit her.

    Wenn es schon schwer war auf dem Arbeitsmarkt, welche Aufgaben mag es dann in der Werkstatt geben und welche Teilhabe erlebe ich dann.. ich erhalte halt Erwerbsminderungsrente und die Dame aus der Werkstatt sprach von Übergangsgeld und Außenarbeitsplatz, der an meine Ausbildungen anschließen würde..Termin bei der Rehaberatung habe ich am 27.ten, Da werde ich dann wohl schlauer sein. Danke @molly

    @mallory!

    Übergangsgeld bekommst Du nur über einen bestimmten Zeitraum, wie sie sagte, während du im BB-Bereich bist und Außenarbeitsplätze sind normalerweise recht dünn gesät. Die meisten bleiben in der Werkstätte selbst. Allerdings ist ein Werkstattarbeitsplatz trotzdem nicht das Schlechteste. Man hat bei Weitem nicht mehr solche Sorgen wie auf dem ersten Arbeitsmarkt oder mit Arbeitslosigkeit und auch ein Sozialarbeiter ist immer greifbar.

    LG, Molly

    als Antwort auf: WfbM und gesetzliche Steigerung des Grundbetrages #38082

    @mallory!

    Das mit der Erwerbsminderungsrente war oben etwas missverständlich: Man hat nach 20 Jahren in der Werkstätte Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, wenn man diesen Anspruch vorher noch nicht hatte. Ansonsten bekommt man Erwerbsminderungsrente zusätzlich zum Werkstattlohn. Der Werkstattlohn gilt auch nicht als Arbeitseinkommen, was bedeutet, dass man dann mehr als 450 € zur Erwerbsminderungsrente hinzuverdienen darf, ohne dass der Verdienst diese mindert.

    als Antwort auf: WfbM und gesetzliche Steigerung des Grundbetrages #38079

    So wie ich es verstanden habe, will die BAG WfbM ja sogar, dass die Erhöhung nicht stattfindet, da die Finanzierung nicht gesichert ist. Das hört sich also eher schlecht an. @molly: Darf ich fragen, wieviel ihr netto pro Monat insgesamt bekommt? Bekommt ihr das dann zusätzlich zur Grundsicherung oder Erwerbsminderungsrente?

    Hallo @Dopplereffekt!

    Die Erhöhung wurde so weit ich weiß gesetzlich geregelt. Leider haben die Werkstätten anscheinend wirklich nicht genug Geld um das auch an die Beschäftigten weiter zu geben. Deshalb wir wieder mal an den Löhnen getrickst.

    Es ist absolut unterschiedlich was wir bekommen. Das hängt vor allem von der eigenen Leistung und der Arbeit ab, die wir machen. Ein Fahrer kann so etwa 550 € plus Fahrtkosten im Monat verdienen. Die sind bei uns am besten bezahlt. Andere mit schwacher Leistung und Grundsicherung gehen vielleicht mit nur 180 € nach Hause. Ich hab im Moment mit Fahrkarte 432 €, was sich aber nach der nächsten Entgeltfestsetzung verringern wird, weil ich durch mein Knie (jedenfalls im Moment) nicht mehr alles leisten kann, was ich bisher gemacht hab.

    LG, Molly

    als Antwort auf: WfbM und gesetzliche Steigerung des Grundbetrages #38078

    ja, @molly, die Sache ist wirklich fragwürdig. Ich habe mich auf der Seite ein wenig umgesehen und mir angeguckt, wie die Finanzierung grundsätzlich zustande kommt. Nur werde ich Da nicht ganz schlau draus und vielleicht kannst Du mir das erläutern @molly. Ein Freund von mir erhält Grundsicherung. Grundsicherung wird von der Gemeinde, der Stadt gezahlt, dem Kreis in dem er wohnt, oder? ich hatte es auch bei der Rentenversicherung nachgeschaut und da wird man dort hin verwiesen. Die 80 € sind ja dann der einzige Verdienst, den er durch die Arbeit im Monat mehr hat. Hinzu kommen halt die Rentenbeiträge, die im Schnitt bei 400 € liegen sollen. ich weiß aber nicht, wie das zustande kommt, weil diese 400 € gehen ja nicht netto in die Rente ein, also dass er dann am Ende in der Altersrente die 400€ zum durchschnittlichen Grundsicherungsbetrag hinzubekommen würde, also rund 1.200 € Rente…. lässt sich das so rechnen? ……..oh jetzt habe ich nochmal auf der Seite geschaut… stimmt sogar ungefähr, was ich da gerechnet hab und bei Grundsicherung würde bei der jetzigen Situation tatsächlich eine Rente i.H.v. 1.297 € gezahlt, wie der Flyer hier vormacht https://www.bagwfbm.de/file/1139 Der Steigerunsbetrag bezieht sich dann auf die „mehr Leistung“, aber alles zusammen gerechnet, wird es dann wieder abgezogen.. selbst das Essen in der Werkstatt wird dann bei der Grundsicherung abgezogen. Ich habe halt noch in keiner Werkstatt gearbeitet, außer halt mal einen Tag und da habe ich zehn Teile in eine Tüte gepackt.. Wahnsinn. Die Kalkulation der Werkstatt wäre interessant zu sehen und zu gucken, was erwirtschaftet wird. Die Selbstverwaltung, die @christine denkt, würde ich mir auch wünschen, aber die gewachsenen Strukturen und die Situation gegenüber den verschiedenen Stellen, wie Rentenversicherung oder den Sozialämtern, bedingen ja gerade diese „wohlfahrtlichen“ Träger.

    @mallory !

    Die Finanzierung einer WfbM basiert zuerst mal auf den Zahlungen der jeweiligen Träger für die Beschäftigten an die Werkstätte selbst. Das sind pro Person ca. 1000€ im Monat. Davon wird alles außer der Löhne für die Beschäftigten (Menschen mit Behinderung) bezahlt, also Gehälter der Gruppenleiter, die Verwaltung, glaub auch Miete für die Gebäude usw.. Die Löhne der Beschäftigten ergeben sich aus dem Gewinn, den die Werkstätte über Aufträge erwirtschaftet. Bei uns werden ca. 90% davon als Löhne ausgeschüttet, was glaube ich im Verhältnis zu anderen Werkstätten sehr viel ist. Der Rest geht in die Rücklagen und für Anschaffungen drauf.

    Als Beschäftigter einer WfbM finanziert man sich selbst erst mal aus Grundsicherung (zahlt die Stadt oder die Gemeinde wo man wohnhaft ist) oder Rente plus jeweils dem Werkstattlohn. Erhält man Grundsicherung darf man nur einen Teil des Lohnes behalten. Die Fahrkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel oder Kilometergeld fürs eigene Auto werden übernommen und auch die Kosten für das Mittagessen in der Kantine, bis zu einer bestimmten Höhe des Einkommens. Hab aber auch gehört, dass von der Grundsicherung etwas für das Mittagessen abgezogen werden soll. Weiß es aber nicht sicher. Jedenfalls wird es auf jeden Fall bezahlt, so lange man im Eingliederungsbereich ist.

    Zu den 80 € (bald 117 €) Grundbetrag kommt ein Arbeitsfördergeld dazu (Höhe weiß ich jetzt nicht) und ein Steigerungsbetrag, der leistungsabhängig ist. Steigt der Lohn über 325 €, wird das Arbeitsfördergeld gekappt. Erst wenn man entschieden viel mehr als das Arbeitsfördergeld an Steigerungsbetrag hat, kommt man über die 325 € raus.

    Die Werkstätte zahlt Rentenbeiträge in die Rentenkasse ein, die sich an 80% des Durchschnittsverdienstes in Deutschland bemessen. Allerdings hat man davon später mal nur was, wenn man vorher Grundsicherung oder eine sehr geringe Rente erhält. Nach 20 Jahren in einer WfbM kann man eine Erwerbsminderungsrente  beantragen und die beläuft sich ungefähr auf die Höhe der Grundsicherung, die dann wegfällt. Ist also nicht sehr viel. 1200 € Rente wird man dadurch niemals erreichen! Bekommt man schon vorher eine etwas höhere Rente, verrechnen sich die Rentenpunkte, die man durch die Arbeit in der Werkstätte erhält, mit dem Besitzschutz der Erwerbsminderungsrente, die man schon vorher erhalten hat. Es wird dann also kaum mehr als vorher herauskommen.

    Selbstverwaltung einer Werkstätte würde nicht funktionieren, da die meisten Leute dort zu schwach für so etwas sind. Der Krankenstand ist aufs Jahr gesehen sehr hoch. Die Verwaltung braucht schon Profis und selbst die schaffen die meiste Zeit leider nicht genügend passende Arbeit her.

    LG, Molly

     

    als Antwort auf: Internetverbindung spinnt (O2) #37761

    @Grenfell!?! 2GB!?! Das reicht doch für den Hausgebrauch keine Woche mit Youtube, Filmen, Musik und so weiter! :scratch:

    Ich hab dasselbe Angebot von Aldi fürs Handy auch und da ist es auch vollkommen OK wenn ich tagsüber auswärts mal was mache, aber für die normale Internetnutzung ist das viel zu wenig.

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von Molly geändert.

    Hallo @grenfell!

    Für mich hört es sich so an, als seien diese Schilderungen einfach Zustände solcher Wahrnehmungen, wie sie  dann zusätzlich außerhalb der Schizophrenie vorkommen. Er schreibt ja „sind oft von“, „sie können auch“ und „sollte man auch die alternative Möglichkeit von“.

    Ich hab früher auch immer gedacht, so was hätten vor allem Trinker oder Drogensüchtige. Scheint aber nicht so zu sein.

    @grenfell, mein Lieblingskollege nimmt keinerlei Drogen und trinkt auch nicht übermäßig, hat aber schon seit der Kindheit optische Halluzinationen. Er sieht irgendwelche Menschen die eigentlich nicht da sind oder Schatten von Menschen. Außerdem sieht er in Gesichtern von Menschen die ihm begegnen manchmal Fratzen. Er hört seit einigen Jahren aber auch Stimmen. Es muss also anscheinend nicht immer mit Drogen oder Alkohol zu tun haben. MRT´s waren immer unauffällig, aber er leidet seit einigen Jahren unter Migräne.

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #36448

    Liebe @mowa!

    Kann es sein, dass es deinen Mann frustriert dass er finanziell von dir abhängig ist? So was kann Männer schon aggressiv machen.

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #36144

    Hallo @Mowa!

    Falls doch die Möglichkeit besteht, dass du schwanger sein könntest, sag das lieber umgehend deinen Ärzten. Dann kann man nämlich nicht jedes Medikament nehmen. Das Kind könnte Schaden nehmen.

    LG, Molly

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #35790

    Oje, arme @mowa!

    Leider kann ich von hier aus nicht wissen, was in deiner Geschichte Psychose ist und was nicht.

    Ich frage mich aber, warum ihr die räumliche Trennung nicht länger eingehalten habt, wo doch der Streit mit deinem Mann immer noch im Raum stand. Das hat das Ganze dann wohl eskalieren lassen.

    Ich würde dir raten, den Klinikaufenthalt dazu zu nutzen, festzustellen was dir gut tut. ZB ob es etwas bringt, eine Beziehung fortzusetzen, die mit so vielen Zweifeln behaftet ist oder ob du dir die Zweifel nur einredst

    LG, Molly

    Sicher war meine Psychose mit Paranoia usw. früher aufregend, teilweise auch schön. Aber gleichzeitig war sie auch die Hölle und ich will das nie wieder erleben müssen.

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