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Hallo @Mowa,
du hast in deinem ersten Post ja geschrieben, dass deine Ärzte von der Nichtmedikation Bescheid wissen. Waren sie denn auch damit einverstanden? Ich kann meinen Arzt leider nicht zu einer Reduktion überreden. Wenn ich die Reduktion selbst mache habe ich Angst, dass ich für den Fall, dass ich in eine Psychose rutsche Ärger bekomme. Kannst du dazu (evtl. auch per PN) etwas schreiben? Wenn nicht, habe ich dafür auch Verständnis. Es ist schließlich ein sensibles Thema. Ich hoffe ich nerve damit nicht zu sehr…
Wenn du dich dann nach 8-10 Stunden fit fühlst ist das doch ganz gut.
Dann viel Spaß mit eurem Gast
@PlanB: Ich denke auch, dass die Ärzte übervorsichtig sind. Bis jetzt höre ich aber noch drauf, weil ich selbst auch Angst habe. Danke für deinen kurzen Erfahrungsbericht
@PlanB: Den Artikel hatte ich auch mal gelesen. Er stiftet ja geradezu dazu an sich der ärztlichen Verordnung von Neuroleptika zu widersetzen.
Hast du denn selbst Erfahrungen mit dem Absetzen von Neuroleptika? Was sagt dein Arzt dazu?
Das mit dem Homeoffice ist doch eine feine Sache. Dann auch weiterhin viel Erfolg für die Wiedereingliederung
Achja, dann hatte ich nochmal Cariprazin („Reagila“) ausprobiert. Ich hatte mich damit etwas lebendiger gefühlt, aber leider unangenehme Schwindelgefühle davon bekommen. Meine Experimentierfreude mit Neuroleptika hat daher auch so ihre Grenzen. Aber vielleicht wäre es etwas für dich. Die Nebenwirkung muss ja bei dir nicht auftreten.
Bis jetzt habe ich das Aripiprazol behalten, weil ich es gut kenne. Abgesehen von Gewichtszunehme und Reduzierung der kognitiven Fähigkeiten habe ich keine störenden Nebenwirkungen. Und gerade diese beiden Nebenwirkungen haben praktisch alle Antipsychotika, vermute ich ganz stark
Das befürchte ich auch und ich finde es schade, dass die Ärzte nicht ehrlicher damit umgehen. Ich nehme das Aripiprazol erstmal weiter, weil ich Angst vor einer weiteren Psychose habe, aber ich nehme es ungern. Letztlich denke ich, dass die Nebenwirkungen dosisabhängig sind, daher werde ich beim nächsten Gespräch mit dem Psychiater auf eine Reduktion drängen. Unter dem Quetiapin mit ca. 75mg täglich war ich zwar schon müde aber noch arbeitsfähig, hatte jedoch immer wieder störende Gedanken.
Ich will nicht mein ganzes Leben lang mit einer mentalen Zwangsjacke verbringen.
Ich auch nicht. Aber man hat ja kaum eine Wahl
Vielleicht riskiere ich auch mal ein Absetzen auf eigene Faust, aber wohl erst, wenn der Stress mit der Rentenversicherung vorbei ist.Das Problem ist aber auch, dass sich immer wieder Auslöser finden. Letztens hatte ich vor einer Hotelübernachtung wieder einen blöden Gedanken, der sich schlecht abschütteln ließ. Da war ich für das Aripiprazol wieder dankbar, da der Gedanke dann so gedämpft war, dass ich damit umgehen konnte.
Ich bin ziemlich hin- und hergerissen, was die Thematik angeht. Aber ich finde es echt mutig von dir, wie du eine annehmbare Lösung für das Neuroleptika-Problem suchst.
Ich meine, ich bin auch in so einem „Kompetenznetz“. Es hat mir bis jetzt weder genützt noch geschadet.
@Mowa Du haderst ja auch ziemlich mit dem Aripiprazol. Mein Psychiater hatte für mich noch Amisulprid ins Gespräch gebracht. Beim Überfliegen deiner Chronologie ist mir allerdings nur Aripiprazol und Quetiapin aufgefallen. Waren für dich schon andere Neuroleptika im Gespräch? Wenn ja, warum bleibst du beim Aripiprazol?Schön, dass du da nochmal drum herum kommst. Mir macht EKT ehrlich gesagt Angst, weil es eine brutale Methode ist. Ich finde daher den letzten Beitrag von Prof. Klimke auch beruhigend, da die Anwendung von EKT wohl doch den Extremfällen vorbehalten ist.
Ich trinke gar keinen Alkohol, weil ich nicht genau weiß, wie das mit den Medikamenten zusammenspielen würde. An Silvester hatte ich mal ein halbes Glas Sekt getrunken und mir ist davon schon schlecht geworden.
Sorry, zu deiner Dosis hatte ich dich ja schon gefragt, du bist ja gerade bei 10mg Aripiprazol. Da war ich beim Schreiben wohl etwas verpeilt.
Zur abgeschnittenen Persönlichkeit: Mir fällt es echt schwer mich so richtig zu freuen. So richtig traurig war ich in letzter Zeit auch nicht, obwohl meine Stimmung insgesamt eher schlecht ist. Ich fühle mich auch gedämpft. Auch habe ich das Gefühl, dass die Negativsymptomatik zu einem guten Teil auf das Medikament zurückgeht. Schade, dass bei dir nach Absetzen dann doch wieder eine Psychose aufgetreten ist. Das du funktionierst, würde ich schonmal, an deiner Stelle, als sehr positiv ansehen. Nimmst du jetzt dauerhaft 7,5mg Aripiprazol?
Mein Vertrauen in Ärzte hat leider auch gelitten. Ich glaube nicht mehr, dass Psychopharmaka die Persönlichkeit nicht verändern. Ich bemerke bei mir selbst eine Veränderung hin zum Schlechten, zur Passivität nämlich.
Das Ciclosporin wirkt bei mir aber so gut auf die Haut, dass ich es nicht mehr missen möchte. Der Zusammenhang mit der psychischen Erkrankung ist mir da auch zu vage, um daran zu glauben. Aber mich würden deine Erfahrungen mit Ciclosporin durchaus interessieren, wenn du es denn nehmen möchtest.
@Mowa: Ich habe jetzt einen eigenen Blog gestartet. Viel Spaß beim Lesen
Hast Du einen Post, in dem Du Dich ein wenig vorstellst (wie war der Krankheitsverlauf, welche Medis usw.), oder einen Blog? Das würde mich interessieren!
Zur Zeit habe ich so etwas noch nicht. Ich traue mich da noch nicht so recht dran, obwohl ich jetzt schon an einigen Stellen von mir geschrieben habe und man sich somit wohl ein Bild über mich zusammenreimen könnte.
Die Begründung finde ich fraglich.
Ich habe mich eigentlich mit der Begründung abgefunden. Warum findest du sie denn so fraglich?
Mein Eindruck ist, dass die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls wesentlich höher ist als die Erstmanifestation einer Psychose, bei vergleichbaren sonstigen Bedingungen.
Ich habe selbst auch ständig Angst vor bösen Gedanken, also der Rückkehr der Psychose. Ich finde es ziemlich mutig von dir die Medikamente selbstständig zu reduzieren. Ich habe mich nur getraut von 20mg auf 15mg Aripiprazol zu reduzieren und das dann auch ein paar Tage später mit einem Arzt abgesprochen, der selbst da schon etwas ängstlich reagiert hat. Mir geht es mit weniger Aripiprazol auch besser, weshalb ich gerne weiter reduzieren möchte.
Ich denke, alle Psychiater raten uns Psychotikern ab, wenn wir halbwegs gut eingestellt sind funktionieren.
Von funktionieren kann man bei mir eigentlich nicht sprechen, vieles geht im Moment leider nicht. Ich sehe aber in deinem Blog, dass der Rückfall ja tatsächlich kommen kann.
Zur Anwendung von Cortisonsalbe gibt es leider ja kaum topische Alternativen, außer den immunsuppressiven Mitteln Protopic (lässt sich schlecht großflächig verteilen) und Elidel (wirkt bei mir kaum). Das Ciclosporin nehme ich ziemlich ungern, aber ich möchte noch weniger darauf verzichten. Ich würde es an deiner Stelle nur nehmen, wenn es sonst wirklich nicht mehr sinnvoll geht, also dann, wenn du ständig und großflächig entzündete Haut hast.
So, ich überlege es mir nochmal mit einem eigenen Blog. Zumindest einen wohlwollenden Leser habe ich mit dir ja schon.
Dann wünsche ich dir erstmal einen schönen Feiertag
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