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Es müssen keine Absetzsymptome sein! Bei denen, wo die akute Psychose im Hintergrund latent immer noch aktiv ist, weil die Auslöser noch triggern (also bei mehr, nicht durch die Psychopharmaka abgepuffertem synaptischen Stress Verletzlichkeit auslösen), kommt sie natürlich wieder, so bald man die Neuroleptika absetzt.
Ich denke, dass die zugrundeliegende psychische Problematik zum guten Teil erst dann abgearbeitet werden kann, wenn die künstliche Dämpfung durch Neuroleptika weg ist. Da sollte man sich aber vorsichtig und mit Hilfe drantasten. Ich meine aber, erst wenn ich den Reizen voll (oder zumindest weniger gedämpft) ausgesetzt bin, kann ich lernen, damit umzugehen oder wenn nötig mich ihnen fernzuhalten.
Dafür, dass nichtmedikamentöse Therapiemethoden verfügbarer werden und weniger Psychopharmaka eingesetzt werden, setze ich mich ein.
23/01/2023 um 10:34 Uhr als Antwort auf: Interview mit dem WHO-Psychiater Benedetto Saraceno #264272Da steht auf Deutsch Drogenmissbrauch. Substanzmissbrauch, womit auch Medikamentenmissbrauch gemeint ist, wäre die richtigere Übersetzung.
Einige Medikamente können auch als Drogen missbraucht werde. Von daher finde ich die Übersetzung okay.
Ich habe mir schon einige Sachen von Mad In America als Podcast angehört. Sie sind teils sehr hart, was das Aufzeigen von Missständen angeht. Also Vorsicht für Leute, die schwache Nerven haben.
bei den Lobotomien gab es wohl wenn überhaupt, nur ganz einzeln Freiwillige, denke ich.
Da wäre ich mir nicht ganz so sicher. Ich hatte es aus einem Mad In America Podcast so verstanden, dass da auch teilweise gesagt wurde, man solle es machen, bevor es zu spät wäre. Danach ist es dann wirklich zu spät, da der Schaden durch eine Lobotomie ja irreversibel ist
. Das hatte ich auch schonmal in einen Blog hier geschrieben. Auch auf die Familien der Betroffenen wurde wohl Druck ausgeübt. Es ist wirklich schrecklich, was so alles passiert ist.Ich habe viel abgenommen, als ich meinen Zuckerkonsum reduziert habe. Mittlerweile bin ich nicht mehr ganz so stringent und habe auch schon wieder etwas zugenommen, was ich teils auch wollte. Ich bin jetzt aber ohnehin gut im Normalbereich.
PS: Ich würde dir wirklich empfehlen, falls du absetzen willst, das letzte Milligramm Aripiprazol, was du ja jetzt schon länger nimmst, ganz ganz langsam in x-tel Milligramm auszuschleichen und dir zwischen jeder Reduktion so 4 bis 6 Wochen Zeit zu lassen, auch länger, das ist ganz individuell.
Ich habe die letzten Rest Aripiprazol etwas schneller reduziert, weil die Zeit gedrängt hat. Irgendwann ließ mich nämlich die Nebenwirkung des Spannungsgefühls/der Unruhe in Armen und Beinen nicht mehr durchschlafen. Um Weiterschlafen zu können brauchte ich dann Biperiden in geringer Dosis als Bedarf. Für mich haben die Dosierungsschritte, die man mit der Lösung machen kann jedenfalls gut ausgereicht.
Gute Besserung @mowa
Um dem Baulärm zu entgehen, würde es ja auch reichen, in der Nähe unterzukommen. Vielleicht bleibt ihr sogar in der Stadt und nehmt euch eine Ferienwohnung oder ein Hotel.
@mowa Das Verreisen an sich ist ja auch ein Stressfaktor, daher würde ich an deiner Stelle erstmal nicht so weit reisen wollen (also jedenfalls nicht bis nach Japan). Ich denke aber die Reise lohnt sich vor allem, um dem Baulärm zu entgehen. Baulärm und Managerpensum passen für mich nicht gut zusammen. Gut, dass du Sachen deligieren kannst
.Hallo @mowa ,
ich habe auch festgestellt, dass ich wirklich gute Pausen brauche. Deswegen bin ich mir unsicher geworden, ob ich einen Wiedereinstieg in die Berufswelt wagen soll…
Eure Streits hörten sich teils schlimm an. Ich kann deinen Mann irgendwo verstehen, dass er Zeit mit dir verbringen will. Andererseits sollte das nicht dazu führen, dass du durch Streit nochmehr Stress hast
.Erstmal gute Besserung und die nötige Ruhe dazu! Bei den Hobbies ist es für mich eine schwierige Abwägungssache, ob du sie mehr als Ausgleich nehmen kannst oder ob sie mehr zum Stresslevel beitragen.
Dir einen gemütlichen Abend
Ein Freund von mir hatte gestern am Freitag den 13. Geburtstag
@ardentglow Viele sind ein bisschen abergläubisch und kommen damit zurecht. Ich sehe aber ein Problem darin, wenn man aus Aberglauben Dinge tut, die tatsächlich Nachteile bringen. Sich am 13. einzusperren, damit einem ja nichts passieren kann zähle ich darunter.
Gerade denke ich an einen Sketch von Monty Python, in dem es um Primzahlen geht. Es wird ein Primzahlverkauf versucht, mit dem Argument, dass eine Primzahl nicht teilbar ist und man sie daher nicht so leicht verschlucken könne
Von dem Symposium zur Rolle der Polizei wusste ich nichts. War es öffentlich?
Es geht um Datenschutz, ein Monsterthema! Es macht mir nicht wirklich Spaß mir Wissen anzueignen, schade
Ich denke, das ist im Detail auch ein eher langweiliges Thema. Ich finde es zudem absurd, wie in Deutschland der Datenschutz teils sehr hoch gehalten wird und dann wieder relativ egal scheint, wenn ausländische Firmen Dienste im Internet anbieten.
Ja, das stimmt, mir selbst fällt in letzter Zeit häufig auf, dass ich im Text immer wieder längliche Sätze einbaue… Das kann die Kommunikation deutlich erschweren.
Damit bist du wohl sehr deutsch geworden ^^. Dadurch wirkt man auch gebildeter, was du natürlich nicht nötig hast. Ich will auch manchmal zuviel in einen Satz packen. Wenn ich merke, dass ich den Satz überfrachte, breche ich ihn dann auch mal in kleinere Sätze runter. Nach Möglichkeit mache ich das, bevor der Satz fertig ist. Dann ist es nämlich schon fast zu spät. Nach eigenem Korrekturlesen und verbessern ist man dann ja auch stolz auf sein Satzungetüm ^^.
Was mir schon immer sehr gut gefallen hat, waren Therapiesitzungen, in denen ich handwerklich tätig werden konnte, z.B. Kunst- oder Arbeitstherapie.
Ich habe von Anfang an nach Methoden gesucht um gesund zu werden und daher gefielen mir wohl die Lehrveranstaltungen. Ergotherapie war für mich schön, aber auch aufgrund meiner Müdigkeit auch anstrengend.
Das Konzert war großartig. Als Frau Argerich anfing zu spielen, liefen mir die Tränen übers Gesicht und ich konnte nicht mehr aufhören. Das war seltsam, weil ich innerlich nicht aufgeregt war, wohl nur scheinbar…!
Bestimmt auch gut, mal die Emotionen aufleben zu lassen
.Wenn Behandelnde und Betroffene gemeinsam davon überzeugt wären, dass psychotische Symptome mit systematischen kognitiven Übungen erkannt und reduziert werden können und dass dadurch auch die Medikamentendosis reduziert werden kann, ließen sich die Psychoedukation und auch das Metakognitive Training möglicherweise viel wirksamer konzipieren und anwenden.
Ja, wenn… Ich denke, dieser Zusammenhang ist für viele nicht so einfach zu verstehen. Dein langer Satz, den ich zitiert habe, ist vielleicht sogar schon ein Beispiel für den Grund dafür. Man müsste es für manche in einfacherer Sprache vermitteln. Dazu kommt noch, dass viele auch eher emotional entscheiden, was sie ja beispielsweise auch anfälliger für Desinformation macht. Einige sogenannte „Heilmethoden“ gäbe es sonst wohl gar nicht. Die systematische Herangehensweise erfordert auch mehr Zeit und Geduld, als einfach nur Tabletten zu schlucken bzw. zu verschreiben.
In der Klinik waren sie für mich, während bzw. unmittelbar nach der Akutbehandlung, nicht mehr als ein lästiges Pflichtprogramm und kaum hilfreich, leider!
Für mich waren die Lehrveranstaltungen der Klinik für Patientinnen/Patienten mit das interessanteste. Da kommt es aber natürlich auch darauf an, wie gut es gemacht ist.
Viel Erfolg im neuen Arbeitsjahr! Ich denke, du erreichst dort viel für die psychische Gesundheit.
Wenn ich meinen Psychiater richtig verstanden habe, dann liegt ein Grund, warum er denkt, dass mein Ansatz zur Besserung von psychischen Erkrankungen keinen größeren Anklang finden wird, darin, dass kaum einer von den Betroffenen wissenschaftlichen Hintergrund hat.
@mowa Ich denke, ich konnte wahnhafte Gedanken auch aufgrund meines Physikstudiums gut abwehren. Allerdings war ich wohl so gut darin, dass ich sie nicht als Warnsignale begriffen habe bzw. oft erfolgreich versucht habe, sie als solche zu ignorieren. Wenn ein Gedanke rational keinen Sinn machte, habe ich ihn als Quatsch abgetan und leider auch versucht ihn zu unterdrücken. Anfangs hatte ich noch gemerkt, dass ich Pausen brauchte und habe Spaziergänge gemacht. Dann hieß es, ich tue nicht genug, um meinen Umzug umzusetzen und habe noch stärker gegen die Gedanken angekämpft.Insgesamt hilft mir meine naturwissenschaftliche Ausbildung aber sehr bei der Krankheitsbewältigung: Vom Hinterfragen der Gedanken und ihrer Umdeutung zu etwas Sinnhaften (z.B. ich brauche mal Pause) bis zur systematischen Reduktion der Medikamente. Überhaupt zu der eigenen Krankheit zu recherchieren und Methoden auszuprobieren hat schon etwas naturwissenschaftliches. Eine Methode zum Umgang mit nervigen Gedanken ist für mich übrigens auch: Nicht nur negative, angstbesetzte Assoziationen zu betrachten, sondern auch positive, freudige. Das ist für mich eher Psychologie und heißt meine ich Assoziationsaufspaltung o.ä..
Naja, ich denke Physiker:innen sind eh ein besonderes Völkchen und ein besonders zähes, frustgewohntes dazu.
Auf dem Foto lache ich über mich selbst, weil ich von der Glasscheibe, die mich spiegelt, so fasziniert war und hin- und hergelaufen bin. Sie hat die Eigenschaft, dass die Lichtdurchlässigkeit winkelabhängig ist. Wenn ich senkrecht draufschaute, dann war sie undurchsichtig, erst ab einem bestimmten Winkel konnte ich durch die Scheibe sehen
Danke für die Erklärung, ich dachte bei dem Objekt vor dir an eine Salami oder so. Mit deiner Erklärung ist es natürich viel interessanter und ich verstehe, warum du dich freust
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Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 3 Monaten von
Dopplereffekt geändert.
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