Pia

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  • als Antwort auf: Negativsymptome: Wie geht es euch jetzt? #239620
    Pia

      Hallo, @Paulahier,

      herzlich Willkommen im Forum.

      Ich habe erhebliche Nebenwirkungen vom Xeplion. Ich habe vor gut 4 Jahren zunächst leider gleich 150 mg in der Klinik bekommen und mein ambulanter Psychiater ist leider einer, der auf hohe Dosen steht.

      Mit den 150 mg hätte ich rund um die Uhr schlafen können. Ich musste dauernd, egal was ich tat, Pausen einlegen und bin dann direkt ständig wieder fest eingeschlafen. Das war ein Alptraum.

      Nach Monaten ließ mein Psychiater sich endlich auf Reduktionen ein. Positivsymptome hatte und habe ich die ganze Zeit nicht.

      Ich hatte vor den Reduktionen in dem alten ADFD-Forum gelesen, dass man möglichst risikominiemierend langsam runterdosieren soll.

      So habe ich mich dann mit meinem Psychiater damals geeinigt, immer drei Monate auf einer Dosis Xeplion zu bleiben und danach auf die nächst mögliche niedrigere Dosis zu gehen.

      Das hat bei mir gut ambulant geklappt. Ich hatte keine Entzugserscheinungen und keinen Rückfall.

      Die Tagesmüdigkeit ist dann bei mir ganz verschwunden, aber ich habe schlimme Schwäche und schnelle Erschöpfung als Nebenwirkungen und Schlaflosigkeit. Die Nebenwirkungen stehen auch im Beipackzettel.

      Außerdem hatte ich sehr lange wegen dem Xeplion eine verstopfte Nase. Das war auch sehr unangenehm. Dagegen habe ich vor gut 2 Jahren mal Schwarzkümmelölkapseln ausprobiert. Entweder haben die wirklich geholfen, oder die verstopfte Nase ging von allein weg. Jedenfalls habe ich diese Nebenwirkung seitdem nicht mehr.

      Herzprobleme habe ich, seitdem ich Neuroleptika nehme. Diese traten bei mir zuerst bei Olanzapin, dann bei Risperidon und anschließend beim Xeplion auf.

      Seit gut 2 1/2 Jahren bin ich bei 25 mg Xeplion ohne Positivsymptome, aber die Nebenwirkungen sind schlimm für mich. So verpasse ich noch den Rest meines Lebens, habe ich den Eindruck.

      Ich kann schon seit Jahren wegen dem Xeplion nicht mehr ohne Baldrian schlafen.

      Ich suche inzwischen ein anderes Neuroleptikum zum Wechseln, konnte mich aber bisher aufgrund der fürchterlichen Beipackzettel noch zu keinem anderen durchringen.

      Mir ging es allerdings auch nach jeder Reduktion des Xeplion ein Stück besser.

      Ich möchte dich aber keinesfalls entmutigen. Es ist ja so, dass jedes Neuroleptikum bei jedem anders wirkt. Viele kommen mit ihrem Neuroleptikum ja ganz gut zurecht.

      Ich wünsche dir, dass es dir schnell wieder besser geht und einen schönen Abend.

      LG Pia

      • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 7 Monaten von Pia geändert.
      als Antwort auf: Notizen von Mowa – Teil 2 #239501
      Pia

        Guten Morgen, liebe @Mowa,

        ich wünsche dir einen schönen Start in die neue Woche.

        LG Pia :bye:

        als Antwort auf: Psychotherapie bei akuter Psychose !? #239454
        Pia

          Danke, @Ludwig. Ich möchte nicht schreiben, wo das war. Die Klinik ist wohl immer noch so steinzeitlich, leider.

          als Antwort auf: Psychotherapie bei akuter Psychose !? #239437
          Pia

            Bei mir gab es keine Gespräche, keine Gesprächstherapie in der Psychiatrie.

            Sehr unmenschlich. Ich wurde bei der Aufnahme nur nach dem Datum und dem Wochentag gefragt. Die Fragen beantwortete ich richtig.

            Ich war ganz ruhig, nur traurig wegen traumatisierenden Erlebnissen. Danach fragte niemand.

            Ich wurde dann sofort mit Zyprexa medikamentiert, was ich überhaupt nicht vertrug.

            Ich hatte direkt höllische Kopfschmerzen, bleierne Müdigkeit und kurz drauf heftige Herzprobleme und dann schwollen meine Füße und Beine so an, dass ich kaum noch laufen konnte.

            Ich passte in keinen Schuh mehr. Im Schuhgeschäft fand ich auch keine passenden Schuhe. Meine Schlappen konnte ich zum Glück weiter stellen und die weiteten sich sehr, sonst hätte ich nirgends hingekonnt. Für Barfußlaufen war es zu kalt.

            Ich setzte dann, weil meinen Nebebenwirkungen keine Beachtung geschenkt wurde, das Medikament selbst in der Klinik ab.

            Hat keiner gemerkt. Obwohl ich keine Medikamente nahm, wurde ich deren Meinung nach ohne psychotische Symptone wieder entlassen.

            Mir hätten damals auf jeden Fall Gespräche geholfen. Meine damalige Fehlannahme, weswegen ich psychotische Gedanken entwickelte, hätte sich ganz schnell aufklären lassen.

            Mir wären viele unnötige Sorgen und Probleme erspart geblieben.

            Ich bin eindeutig dafür, Menschen mit Psychose sofort eine Gesprächstherapie anzubieten, auch in Kliniken.

            als Antwort auf: Langzeitstudien #239359
            Pia

              Ich vermute aufgrund deiner Ausführungen, @Ludwig, dass du eine oder mehrere so heftiger Psychosen hinter dir hast, in denen du vermutlich nicht mehr wusstest, wer du warst.

              Ich habe auch schon von Fällen gelesen, die Psychosen hatten, in denen sie zeitweise beispielsweise glaubten, sie wären Jesus oder der Bundeskanzler.

              Das sind aber die Wenigsten und auch diese Betroffenen können genesen. Ein Beispiel ist zum Beispiel Cordt Winkler, der in seinem Buch und in seiner Öffentlichkeitsarbeit berichtet, dass er sich zeitweise als Bundeskanzler glaubte. Er z.B. ist seit Jahren genesen und arbeitetet mit Recovery als Genesungsbegleiter.

              Das ist das Problem mit dem Schubladendenken und Diagnosen und nicht alle Betroffenen als ganz verschiedene Persönlichkeiten zu sehen, sondern als „die Schizphrenie“.

              Da werden eben alle in einen Topf geworfen. Ich hatte zum Beispiel nie solche Symptome, dass ich nicht mehr gewusst hätte, wer ich bin.

              Eine wochen- oder gar monatelange 24-Stunden 1:1- Betreuung wäre für mich der Alptraum. Schlimmer noch als der Horror Psychiatrie.

               

              • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 7 Monaten von Pia geändert.
              als Antwort auf: Langzeitstudien #239332
              Pia

                Danke, liebe @Mowa, so sehe ich das auch.

                Vielleicht hilft dir, @Ludwig, dieses Interview von Spektrum der Wissenschaft und dem Psychiater und Forscher Professor Dr. Jim van Os etwas weiter, statt uralte angeblich „harte Fakten“:

                https://www.spektrum.de/news/psychiatrie-schizophrenie-gibt-es-nicht/1682902

                als Antwort auf: Langzeitstudien #239279
                Pia

                  Du hast die Artikel offenbar überhaupt nicht gelesen, @Ludwig. Das sind ja Forscher, selbst Professoren, Psychiater, die seit zig Jahren Menschen mit Psychosesensivität behandeln und in der Forschung in der Psychiatrie arbeiten.

                  Es geht nicht um das Wort Schizophrenie und nicht um Antipsychiatrie.

                  Ich bin nun zu müde, mehr zu schreiben.

                  als Antwort auf: Vorurteile gegenüber Schizophrenie #239260
                  Pia

                    Ein Video des Autors und Genesungsbegleiters Cordt Winkler zu Vorurteilen über Gewalt von psychisch kranken Menschen:

                    Länge 5:39 Minuten

                     

                    als Antwort auf: Langzeitstudien #239256
                    Pia

                      Forscher: Studie über Schizophrenie, die durch ein „sektenartiges“ Glaubenssystem zurückgehalten wird

                      Führende Forscher beklagen, dass die Psychiatrie sich weigere, „in das moralische Zeitalter der Medizin einzutreten“ und an einer überholten Sichtweise der Schizophrenie festhalte.

                      Artikel aus Mad in America (Die Artikel hinter den blauen Links darin sind auch sehr interessant):

                      Researchers: Study of Schizophrenia Held Back by “Cult-Like” Belief System

                      • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 7 Monaten von Pia geändert.
                      als Antwort auf: Buchempfehlung #239231
                      Pia

                        Ich kann diese drei Bücher von Betroffenen empfehlen: (Soll keine Werbung für Amazon sein, die Bücher gibt’s überall im Buchhandel.)

                        Cordt Winkler ist u.A. ziemlich aktiv auf Instagram, seinem Youtoubekanal

                        https://youtube.com/c/CordtWinkler

                        und auf seiner HP mit Tipps und Aufklärung für Betroffene, Angehörige und Interessierte und zum Thema Entstigmatisierung. Er arbeitet inzwischen in Vollzeit als Genesungsbegleiter.

                        Jens Jüttner arbeitet inzwischen auch in Vollzeit als Genesungsbegleiter und ist auch öffentlich zu den Themen Entstigmatisierung und Aufklärung ziemlich aktiv und u. a. bei Instagram, Facebook und seiner HP.

                        Christiane Wirtz war in den letzten Jahren sehr aktiv beruflich als Autorin, Journalistin und Coach, auch u.a zu den Themen Aufklärung und Entstigmatisierung. Ihre HP ist leider seit einer Weile verschwunden. Ich vermute, sie hat wahrscheinlich leider eine Krise.

                        • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 7 Monaten von Pia geändert.
                        • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 7 Monaten von Pia geändert.
                        als Antwort auf: Buchempfehlung #239227
                        Pia

                          Danke, @Angora. Ich freue mich drauf, das Buch zu lesen. Bin echt gespannt.

                          als Antwort auf: Buchempfehlung #239193
                          Pia

                            Danke für den Buchtipp, @Angora. Ich habe mir das Buch gerade bestellt. Bin gespannt drauf.

                            als Antwort auf: Stanislav Grof #236718
                            Pia

                              Aber um das geht es mir eigentlich gar nicht. Es geht mir um eine andere Sichtweise unserer Erkrankung. Drehen wir einmal alles um und sagen uns ist etwas „gelungen“ das Tausende „anstreben“: Eine Bewußtseinserweiterung ! Können wir damit nicht irgendetwas anfangen, was einen leichten positiven Schimmer auf unsere Erkranung wirft ???

                              Ich fand es in der Situation damals schrecklich. Ich kann dem nichts positives abgewinnen.

                              Ich hatte und habe eben auch nie Ambitionen, mir zum Beispiel Drogen einzuwerfen oder an Kröten zu „schlecken“, Ludwig.

                              Schon bei dem Gedanken wird mir schlecht.

                              Keine Lust auf irgend nen bad Trip!

                              Ich halte übrigens auch den Ausdruck „Bewusstseinserweiterung“ in Bezug auf Drogen oder ähnliche Substanzen genauso wie bezüglich Esoterik und Spiritualität usw. für völlig falsch.

                               

                              • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 7 Monaten von Pia geändert.
                              als Antwort auf: Stanislav Grof #236716
                              Pia

                                Nein, bei mir hat sich das damals nicht ausgeschlossen, @Ludwig. Ich habe damals in einer Extremsituation plötzlich teils Aussagen von Anderen fehlinterpretiert und auch Texte.

                                Sowas hatte ich davor noch nie und danach nie.

                                Das war alles realitätsbezogen. In mir gibt es solche psychotischen Gedanken schon seit über vier Jahren nicht mehr. Die Situation hat sich damals geklärt.

                                 

                                als Antwort auf: Stanislav Grof #236679
                                Pia

                                  Wir sind eine Gruppe, welche „unvorbereitet“ und ungewollt in die Anderswelt schlitterte und dabei hängen geblieben ist. Das was viele Tausende bewußt provozieren, ist uns ungewollt passiert. Sollten wir nicht versuchen das uns Wiederfahrene anders einzuordnen, als es bloß zu verteufeln !?

                                  Ich möchte dich bitten, @Ludwig das nicht zu verallgemeinern.

                                  Ich zum Beispiel hatte nie Halluziationen. Meine psychotischen Gedanken waren damals ausnahmslos realitätsbezogen.

                                  Außerdem bieb ich nicht darauf „hängen“ sondern habe seit Jahren null Symptome mehr.

                                  • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 7 Monaten von Pia geändert.
                                Ansicht von 15 Beiträgen – 2461 bis 2475 (von insgesamt 2567)