Mowa

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  • als Antwort auf: Schizophrenie Behandlung kurzgefasst #41584

    Da kann ich @DiBaDu nur zustimmen. Dass Schizophrenie (immer) chronisch sein soll, das glaube ich nicht.

    Jetzt hatte ich ja innerhalb von 1,5 Jahren 2 Rückfälle, und doch würde ich sagen, dass diese ohne die bestimmten Auslöser nicht passiert wären. Dauerstress, und wie ich jetzt auch weiß, Cortisonpräparate sind pures Gift für mich. Medikamente müssten sicher nicht sein, aber dann müssen meine Lebensumstände auch entsprechend sich ändern. Und das ist nicht immer einfach, teilweise nicht möglich. Ich gebe mir Mühe.

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #41583

    Gerade bereite ich japanische Curry-Brötchen zu. Später gehen wir zum Picknick mit anderen Japanern und Japaninteressierten, und wir sollen alle ein japanisches Essen mitberingen. Bin mal gespannt, kenne noch keine Japaner in meiner Stadt.

    Die Curry-Brötchen habe ich zum ersten Mal gebacken, aber sie sind richtig gut geworden:

    Auch die japanischen Jugendlichen (Austauschstudenten, Sprachschulschüler und Praktikanten, im Alter von 20-25? Jahren) waren begiestert und haben mich gelobt, das sei wie vom Bäcker in Japan :yahoo:

    Bis heute habe ich in den verschiedenen Städten, in denen ich gelebt habe, nie aktiv Kontakt zu Japanern gesucht. Gestern war’s anders, und es war sehr schön. Auf einmal hatte ich später 5 FB-Freunde mehr.

    Die 2, 3 Jugendlichen, mit denen ich gesprochen habe, haben berichtet, dass sie die Zeit in Deutschland genossen haben und die Lebensqualität hier höher sei. Aus der Ferne sieht die Heimat ja nochmal anders aus, und da fällt einem auf, was anders, was gut oder schwierig ist. Die jungen Leute waren nachdenklich, und das hat mir sehr gefallen.

    Ich finde, Austausch sollte für Jeden möglich sein. Es gibt so vieles, was man miteinander und voneinander lernen kann.

    LG,
    Mowa

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #41582

    Guten Morgen @DiBaDu,

    ich nehme teil an dieser poststationären Betreuung (Netzwerk psychische Gesundheit) und profitiere davon.

    ah das ist gut zu lesen, danke. Würdest Du etwas von Deinen positiven Erfahrugen hier mit mir/uns teilen? Das würde mich interessieren. Ich wollte morgen bei meiner Therapie auch über das Netzwerk sprechen. Vielleicht sind meine Bedenken unbegründet.

    LG,
    Mowa

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #41470

    In unserem Leid erfahren wir ja diese Radikalität, bemerken und hören, wie es um uns steht und dafür einen Ausdruck zu finden, ja, dass ist wohl das schwierigste von allem.

    Finde ich zutreffend, sehr gut beschrieben :good:

    Du arbeitest ja in einem IT Bereich. Habt ihr Teamsitzungen und könnt Probleme die ihr im Miteinander erlebt ansprechen?

    Ja, zum Glück, wir haben wöchentliche Gruppensitzungen, in denen ich auch über meine persönlichen Angelegenheiten sprechen kann. Diese offene und freundliche Stimmung in der Gruppe liegt sowohl am Gruppenleiter als auch an den Mitarbeitern.

    Danke @Mallory, ich wünsche Dir auch alles Gute weiterhin!

    und was wollten die von dir am telefon?

    Ja ich habe mich auch gefragt, was sie wollen, nachdem ich 3 Anrufe von ihnen verpasst habe.

    Die Mitarbeiterin hat dabei nur angekündigt, dass ich die Unterlagen für dieses „Netzwerk für psychische Gesundheit“ bekommen werde. Was ich dann am nächsten Tag auch schon prompt bekommen habe.

    Vermutlich war das so gedacht, dass die Mitarbeiterin mit ihrer echt menschlichen Stimme bei mir als Kundin erstmal Vertrauen wecken soll, damit sie mir dieses Netzwerk als etwas Hilfreiches verkaufen kann…

    Danke auch für Deine Rückmeldung, lieber @NuJu.

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von Mowa geändert.
    als Antwort auf: Notizen von Mowa #41400

    Guten Morgen @all,

    gestern habe ich von meiner Krankenkasse ein Schreiben bekommen, über ein Angebot „Netzwerk für psychische Gesundheit“. Es geht wohl darum, dass ich zu jeder Uhrzeit an 365 Tagen im Jahr eine zusätzliche ambulante Betreeung bekommen kann, freiwillig, mit einem Partnerunternehmen der Krankenkasse.

    Da sind mir erstmal die Alarmglocken geläutet, dass die Krankenkasse vor allem an der Ökonomisierung interessiert ist, und nicht daran, wie es mir geht. Meine Patientenakte, die dieses Partnerunternehmen hätte, wäre ganz sicher transparent für die Krankenkasse.

    Das will ich nun ganz und gar nicht, und ich lasse meinen Ärzten und meinem Psychotherapeuten, denen ich vertraue, entscheiden, welche Behandlung wie lange angebracht wäre und warum usw.

    Tatsächlich hatte die Krankenkasse bei mir vor wenigen Tagen angerufen. Die Mitarbeiterin fand ich auch nicht vertrauenswürdig (hörte sich eher an wie eine aufdringliche Verkäuferin).

    Die Krankenkasse tut also alles, um Patientenrechte zu reduzieren und ihre finanziellen Kosten zu senken.

    LG,
    Mowa

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von Mowa geändert.
    als Antwort auf: Notizen von Mowa #41325

    Danke schön @DiBaDu und @erdbeere.

    als Betriebsrat hast Du Kündigungsschutz, oder?

    Ja @Molly. Dieser Schutz gilt nicht für außerordentliche Kündigungen. Wenn ein Betriebsrat z.B. eine Straftat begeht, kann er außerordentlich gekündigt werden.

    Bei Betriebsräten mit befristeten Arbeitsverträgen kann es passieren, dass der Vertrag nicht verlängert wird. Das wäre keine Kündigung, sondern ein ordentlicher Ablauf des gültigen Vertrages. Ist ein wesentlicher Grund, warum nicht viele Mitarbeiter mit befristeten Verträgen im Betriebsrat sind.

    Ich fühle mich auch gedämpft. Auch habe ich das Gefühl, dass die Negativsymptomatik zu einem guten Teil auf das Medikament zurückgeht.

    Da kann ich Dir nur zustimmen. Meine Antrieblosigkeit und Appetitsteigerung bildeten sich zurück, sobald ich das Aripiprazol abgesetzt hatte. Ich habe ja zwei Male in den letzten 3 Jahren abgesetzt, und zwei Male habe ich den Unterschied bemerkt. Da kann mir kein Arzt mehr erzählen, dass das Aripiprazol bei mir antriebssteigernd und gewichtsneutral wirken soll.

    Sorry, zu deiner Dosis hatte ich dich ja schon gefragt, du bist ja gerade bei 10mg Aripiprazol. Da war ich beim Schreiben wohl etwas verpeilt.

    Das macht doch nichts, ich hätte Dir einfach nochmal erklärt. Kein Problem!

    LG,
    Mowa

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von Mowa geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von Mowa geändert.
    als Antwort auf: Notizen von Mowa #41268

    Guten Morgen @all,

    … und schon haben wir Juni :yahoo: Es ist jetzt 6:30 Uhr und die Außentemperatur 17,1°C. Die kommenden Tage soll es in meiner Stadt recht sonning und sommerlich werden.

    Meine erste Woche auf der Arbeit nach dem Klinikaufenthalt verlief gut. Den Wiedereingliederungsplan konnte ich noch nicht genehmigen lassen, dadurch, dass ich am Mittwoch meinen Chef nicht persönlich sprechen konnte. Eventuell muss ich das per E-Mail regeln, damit ich nicht Vollzeit arbeiten muss (habe aber mehr gearbeitet als im Wiedereingliederungsplan bestimmt).

    Seit Mittwoch war ich eher mit einer anderen Angelegenheit beschäftigt als mit mir selbst. Ein beliebter und sehr kompetenter Kollege soll zum Ende des Jahres ohne Vertragsverlängerung das Institut verlassen, und dadurch, dass ich ihn als ein Vertreter des Institutes sozusagen kennen- und schätzen gelernt habe, habe ich einen Empfehlungsbrief an meinen Chef entworfen und abgeschickt.

    Am Mittwoch konnte ich mit seinem direkten Vorgesetzten sprechen, was sehr gut war, da er von sich aus dem Kollegen definitiv einen unbefristeten Vertrag geben würde. So wie ich ihn auch kennen gelernt habe, ist er in seiner Arbeitsgruppe auch wohl sehr engagiert, kompetent und beliebt. Im Betriebsrat haben wir sogar schon zwei Anfragen bekommen, ob wir eine institutsweite Petition für den Kollegen starten könnten usw.

    Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass die Institutsleitung sich für den Kollegen entscheiden wird, wenn die große Mehrheit seiner Belegschaft für die Verlängerung bzw. Entfristung seines Vertrages ausssprechen würde. Es kann nicht sein, dass sowas durch eine einzige Person durchgesetzt werden kann. Ich glaube, wir sind da demokratischer.

    Liebe sonnige Grüße @all,
    Mowa

    als Antwort auf: Cat Content #41265

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #41185

    Ich glaube nicht mehr, dass Psychopharmaka die Persönlichkeit nicht verändern.

    Den Effekt von Antipsychotika erlebe ich so, dass meine Persönlichkeit wie abgeschnitten wirkt.

    Etwa so:

    D.h. ich bin immer noch ich, funktioniere aber nur im mittleren Bereich. Alle Höhen und Tiefen im Denken und im Fühlen wirken wie abgeschnitten. Gedämpft sagt man ja auch dazu…

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von Mowa geändert.
    als Antwort auf: Notizen von Mowa #41112

    Es geht!

    Danke @Aqua, das ist ermutigend. Ja, ich kann Dir nur zustimmen, aufgefordert werden darf niemand sich zu outen. Das muss schon gewollt werden.

    Werde wo es paßt mich mal “outen”.

    Dann wünsche ich Dir freundliche Reaktionen von Deinen Kollegen @Bernadette. Bei mir ist es so, wenn mein Chef nicht hinter mir stehen würde, würde ich meinen Arbeitsplatz gefährden und das wahrscheinlich auch nicht wagen. Dadurch, dass mein Chef und auch andere Kollegen mich unterstützen, werde ich auch negative Reaktionen verkraften können, ja. Die, die mir nahestehen, wissen’s sowieso schon.

    Deinen öffentlichen Blog finde ich auch stark. Auf meiner FB-Seite habe ich auch angefangen, mehr „Psycho-Inhalte“ öffentlich anzuzeigen, u.a. eine Empfehlung dieses Forums mit meinem Usernamen. Also geoutet habe ich mich öffentlich auch schon, wenn auch nur einmal (und in der FB-Chronik geht sowas ja schnell unter).

    Warum findest du sie denn so fraglich?

    Z.B. haben die Kliniksärzte bei mir auch in den Arztbrief geschrieben, es gebe keinen Zusammenhang zwischen der Ein-/Aufnahme von Cortison-Präparaten und meinem psychotischen Schub. Womöglich mit dem selben Argument, dass ich Neurodermitis schon vor meinen Psychosen hatte und Entzündungen schon immer mit Cortison behandelt wurden.

    Und hier denke ich, dass es sehr wohl sein kann, dass ich VOR der Erstmanifestation der Schizophrenie in 2010 nicht so empfindlich auf Cortison reagiert habe, und erst durch meine Psychosen ich empfindlicher auf den körpereigenen Cortisol-Haushalt (und daher auch auf Cortison-Präparate), d.h. also Stress, reagiere.

    Tatsächlich bin ich ja nicht mehr so belastbar wie vor 2010, und wesentlich geringerer Stress kann mich schon aus der Bahn werfen, dann bekomme ich Neurodermitis und/oder Psychosen und/oder Erkältung usw.

    Dieselben Kliniksärzte haben bei mir auch keine schizoaffektive Störung diagnostiziert sondern „nur“ eine paranoide Schizophrenie. Sprich sie können nur aufgrund des Zeitraums, den ich in der Klinik stationär von ihnen betreut wurde, mich beurteilen. Alles, was vorher war, wird nicht mitberücksichtigt, egal was ich ihnen erzähle. So kommt es mir zumkindest vor.

    Außerdem kenne ich aus den früheren Arztbriefen, dass da faktische Fehler bzw. Missverständnisse vorhanden sind. Manchmal schreiben sie irgendwas rein, so kommt es mir vor. Ich glaube schon lange nicht alles bzw. versuche so viel wie möglich zu hinterfragen, wenn mir ein Arzt etwas sagt.

    Ich habe jetzt einen eigenen Blog gestartet. Viel Spaß beim Lesen ;-)

    Dann wünsche ich Dir einen guten Austausch hier @Dopplereffekt :good:

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #40998

    sondern diese Kraft umzuwandeln, die es ermöglicht auch sensible Themen wie psychische Erkrankung zu vermitteln.

    Danke @Mallory, Adorno also, interessant! Ja mit dem Umwandeln meiner Kräfte, damit kann ich etwas anfangen. Das sehe ich genauso.

    Wenn ich heute mit einem Bildungsberater gesprochen habe, so kommt mir das so vor, als ob er aus einem Bilderbuch irgendwas einstudiert hat, aber völlig fremd der Sache gegenübersteht.

    Ja, das ist ja auch nachhvollziehbar. Wie sollen Nichtbetroffene uns Betroffene verstehen, wenn sie keine Erfahrung haben? Ich denke, ein guter Helfer hört nicht auf, Interesse an uns zu haben und Fragen zu stellen, um Missverständnisse zu vermeiden.

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #40994

    Du kannst dir ja selbst mal die Nebenwirkungen des Ciclosporins durchlesen.

    Stimmt @Dopplereffekt, hattest ja schon vorher erwähnt. Krebsrisiko und UV-Überempfindlichkeit klingen schon mal sehr schwierig. Medikamentöse Neurodermitis-Behandlung ist auch wie verflixt irgendwie, entweder den Cortisol-Haushalt oder das Immunsystem lahmlegen, damit die Entzündungen verheilen können…

    so dass vermutet wurde, dass es bei mir keinen Zusammenhang zwischen psychischer Erkrankung und Einnahme des Ciclosporins gibt.

    Die Begründung finde ich fraglich. Mein Eindruck ist, dass die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls wesentlich höher ist als die Erstmanifestation einer Psychose, bei vergleichbaren sonstigen Bedingungen.

    Bei mir würde ich das Absetzen der Cortison-Präparate auch nicht als die alleinige Ursache für meine (prä-)psychotischen Zustände vermuten, aber ich bin jetzt überzeugt, dass äußerlich und vor allem innerlich angewandtes Cortison bei mir einen Rückfall begünstigen kann. Und tatsächlich gibt es da auch einen zeitlichen Zusammenhang, zuerst im Feburar und dann im April dieses Jahr.

    dass es mal besser wird mit meiner Müdigkeit

    Hast Du einen Post, in dem Du Dich ein wenig vorstellst (wie war der Krankheitsverlauf, welche Medis usw.), oder einen Blog? Das würde mich interessieren!

    ch finde es interessant, wie stark dosisabhängig das bei dir ist.

    Ah… nein, sorry das war ein Missverständnis. Ich weiß nicht, ob mein Appetit dosisabhängig ist, aber ich hoffe es. Ich habe das Aripiprazol als Monotherapie zwei Male abgesetzt, beide Male recht abrupt. Einmal im Juli 2016, von 10 mg auf 0, und ein anderes Mal im Juli 2018, von 7,5 mg auf 0. Und die Reduktion von 15 mg auf 7,5 habe ich eigenmächtig innerhalb von 3 Wohen vollzogen.

    Es war so, dass ich erst wieder Sättigungsgefühl hatte, nachdem ich das Medikament komplett abgesetzt hatte, aber dann schon innerhalb der ersten 1, 2 Wochen merkte ich das. Dann war ich nach einer gesunden Portion nicht nur satt, sondern mehr zu essen ging mechanisch irgendwie nicht, weil der Magen wehtat. Sowas habe ich jetzt nicht, wundersamerweise.

    Davon abgesehen rät mir mein Psychiater derzeit davon ab weiter zu reduzieren.

    Ich denke, alle Psychiater raten uns Psychotikern ab, wenn wir halbwegs gut eingestellt sind funktionieren.

    Als ich vor 2 Wochen aus der Klinik entlassen wurde, hat mein behandelnder Assistenzarzt etwas cooles gesagt, dass wenn ich die Verantwortung für einen Rückfall und die Konsequenz davon selbst übernehmen könne, dass der Weg für mich vielleicht der richtige sei, ohne Medis auskommen zu wollen und das dann auch zu verwirklichen. Hätte ich nicht gedacht, dass ich sowas nach einem Psychoseschub von einem Kliniksarzt zu hören bekomme :good:

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von Mowa geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von Mowa geändert.
    als Antwort auf: Notizen von Mowa #40307

    Möchtest Du “nur” auf Psychosen zu sprechen kommen oder auch das Thema “Burnout” bzw. Depressionen angehen in Deinem Vortrag?

    Ein guter Punkt @DiBaDu. Ich denke, bei meinem ersten Vortrag bleibe ich bei „meinem“ Thema Psychosen. Erschöpfung und depressive Verstimmungen schon, aber als Begleitsymptome zu Psychosen. Falls die Resonanz gut ist, würde ich auch weitere Vorträge halten, dann mit anderen Schwerpunkten wie Burnout und Depressionen.

    Danke @Dopplereffekt. Ich habe noch nicht reduziert, nehme derzeit 10 mg Aripiprazol. Auf 7,5 mg will ich gehen, sobald ich merke, dass meine Disziplin nicht dauerhaft ausreicht um meinen Appetit zu steuern. Das Ciclosporin würde ich gerne bei meinem nächsten Neurodermitisschub nehmen. Dann muss ich wieder zum Hautarzt, tja leider ist er kein Fachmann, wenn es um Psychotiker geht.

    Puhh eben wieder 3+ Stunden Betriebsratssitzung gehabt. Leider habe ich mich nicht getraut eine Pause einzulegen. Das will ich unbedingt noch ändern. Jetzt bin ich schon k.o.

    Mein Chef kommt diese Woche wohl doch nicht zum neuen Standort, jedenfalls wurde unser Meeting vertagt. Wegen einer sehr wichtigen Angelegenheit werde ich ihm noch eine E-Mail schreiben. Abgesehen davon sind meine To-Dos für heute nicht ganz so wichtig.

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #40262

    Guten Morgen @all,

    danke für Eure Rückmeldungen @Molly, @DiBaDu, @Mallory, @Lisi und @Bernadette.

    Ich würde jedoch nicht im öffentlichen Rahmen, also an der Arbeit, meine persönliche Leidensgeschichte in einem Referat vorstellen.

    Ja, es wird auch nicht darum gehen, wie sehr ich gelitten habe, das wäre echt verkehrt, finde ich. Niemand will Leidensgeschichten hören (selbst Profihelfer eigentlich auch nicht, das wäre nur menschlich), schließlich kämpft jeder für sein eigenes Leben.

    Es wird eher darum gehen, was ich habe, wie sich das äußert, wie ich meinen Chef und meine Kollegen erlebe, viele positive Seiten, und dann vielleicht auch negative, wofür ich auch Verständnis habe. Und was ich mir wünsche, wie Nichtbetroffene mit Betroffenen umgehen, konkret und unmittelbar. Ich hoffe dadurch, dass meinen Kollegen die Angst genommen wird, mich darauf anzusprechen. Dass die beidseitige Kommunikation in Sachen psychische Erkrankungen überhaupt und auch zwangloser stattfinden kann.

    Das ist bis jetzt so meine vage Idee zu meinem Vortrag.

    Die Welt verbessern

    Naja, nicht die ganze Welt, aber wie oben beschrieben, konkreter der Umgang mit psychischen Erkrankungen, was das für mich und meine Kollegen bedeutetn könnte. Das ist eines der Brötchen, das ich momentan backen kann ;-)

    Es sollte möglich sein, dafür eine Krankschreibung zu bekommen?

    Ja, habe ich auch gemacht, von der Klinik eine AU ausstellen lassen.

    Allerdings war ich unmittelbar nach der Entlassung gesundgemeldet. Daher, wenn ich jetzt die Wiedereingliederung machen würde und dadurch wieder krankgemeldet, würde ich trotzdem den vollen Gehalt (Lohnfortzahlung) bekommen. Mein Chef könnte hier einverstanden sein, dass ich kurzzfristig in Teilzeit beschäftigt werde. Dann würde ich weniger Lohn bekommen, je nach meiner Arbeitszeit.

    Mal schauen, ob ich ihn heute später sprechen kann und was er dazu sagt…

    Vielleicht ist es wirklich so je klarer man für sich einsteht, seine Befindlichkeit/Krankheit, desto eher können andere einen auch so lassen, auch wenn sie nicht alles über die Krankheit verstehen.

    Bei vielen Kollegen habe ich tatsächlich den Eindruck, dass sie nicht wissen, wie sie mit mir umgehen sollen. Bei meinem Chef ist es auch so, er lernt mich auch nach und nach kennen, je nach dem, wie es mir geht. Fragt dann, was brauche ich, was kann er bzw. das Institut und die Kollegen tun, damit ich entlastet werde usw.

    Ich bin wirklich dankbar, dass ich meinen Chef und meine Kollegen habe. Finde super, wie sie mit mir umgehen. Zugleich habe ich auch den Eindruck, dass meine Kollegen erleichtert sind, wenn sie sehen, dass ich auch normal und manchmal richtig gut arbeiten kann. Das war sozusagen meine bisherige Entstigmatisierungskampagne, seitdem ich für und mit meinen/m Chef arbeite (seit Oktober 2011).

    LG,
    Mowa

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von Mowa geändert.
    als Antwort auf: Notizen von Mowa #40192

    Guten Abend @all nochmal,

    danke für Eure Rückmeldungen @christine, @Bernadette und @Mallory.

    Bin wieder ziemlich k.o., wahrscheinlich gewöhne ich mich aber bald daran. Jedenfalls macht mir die Arbeit Spaß. Heute habe ich meine Seminarmitschrift von der Betriebsratsschulung eingetippt. Da Morgen die Betriebsratsitzung ist, können die anderen Betriebsratsmitglieder dann in die Mitschrift einsehen.

    Seit gestern habe ich mit einigen Kollegen gesprochen und angeboten, dass ich im Sommer gerne einen Vortrag über meine psychische Erkrankung halten möchte. Es kann sein, dass ich im alten Standort noch früher einen Vortrag halten kann.

    Nur etwas Kurzes, dachte so an 20 Minuten Vortrag + 10 Minuten Diskussionen. Und vorerst nur in der Abteilung meines Chefs. Ich werde bei diesem allerersten Vortrag über meine persönliche Geschichte auch nicht großartig recherchieren sondern meine subjektive und individuelle Perspektive darstellen.

    Mein Chef ist schon lange mit einem solchen Vortrag einverstanden. Da ich bis jetzt die volle Untertstützung von ihm erfahre, habe ich inzwischen den Ehrgeiz, so offen wie möglich mit meiner eigenen(!) Geschichte umzugehen. Über den Betriebsrat könnte ich auch viel machen, um die Mitarbeiter zu sensibilisieren und das Thema psychische Erkrankungen in Richtung Entstigmatisierung zu bewegen.

    Ja, ihm habe ich gestern noch diese E-Mail geschickt, und habe eine positive Antwort bekommen, dass wir uns gerne sprechen können:

    Hallo (Chef),

    […]

    Gerne würde ich auch bald mit Dir über meine eigene Tätigkeit sprechen, nachdem ich so ab Mitte März zuerst einen Neurodermitisschub und dann einen Psychoseschub hatte und in meinem Urlaub 3 Wochen lang in der Klinik verbracht habe. Die Japan-Reise mit meinem Mann mussten wir leider nach hinten verschieben.

    Jetzt habe ich von der Stadt einen Schwerbehindertenausweis zugesprochen bekommen und habe auch vor, im Laufe des Jahres eine Erwerbsminderungsrente zu beantragen. Eventuell kann ich dadurch meine Arbeitszeit deutlich reduzieren, eventuell auf 80% soweit meine finanzielle Lage es zulässt.

    Die Dienstreisen nach (alter Standort) kann ich dann nicht mehr wöchentlich wahrnehmen, wie ich auch schon mit F. vor meinem Urlaub bzw. Krankmeldung abgesprochen hatte.

    Auf Deine Rückmeldung und ein baldiges Wiedersehen würde mich sehr freuen.

    Vielen Dank und liebe Grüße,

    (Mowa)

    Da bin ich sehr gespannt auf morgen.

    LG,
    Mowa

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