Verfasste Forenbeiträge
-
AutorBeiträge
-
Heute Morgen hätte ich fast meinen Psychiater-Termin vergessen. Zum Glück habe ich mich rechtzeitig daran erinnert und konnte meinem Psychiater erzählen, dass wir leider nicht mehr nach Japan geflogen waren und ich stattdessen in der Klinik verbracht hatte.
Ich habe ihm auch erzählt, dass ich die Einnehme von Aripiprazol von den Nebenwirkungen abhängig machen wolle.
Besonders stört es mich, dass mein Appetit wieder gesteigert ist, als hätte ich ein Loch im Magen. Vom Antrieb her geht es zum Glück. Zumindest war er damit einverstanden, dass ich „mittelfristig“ die Dosis auf 7,5 mg reduziere. Vom Antrieb her geht es zum Glück, auch wenn ich schon Einschränkungen bemerke.
Edit: Ja genau, mit meinem Psychiater habe ich einen Widereingliederungsplan erstellt, damit ich die kommenden 3, 4 Wochen nur Teilzeit arbeiten brauche. Bis Ende der nächten Woche nur 4 Stunden, dann darauf die 2 Wochen 6 Stunden.
Mein Chef hat gemeint, dass wir uns morgen Vormittag gerne sprechen können. Da werde ich sicher die Gelegenheit nutzen, um auch über diesen Plan zu sprechen :good:
Erster Arbeitstag gut überstanden
Jetzt ist Entspannung angesagt :good:27/05/2019 um 6:45 Uhr als Antwort auf: Forschung zu Schizophrenie – weitgehender Stillstand? #40003@mowa: Ich habe auch Neurodermitis und nehme Ciclosporin. Beim googlen von Ciclosporin und Psychose ist allerdings nicht viel rausgekommen. Was genau hat denn dein Hautarzt dazu gesagt?
Hallo @Dopplereffekt,
sorry für meine späte Antwort. Mein Schub kam da Anfang April schon etwas in Fahrt und konnte Dir früher nicht antworten.
Wenn ich mich richtig erinnere, dann hat mir mein Hautarzt damals erzählt, dass Ciclosporin nicht wie bei Corstion-Präparaten in den körpereigenen Cortisol-Haushalt eingreift. Dass da für uns Psychotiker Ciclosporin, wohl ein recht neues Medikament, eventuell besser indiziert wäre.
Kann ich Dich zu Deiner Erfahrung mit Ciclosporin befragen? Finde ich super, falls Du es gut verträgst, Deine Neurodermitis gut behandelt wird UND keinen Schub bekommst. Wenn ich meinen Hautarzt richtig verstanden habe, kann Ciclosporin auch langfristig genommen werden. Das klingt schon gut.
Wenn Google unter der Stichwortkombination Ciclosporin und Psychose kaum etwas findet, dann ist es ja ein gutes Zeichen. Mit Cortison-Präparaten wäre ich persönlich künftig SEHR vorsichtig!
Jetzt denke ich, dass meine präpsychotischen Zustände Anfang Februar auch schon durch die starken Cortison-Salben gefördert worden waren. Und meinen psychotischen Schub seit Anfang April sowieso, da hatte ich nach einem aggressiven, 2. Neurodermitisschub Prednisolon geschluckt und wieder abgesetzt. Und zeitlich überlappend kam diese Psychose allmählich wieder.
Dass „Cortison > psychotische Symptome“ zweimal zeitlich nah zusammenfiel, war kein Zufall, da bin ich mir ziemlich sicher!
LG,
Mowa-
Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von
Mowa geändert.
Guten Morgen @Mallory,
es war alles zu viel das letzte Jahr und nach diesem ganzen Wahnsinn, ja, Da bin ich erschöpft und habe hier wenig Chancen für mich was passendes zu finden.
Kein Wunder, dass Du jetzt erschöpft bist. Das bisschen, was ich mitbekommen habe, da wäre ich selber schon längst k.o.
Genau, lass Dir doch mehr Zeit, eine Rente kann Dir mehr Schutz und Freiraum bieten als ein Gefängnis zu sein, auch wenn ich die Sorge davor sehr nachvollziehen kann. Wenn es eine unbefristete Rente ist, dann kannst Du ja in Ruhe überlegen, wie Du mittel- und langfristig Dein Leben verbringen möchtest und Verschiedenes ausprobieren.
Das mit der Identifizierung ist so ein schwieriges Thema, finde ich. Zum Beispiel mache ich meinen Job gern, aber identifiziere ich mich damit? Das weiß ich so genau nicht. Es macht mir Spaß, mal mit verschiedenen Menschen zu tun zu haben und mal auch alleine arbeiten zu können.
Wenn ich Mittel und Wege hätte, würde ich nur noch 2 Stunden täglich Wissenschaft machen wollen, wahrscheinlich. Oder irgendetwas sonst Kreatives, was mir mehr Spaß macht als nur IT
Dir alles Gute weiterhin!
LG,
MowaDanke liebe mango für die rose, gebe ich Dir gerne zurück
Guten Morgen liebe Leute,
gestern später am Nachmittag bis heute Morgen habe ich fast nur noch geschlafen.
Mit der Entspannung zu Hause kam wohl die große Erschöpfung. Ich hatte wieder so etwas wie undefinierbare Nervenschmerzen. Es war doch etwas zu viel des Guten…
Heute Morgen geht es mir wieder gut und bin energiegeladen.
LG,
MowaLieber @Mallory,
ok, weiß zwar nicht, wo Du kryptisch getippt haben sollst, die wenigen Zeilen in diesem Thread war ok für mich. Mein Mann hat mir auch bei der Interpretation „des Anderen“ ein bisschen geholfen um ehrlich zu sein
Es wird sich aber wieder was auftun…
Das denke ich auch, kannst Du ja schon so vieles. Vielleicht tut sich bald ja einen Fokus auf, daran interessiert wärest Du bestimmt sowieso.
die scheinbar erfolgreich waren, aber tief unglücklich und mitten im Leben etwas ganz anderes machen wollten,
Sowas kenne ich auch von mir. Als ich mich von der Forschungskarriere abwenden wollte, war ich derart arrogant und ahnungslos, dass ich mir erwägt hatte in die Entwicklungshilfe zu gehen. Tja, da hätte ich sicher auch viel gelernt, aber nur für mich selbst eher. Eine wirkliche Hilfe für die verarmten Einheimischen wäre ich sicher nie geworden.
LG,
Mowa-
Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von
Mowa geändert.
Danke @Mallory für Deine lyrischen Zeilen :good:
So, ich bin gegen 16 Uhr von der Schulung zurückgekehrt. Heute konnte ich mich auch prima konzentrieren und mitarbeiten, das macht mich zufrieden und ein bisschen auch stolz. Nächste Woche schreibe ich aus meinen Notizen ein Protokoll. Zur nächsten Betriebsratssitzung bin ich sowieso schon eingeladen. Dann kann ich mein Protokoll den anderen Betriebsräten vorsetzen, die jetzt nicht auf der Schulung waren.
Nach meiner Entlassung vor einer Woche hat mein Mann mir seinen Laptop geliehen, damit ich darauf Sims 4 spielen kann. Früher hatte ich mal ein Tamagotchi, das ist so etwas Ähnliches nur komplexer. Jedenfalls habe ich inzwischen 2 Babys, als angestellte Malerin. Mein Mann hat sich als Freelancer selbstständig gemacht, damit er sich um die Kinder kümmern kann
Achtung, d.h. also in dieser virtuellen Familienkonstellation, nicht im Real Life. Ja, heute Abend wird wieder etwas gezockt, vielleicht kann ich ein 3. Baby organisieren. Finde ich prima, wie ich meine reproduktiven Wünsche da ausleben kann
.Seufz…! Beim Durchlesen der Blogeinträge seit meinem Neurodermitisschub im Januar habe ich das hier gelesen, das hatte ich schon wieder verdrängt
Ja, inzwischen habe ich die besagte E-Mail an meinen Chef nochmal gelesen und bin etwas erleichtert. Außer der Wortwahl „Welpenschutz“ stört mich nicht so viel an dieser E-Mail:
Guten Morgen (Chef),
es tut mir leid, dass ich Dir an einem Feiertag schreibe. Hoffentlich verbringst Du schöne Ostertage mit Deiner Familie.
Eben ist mir wieder bewusst geworden, wie sehr Du mir immer geholfen hast. Dafür möchte ich Dir danken. Ich bin noch nicht stabil wie ich sein könnte, aber den „Welpenschutz“ möchte ich nach und nach ablegen, damit ich die Arbeit der Abteilung besser unterstützen kann.
Neulich hatte ich Dir geschrieben, ob mein Arbeitsinhalt geändert werden könnte. Inzwischen denke ich, dass der Arbeitsinhalt für mich keine wichtige Rolle spielen muss. Falls ich Dir durch die bisherigen Tätigkeiten besser unterstützen kann, dann werde ich sie sehr gerne fortführen wollen.
Herzliche Grüße,
(Mowa)
Oder ist es dein Wille, mit Allem offen umzugehen?
Ja genau, besonders meinem Chef will ich nichts vormachen müssen und werde immer mit offenen Karten spielen. Ich bin überzeugt, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit andernfalls nicht wirklich möglich ist. Anders kennt er mich auch nicht bislang. Dafür bin ich sehr dankbar.
-
Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von
Mowa geändert.
Danke schön liebe @erdbeere. Wir übernachten alle im selben Hotel, und meine Stadt liegt etwa eine Autostunde entfernt. Morgen hören wir gegen 15 Uhr auf und fahren dann wieder zurück. Wir sind insgesamt 21 Betriebsräte von 5 verschiedenen Instituten.
Der zweite Schulungstag ist nun vorüber, und die letzten 2,5 Stunden konnte ich richtig gut aufpassen. Der Trick um durchzuhalten war nicht dauerhaft aufzupassen, sondern immer nur dann, als mich das Thema interessiert hat. Hat prima geklappt :good:
Vorhin habe ich eine E-Mail an meinen Chef geschrieben, dass ich für seine Hilfe dankbar sei und dass ich den “Welpenschutz”, den er mir seit 2011 gewährt hat, nach und nach ablegen möchte. Damit fühle ich mich sauwohl.
Seufz…! Beim Durchlesen der Blogeinträge seit meinem Neurodermitisschub im Januar habe ich das hier gelesen, das hatte ich schon wieder verdrängt
Bald werde ich meinem Chef sowieso noch schreiben, dass ich in der Klinik war, neulich einen Schwerbehindertenausweis bekommen habe und dass ich im Laufe des Jahres doch noch eine Erwerbminderungsrente beantragen möchte, usw.
LG,
MowaGuten Morgen @all,
danke @DiBaDu, @Bernadette und @Aqua für Eure Rückmeldungen.
Danke auch Aqua für Deine Geschichte. Ich habe Dein Buch noch nicht gelesen. Wie denkst Du über Dein eigenes Buch, was sagen die Familie und Freunde darüber? Vielleicht bist Du schon auf diese Fragen in Deinem Blog eingegangen, dann könntest Du mich ja dorthin dirigieren. Ansonsten würde ich mich um eine Rückmeldung (gerne in Deinem Blog dann auch) freuen.
So, gleich fängt der zweite Schulungstag an. Das Seminar geht von 9 bis 18 Uhr. Das Thema von heute (Arbeitszeiten) ist wohl nicht mehr so spannend für mich wie gestern (psychische Belastungen). Hoffentlich werde ich dennoch etwas Freude am Austausch, an der Diskussion haben.
LG,
MowaGuten Abend @all
eine kurze Rückmeldung von mir zum heutigen Tag: Ich bin so sehr müde!!
So ein langer, intensiver Tag kurz nach meiner Entlassung aus der Klinik, zuerst gegen 8:15 Uhr losmarschieren, dann mit dem Auto zum Arbeitsgericht in der benachbarten Stadt, dann zum Museum, und schließlich im Tagungsort ankommen und mich noch 2,5 Stunden lang am Seminar beteiligen. Vorhin um 21 Uhr habe ich mich von meinen Kollegen verabschiedet, die nach dem gemeinsamen Abendessen noch munter am Tisch zusammensaßen.
Im Seminar ging es vorrangig um die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz und um die Norm DIN EN ISO 10075. Das war so spannend, dass meine Müdigkeit am Nachmittag sofort verflog.
Als es darum ging, dass eine Einschätzung der psychischen Belastungen durch ein Analyseteam bewältigt werden soll, habe ich mich zu Wort gemeldet, dass ich mir wünsche, dass zu einem solchen Team (außer der Arbeitgebervertretung, dem Betriebsrat, dem Betriebsarzt und der Schwerbehindertenvertretung) unbedingt eine kleine Gruppe aus sonstigen Mitarbeitern dazugehört, die zur Hälfte aus psychisch Kranken besteht, da sie Experten in eigener Sache sind.
Da habe ich mich vor den anderen Betriebsräten (da sind Teilnehmer aus 4 weiteren Instituten aus unserer Forschungsorganisation) und dem Referenten sozusagen geoutet, dass ich selbst als Betroffene eigene Sichtweisen und Erfahrungen einbringen würde, bei einer solchen Einschätzung und Auswertung psychischer Belastungen.
Und in diesem Zusammenhang habe ich auch erwähnt, dass es meine subjektive und persönliche Überzeugung sei, dass das, was den Mitarbeitern gut tue, letztlich auch dem Arbeitgeber gut tue, da die Produktivität und Kreativität gesteigert würden. Idealerweise wisse der Chef, wie es seinen Mitarbeitern psychisch gehe, usw.
Ja, also das Thema psychische Belastungen / Erkrankungen interessiert mich natürlich sehr, und falls ich ein bisschen zur Entstigmatisierung und Akzeptanz psychischer Erkrankungen in unserer Forschungsorganisation beitragen könnte, wäre ich sehr glücklich.
LG,
Mowa -
Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von
-
AutorBeiträge