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Ja, ich weiß, dass Deine Sorge berechtigt ist, DiBa. Ich teile sie auch, ebenso wie mein Mann, meine Mutter, mein Psychiater, usw. Am Ende werden wir genau abwägen, ob ein Umzug nach Berlin für uns eine sinnvolle Alternative ist. Das hängt davon ab, welchen Job ich dort bekommen kann und wo wir wohnen können.
Ehrlich gesagt bin ich da auch etwas besorgt.
Im Übrigen haben mir Familie/Freunde/Bekannte/Kolleg:innen im Laufe meines Lebens immer wieder, gefühlt schon unzählige Male, gesagt, dass sie dies oder jenes nicht tun würden, wenn sie ich wären. Es ist nicht so, dass ich ihnen nicht zuhöre, aber ich bin wirklich sehr eigen und passe nicht in ein Schema, an das andere Leute möglicherweise gewöhnt sind.
Anderseits hört sich das sehr selbstbewusst an. Was du am Ende machst, ist eben deine Entscheidung und du selbst kennst dich wohl am besten. Daher weißt du wohl auch selbst am besten, was gut für dich ist.
Ich versuche auch selbst gerade, mich etwas von der Meinung anderer zu befreien. Meine Entscheidungen will ich nicht als Mehrheitsentscheidungen meines Umfeldes o.ä. sehen, sondern als meine Entscheidungen!
Ich sagte ihm, dass dies für mich sehr bitter sei. Seit ich 2010 erkrankt bin, habe ich immer versucht, meine Situation zu relativieren und mir gesagt, dass ich das Beste aus der Situation mache und es mir gut geht. Aber jetzt merke ich, dass es bitter ist, einen Schritt zurücktreten zu müssen, weil meine Gesundheit es nicht zulässt. Und dass es eine Erleichterung für mich ist, wenn ich diese Situation als bitter erkennen kann. Ich weiß, dass mein Psychiater vernünftig ist, und es ist auch so, dass ich, mein Mann, meine Mutter usw. die gleichen Sorgen haben. Insofern sind die Gedanken nicht neu, und doch hilft es mir, die Einschätzung meiner Situation durch einen Fachmann zu hören. Ich lasse es offen, dass ich nicht belastbar genug bin, um eine Führungsrolle zu übernehmen, und ich will es selbst herausfinden. Ich bin keine Deterministin.
Ich denke, schwierig ist es vor allem beruflich mehr zu machen (oder überhaupt eine Veränderung) und gleichzeitig den Umzug zu bewältigen. Das hatte mir ein Arzt auch so gesagt. Allerdings hätte ich das, was du bisher gemacht hast, bzw. was ich davon mitbekommen habe, auch schon als Führungsrolle gesehen (z.B. bei der Organisation der MHAW). Außerdem war für mich persönlich ein Umzug Auslöser für die psychischen Probleme (vorher war es allerdings im Nachhinein auch schon grenzwertig).
Ich denke, für dich mag es erstmal „bitter“ sein, anzuerkennen, dass du „einen Schritt zurücktreten“ solltest und auch, dass es besser wird, wenn du es akzeptiert hast und damit leben lernst. Es gibt sicher viele Leute, die belastbarer sind, aber auch viele, die weniger machen können, als du. Ich finde, eine gewisse Dankbarkeit, für das, was man machen kann, wichtig und hilfreich.
Auf jeden Fall habe ich mit ihm besprochen, dass ich noch einmal eine Reduktion versuchen möchte. Ich dachte an eine Reduktion um 0,1 mg alle 2 Monate, und mein Psychiater schlug vor, ohne dass ich ihm meinen Plan mitgeteilt hätte, dass ich die Expertin sei, er aber an meiner Stelle um 0,1 mg alle 4 Wochen reduzieren würde. Damit bin ich völlig einverstanden, wenn es schneller geht! Aber was wirklich zählt, ist, dass ich meinen psychotischen Zustand sehr früh zuverlässig erkennen und mir selbst helfen kann, wenn es mir nicht gut geht.
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Viel Erfolg!
Wir sind dann auf dem Heiligenberg spazieren gegangen und es hat zeitweise stark geregnet. Ich hatte meine Regenjacke dabei und Chanchan schien der Regen nichts auszumachen. Es war ein sehr schöner, entspannter Spaziergang im Wald und ich war froh, dass ich mich überwunden hatte, mit Chanchan weiterzugehen.
Gestern habe ich mein rechtes Knie einmal kurz falsch belastet und seitdem tut es weh. In den letzten Monaten hatte ich ein paar ähnliche kleinere Verletzungen, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich mich inzwischen viel mehr bewege und mich immer noch daran gewöhne, mich richtig zu bewegen.
Mir hat Physiotherapie ganz gut geholfen, was die Knie betrifft. Vorher waren längere Strecken bergab etwas problematisch. Wenn man die Muskulatur gezielt stärken kann, kann das viel bringen.
Ja, ich bin heute noch im Urlaub. Mal sehen, ob ich mich motivieren kann, ein Motivationsschreiben für eine ausgeschriebene Stelle mit Leitungsfunktion bei einer Stiftung für Menschen mit Behinderungen zu verfassen, nachdem dieselbe Stiftung meine Initiativbewerbung praktisch postwendend abgelehnt hat.
Etwas Entspannung ist ja auch mal ganz gut. Allerdings müsstest du das Motivationsschreiben doch nicht komplett neu schreiben, wenn sie die Initiativbewerbung ohnehin kaum beachtet haben oder?
Der Titel des Threads ist Depression trotz AD und Zyprexa.
Demnach sollte es doch eigentlich darum gehen, warum man trotz Psychopharmaka Depressionen haben kann oder wie Depressionen und Psychopharmaka zusammenhängen. Ich denke, Psychopharmaka können unterstützen, aber viele andere Faktoren, wie das (soziale) Umfeld spielen auch eine große Rolle.
In letzter Zeit bin ich sehr gereizt, gleichgültig und kann über nichtsmehr lachen… Ich habe an nichts mehr interesse.. Sogar der christliche Glaube interessiert mich nicht, ich mag momentan keine Kontakte knüpfen oder mal raus aus der Wohnung, was unternehmen.. Seit gestern nachmittag hab ich leider auch wieder Halluzinationen, und das obwohl ich zu 10mg Zyprexa noch 1mg fluanxol zusätzlich nehme.. Ich bin mir unsicher ob es nun Depressionen sind oder einfach nur Folge vom emotionalem Stress
@miina Hast du eigentlich einen Psychotherapeuten?vielen Dank DiBaDu der Nachfrage
Es geht mir gut. Heute war ich traurig, nachdem meine Initiativbewerbung, die ich seit April einreichen wollte und gestern endlich eingereicht habe, sofort am Morgen abgelehnt wurde
Mir wurde dann zwar noch geschrieben, dass ich ein neues Motivationsschreiben einreichen kann, falls ich mich auf die ausgeschriebene Stelle mit Leitungsfunktion bewerben möchte. Aber ich weiß nicht, ob ich meine Bewerbung dort ein drittes Mal einsenden will. Der Abteilungsleiter hat sich nicht die Mühe gemacht, sich persönlich bei mir zu melden. Das finde ich sehr schade.Wann hattest du dich denn das erste Mal beworben und um welche Stelle ging es? Du musst natürlich nicht antworten, aber falls du es schon geschrieben hast, finde ich es gerade nicht so schnell.
Grundsätzlich kann es sein, dass man öfter abgelehnt wird und dann trotzdem woanders etwas Gutes findet. Das hängt ja vom eigenen Profil und vom Bedarf ab und ist von außen kaum abzuschätzen. Dass die Absage so schnell kam kann auch Zufall sein oder sie hatten keine Zeit sich Bewerbungen anzusehen und keinen Bedarf… Es kann viele verschiedene Gründe haben. Wichtig ist, es nicht zupersönlich zu nehmen. Ich kann aber auch gut verstehen, wenn du dich da nicht ein drittes Mal bewerben willst.
Ja, ich habe 2, 3 Stunden Mittagsschläfchen gehalten, und jetzt bin ich nicht mehr traurig und schaue wieder nach vorne
Genau
Gute Besserung für die Wunde…
Psychotische Frühsymptome habe ich keine, erlebe nur ein normales Auf und Ab des täglichen Lebens
Gut
Für mich sieht es auch so aus, dass es mit dem Schreiben von 2008 zuviel würde. Also in dem Sinne ist da weniger wohl mehr…
Für mich besteht die Wirkung von Neuroleptika in der Zubetonierung meiner mental-geistigen Fähigkeiten, und das ist nicht eine Nebenwirkung, sondern eben die Wirkung. Es ist diese Wirkung, die mich sehr stört.
Das kann ich (leider) gut nachvollziehen.
Better safe, than sorry (Lieblingsspruch meines Psychologen).
Hundertprozentig sicher sein kann man sowieso nicht. Anstatt „präventiv“ Neuroleptika zu nehmen hat es sich für mich bewährt, meine Grenzen zu respektieren, aber auch immer wieder auszutesten und zu erweitern. Sonst komme ich nicht voran. Für den Notfall habe ich noch Quetiapin (25mg) als Bedarfsmedikation. Bis jetzt haben mir aber metakognitive Techniken, Entspannungstechniken und bewusste Pausen gereicht. Noch wichtiger ist die Unterstützung aus dem Umfeld. Für mich ist es dann auch beruhigend zu sehen, dass ich ohne Medikamente klarkomme. Ich verstehe aber auch diejenigen, die auf ihre Medikamente nicht verzichten wollen bzw. können. Letztlich muss das jeder für sich selbst wissen.
Herzlichen Glückwunsch zum Zwischenzeugnis! Ist das ein Arbeitszeugnis?
Danke für die Erläuterung, wie du es angegeben hast. Den GdB habe ich auch schon bei Bewerbungen angegeben. Ich finde es immer schwierig von Krankheiten zu sprechen. So wie ich es lese, hast du dazu aber einen geschickten Weg gefunden
@mowa Dein Anschreiben liest sich für mich sehr gut. Ich habe da allerdings keinen Hinweis auf deine eigene „mentale Behinderung“ gesehen, was ich allerdings, wie gesagt, auch völlig in Ordnung finde. Oder habe ich da etwas überlesen oder hast du es an anderer Stelle angegeben?
Das Foto sieht auch richtig gut aus. Meine Bewerbungen waren fast alle nur digital und mit Bewerbungsfoto. Eine physische Bewerbungsmappe brauchte ich nicht. Viel Erfolg dir!
Ich habe mit meinem Mann und auch mit meiner Mutter über diese Stellenausschreibung diskutiert. Ich glaube, dass meine Bewerbung sehr gut ist und ich auch ein aussagekräftiges Anschreiben verfasst habe. Da ich offen meine mentale Behinderung angebe, weiß ich nicht, wie die Stiftung damit umgeht. Psychische Erkrankungen sind in Japan stärker stigmatisiert als noch in Deutschland, und Schizophrenie ist besonders stark tabuisiert, wenn ich es richtig mitbekommen habe.
Wie gibst du denn die mentale Erkrankung in der Bewerbung schon an? Ich finde, dass das den Arbeitgeber, genauso wie andere Erkrankungen, erstmal nichts angeht und gebe nur den Schwerbehindertenausweis an sich an, also nicht weshalb ich den habe.
Diversität und Inklusion hört sich passend an. Mit der MHAW (mental health awareness week) hast du ja auch schon Erfahrungen in dem Bereich gesammelt. Die Japanstiftung hört sich für mich auch eher „nach Oberschicht“ an. Ich weiß gerade nicht genau, wie ich das ausdrücken kann, aber ich würde da eben eher Leute im feinen Anzug erwarten. Das hört sich auch schonmal nach sehr teuren Bewerbungsfotos an. Ich meine, meine letzten hatten unter 50€ gekostet und waren trotzdem sehr gut. Vermutlich habt ihr in Heidelberg aber auch ein höheres Preisniveau und ich hatte einen guten Tipp, was den Fotoladen anging.
Ich habe auch bei sehr geringen Dosen von Aripiprazol noch Nebenwirkungen gemerkt. Ich meine auch bei 1mg. Für mich heißt das, dass ich sehr empfindlich auf die Medikamente reagiere und dementsprechend vorsichtig damit sein sollte. Leider hatten das einige Ärzte anders gesehen…
Wenn ich das Problem in einem Satz zusammenfassen sollte, dann ja. Ich stimme meinem Psychiater zu, dass die Menge an Informationen zu regulieren gilt.
Damit sind nicht nur die Informationen gemeint, die ich als Input wahrnehme, sondern auch solche, die in meinem Gehirn bei der Verarbeitung der Inputinformationen entstehen.
Ich denke, dass die Quantität und Qualität der Informationen hier nicht voneinander abgekoppelt werden können, zumindest dann nicht, wenn ich an meine eigene Situation denke.
Zum Beispiel wenn ich gemobbt werde (ich bin als Berufstätige noch nie gemobbt worden), dann geht es nicht nur um den Zustand, gemobbt zu werden, sondern auch um die Umstände (wer, wann, was, wo, wie, warum, wozu), die zu diesem Zustand gehören. Damit hätte ich ein ganzes Paket an Informationen als Input und ein weiteres Paket an Informationen, das in meinem Gehirn entsteht.
Wenn du noch die Informationen bzw. Gedanken dazuzählst, die im Kopf als Reaktion entstehen, verstehe ich, dass du der Aussage, dass es auf die Menge der Informationen ankommt, zustimmst. Ich merke selbst, dass es mich stresst, wenn ich zu lange über etwas nachdenke. Dabei entstehen einerseits „Informationen“ (oder Datenmüll/Gedankenmüll?) und andererseits bleiben diese zu lange im Kopf aktiv.
Was mir öfter geholfen hat ist es, zur Entspannung den Bodyscan zu machen oder spazieren zu gehen. Spazieren gehen oder Wandern hilft mir beim Sortieren der Gedanken. Die Gedanken bleiben dann aber meist in einer ähnlichen bzw. korrigierten Richtung.
In den letzten Wochen habe ich es doch auch wieder mit Ablenkung (Zocken, Bogensport, Veranstaltungen) versucht. Dabei besteht dann eine gewisse Gefahr, dass eben noch mehr Gedankenmüll entsteht, der ungünstig mit dem bestehenden verknüpft werden (beim Medienkonsum, wenn Konflikte auftreten oder allgemein wenn es stressig wird). Andererseits können aber auch die beunruhigenden Gedanken in den Hintergrund gedrängt werden, bzw. relativiert werden. Oft ist bei mir weniger die Frage, ob die Gedanken „falsch“ sind, sondern, ob sie für mich die angemessene Wichtigkeit haben und angemessen viel/wenig Raum einnehmen.
Mit übermäßigem Medienkonsum hatte ich schlechte Erfahrungen gemacht und zusammen mit der Einsamkeit und Stress war das wahrscheinlich mit Auslöser für meine psychischen Probleme. Mittlerweile denke ich, dass es auf das richtige Maß ankommt und zuviel von einer Sache problematisch ist. Ich versuche daher mich vom eigenen Gefühl leiten zu lassen, das zu tun, was für mich gerade gut ist.
Meinst du auch, dass es nur auf die Menge an Informationen ankommt? Ich denke, der Umgang damit ist auch sehr wichtig und eben ob es stressende Informationen sind.
Keinen „Rückfall“ zu erleiden ist natürlich gut, aber ich denke darauf achtest du ohnehin.
Gute Erholung und gute Besserung auch für den Magen!
Die Situation ist komplex. Ich frage mich, welche Einflüsse die involvierten Personen im Betrieb sonst noch ausüben.
Wenn es kompliziert wird, ist es wahrscheinlich bessern, nicht zu lange darüber nachzudenken. Man kann ja nicht genau wissen, wer was will und was er/sie deswegen tut. Für mich ist es da problematisch, wenn ich versuche, mich schon im Vorhinein gegen alle Eventualitäten abzusichern, was natürlich unmöglich ist. Das in Ruhe lassen solcher Gedanken fällt mir auch teils schwer, wobei ich hoffe, dass ich das lernen kann. Ich möchte mehr mit Menschen zusammenarbeiten und ich denke, da hilft nur eine gewisse Zuversicht und Fehlertoleranz, wenn doch mal etwas schiefgeht.
Mein Mann hat mir gesagt, dass wenn ich wieder psychotische Symptome bekommen habe, dass das nicht daran liegt, was am Arbeitsplatz passiert, sondern daran, weil ich mich nicht davon abgrenzen kann. Und das stimmt.
Abgrenzen ist manchmal nötig, aber, ich denke, der Arbeitsplatz sollte auch zu einem passen und es sollte nicht zu viel sein. Vor einer psychischen Erkrankung sind auch „Gesunde“ nicht gefeit, wenn es zu stressig wird.
Für die Reduktion braucht man sicher etwas Ruhe. In einer Stresssituation kann man sonst nicht wirklich sagen, was einem Probleme bereitet: Die Situation an sich oder ein Rebound-Effekt durch die Reduktion.
PS: Gute Besserung auch von mir! Ich denke, das wird auch wieder
Mit deinem Vorgesetzten hast du anscheinend großes Glück, dass er dir soviel Rückhalt gibt.
Dir noch eine schöne Woche
Ab welchem Zeitpunkt nach Beendigung der Medikamenteneinnahme ist man relativ sicher, das kein Rückfall mehr kommt? (Wenn man Symptomfrei bleibt)
Ich denke, die drei Jahre, die Nichtraucher mal genannt hatte, können als Orientierung dienen. Allerdings muss ich auch öfter an @isa und ihre zehn Jahre denken. Einen Zeitpunkt, an dem man absolut sicher ist, gibt es sowieso nicht. Grundsätzlich finde ich es für alle („gesund“ oder „krank“) wichtig, zu versuchen, sich nicht zu viel Stress zuzumuten. In „zu viel Stress“ sehe ich die Ursache für psychische Erkrankungen. Völlig vermeiden lässt sich Stress aber nicht und wenn man wieder mehr machen will, hat man eben auch mehr Stress. Für mich ist es wichtig mit dem Stress umgehen zu lernen und meine Stresstoleranz ist mit der Zeit wieder gestiegen. Wenn es mir zuviel wird, sehe ich zu, Pause zu machen.
Mir persönlich geht es nach jahrelanger, ärztlich begleiteter Reduktion und Absetzen besser, was aber offensichtlich nicht bei jedem funktioniert. Die Diagnose ist bei mir auch von Anfang an wackelig gewesen und die Medikation hat für mich nicht gepasst.
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