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Mowa aktualisiert.
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02/05/2024 um 23:10 Uhr #346454
Auch von mir Gute Besserung!
1 mg ist ja auch noch eine niedrige Dosis, auch wenn du immer sagtest, dass du diese spürst. Aber vielleicht lieber diese kleine Dosis als ne ausgewachsene Psychose.03/05/2024 um 1:27 Uhr #346457Hallo zusammen,
danke Euch Blaustern, manon, @Dopplereffekt, @Pia, @escargot, @DiBaDu und @Mond
Ich bin vorhin mit Magenkrämpfen aufgewacht.
Gestern am späteren Nachmittag habe ich einen Notfalltermin bekommen und kurz mit meinem Psychiater gesprochen. Er hat mir sinngemäß gesagt, dass es auf die Menge an Informationen ankommt und Medikamente ein Weg sein können um sie zu regulieren. Ich kann weiterarbeiten aber sollte darauf achten, dass es nicht kippt und ich einen Rückfall erleide, weil jeder Rückfall bleibende Schäden hinterlassen kann.
Was die Aripiprazoldosis betrifft, habe ich ihm gesagt, dass ich beim letzten drohenden Rückfall 2 Wochen lang 1,25 mg eingenommen habe und ich jetzt auch 1,25 mg oder 1,5 mg nehmen würde. Daraufhin hat er gesagt, dass ich 1,25 mg nehmen und in einer Woche, wenn der Steadystate erreicht ist, erneut schauen kann, ob ich 1,5 mg benötige.
Meine Reduktion von vor 4 Wochen habe ich ja bereits gestern Morgen rückgängig gemacht, indem ich die Dosis von 0,5 mg auf 1 mg erhöht habe. Das ist die Dosis, die ich seit 2019 nehme und die mit meinem Lebensstil in den letzten Jahren vereinbar war.
Psychisch ging es mir gestern wesentlich besser als vorgestern. Ganz überzeugt bin ich noch nicht, dass ich bereit bin, die Dosis jetzt schon auf 1,25 mg zu erhöhen. Vielleicht beobachte ich lieber eine Woche lang, ob 1 mg doch ausreicht.
Eigentlich würde ich jetzt gerne weiterschlafen aber die Schmerzen im Magen sind noch da. Ich weiß, dass ich mich erleichtern kann, indem ich mich übergebe. Das ist immer so anstrengend. Mal schauen.
Im Übrigen sind hier neue Videos im Chanchanchanneru:
Liebe Grüße,
Mowa03/05/2024 um 9:44 Uhr #346476Meinst du auch, dass es nur auf die Menge an Informationen ankommt? Ich denke, der Umgang damit ist auch sehr wichtig und eben ob es stressende Informationen sind.
Keinen „Rückfall“ zu erleiden ist natürlich gut, aber ich denke darauf achtest du ohnehin.
Gute Erholung und gute Besserung auch für den Magen!
03/05/2024 um 11:34 Uhr #346485Guten Morgen liebe @Mowa,
nu leider auch noch Magenkrämpfe. Hoffentlich sind die inzwischen wieder weg. Du hast doch einige Tees zu Hause. Vielleicht hilft dir davon was.
Na ich weiß nicht, ob es auf die Menge an Informationen ankommt. Hmm, zuviel ist sicherlich zuviel, aber ich denke, dass es schon einen großen Unterschied macht, ob diese Infos negativ sind und negativen Stress bei dir auslösen oder nicht.
Es ist ja auch schon lange wissenschaftlich erwiesen, dass die jeweilige Lebenssituation und das Umfeld ganz entscheidenden Einfluss auf unsere Psyche hat und wenn da Faktoren sind, die sich psychisch negativ auswirken, es durchaus auch zu psychotischen Symptomen und auch Psychosen kommen kann und das auch bei jedem Menschen, auch bei denen, die vorher nie psychotische Symptome hatten.
Ich persönlich denke, mit psychotischen Symptomen ist man bei negativen Informationen auch nicht mehr so resielent wie vorher.
Ich denke, wenn man in einem Umfeld lebt, was einem grundsätzlich gut tut, ist das was ganz anderes, nämlich förderlich für die Psyche und das eigene Wohlbefinden und man dann weniger anfällig ist für psychische Erkrankungen, Symptome und auch Rückfälle.
Du kannst dich ja relativ gut beobachten und selbst einschätzen, wie es dir psychisch geht und gestern ging es dir nach der Erhöhung auf 1 mg ja schon etwas besser, wie du schriebst. Ich denke, du kannst das selbst am besten einschätzen, indem du dich weiterhin beobachtest, ob du noch für eine Weile erhöhen willst oder nicht.
Gute Besserung wünsche ich dir weiterhin. 🍀
Liebe Grüße Pia
04/05/2024 um 5:59 Uhr #346614Guten Morgen zusammen,
danke Dopplereffekt und Pia für Euer Feedback
Meinst du auch, dass es nur auf die Menge an Informationen ankommt?
Wenn ich das Problem in einem Satz zusammenfassen sollte, dann ja. Ich stimme meinem Psychiater zu, dass die Menge an Informationen zu regulieren gilt.
Damit sind nicht nur die Informationen gemeint, die ich als Input wahrnehme, sondern auch solche, die in meinem Gehirn bei der Verarbeitung der Inputinformationen entstehen.
Ich denke, dass die Quantität und Qualität der Informationen hier nicht voneinander abgekoppelt werden können, zumindest dann nicht, wenn ich an meine eigene Situation denke.
Zum Beispiel wenn ich gemobbt werde (ich bin als Berufstätige noch nie gemobbt worden), dann geht es nicht nur um den Zustand, gemobbt zu werden, sondern auch um die Umstände (wer, wann, was, wo, wie, warum, wozu), die zu diesem Zustand gehören. Damit hätte ich ein ganzes Paket an Informationen als Input und ein weiteres Paket an Informationen, das in meinem Gehirn entsteht.
Ja, heute ist Tag 3 mit 1 mg Aripiprazol, und inzwischen geht es mir fast wieder normal, nur dass ich eine wohltuende leichte Dämpfung im Gehirn spüre.
Nach diesen Erfahrungen werde ich beim nächsten Reduktionsversuch wahrscheinlich kleinschrittiger vorgehen. Außerdem sollte ich nicht reduzieren, wenn es sehr turbulent zugeht, wie es bei mir in den letzten Wochen der Fall gewesen ist. Das nächste Jahr kann ich wohl auch vergessen, weil ich mir ja vorgenommen habe, nach Berlin umzuziehen
Gestern hatte ich noch meinen Qigong/Tai Chi-Kurs, der mir gut getan hat. Meine linke Wade erholt sich noch von einer Muskelzerrung von vor 9 Tagen, aber sie wurde nicht mal belastet.
Jetzt will ich ein japanisches Lied üben, das ich noch nicht kenne und gleich mit meiner Mutter singen werde. Mittags sollte ich in der Apotheke vorbeischauen, um eine neue Flasche Aripiprazol-Lösung zu holen. Die aktuelle Flasche hatte ich vor 5 Monaten angebrochen
Hier ist noch ein Video von gestern Morgen. Kinder sind auf der Neckarwiese in Runden gelaufen, und Chanchan wollte sie unbedingt beobachten.
Ich wünsche allen ein gutes Wochenende
Liebe Grüße,
Mowa04/05/2024 um 8:38 Uhr #346635
Anonym
Dir auch ein schönes und erholsames Wochenende liebe mowa.
LG, Doris blaustern
05/05/2024 um 11:17 Uhr #346762Guten Morgen liebe @Mowa,
wie geht es dir inzwischen? Ich hoffe, noch besser als gestern.
Bis gestern ging es dir ja zum Glück schon wieder fast „normal“.
Die Videos von Chanchan sind auch wieder schön.
Möchte Chanchan am liebsten immer knuddeln und mit ihr über die Neckarwiese tollen, wenn ich sie sehe.
Ich würde es mit der Reduktion nicht so negativ sehen, dass du erst nach dem Umzug nach Berlin einen neuen Versuch starten könntest. Vielleicht versuchst du es ja wirklich demnächst, wenn es wieder besser im Institut für dich läuft, mit kleineren Reduktionsschritten. Meiner Erfahrung nach ist es viel sanfter, in kleinen Schritten zu reduzieren. Ich persönlich merke nichts davon.
Hast du vielleicht mal den Leitfaden zur Schadensminimierung bei Reduktion von Psychopharmaka von Will Hall gelesen? Ich finde den hilfreich. Findest du zum kostenlosen Download, auch auf Deutsch, im Thread „Methoden zum risikominimierten Reduzieren und Absetzen von Psychopharmaka“, auf der ersten Seite, wenn du ihn möchtest. Ein Video von Will Hall zu dem Thema findest du auch in dem Thread, auf der letzten oder vorletzten Seite.
Hast du eigentlich noch was von Will Hall und den Ergebnissen der Studie zu Reduktion und Absetzen von Psychopharmaka gehört? Die Ergebnisse hatte ich noch nicht gelesen oder irgendwo gefunden.
Wie lange ist denn deine Aripiprazol-Lösung geöffnet haltbar? Ich habe Solian-Lösung und die ist geöffnet leider nur 2 Monate haltbar, so dass ich leider immer über die Hälfte des Inhalts der 60-ml-Fläschchen entsorgen muss.
Ich wünsche dir einen schönen Sonntag und weiterhin gute Besserung 🍀.
Liebe Grüße Pia
06/05/2024 um 5:01 Uhr #346891Danke liebe Blaustern und liebe Pia
Bis gestern ging es dir ja zum Glück schon wieder fast “normal”.
In den letzten Tagen habe ich viel geträumt und viele Albträume gehabt. Das passiert mir normalerweise nicht: Ich erinnere mich selten an Träume, und noch seltener an Albträume. Ansonsten habe ich ein paar Male gemerkt, dass meine Gedanken vorübergehend wild ausufern, bis ich es mir bewusst mache und sie wieder einfange.
Das sind so die wenigen Dinge, die mir als „nicht normal“ auffallen. Daher geht es mir wieder fast normal.
Vielleicht versuchst du es ja wirklich demnächst, wenn es wieder besser im Institut für dich läuft, mit kleineren Reduktionsschritten.
Ja, mal gucken. Zeitdruck dafür habe ich nicht, und die Nebenwirkungen halten sich bei 1 mg/d so in Grenzen, dass sie mich nicht belasten. Nur erhoffe ich mir durch die Reduktion natürlich mehr Freiheit.
Zuerst muss ich sowieso die aktuelle Krise ausbügeln. Bis Ende dieser Woche werde ich herausfinden, ob ich bei 1 mg/d bleiben kann oder für einige Wochen auf 1,25 mg/d erhöhen muss.
Ich finde es gut, dass eine Anleitung zum Reduzieren und zum Absetzen von Psychopharmaka öffentlich zugänglich ist. Vor allem, wenn jemand mit dem Thema nicht vertraut und neu ist. Ich selbst benötige sie nicht, weil ich es verstehe, mit meiner Stress- und Psychoseanfälligkeit umzugehen. In den letzten 8 Jahren meines Selbstexperiments habe ich mir selbst so viel beigebracht, dass generelle Anleitungen und Empfehlungen anderer Leute zum Thema für mich zu ungenau sind.
Wie lange ist denn deine Aripiprazol-Lösung geöffnet haltbar?
Ich sage mal so: Offenbar genug, dass ich 5 Monate nach dem Öffenen der Flasche mit der gleichen Menge Aripiprazol eine ausreichende Wirkung feststelle. Wenn ich mich richtig erinnere, dann hat mir mein Psychiater mal empfohlen, nach 3 Monaten die alte Lösung im Restmüll zu entsorgen.
Am Samstag bin ich wieder nicht dazu gekommen, die neue Aripiprazol-Lösung in der Apotheke abzuholen. Ich werde später nach dem Morgenspaziergang mit Chanchan zur Apotheke gehen, noch bevor ich ins Büro gehe.
Heute werde ich mal sehen, wie gut ich arbeiten kann. Es hat mir mehr Mut und Zuversicht gegeben, dass mein Psychiater die Situation so einschätzt, dass ich einfach weiterarbeiten kann. Meinen regulären Psychiatertermin habe ich in einem Monat. Er hat mir gesagt, dass ich ihn vorher aufsuchen kann, wenn es nicht anders geht. Das zu wissen, gibt mir auch mehr Sicherheit.
Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Woche
Hier noch neue Chanchan-Videos vom Wochenende:
06/05/2024 um 12:11 Uhr #346912Wenn ich das Problem in einem Satz zusammenfassen sollte, dann ja. Ich stimme meinem Psychiater zu, dass die Menge an Informationen zu regulieren gilt.
Damit sind nicht nur die Informationen gemeint, die ich als Input wahrnehme, sondern auch solche, die in meinem Gehirn bei der Verarbeitung der Inputinformationen entstehen.
Ich denke, dass die Quantität und Qualität der Informationen hier nicht voneinander abgekoppelt werden können, zumindest dann nicht, wenn ich an meine eigene Situation denke.
Zum Beispiel wenn ich gemobbt werde (ich bin als Berufstätige noch nie gemobbt worden), dann geht es nicht nur um den Zustand, gemobbt zu werden, sondern auch um die Umstände (wer, wann, was, wo, wie, warum, wozu), die zu diesem Zustand gehören. Damit hätte ich ein ganzes Paket an Informationen als Input und ein weiteres Paket an Informationen, das in meinem Gehirn entsteht.
Wenn du noch die Informationen bzw. Gedanken dazuzählst, die im Kopf als Reaktion entstehen, verstehe ich, dass du der Aussage, dass es auf die Menge der Informationen ankommt, zustimmst. Ich merke selbst, dass es mich stresst, wenn ich zu lange über etwas nachdenke. Dabei entstehen einerseits „Informationen“ (oder Datenmüll/Gedankenmüll?) und andererseits bleiben diese zu lange im Kopf aktiv.
Was mir öfter geholfen hat ist es, zur Entspannung den Bodyscan zu machen oder spazieren zu gehen. Spazieren gehen oder Wandern hilft mir beim Sortieren der Gedanken. Die Gedanken bleiben dann aber meist in einer ähnlichen bzw. korrigierten Richtung.
In den letzten Wochen habe ich es doch auch wieder mit Ablenkung (Zocken, Bogensport, Veranstaltungen) versucht. Dabei besteht dann eine gewisse Gefahr, dass eben noch mehr Gedankenmüll entsteht, der ungünstig mit dem bestehenden verknüpft werden (beim Medienkonsum, wenn Konflikte auftreten oder allgemein wenn es stressig wird). Andererseits können aber auch die beunruhigenden Gedanken in den Hintergrund gedrängt werden, bzw. relativiert werden. Oft ist bei mir weniger die Frage, ob die Gedanken „falsch“ sind, sondern, ob sie für mich die angemessene Wichtigkeit haben und angemessen viel/wenig Raum einnehmen.
Mit übermäßigem Medienkonsum hatte ich schlechte Erfahrungen gemacht und zusammen mit der Einsamkeit und Stress war das wahrscheinlich mit Auslöser für meine psychischen Probleme. Mittlerweile denke ich, dass es auf das richtige Maß ankommt und zuviel von einer Sache problematisch ist. Ich versuche daher mich vom eigenen Gefühl leiten zu lassen, das zu tun, was für mich gerade gut ist.
07/05/2024 um 6:30 Uhr #347074Danke @Dopplereffekt für Deine Zeilen.
Was mir öfter geholfen hat ist es, zur Entspannung den Bodyscan zu machen oder spazieren zu gehen. Spazieren gehen oder Wandern hilft mir beim Sortieren der Gedanken. Die Gedanken bleiben dann aber meist in einer ähnlichen bzw. korrigierten Richtung.
Ja, dem kann ich zustimmen. Wenn ich bewusst Dinge pflege und ordne, eher langsam und ohne Hast, dann tue ich mir gut.
Heute Morgen z.B. hatte ich Lust auf ein japanisches Frühstück, und ich habe in aller Ruhe die Küche aufgeräumt, dann in Ruhe Misosuppe und Reis gekocht, ein Stück Räucherfisch aus dem Kühlschrank geholt und betont langsamer als sonst eine mäßige Portion davon gegessen. Dann habe ich noch Chanchan gebürstet und sie gefüttert. Jetzt fühle ich mich richtig wohl!
Ich werde die Küche noch aufräumen, dann duschen gehen und mit Chanchan spazieren, bevor ich ins Büro gehe. Ich habe auch endlich die neue Aripiprazol-Lösung eingenommen und die alte in den Restmüll getan.
Mittlerweile denke ich, dass es auf das richtige Maß ankommt und zuviel von einer Sache problematisch ist.
Ja, die Erkenntnis habe ich auch schon lange. Dennoch fällt es mir in der Praxis schwer, mich zu bremsen, wenn mich etwas interessiert.
Mein Psychiater hat mir mal gesagt, dass ich meine Eigenart, temperamentvoll und leidenschadtlich zu sein, nicht ändern kann, weil ich so bin. Ich habe allerdings auch schon festgestellt, dass es einen großen Unterschied macht, mich über diese Eigenart von mir bewusst zu sein. Dadurch kann ich immer öfter mein Verhalten frühzeitig anpassen.
Gestern konnte ich gut arbeiten. Die erste Stunde war ich eher noch mit mir selbst beschäftigt, aber danach konnte ich mich gut konzentrieren. Ich habe etwa eine Stunde früher Schluss gemacht, weil ich noch etwas Überstunden abbauen kann. Ja, dem Gremium habe ich mitgeteilt, dass ich ab jetzt, da wir zurückgetreten sind, keine Übersetunden mehr für den Betriebsrat arbeiten werde.
Übrigens, Chanchan verliert jetzt jeden Tag eine Menge Fell. Als ich vor zwei Tagen das ausgebürstete Fell, das ich in einer Tüte sammle, gewogen habe, waren es 37 g. Einige Fellbüschel bleiben immer auf dem Balkon liegen, und neulich habe ich Kohlmeisen gesehen, die die Büschel weggetragen haben, vermutlich als Nistmaterial. Die Kohlmeisen sahen sehr niedlich aus, mit den Fellbüscheln in ihren Schnäbeln.
07/05/2024 um 6:36 Uhr #347076Guten Morgen liebe Mowa
vermutlich verliert Chanchan sein Winterfell. Bei dem Hund meiner Schwägerin war das im Frühjahr auch immer so.
Ich wünsche dir alles Gute und einen schönen Tag!
07/05/2024 um 7:18 Uhr #347078Chanchans Fell wärmt dann sicher schön die Küken, die schlüpfen werden.
07/05/2024 um 17:18 Uhr #34716608/05/2024 um 6:37 Uhr #347220Guten Morgen zusammen,
vielen Dank liebe @Isa, lieber @Mond und lieber @DiBaDu!
Im Moment gehe ich davon aus, dass 1 mg/d Aripiprazol ausreichen wird, um mich in den kommenden Wochen wieder zu stabilisieren.
Meine Befürchtung, nach meiner Abwehr gemobbt zu werden, scheint nicht einzutreten. Der Umgang miteinander ist bis jetzt freundlich und friedlich.
Es ist schon bitter, immer wieder aufgrund meiner mentalen Behinderung kürzer treten zu müssen. In solchen Augenblicken frage ich mich, ob ich mit mir selbst versöhnen kann. Aber auch das gehört zu meinem Leben.
Ich überlege noch, ob ich mir diesen Freitag frei nehme, damit ich meine Initiativbewerbungen besser vorbereiten kann.
Liebe Grüße,
Mowa12/05/2024 um 5:59 Uhr #347654Guten Morgen zusammen,
am Donnerstag habe ich halb zufällig eine Stellenausschreibung einer Stiftung in Berlin gesehen, die sich für die Vertiefung der Beziehung zwischen Japan und Deutschland einsetzt, und sofort angefangen, meinen Lebenslauf anzupassen und das Anschreiben zu verfassen. Ich hätte die Bewerbung gleich und impulsiv einreichen wollen und konnte mich doch besinnen, bis 9 Uhr am Montag damit zu warten.
Den Urlaubsantrag für Freitag hatte ich bereits eingereicht, und nachdem ich aufgewacht war, habe ich für den gleichen Tag ein Fotoshooting für professionelle Bewerbungsfotos gebucht. Dabei habe ich darauf geachtet, dass das Styling der Haare dazugebucht werden kann und es ausreichende Zeit für das Shooting gibt, weil ich bisher immer wieder von professionellen Fotos enttäuscht wurde.
Dann habe ich den Blazer, den ich 2016 bei der Hochzeit getragen habe, aus dem Kleiderschrankt hervorgeholt, und weil ich keine passende Bluse hatte, bin ich schnell zum nächsten Kleidergeschäft geradelt. Dazu habe ich Jeans und normale Schuhe getragen, weil ja nur der Oberkörper abgebildet wird. Mich formal zu kleiden, bin ich es überhaupt nicht gewohnt. Bei der Arbeit trage ich meistens Jeans und T-Shirts.
Der Tag war dann hektisch, chaotisch und stressig. Gegen 14 Uhr bin ich vom Shooting zurückgekommen und bin gleich vor Erschöpfung eingeschlafen. Der Fotograf musste die Sitzung teilweise improvisieren, und dafür habe ich einen Preisnachlass bekommen, so dass ich am Ende mehr als 100 Euro weniger bezahlen muss. Das Wetter hat prima mitgespielt, und das Shooting war sehr professionell und angenehm. Aus 28 Fotos konnte ich 3 aussuchen, diese wird der Fotograf noch nachbearbeiten und mir heute noch zukommen lassen.
Das war eine aufwendige spontane Aktion mit den Bewerbungsfotos! Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, wobei ich die hoch auflösenden, nachbearbeiteten Fotos erst noch bekommen werde.
Ich habe mit meinem Mann und auch mit meiner Mutter über diese Stellenausschreibung diskutiert. Ich glaube, dass meine Bewerbung sehr gut ist und ich auch ein aussagekräftiges Anschreiben verfasst habe. Da ich offen meine mentale Behinderung angebe, weiß ich nicht, wie die Stiftung damit umgeht. Psychische Erkrankungen sind in Japan stärker stigmatisiert als noch in Deutschland, und Schizophrenie ist besonders stark tabuisiert, wenn ich es richtig mitbekommen habe.
Ob mir der Arbeitsplatz überhaupt liegen würde, ist nicht klar. Ob die Stiftung unkonventionelle und kreative Bewerber annimmt und ob ich den Leistungsanforderungen gerecht würde, auch nicht. Meine Mutter hat vermutet, dass die Stiftung nicht so flexibel sein würde, dass sie meine besonderen Qualitäten erkennen. Mein Mann hat gesagt, dass die Stiftung zu etepetete wirkt und nicht zu mir passt.
Ja, mal schauen. Meine Initiativbewerbungen als Führungskraft im Bereich Inklusion und Diversität habe ich noch nicht vorbereitet und werde es nachholen, sobald ich die Bewerbung bei dieser einen Stiftung morgen gegen 9 Uhr eingereicht habe.
Psychisch geht es mir recht gut. Die (Neben-) Wirkungen merke ich deutlich, nachdem ich die Reduktion von 1 auf 0,5 mg/d Aripiprazol vor 11 Tagen rückgängig gemacht habe. Um ehrlich zu sein, nerven sie mich doch. Das Neuroleptikum raubt mir die geistig-mentale Freiheit. Aber ich bleibe vernünftig und werde meine „Grunddosis“ von 1 mg/d Aripiprazol bis zum nächsten Psychiatertermin in der 1. Juniwoche beibehalten und den weiteren Vorgang dann mit meinem Psychiater besprechen.
Jetzt ist es Zeit für einen entspannten, sommerlichen Sonntag. Gleich füttere ich Chanchan und später gehen wir auf die Neckarwiese. Frühmorgens ist die Neckarwiese und der Fußweg am Neckar entlang so herrlich menschenleer. Hoffentlich sind die Bewerbungsfotos am Nachmittag da und dann kann ich meine Bewerbungsunterlagen fertig machen.
Wünsche allen einen guten Sonntag
Liebe Grüße,
Mowa -
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