Notizen von Mowa – Teil 3

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  • #345584
    Anonym

      Naja, da muss mensch sagen, auf Zuruf zurückkommen und auf Zuruf zurückkommen, wenn das Tier jagt, sind vielleicht 2 Paar Schuhe …

      #345704

      Danke für Euer Feedback @Isa, @Hanseatic, manon, @Kater, @Dopplereffekt, wachsmalbloeckchen und @Molly :ciao:

      Warum willst du denn nach Berlin?

      Gefällt es euch nichtmehr in Heidelberg?

      Mein Mann und ich haben immer wieder über den Umzug nach Berlin gesprochen, seitdem wir im Januar 2017 nach Heidelberg umgezogen und in Heidelberg zusammengezogen sind. Im Forum habe ich das Thema auch imer wieder mal angesprochen:

      17/01/2021 um 3:57 Uhr

      In den ersten 1, 2 Jahren nach unserem Zusammenzug, als das Heimweh sehr ausgeprägt war, hatten wir uns auch überlegt, ob ein Umzug nach Berlin eine Option wäre.

      24/08/2022 um 5:24 Uhr

      Wenn ich eine interessante Stellenausschreibung für eine Vollzeitstelle in Berlin finde, würde ich darauf reagieren. Mein Mann ist nicht glücklich über die neue Wahlheimatstadt, und wir sind nur hier, weil mein Job und das Umfeld für mich unübertroffen super sind.

      11/06/2023 um 14:00 Uhr

      Donnerstag war bei uns Feiertag (Fronleichnam), und ich habe die freie Zeit genutzt, um nach mehreren Jahren wieder einen Lebenslauf zu verfassen. Mein Mann hat mein Bewerbungsfoto aufgenommen. Mir gefällt mein Lebenslauf gut! Der Anlass war, dass ich eine unbefristete Stelle als Mitarbeiterin im Sekretariat der ver.di in Berlin gefunden habe und mich auf gut Glück bewerben wollte – was ich dann auch getan habe.

      09/04/2024 um 4:49 Uhr

      Ja. Mein Mann sagt immer wieder, seitdem wir im Januar 2017 um- und zusammengezogen sind, dass er sich hier fremd fühlt und Berlin vermisst. Wenn meine berufliche Situation, die seit letztem Jahr für mich nicht tragbar ist, nicht so extrem schwierig wäre, würde ich zumindest noch ein paar Jahre hier bleiben wollen.

      Der aktuelle Anlass ist sowohl beruflich als auch privat. Meine Arbeit als freigestellte Betriebsratsvorsitzende ist seit einem Jahr nicht mehr tragbar für mich, sie macht mich nur krank. Zugleich ist mein Mann schwer krank und seine Familie ist in Berlin. Ich will, dass er an der Charité eine bessere Behandlung bekommt und familiäre Nähe hat. Meine Schwester lebt in Hamburg, und ich wäre dann auch in ihrer Nähe. Seitdem mein Vater gestorben ist, ist mir viel bewusster geworden, wie wichtig für mich die Familie ist.

      Zum Glück bekomme ich eine volle Rückendeckung von meinem Vorgesetzten. Er hat mir gesagt, dass ich eine andere Tätigkeit wahrnehmen kann, die in meinem Sinne ist, wenn es mit Berlin nicht klappt und wir doch in Heidelberg bleiben.

      Ich würde niemals bei Immobilienscout24.de oder ähnlichem eine Wohnung suchen

      Danke für den Tipp! Meine Schwiegermutter arbeitet für eine Firma, die Mietwohnungen verwaltet. Dort können wir wohl auch unsere Bewerbung um eine Mietwohnung einreichen.

      und auf Zuruf zurückkommen, wenn das Tier jagt

      Ja, das stimmt. Ich denke, dass jeder Hund im Wald abhauen kann. Shibas sind auch Jagdhunde.

      Vielleicht poste ich später wieder, jetzt ist Skypen mit Mama angesagt :-)

      Liebe Grüße,
      Mowa

      #346091

      Gestern früh am Montag hatte ich erneut ein Gespräch mit meinem Vorgesetzten, um das ich ihn dringend gebeten hatte, nachdem mich gewisse Informationen zum Fortbestand des Betriebsrates, die ich teilweise erst am Freitag gehört hatte, schockiert und sehr belastet haben.

      Ich bin so froh, dass dieses Gespräch zeitnah stattgefunden hat. Am Wochenende war ich sehr angespannt, und ich habe richtig gespürt, wie sich paranoide Gedankenzüge in meinem Kopf ausbreiten wollten. Hätte ich nicht gehandelt und mein Vorgesetzter nicht reagiert, hätte ich Vertrauen in die Menschen und Arbeitwelt verlieren können.

      Jetzt kann ich guten Gewissens Werbung für die Betriebsratsneuwahl machen und meine Tätigkeit als Betriebsrätin zum Abschluss bringen.

      Gestern habe ich mir frei genommen, Mittwoch ist ein Feiertag und am Freitag habe ich auch frei. Diese Woche werde ich heute und am Donnerstag für das Institut arbeiten. Das schaffe ich mit links B-)

      #346102

      Mit deinem Vorgesetzten hast du anscheinend großes Glück, dass er dir soviel Rückhalt gibt.

      Dir noch eine schöne Woche :ciao:

      #346113
      Anonym

        Gut das du wieder so schnell die Kurve bekommen hast liebe mowa.

        Hab eine ruhige Arbeitswoche.

        LG, Doris blaustern :mail:

        #346214
        Anonym

          Könnten deine Probleme bei der Arbeit eventuell daher rühren, dass du dich mit der Krankheit geoutet hast, liebe @Mowa? Es wäre ja möglich, dass das gar nicht offen geäußert wird, aber im Hintergrund doch etwas in die Richtung dräut. Was hast du in der Hinsicht für ein Gefühl? :scratch:

          #346231

          Danke @Dopplereffekt, Blaustern und @Molly :ciao:

          Was hast du in der Hinsicht für ein Gefühl?

          Die Situation ist komplex. Ich frage mich, welche Einflüsse die involvierten Personen im Betrieb sonst noch ausüben.

          Inwieweit es bis heute eine Rolle gespielt hat, dass alle wissen, dass ich Schizophrenie-Betroffene bin, darüber kann ich nur spekulieren. Ich hatte bis jetzt nicht den Eindruck, dass das die Konflikte ausgelöst oder zur Eskalation beigetragen hat.

          Es kann sein, dass meine Abwehr dazu führt, dass ich gemobbt werde und meine psychische Beeinträchtigung dann instrumentalisiert wird.

          Wichtig ist, dass ich für mich einen Schlussstrich gezogen habe. Ich schaue nach vorne und bringe meine Tätigkeit als Betriebsrätin zum Abschluss.

          #346247
          Pia

            Guten Morgen liebe @Mowa,

            gut, dass du so einen tollen Vorgesetzten hast.

            Tut mir leid für dich, dass es dir mit der Arbeit mit dem Betriebsrat so schlecht geht.

            Du schriebst:

            „Am Wochenende war ich sehr angespannt, und ich habe richtig gespürt, wie sich paranoide Gedankenzüge in meinem Kopf ausbreiten wollten. Hätte ich nicht gehandelt und mein Vorgesetzter nicht reagiert, hätte ich Vertrauen in die Menschen und Arbeitwelt verlieren können.“

            Ich vermute, dass du vielleicht auch wegen deiner Reduktion von 1 mg Aripiprazol um 50% auf 0,5 mg empfindlicher auf die Umstände im Institut reagieren könntest. Es war ja vor der Reduktion schon relativ schwierig dort und du eine Weile lang krankgeschrieben.

            Ich will dir da garnicht reinreden, es klingt aber schon etwas alarmierend, was du berichtest.

            Vielleicht könnte dir eine minimale Erhöhung deiner derzeitigen Dosis helfen, vielleicht um 0,1 mg oder so, bis du dich wieder mehr stabilisiert hast.

            Es sind ja meist stressige Lebensumstände, die einen destabilisieren können, aber auch durchaus NL-Reduktionen. Vermutlich gerade beides bei dir.

            Ich wünsche dir gute Besserung 🍀 und einen schönen Feiertag.

            Liebe Grüße Pia :ciao:

            #346341

            Guten Morgen zusammen,

            danke liebe Pia. Deine Einschätzung und Sorgen teile ich.

            Gestern habe ich nicht gearbeitet, und ich habe mindestens 4 Male festgestellt, dass mein Gehirn mit Informationen in alltäglichen Situationen überfordert wurde. Ich war auch müde und habe zwischendurch geschlafen, und nach jedem kurzen Schlaf ging es mir besser.

            Z.B. war ich morgens beim Bäcker, und dort waren zwei neue und junge Mitarbeiter hinter der Theke, und ich habe aufgrund ihres Aussehens vermutet, dass sie aus Südostasien stammen. Einer von ihnen hat mich bedient, und er war sehr freundlich, und ich habe mich darüber sehr gefreut und habe an einen tieferen Zusammenhang gedacht, in welchem Kontext er dort Praktikum(?) oder Ausbildung(?) wohl macht und dass es Erfahrungen geben könnte, die ich als Auslandsjapanerin mit ihnen teile.

            Vielleicht klingt das erstmal noch nicht psychotisch, aber ich weiß, dass ich in einem stabileren Zustand solche Gedanken und Gefühle nicht so intensiv gehabt hätte. In einem stabileren Zustand wäre es nur ein Gedankenzug gewesen, der augenblicklich auftaucht und wieder verschwindet.

            Später am Frühstückstisch hat mein Mann etwas erzählt, und vorübergehend hatte ich Schwierigkeiten, diese Information zu verstehen und einzuordnen. Ich weiß nicht mehr worüber er konkret gesprochen hat, aber das war auf jeden Fall nichts Belastendes, wie z.B., dass ihm die neue Butter nicht gefällt o.ä.

            Die Wahrnehmungsstörungen und kognitiven Störungen schwanken. Zeitweise bin ich stabil und zeitweise sind die Störungen da. Wie gesagt, nach jedem kurzen Schlaf ging es mir besser, und ich bin im stabilen Zustand aufgewacht.

            Mein Mann hat mir gesagt, dass wenn ich wieder psychotische Symptome bekommen habe, dass das nicht daran liegt, was am Arbeitsplatz passiert, sondern daran, weil ich mich nicht davon abgrenzen kann. Und das stimmt.

            Während ich hier tippe, merke ich, dass mein Gehirn wieder langsam überfordert wird. Unter diesen Umständen kann ich keine Betriebsratssitzung leiten, leider. Ich werde mich krankmelden und habe vorhin wieder 1,0 mg eingenommen. Der Zeitpunkt für die Reduktion scheint ungünstig zu sein… Ich werde versuchen, einen Notfalltermin bei meinem Psychiater zu bekommen.

            Liebe Grüße,
            Mowa

            #346349
            Anonym

              Gute Besserung liebe mowa.

              Gut das du merkst wann du Unterstützung brauchst.

              :ciao:

              #346357
              Anonym

                Liebe Mowa,

                Du bist sehr aufmerksam, merkst feine Nuancen und ordnest sie ein. Das ist wahrscheinlich gut. Ganz gute Besserung Dir! Wenn Dir schlafen hilft, gib Dir Ruhe und Schlaf auch, würde ich sagen. Ja, das ist dann nicht die Zeit zum Reduzieren, das denke ich auch. Sie wird schon noch früh genug kommen, die Zeit dazu.

                Liebe Grüsze m

                #346364

                Die Situation ist komplex. Ich frage mich, welche Einflüsse die involvierten Personen im Betrieb sonst noch ausüben.

                Wenn es kompliziert wird, ist es wahrscheinlich bessern, nicht zu lange darüber nachzudenken. Man kann ja nicht genau wissen, wer was will und was er/sie deswegen tut. Für mich ist es da problematisch, wenn ich versuche, mich schon im Vorhinein gegen alle Eventualitäten abzusichern, was natürlich unmöglich ist. Das in Ruhe lassen solcher Gedanken fällt mir auch teils schwer, wobei ich hoffe, dass ich das lernen kann. Ich möchte mehr mit Menschen zusammenarbeiten und ich denke, da hilft nur eine gewisse Zuversicht und Fehlertoleranz, wenn doch mal etwas schiefgeht.

                Mein Mann hat mir gesagt, dass wenn ich wieder psychotische Symptome bekommen habe, dass das nicht daran liegt, was am Arbeitsplatz passiert, sondern daran, weil ich mich nicht davon abgrenzen kann. Und das stimmt.

                Abgrenzen ist manchmal nötig, aber, ich denke, der Arbeitsplatz sollte auch zu einem passen und es sollte nicht zu viel sein. Vor einer psychischen Erkrankung sind auch „Gesunde“ nicht gefeit, wenn es zu stressig wird.

                Für die Reduktion braucht man sicher etwas Ruhe. In einer Stresssituation kann man sonst nicht wirklich sagen, was einem Probleme bereitet: Die Situation an sich oder ein Rebound-Effekt durch die Reduktion.

                PS: Gute Besserung auch von mir! Ich denke, das wird auch wieder :-)

                 

                #346368
                Pia

                  Hallo liebe @Mowa,

                  gut, dass du dich selbst so gut beobachtest und psychotische Symptome selbst bei dir bemerkt hast.

                  Ja, der Zeitpunkt war vielleicht ungünstig zur Reduktion, bei dem negativen Stress auf der Arbeit.

                  Ich bin froh, dass du reagiert hast und nun wieder erhöht hast und auch, dass du gleich einen Notfalltermin bei deinem Psychiater machen willst und dir Ruhe gönnst.

                  So kannst du eine Psychose wahrscheinlich und hoffentlich noch abwenden. Ich drücke dir die Daumen dafür. 👍👍

                  Die Reduktion läuft dir ja nicht weg, liebe Mowa. Ich kann dir nur empfehlen, die nächste Reduktion in kleineren Reduktionsschritten anzugehen, um möglichst risikominimiert zu reduzieren, gerade weil du schon bei einer so niedrigen Dosis von 1 ml so lange stabil warst, aber es ist natürlich deine Entscheidung.

                  Ich reduziere seit fast genau einem Jahr in kleinen Schritten, erst ein paarmal minus 10%, seitdem in etwa 5%-Schritten alle 6 Wochen von der letzten Dosis. Das klappt bei mir persönlich bisher problemlos. Natürlich kann ich nur von mir persönlich berichten, wir sind alle individuell und reagieren auf Reduktionen auch oft ganz verschieden.

                  Gute Besserung wünsche ich dir. 🍀

                  Liebe Grüße Pia :rose:

                  #346393

                  Gute Besserung ❤️‍🩹 liebe @Mowa

                  #346433

                  Gute Besserung, liebe @Mowa.

                  Ich würde vorsichtshalber wieder auf die alte Dosis vor der Reduktion gehen …..

                  Du bist doch gut damit klargekommen ohne große Einbußen.

                  Aber natürlich ist das wichtigste, dass Du zeitnah Deinen Psychiater siehst, zu dem Du ja ein gutes Vertrauensverhältnis hast. Das kann Dir jetzt wieder Sicherheit geben ….

                  Dir alles Gute,

                  lg, DiBa

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