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Eine genauere Beschreibung, wie es bei mir lief findet sich hier.
schön für dich das es bei dir ohne Medikamente geht. Die meisten brauchen aber welche. Ich hab 3x reduziert und immer voll reingefallen.
Ja, es ist schön für mich und ich sage das hier auch so offen, um aufzuzeigen, dass es für manche eben auch anders geht! Ich habe auch immer wieder gesagt, dass der Weg dahin anstrengend und lang war. Dazu hatte ich auch noch eine Ärztin, die mir dabei geholfen hat.
Tolle Arbeit @mowa !! :good:
Ich hoffe, du kannst dich am Wochenende gut von dem damit sicherlich verbundenem Stress bzw. der Anstrengung erholen.
Interessant, dass hier oft Medikamente an erster Stelle stehen. Ich vermute, damit sind Neuroleptika gemeint, die für mich nur im Notfall in Frage kommen.
Das was danach in den Beiträgen kommt scheint mir hier recht individuell, aber grundsätzlich sinnvoll und ausgeklügelt
.Dieses Jahr ist das dritte Jahr, in dem das MHC die MHAW für die MPG hostet, und mit jedem Jahr hat die Hilfsbereitschaft der offiziellen Seite der MPG einen „Quantensprung“ erfahren. Wir mussten die Anerkennung und die Aufmerksamkeit wirklich hart erkämpfen.
@mowa Quantensprünge sind makroskopisch betrachtet eben auch sehr klein
Da sie „den Spaß“ aber nunmal unterstützen und anscheinend auch bezahlen, sollte es in ihrem Interesse sein, dafür auch genug Werbung zu machen. Das kann ja auch in Form von Rundmails an Forschende in der MPG geschehen. Vielleicht erscheint das Thema nicht wichtig genug. Dann würde ich vermuten, dass es wichtiger erscheint, wenn es teurer wird…
Ich zum Beispiel konnte die Diagnose damals überhaupt nicht akzeptieren, weil ich nicht aufgeklärt darüber war, nicht aufgeklärt wurde und was ich im Internet las, hat mich geschockt. Ausgerechnet ich quasi potentiell gefährlich, ich will die ganzen Stigmatisierungen, die ich las, nun nicht aufzählen. Darum konnte ich jedenfalls erstmal kein bisschen mit der Diagnose anfangen und die allermeisten möglichen Symptome hatte ich ja auch nie.
Das sehe ich als grundsätzliches Problem. Aus meiner Sicht sehen sich die Ärzte gezwungen eine Diagnose zu stellen. Die Diagnosemöglichkeiten sind aber ein zu grobes Raster. Somit wird man im schlechtesten Fall in einige mehr oder weniger falsche Schubladen gesteckt. Anhand dieser ungenauen Diagnosen bestimmen dann die diagnostizierenden und leider auch die späteren Ärzt:innen dann auch noch die Medikation, die selbst bei richtiger Diagnose problematisch ist. Das soll nicht heißen, dass die Medikation mit Neuroleptika (in Ermangelung besserer Möglichkeiten und in der richtigen Dosierung) nicht nötig sein kann. Außerdem ist das natürlich nur meine Meinung. Ich bin eigentlich ein Fan der evidenzbasierten Medizin und trotzdem bin ich skeptisch geworden. Am Ende sind die Behandelnden auch nur Menschen, die auch Fehler machen und sich, so habe ich das Gefühl, oft zu gerne an ein System klammern, dass ihnen eine vermeintliche Sicherheit verspricht.
Die Vorträge waren gestern alle hervorragend. Es gibt wesentlich mehr Menschen, die die Veranstaltung unterstützen, als es Teilnehmer in einzelnen Sitzungen gibt. Das ist wirklich schade!!
@mowa Ich bin erkältet und habe mich daher zeitweise nicht fit genug gefühlt um an der MHAW 2022 teilzunehmen. Vielleicht schaffe ich das morgen oder übermorgen noch. Möglicherweise sind andere Interessierte auch einfach krank, da es gerade wohl eine ziemliche Welle gibt.Und die MPG wird die Veranstaltung nicht auf ihrer Homepage (www.mpg.de) ankündigen, hat sie jetzt wohl entschieden. Schade.
Dass die MPG die MHAW nicht auf ihrer Homepage zeigen will, finde ich wirklich schlimm. Die MPG hat den Ruf leistungsorientiert zu sein. Ich habe auch von einem Bekannten, der Psychologe ist, gehört, dass die Promovierenden dort zu viel arbeiten müssen (die von ihm gewählten Worte will ich hier lieber nicht wiedergeben). Mit der MHAW könnte man das Image verbessern, indem man zeigt, dass man auch Probleme die durch hohen Leistungsdruck entstehen beachtet, bzw. im Vorfeld bereits verhindern will. Jetzt frage ich mich schon, warum die MPG das nicht deutlich sichtbar auf ihrer Homepage anzeigt. Haben sie vielleicht Angst, „zu weich“ zu wirken oder zuzugeben, dass es psychische Probleme geben kann?
Ich möchte noch sagen, dass ich finde, dass man auch nach gelungenem langsamen Reduzieren und Absetzen gut auf sich acht geben sollte. Das bedeutet für mich vor allem auch Pausen und Ruhetage einzulegen und zwar spätestens dann, wenn man merkt, dass es einem gedanklich oder anderweitig nicht gut geht.
So, ich muss bis Montag noch einiges an Vorbereitungen für die MHAW 2022 treffen. Hoffentlich funktioniert die Technik störungsfrei…!
Es ging ja auch das letzte Mal gut, wobei es ohne Störungen für dich sicherlich entspannter wird. Es wird bestimmt wieder super. Viel Erfolg :good:
Kein Problem @metal . So konnte ich den Unterschied zwischen abruptem Absetzen und langsamem, schrittweisem Reduzieren sogar noch besser deutlich machen.
Ich bin immer auf die Schnauze geflogen mit der Absetzerei!
Ich würde meinen langsamen, schrittweisen Reduktionsweg auch nicht als „Absetzerei“ bezeichnen und sehe einen ziemlichen Unterschied zu einem abrupten Absetzen.
habe in meinen ersten 19 Jahren immer einmal wieder ganz kurzzeitig (ein paar Tage) mit meinem Therapeuten abgebrochen, ging mir immer gleich besser aber dann merkte ich schon das die Psychose noch da war !
Bitteschön @ludwig ! Auch hier ist meine Vermutung als Laie (ich bin kein Arzt oder Psychologe), dass es vielleicht auch am plötzlichen Abbruch der Medikation lag und dass dein das Gehirn damit nicht klargekommen ist. Es gibt Ärzte/ Ärztinnen, die darauf eingehen, eine langsame Reduktion zu versuchen. Leider muss man so einen Arzt/ so eine Ärztin ggf. erstmal finden
.Edit: Ich vermute auch, dass es nach 19 Jahren schwieriger ist, noch etwas zu verändern, als nach nur wenigen Jahren.
06/10/2022 um 13:02 Uhr als Antwort auf: Niedrigst mögliche NL-Dosis, individuell ermittelt? #242378Ich nehme jetzt seit einigen Wochen keine Neuroleptika mehr. Meine Psychiaterin ist damit einverstanden. Es war ein langer Weg bis hierhin. Im Wesentlichen habe ich schrittweise über zwei Jahre langsam reduziert. Jetzt ist es so als wäre eine Blockade im Kopf weggenommen. Ich habe zwar leider noch öfters Schlafstörungen, kann aber, wenn ich mal gut geschlafen habe, wieder in guter Geschwindigkeit Romane lesen. Ich möchte nochmal betonen, dass das meine persönliche Erfahrung ist. Bei anderen hier im Forum wirken die Neuroleptika offensichtlich anders, so dass sie mit Neuroleptika gut leben können. Ich denke außerdem, dass die Begleitung durch einen guten Psychiater/ eine gute Psychiaterin sehr wichtig ist.
Dann zitiere ich mich auch mal selbst
Im Moment geht es mir ohne Neuroleptika gut. Als Notfallmedikament könnte ich auf Quetiapin zurückgreifen, wovon ich noch etwas habe. Von Schlafstörungen würde ich eher nicht mehr sprechen, obwohl mein Schlaf öfter unterbrochen ist. Dann kann ich aber gut wieder einschlafen. Ich kann mittlerweile insgesamt mehr machen, als mit den Neuroleptika. Bezüglich meiner Belastbarkeit bin ich allerdings noch vorsichtig. Ab und zu brauche ich nämlich auch mal größere Pausen, um gedanklich wieder runterzukommen. Ich kann allerdings ganz gut abschätzen, wann ich diese Pausen brauche.
@Ludwig Ich habe mehr Antrieb, seit ich die Neuroleptika ganz langsam, schrittweise über etwa zwei Jahre reduziert und dann abgesetzt habe. Das habe ich in ständiger Absprache mit meiner Psychiaterin gemacht und setzte eine gute Stabilität und viel Geduld voraus. Die Lebensumstände waren dabei auch eher günstig. Ich denke leider, dass das nicht für alle, die Neuroleptika nehmen, funktionieren kann. Ich sehe es allerdings skeptisch, Neuroleptika zur Antriebssteigerung verwenden zu wollen.
Einiges an Infos findet sich auch in @Mowa s NL-Dosis Thread, hier mein Post Ende letzten Jahres (Link).
Wenn die Häuser in Deutschland nicht genug beheizt werden, dann mache ich mir zuerst Sorgen, dass es breite Schimmelprobleme geben könnte. Wir hatten hier in unserer Wohnung Probleme und erwarten erneute Schimmelbildung jetzt im Winter…
@mowa Warum ist das in Japan dann eigentlich anscheinend kein größeres Problem?Meine Mutter wohnt in der Nähe von Tokio, in einem Haus ohne Zentral- oder Fußbodenheizung und ohne thermische Isolierung usw. Die Temperaturen können tagsüber schon unter 10°C fallen. Sie trägt dann eine Daunenjacke, und kuschelt sich an/in den beheizbaren Wohnzimmertisch: Kotatsu.
Ja, danke, sehr interessant :good:
Die Idee dahinter, sich eine warme Stelle in der Wohnung zu schaffen und sich dorthin zu gehen, anstatt das ganze Haus zu heizen kann bestimmt viel Energie sparen. Der lesenswerte wikipedia-Artikel zum Kotatsu spricht von einer „anderen Auffassung zum Heizen“. Ich sehe nur den Nachteil, dass dabei elektrischer Strom zum Heizen genutzt wird.
Glückwunsch zum Post deines Bildes bei madinamerica :good: . Ich hatte nur leider zuerst etwas zu weit runtergescrollt und es zwichen den „Gruselbildern“ nicht gesehen.
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