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Also dann bin ich das absolute Gegenteil, ich renne wg jedem Furz zum Arzt. Eine schizophrene Bekannte von mir gilt ebenfalls als die bestuntersuchteste Person in ihrer Stadt – Hypochonder. Wie immer gilt: nicht pauschalisieren.
Ich hab einmal im Zug Wolfgang Stumph gesehen, er hatte sich wohl extra in das separierte Zugpersonalabteil gesetzt mit Glasscheibe und zwei Frauen stellten sich tatsächlich davor und glotzten minutenlang rein. Er tat mir sehr leid, so angestarrt zu werden, wie ein Tier im Zoo.
Ja genau, das weiße Rauschen, sehr gute Darstellung der Krankheit.
Was hätte ich als Frau für eine Chance gegen Kriminelle? Und wann sind mir je Kriminelle begegnet, die etwas von mir wollten? Ich kanne ja deinen Umgang nicht, @interessiert, aber wenn der so gefährlich ist, dass du einen Revolver brauchst, liegts vielleicht am Umgang und nicht am Revolver.
Ich hatte in Psychosenähe wirklich schwierige Zwangsvorstellungen, gewaltbehaftet. Näher will ich das gar nicht beschreiben. Ich hatte wahnsinnige Angst, wirklich zu tun, was ich da scheinbar tun „sollte“. Insofern nehme ich mich aus der Unsicherheit, was in der Psychose alles passieren kann, nicht heraus.
Bei @interessiert habe ich das aber so verstanden, dass er sich generell schnell angegriffen fühlt und Selbstverteidigung für das Mittel der Wahl hält. Und DAS lehne ich ab.
Kann man denn überhaupt selbst beurteilen, ob man in der Psychose „freidrehen“ würde, bevor man es getan hat?
Wir leben nicht mehr in der Steinzeit, wo man Konflikte mit der Keule ausgetragen hat. Dafür gibt es zivilisierte Kommunikation. In welcher Welt lebst du, @interessiert?
Nein, es steht ausdrücklich Schizophrenie da, und wirklich häuft sich das in den Medien, @Zoidberg.
Richtig, @Jeanne, und ich habe mich jedes Mal gefragt, ob der Täter wirklich schizophren war oder ob das nur vorgeschoben war zur Beruhigung der Massen.
Ich bin ausgesprochen brav und unauffällig. Statistisch gesehen begehen Schizophrene nicht mehr Straftaten als andere. Dass es anders wäre, ist ein Vorurteil. Das, was du beschreibst, @Arvisol, liegt in deinem Charakter begründet und nicht in deiner Diagnose.
24/01/2022 um 20:38 Uhr als Antwort auf: Panikstörung, mein Angstzentrum ist oft total aktiv #197037Das kann sein, @Metalhead666, zumal ich ohnehin denke, dass das wiederum bei jedem anders ist.
24/01/2022 um 20:10 Uhr als Antwort auf: Panikstörung, mein Angstzentrum ist oft total aktiv #197032Liebe @Blumenduft, es tut mir sehr leid, dass du so eine harte Zeit hinter dir hast! Gut, dass die Thera dir so helfen konnte! Ja, Psychoanalyse ist ja bei Schiz. eh nicht angesagt, hat bei mir auch noch keiner gemacht, eben wg der Dinge, die dann hochkommen könnten. Ich drücke dir ganz doll die Daumen, dass du einen guten, heilsamen Weg machst!
24/01/2022 um 19:42 Uhr als Antwort auf: Panikstörung, mein Angstzentrum ist oft total aktiv #197019@Blumenduft: Ich mache mittlerweile die 8. Therapie in meinem Leben. Also auch schon vor der Diagnose. Die aktuelle ist eigentlich die beste, finde ich. Da kann ich auch mal lachen und vor allem ich selbst sein. Vorher hab ich mich in der T. oft versteckt, weil ich kein Vertrauen hatte. Hach, das ist alles so sensibel. Ich bin sehr dankbar für die Menschen, die da helfen können und wollen. Ich könnte das wie gesagt nicht. Versteh mich ja selbst kaum.
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