Warum werden Schizophrenie erkrankte nicht so alt?

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  • #199453
    Anonym

      Was wisst ihr darüber?

      #199455
      Anonym

        Mein Wissen ist:

        Suizid gehäufte

        Rauchen

        Übergewicht

        Diabetes

        Herzkrankheit

        Zu wenig zu Ärzten gehen

        Von manchen Ärzten zu wenig ernst genommen

        Mehr Unfälle

        Mangelnde soziale Netzwerke

        #199457

        bei Borderliner sind es zwischen 5-10 %    die sich umbringen

        #199461

        Es heißt, Schizophrene würden – möglicherweise wahnbedingt – zu wenig Rücksicht auf körperliche Symptome nehmen, die bedenklich sind. Also diese zu wenig oder zu spät ernst nehmen. Oder zu ungenau äußern.

         

        #199462

        aha.

        soso..

        :heart:

        #199475

        Guten Morgen zusammen,

        es ist gut, wenn wir auch über unsere subjektiven und persönlichen Meinungen austauschen, aber lass uns versuchen auch die Quelle unseres Wissens anzugeben, wenn in diesem Unterforum ein Austausch zum Thema „Forschung“ stattfinden soll.

        Zum Thema des Threads, warum Menschen mit Schizophreniediagnose nicht so alt werden, z.B. im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung, fällt mir der Begriff „Disability-Adjusted Life Years“ bzw. abgekürzt DALYs ein.

        Aus dem Englischen übersetzt mit DeepL:

        Behinderungsbereinigte Lebensjahre (DALYs)
        (…)

        Thema:
        Sterblichkeit und Belastung durch Krankheiten

        Grundprinzipien:
        Die Sterblichkeit vermittelt kein vollständiges Bild von der Krankheitslast, die Einzelpersonen in verschiedenen Populationen tragen. Die Gesamtbelastung durch Krankheiten wird anhand des behinderungsbereinigten Lebensjahres (DALY) bewertet, einer zeitbasierten Maßeinheit, die die durch vorzeitige Sterblichkeit verlorenen Lebensjahre (YLL) und die durch einen nicht vollständigen Gesundheitszustand verlorenen Lebensjahre (YLD) kombiniert. Ein DALY entspricht dem Verlust der Äquivalenz eines Jahres bei voller Gesundheit. Anhand der DALYs lässt sich die Belastung durch Krankheiten, die zu einem vorzeitigen Tod, aber nur zu geringen Behinderungen führen (wie Ertrinken oder Masern), mit der Belastung durch Krankheiten vergleichen, die zwar nicht zum Tod, aber zu Behinderungen führen (wie der zur Erblindung führende Graue Star).

        Definition:

        Ein DALY entspricht dem Verlust der Äquivalenz eines Jahres bei voller Gesundheit. DALYs für eine Krankheit oder einen Gesundheitszustand sind die Summe der durch vorzeitige Sterblichkeit verlorenen Lebensjahre (YLLs) und der mit einer Behinderung gelebten Jahre (YLDs) aufgrund der in einer Bevölkerung vorherrschenden Fälle der Krankheit oder des Gesundheitszustands.

        (…)

        Methode der Schätzung:
        DALYs für eine bestimmte Ursache werden berechnet als die Summe der durch vorzeitige Sterblichkeit verlorenen Lebensjahre (YLLs) aufgrund dieser Ursache und der durch Behinderung verlorenen gesunden Lebensjahre (YLDs) für Menschen, die aufgrund der spezifischen Ursache in einem weniger guten Gesundheitszustand leben. Die YLLs für eine Ursache werden berechnet als die Anzahl der ursachenspezifischen Todesfälle multipliziert mit einer Verlustfunktion, die die verlorenen Jahre für Todesfälle in Abhängigkeit vom Alter, in dem der Tod eintritt, angibt. Die Verlustfunktion basiert auf der in den World Population Prospects 2012 (UN Population Division, 2013) für das Jahr 2050 prognostizierten nationalen Grenzlebenserwartung mit einer Lebenserwartung bei der Geburt von 92 Jahren. Hier werden Prävalenz-YLDs verwendet. Die Prävalenz-YLDs werden berechnet als die Prävalenz jeder nicht tödlichen Erkrankung multipliziert mit ihrem Behinderungsgewicht.
        (…)

        Quelle: https://www.who.int/data/gho/indicator-metadata-registry/imr-details/158

        Außer dass wir uns sofort nach dem „Warum“ fragen, können wir auch versuchen zuerst die Situation zu klären, wie alt die Menschen mit Schizophreniediagnose werden und wie gesund sie zu ihren Lebzeiten sind, was in solchen Studien passiert, was wird gemessen und wie ausgewertet usw.

        LG,
        Mowa

        #199485

        Am Ende wird es auf das hinauslaufen, was @Floeckchen gepostet hat @Mowa.
        Sich da durch zig Seiten „Wall of of Text“ zu quälen, ist bei der Frage echt müßig.

        Wer sich nicht viel bewegt, Übergewicht hat, sich ungesund ernährt, evtl noch viel Alkohoil trinkt, viel raucht und kaum soziale Kontakte hat, wird höchstwahrscheinlich nicht sehr alt.
        Dies ist total Krankheitsunabhängig. Selbst „Gesunde“ würden bei diesem Lebensstil wahrscheinlich nicht sehr alt werden.

        Und da bei Schizophrenen die genannten Punkte gehäuft vorkommen, ist es auch  logisch, das Schizophrene wegen denen gehäuft sterben.

        #199491

        Medikamentös bedingt und somit krankheitsabhängig ist das aber schon, @PlanB! Wer durch die Medikamente ständig antriebsgehemmt und müde ist, wird so ein Verhalten entwickeln und folglich auch diese Beeinträchtigungen erleiden. Meistens kann man selbst und somit auch die Menschen in unserer Umgebung, ja ohne die Medikamente nicht gut zurechtkommen.


        Tägliche Medikation:
        400 mg Amisulprid
        12,5 mg HCT
        10 mg Ramipril

        • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre von Molly.
        #199505

        Sich da durch zig Seiten „Wall of of Text“ zu quälen, ist bei der Frage echt müßig.

        Eine Quelle anzugeben, das lässt sich ja in ein paar Zeilen erledigen.

        Es ist eine Besonderheit an diesem Unterforum „Forschung“, dass wir unsere persönlichen Meinungen mit den Erkenntnissen aus der Forschung abgleichen können und uns darüber austauschen können.

        Leider gibt es noch keinen Maschinenübersetzer, der Fachinformationen in die Laiensprache automatisch übersetzen könnte. Und wenn wir es als Laien selbst zu bewältigen versuchen, dann kann es schon mal sehr müßig werden oder auch ganz schieflaufen, das stimmt schon.

        Zum Threadthema habe ich in der Zwischenzeit einige Infos gesammelt.

        Es gibt den jährlichen Bericht des sogenannten „Global Burden of Disease“-Projektes:

        Das Projekt Global Burden of Disease (GBD) hat sich die Quantifizierung von Todesfällen, Krankheit, Behinderung und Risikofaktoren zur Aufgabe gemacht; aufgeteilt nach Regionen und Bevölkerungsgruppen. Anhand dieser Informationen ist es möglich, wichtige Informationen abzuwägen, die von politischen Entscheidungsträgern zur Prioritätensetzung genutzt werden können.

        Quelle: Wikipedia (hier kann ich keinen Link angeben, weil die Forensoftware Posts mit mehr als 2 Links verschlucken würde)

        Über den GBD-Bericht von 2010 gibt es eine Veröffentlichung in Lancet, die bis heute mehr als 3000 Male zitiert wurde und sehr spannend klingt. Eine Open Access-Version davon ist hier verfügbar:
        https://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.393.7985&rep=rep1&type=pdf

        Erster Absatz vom Abstract, übersetzt mit DeepL:

        Wir haben Daten aus der Global Burden of Diseases, Injuries, and Risk Factors Study 2010 (GBD 2010) verwendet, um die Krankheitslast, die auf psychische Störungen und Substanzkonsum zurückzuführen ist, in Form von behinderungsbereinigten Lebensjahren (DALYs), durch vorzeitige Sterblichkeit verlorenen Lebensjahren (YLLs) und mit Behinderung gelebten Jahren (YLDs) zu schätzen.

        Da es eine Open Access-Version gibt, ist es vielleicht OK wenn ich Abbildung 1 hier verlinke:

        In diesen Kreisdiagrammen wurden die relativen DALYs, YLLs und YLDs dargestellt.

        Die absoluten Werte stehen auch im Abstract, diese waren:

        • 183,9 Mio. Jahre für DALYs
        • 8,6 Mio. Jahre für YLLs
        • 173,5 Mio. Jahre für YLDs

        Das sind schon mal beeindruckende Zahlen :wacko:

        Vielleicht kann ich mehr zum Thema lesen und dann versuchen, die Kreisdiagramme mit etwas Details zu erläutern.

        LG,
        Mowa

        #199507

         

        Ganz ehrlich,  ich will gar nicht alt werden ,spricht ziemlich viel dagegen, nicht nur die Erkrankung auch was sonst noch so los ist auf diesem Erdball, ne brauch ich nicht will ich nicht,was ich mir wünsche bzw fürchte ist der Weg zu meinem Ableben,ich möchte nicht leiden oder vor mich hinziehen,

        #199521

        was ich mir wünsche bzw fürchte ist der Weg zu meinem Ableben,ich möchte nicht leiden oder vor mich hinziehen,

        Das beschäftigt mich auch @lucky Sterben tun wir alle, aber das Wie ist die Frage? Mein Traum wäre ein Herzinfarkt während dem Beischlaf mit einer Prostituierten.

        #199526

        @Metalhead666, dann wünsche ich dir das beste diesbezüglich

        #199527

        Danke Dir :yahoo: :yahoo: :yahoo:

        #199530

        :good:

        #199533
        Anonym

          Männerträume lol B-)

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