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Pia, er weiß es schlicht nicht. Ich weiß es, seit er diese Frage gestellt hat, auch nicht mehr. Ich hatte sie immer in Stimmen im Kopf und Stimmen außerhalb des Kopfes unterschieden. In Stimmen, die ich kenne (Introjekte) und Stimmen, die fremd sind unterschieden.
Aber ich weiß nicht mehr inzwischen, ob das die Basis ist.
Mein Psychiater wertet meine Stimmen als psychotisch und bescheinigt mir eine paranoid-halluzinatorische Schizophrenie (+ eine kPTBS), mein Traumatherapeut lässt die Schizophrenie hinten runterfallen und sagt, dass ich für ihn eine kPTBS mit schwerer dissoziativer und teils psychotischer Symptomatik habe.
Und ich selbst bin in meinem Erklärungsansatz so durcheinander seit seiner Fragestellung, dass ich einfach keine Antwort mehr darauf habe. Ich kann nur sagen, dass grundsätzlich beide einen sehr unterschiedlichen Erklärungsansatz verfolgen, sind ja auch verschiedene Professionen.
Ich komme mehr und mehr zu dem Ergebnis, dass es die klare Trennung zwischen dissoziativen und psychotischen Stimmen nicht gibt, auch wenn diese gerne in der Trauma „Community“ so vorgenommen werden, um sich von Psychotikern deutlich abzugrenzen.
Am Ende ist es aber wahrscheinlich einfach ein sehr fließender Übergang von der Dissoziation in die Psychose und beides kann gleichzeitig vorliegen und tut es bei einer Psychose wahrscheinlich auch fast immer. Während die Dissoziation (die ja eher eine Vorstufe zur Psychose ist als Bewältigungsmechanismus) auch ohne psychotische Symptome auskommt.
04/03/2024 um 11:01 Uhr als Antwort auf: Erfahrung mit Gedankenlautwerden/inneren Gedankenstimmen #334602Wenn du wissen möchtest, ob du genau so wie deine Stimme klingst, könntest du dich ja mal beim Sprechen, mit dem Handy aufnehmen und es dann mal anhören. Dann müsstest du das erkennen können.
Ja, das habe ich natürlich schon gemacht sowas. Aber irgendwie fehlt mir trotzdem das Bewusstsein für meine Stimme. Ich kann das nur schwer erklären. Ich kann meine Stimme nicht wirklich mir zuordnen, auch wenn ich sie einfach irgendwo, sei es auf dem Handy, höre.
Und dadurch fällt es mir schwer laute Gedanken stimmlich zuzordnen. Aber von der Tendenz her, hätte ich halt gesagt, dass laute Gedanken meine Stimme in laut ist, die ich da höre.
Das ist für mich persönlich auch ein Unterschied zu den anderen Stimmen, die für mich eindeutig fremde Stimmen sind und ich nicht als meine Gedanken wahrnehme oder vielleicht auch dadurch nicht als meine Gedanken wahrnehme.
Das geht mir ähnlich. Sie halten mich nur komplett vom Schlafen (trotz Medikamente) ab, wenn sie sehr schnell und viel reden und ich ihnen quasi gar nicht mehr folgen kann. Wie wenn ich Mitten in einem Kindergarten oder so stehe und einfach nur höre, dass geredet wird, aber nicht was.
Wäre ja interessant zu wissen, ob in den Träumen die gleichen Bereiche im Hirn aktiv wie beim Stimmenhören im Wachzustand.
02/03/2024 um 19:50 Uhr als Antwort auf: Erfahrung mit Gedankenlautwerden/inneren Gedankenstimmen #334450Das kann ich nicht sagen, weil ich dafür ein Bewusstsein bräuchte, wie meine eigene Stimme klingt, aber das habe ich nicht. Ich höre gerade keine lauten Gedanken, deswegen kann ich gerade auch nicht darauf achten. Ich versuche mal die Stimme zu verorten, wenn ich das nächste Mal laute Gedanken höre. Fazit: ich kann mich gar nicht festlegen, ob es sich dabei um meine oder irgendeine Stimme handelt. Ich kann nur sagen, dass es sich jetzt nicht um die Stimme von irgendeiner nahestehenden Person handelt beim Gedankenlautwerten.
Bei Stimmen, die ich höre, höre ich schon Stimmen von Leuten um mich rum!
02/03/2024 um 19:35 Uhr als Antwort auf: Erfahrung mit Gedankenlautwerden/inneren Gedankenstimmen #334444Ich könnte das zeitlich gar nicht so genau definieren mit dem Gedankenlautwerden. Ich kann das nicht als „Wiederholung“ meiner Gedanken feststellen, sondern höre einfach meine Gedanken laut, während ich sie denke. Und denke, jeder andere kann sie auch hören. Manchmal sind sie so laut, dass sie mir fast ins Ohr schreien, wie es auch Stimmen können. Muss ich mal drauf achten, ob das zeitlich verzögert, also eine Wiederholung ist.
Ich würde nicht sagen, dass es sich zwangsläufig um Täterintrojekte handelt. Aber ein Teil der Stimmen wird wahrscheinlich von diversen Introjekten produziert.
Ich habe lange Zeit die psychotischen und dissoziativen Stimmen darin unterschieden, ob ich sie im Kopf höre oder außerhalb des Kopfes. Aber seit mein Therapeut die provokative Frage aufwarf, was eigentlich der Unterschied ist…bin ich mir nicht mehr sicher, ob man sie so unterscheiden kann. Denn was macht denn letztendlich eine psychotische Stimme zu einer psychotischen Stimme und was macht sie anders im Vergleich zu einer dissoziativen Stimme? Was ist eine dissoziative Stimme.
Ich glaub, dass es mehrere Faktoren sind, die auch da wieder zusammenkommen. Aber wenn ich so meine Stimmen anschaue, dann sind das schon tatsächlich alles irgendwie Introjekte. Entweder so sehr in der Form, dass sie auch wirklich von der Stimme her wie die Personen klingen oder zumindest mein Hirn Stimmen von richtigen Personen produziert – sei es dass sie so geklungen haben/klingen oder nicht.
in der Trauma-Community ist die Unterscheidung psychotische und dissoziative Stimmen immer ganz wichtig, weil man wohl der bessere Mensch ist, wenn man eine Traumafolgestörung hat und demnach dissoziative Stimmen hört.
Aber ich werfe gerne nochmal die Frage auf: was ist der Unterschied? Wenn er nicht mal mehr in der Form der Wahrnehmung (im und außerhalb des Kopf) und an den Personen festgemacht werden kann.
02/03/2024 um 10:20 Uhr als Antwort auf: Erfahrung mit Gedankenlautwerden/inneren Gedankenstimmen #334355Akustische Halluzinationen sind meist Stimmen, die gehört werden, ohne dass jemand spricht. Werden die Stimmen als das Wahrnehmen des eigenen Denkens erlebt, spricht man von Gedankenlautwerden. “
Ich finde das eine ganz brauchbare Definition. So in der Form erlebe ich Stimmen und auch Gedankenlautwerden.
Hört man die Gedanken mit den eigenen Ohren, dann sind sie laut.
29/02/2024 um 18:52 Uhr als Antwort auf: Erfahrung mit Gedankenlautwerden/inneren Gedankenstimmen #334192Die Stimmen sehe ich nicht als meine eigenen Gedanken.
29/02/2024 um 18:51 Uhr als Antwort auf: Erfahrung mit Gedankenlautwerden/inneren Gedankenstimmen #334191@winterberry Museumsmensch, es ist keine Stimme, es ist einfach, dass ich denke und quasi mit meinen Ohren hören kann, was ich denke und dann denke, dass jeder andere es auch hören kann.
besser kann ich Gedankenlautsein nicht erklären, so ist es bei mir.
29/02/2024 um 12:53 Uhr als Antwort auf: Erfahrung mit Gedankenlautwerden/inneren Gedankenstimmen #334135Gedankenlautwerden kenne ich so, dass meine Gedanken so laut sind, dass ich das Gefühl habe, nicht nur ich selbst höre sie, sondern jeder um mich rum, kann sie mithören. Sie sind quasi wie laut ausgesprochene Gedanken, ohne dass ich sie ausspreche. Ich hasse das.
Das liegt daran weil Gott gütig ist. Er gebärt dort die Kranken hinein, wo sie nicht allein sind mit ihrer Krankheit
Das ist ja jetzt wohl die zynischste Antwort, die man sich vorstellen kann
Also ist Gott gnädig, weil er kranke Kinder in kranke Familien hineingebärt – WTF?. Aaaaaber manchmal ist er dann nicht ganz so gnädig, nämlich dann, wenn er genau das Gegenteil tut? Doppel-WTF? Ich bin ja der Meinung es kann jeder an das glauben, was er will, aber dafür brauchts echt ne ganz besondere Art von Gehirn-Akrobatik. Umpf. Auf diese Art von „Güte“ kann ich eigentlich ganz gern verzichten 
made my day
Ach kannst du Niederländisch? Dann erklärt das natürlich, warum du hier viele solcher niederländischen Links postest. Ich kann kein Niederländisch, finde die Sprache aber sehr lustig^^
Ich hab das hier am Laptop Browser ausgeschaltet, dass mir angeboten wird automatisch zu übersetzen.
Vieles kann man sich auch so grob denken, die Sprache ist ja nicht soweit von Deutsch und English entfernt^^
Das Ergebnis in Niederländisch habe ich mir abgespeichert auf jeden Fall. Vielleicht spreche ich das mal mit meinem Therapeuten durch.
Hab den Test gemacht, war zwar relativ mühsam mit dem Niederländisch (hab Google Translate zur Hilfe genommen), aber das Ergebnis fand ich ganz interessant. Ich weiß nicht, ob meine Selbsteinschätzung dem Ergebnis des Tests gleich gewesen wäre, fand es eher etwas überraschend. Überraschend „positiv“.
Ich glaube es ist auch ein Unterschied, ob man argumentiert, dass Schizophrene keine Kinder bekommen sollen, weil sie die Krankheit weitervererben (Ideologie des dritten Reichs) oder weil man sich selbst als kranker Mensch (egal welche Krankheit) grundsätzlich hinterfragen sollte, ob man die Kapazität hat ein Kind großzuziehen oder man das Kind am Ende durch Vernachlässigung bis hin zum Missbrauch schädigt.
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