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„Ist DIS echt? – Gibt es wirklich multiple Persönlichkeiten?“D.I.S Ding, Video 20 Minuten, 29.08.2025..Nochmals: ICH habe keine DIS und die einzelnen Persönlichkeiten und Innenpersönlichkeiten bei DIS und anderen Traumafolgen sind einzelne Persönlichkeiten, nicht in sich „multibel“ oder „gespalten“. Meine Innenpersönlichkeit kann z.B. keine Außenpersönlichkeit sein oder werden und nicht mit mir wechseln. Ich bin immer ich selbst und auch solche Amnesien wie bei Menschen mit DIS habe ich nicht. Ich weiß immer, was ich getan habe und was nicht. Und eine Stimme oder mehrere höre ich zum Glück auch nicht. Habe ich auch nie..Menschen mit DIS und anderen Traumafolgen sind auch nicht „dümmer“ als andere Menschen, weil die Hirnstrukturen etwas anders sind. Ich habe auch keine (geistige) Behinderung..Es gibt zum Beispiel einen Mann, der mit einem halben Gehirn geboren wurde. Der führt ein ganz normales Leben. Erst vor ein paar Jahren ist es zufällig bei einem MRT aufgefallen, da war er schon ein paar Jahre über 50, dass er nur ein halbes Gehirn hat. Der Mann hat auch keine (geistigen) Behinderungen oder Einschränkungen..Pia29/08/2025 um 16:07 Uhr als Antwort auf: D.I.S Ding, ein YouTube-Kanal einer Betroffenen von DIS #414207„Ist DIS echt? – Gibt es wirklich multiple Persönlichkeiten?“D.I.S Ding, Video 20 Minuten, 29.08.2025..Wer nicht fragt stirbt dumm – „Überarbeitete Wissenschaftler“Arte.TV, Video 3 Minuten:.
https://www.arte.tv/de/videos/<wbr />055155-028-A/wer-nicht-fragt-<wbr />stirbt-dumm/
.Die neuen Folgen der Reihe mit Professor Schnauzbart sind am Start! Schräge Wissenschaft für Oberschlaue ganz einfach erklärt.Mit den lustigen Comic-Kurzfilmen von Marion Montaigne braucht man keinen Doktortitel, um die Welt zu verstehen. Frei nach dem Motto: Wer nicht fragt, stirbt dumm!.ARTE.TV – Alle 4 Staffeln „Wer nicht fragt stirbt dumm“:..„TEIL-DISSOZIIERT: Innerer Kritiker als Feind. Wie wird die Stimme im Kopf zu einem Freund?“Gabriella Rist, Traumatherapeutin, Video 16 Minuten, 26.08.2025..„Mobber:innen sind wie Menschen, die an einem leeren Spielautomaten ziehen – immer wieder, in der Hoffnung auf Gewinn. Doch es kommt nichts heraus, außer mehr Leere für sie. Genauso wie bei Ballerspielen.
Ich dagegen mache eh mein Ding und interessiere mich u.a. für verschiedene Themen, zu manchem verlinke und schreibe ich auch hier im Forum was, ungeachtet der Mobber:innen.“
„Symptome haben ja immer ganz individuelle Ursachen, denen sollte man lieber auf den Grund gehen und individuelle Lösungen dafür suchen, eventuell eben auch passende individuelle Unterstützung.“
„Mobbing ist keine Lösung für eure individuellen Probleme!“
Pia
Da du dich selbst als Mobber bezeichnest und offenbar nur mobben und meine Threads vollspammen willst, @Amanda, verschwinde aus meinen Threads und Blog. Kein normaler Mensch will so ein Mobbinggeschwafel lesen. Auch von dir nicht! Ich nicht!
Du hast zu diesem Forum noch nie was sinnvolles, wissenswertes beigetragen, @Amanda.
Ich habe mich mit den Themen, über die ich schreibe, wirklich auseinandergesetzt. Du ganz offenbar nicht.
Was denkst du, ich würde dir hier ein Gratisbuch schreiben? Mache ich ganz sicher nicht!
Ich schreibe in diesem Forum nur für wirklich an den Themen interessierte Menschen, selbstverständlich nicht für Mobber:innen!
Kein normaler Mensch würde seine Lebenszeit mit Mobbing verschwenden!
Mobbing ist gesetzlich verboten und strafbar, auch Mobbing im Internet!
22/08/2025 um 19:35 Uhr als Antwort auf: Behindern Antipsychotika die Genesung von Schizophrenie? #413562Man sollte sich schon mit mehr Themen beschäftigen, als einfach „nur“ Pillen abzusetzen. Symptome bekommt man ja nicht einfach so. Die haben ja individuelle Ursachen, die findet ihr in eurer eigenen, individuellen Lebensgeschichte.
Vielleicht könnt ihr mit Phoenix aus dem „Nachbarforum“ darüber diskutieren, wenn er Zeit hat, der Beitrag im Eingangsthread stammt ja von ihm.
Ich habe keine Zeit, mich mit diesem Thread zu beschäftigen, darum schließe ich ihn.
🧠 Innenpersönlichkeiten, Stimmen & Anteile – kurz erklärt (mit Selbsthilfe)
- Traumapsychologisch
- Traumata spalten Erleben ab, wenn etwas zu überwältigend ist.
- Diese abgespaltenen Erfahrungen können als Stimmen, Anteile oder Innenpersonen wieder erscheinen.
- Sie übernehmen oft bestimmte Funktionen: Schutz, Warnung, Kritik, Trost.
- Neurowissenschaftlich
- Bei Trauma wird die normale Integration von Gedächtnis, Sprache und Selbstwahrnehmung gestört.
- Das Gehirn arbeitet dann wie in „getrennten Netzwerken“:
- Hippocampus = Erinnerung
- Amygdala = Emotion
- Präfrontaler Kortex = Kontrolle
- Stimmen/Innenpersonen entstehen, wenn diese Netzwerke nicht mehr nahtlos verbunden sind.
- Epigenetisch
- Traumatische Erfahrungen verändern die Stresshormon-Regulation (z. B. Cortisol-System).
- Gene für Stressverarbeitung können an- oder abgeschaltet werden.
- Das führt dazu, dass das Nervensystem dauerhaft auf „Alarm“ steht – und das erleichtert Dissoziation oder die Bildung von Anteilen.
- Spektrum der Traumafolgen
- PTBS → kPTBS → dissoziative Störungen (Amnesie, Fugue, Trance) → partielle DIS → DIS
- Stimmenhören und Anteile können auf jeder Stufe vorkommen – in unterschiedlicher Intensität.
- Dein Beispiel (eine schreibende Innenperson) liegt klar in diesem dissoziativen Spektrum, auch wenn sie keine „Außenpersönlichkeit“ ist.
- Open Dialogue
- Psychotische Symptome (z. B. Stimmenhören) werden nicht sofort als Krankheit bekämpft, sondern als bedeutungsvolle Botschaften gesehen.
- Ziel: Dialog über Bedeutung, Funktion und Kontext, statt nur medizinische Behandlung.
- Selbsthilfe & Netzwerk-Ansätze
- Studien zeigen: Selbsthilfegruppen zum Stimmenhören (z. B. Netzwerk Stimmenhören in Deutschland, international Intervoice) sind wirksam.
- Dort lernen Betroffene, Stimmen nicht nur zu bekämpfen, sondern in Beziehung zu treten und ihre Bedeutung zu verstehen.
- Gemeinschaft macht deutlich: „Ich bin nicht allein“ – das reduziert Scham, Angst und Isolation.
<hr />
✨ Kurz zusammengefasst für Laien:
Innenpersönlichkeiten oder Stimmen entstehen als Schutz- und Überlebensstrategien des Gehirns. Neurowissenschaftlich geht es um getrennte Netzwerke, epigenetisch um veränderte Stresssysteme. Psychologisch sind Stimmen bedeutungsvolle Anteile. Sie gehören zu einem Spektrum von Traumafolgen (PTBS bis DIS). In Open Dialogue und in Selbsthilfegruppen wie Intervoice/Netzwerk Stimmenhören werden Stimmen nicht pathologisiert, sondern als sinnvolle Ausdrucksformen verstanden – und Betroffene lernen, mit ihnen konstruktiv umzugehen.Pia
Ich habe genau gelesen, @Ertl und du schreibst da über die verhältnismäßig wenigen Tiere, die aus schrecklichen Verhältnissen gerettet wurden und schon viele Jahre missbraucht wurden und ausgerechnet davon willst du Milch und kannst es den Tieren einfach nicht gönnen, dass sie auf den Lebendhöfen endlich ihr Leben genießen dürfen, geschützt vor weiterem Missbrauch, weiterer Tierquälerei, nach all den Qualen, die diese Tiere schon erlebt haben.
Das sagt ja eine Menge über dich aus, @Ertl.
Schnelle Tipps – Netzwerk Stimmenhören e.V.
Schnelle Tipps
Folgende Tipps helfen Dir vielleicht:
Die Stimmen können Dir nichts tun.
Sie können nichts, außer reden!Es kann helfen
mit jemandem über die Stimmen zu sprechen, der Dir sehr nahe steht.
Das ist meist sehr entlastend.Du kannst über Deine Stimmen
auch in einer Selbsthilfe-Gruppe für Stimmenhörer*innen sprechen.
Hier findest Du mehr Informationen zu Beratung und Gruppen.Es kann auch helfen
· weniger zu rauchen,
· weniger Kaffee oder Tee zu trinken.Deine Stimmen sind negativ und nerven?
Vereinbare mit Deinen Stimmen Zeiten,
wenn sie mir Dir sprechen dürfen.Falls das klappt:
Schick Deine Stimmen weg,
wenn es einmal gerade nicht passt.
Bitte Deine Stimmen,
später wieder zu kommen.Klappt das nicht:
Konzentriere Dich auf irgend etwas im Leben.
Suche nach etwas, das Dir gefällt.
Suche nach etwas möglichst Neuem für Dich.
Beschäftige Dich damit.
So treten die Stimmen in den Hintergrund.Zusammenfassung
Viele Stimmenhörer*innen haben gelernt,
mit ihren Stimmen umzugehen.
Sie rufen ihre Stimmen
oder schicken sie weg wegzuschicken,
wenn und wann sie wollen.Viele Stimmenhörer*innen reden mit ihren Stimmen.
Viele Stimmenhörer*innen ignorieren ihre Stimmen.
Viele Stimmenhörer*innen lenken sich ab,
denn die Stimmen sagen sowieso immer nur dasselbe..
Quelle:.SAVE THE DATE:
Welttag Stimmenhören 2025
2. & 3. Oktober 2025
Thema:
„Es kommt mir vor wie Mobbing“ –
Ähnlichkeiten und Unterschiede von Mobbing und StimmenhörenDie Veranstaltung „Welttag Stimmenhören 2025“ in Linz, Oberösterreich, am 02. Oktober, wird bestimmt wieder weltweit live und kostenlos, ohne Anmeldung, für alle Interessierten, auf DorfTV online gesendet. Ich freue mich schon darauf.
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Ihr könnt euch hier auf DorfTV.at, https://www.dorftv.at/videos?search=Welttag+Stimmenh%C3%B6ren&sort_by=relevanz , viele der Veranstaltungen des Netzwerk Stimmenhören e.V. und Exit sozial, zum jeweiligen Welttag Stimmenhören der vergangenen Jahre ansehen. Sie stehen euch dort zum kostenlosen Ansehen dauerhaft als Videos zur Verfügung.
Es lohnt sich wirklich, sich die Zeit zu nehmen, die Videos anzusehen.
Selbstverständlich auch für Angehörige und u.a. Menschen, die im psychiatrischen System, als Psychotherapeut:innen, Ärzt:innen, beim sozialpsychiatrischen Dienst, Mitarbeiter:innen in Gesundheitsämtern, als Sozialarbeiter:innen, in Krankenhäusern, beim Rettungsdienst, in Apotheken, Peers, Ex-IN, Genesungsbegleiter:innen, für alle, die im „Gesundheitssystem“ arbeiten, der Politik, der Polizei, in Behörden, in Heimen, als Lehrer:innen, für Schulklassen, etc. …. für alle Menschen.
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Selbstverständlich haben auch alle Menschen, die Stimmen hören und oder andere ganz menschlich erfahrbare Phänomene erleben oder erlebt haben, Menschenrechte, die von allen Menschen grundsätzlich eingehalten und umgesetzt werden sollten!
Wir sind ganz normale Menschen! Keine „Verrückten“!!!!
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Leider gibt es so viele Stigmatisierungen, Vorurteile, Unverständnis, Unwissenheit, Diskriminierung, Fehlbehandlungen und Fehldiagnosen, Gewalt gegen Betroffene, gerade auch in diesem Bereich.
Manche Menschen glauben leider lieber Horrorfilmen, politischen Parolen und ähnlichem oder der Presse, wenn irgendein psychisch erkrankter Mensch irgendein Verbrechen verübt hat, dass alle Menschen, die psychisch leiden, so wären.
Manche glauben sogar noch sowas wie Menschen vor Jahrtausenden glaubten, dass Menschen, die Stimmen hören oder andere Phänomene erlebt haben oder erleben, „besessen“ wären von irgendwelchen „mystischen Wesen“ oder ähnlichen totalen Unsinn, haben vielleicht sogar Ängste vor ganz normalen, gewaltfreien Menschen, die Stimmen hören oder zum Beispiel Innenpersönlichkeiten haben oder etwa DIS.
Heute gibt es ja zum Glück fortschrittliche Wissenschaft, die solchen Unsinn sehrwohl ganz wissenschaftlich widerlegt und beweist, zum Beispiel die Neurowissenschaft, Epigenetik und auch die Psychologie. Mit u.a. bildgebenden medizinischen Verfahren ist es auch lange schon bewiesen und vielen guten Studien, dass es ganz real Traumafolgen unterschiedlicher Art sind.
Außerdem beweisen Studien und Statistiken, dass psychisch leidende Menschen nicht gefährlicher sind, als der Rest der Bevölkerung. Im Gegenteil, diese Menschen haben viel Gewalt und Leid erlebt und die allermeisten Betroffenen waren und sind gewaltlos. Es sind Ausnahmen, die gewalttätig sind, meist unter Alkohol- und oder Drogeneinfluss.
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Auch Mobbing ist allerdings strafbare psychische Gewalt, mit oder ohne Alkohol- oder und Drogeneinfluss!
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Hier findet ihr die Bankverbindung des Netzwerk Stimmenhören e.V. – Spenden sind sehr willkommen und werden dringend benötigt, wie ihr im vorigen Beitrag lesen könnt:
Das Netzwerk Stimmenhören ist bedroht – Interview zur derzeitigen Situation
TipBerlin, Artikel vom 13.06.2025.Psychische Gesundheit
Das Netzwerk Stimmenhören ist bedroht: Interview zur derzeitigen Situation
Seit 1998 bietet das Netzwerk Stimmenhören in Berlin Beratung und Information für Menschen, die Stimmen hören, deren Angehörige, allgemein Interessierte sowie im psycho-sozialen Bereich tätige Menschen. Jetzt ist die ehrenamtlich betriebene Initiative bedroht, weil notwendige Fördergelder, die bisher die Infrastruktur finanziert haben, weggefallen sind. Wir haben mit Jonas Heintz vom Netzwerk Stimmenhören über seine Arbeit, das Phänomen Stimmen hören, psychische Gesundheit, Stigmatisierung und die Zukunftsperspektiven gesprochen.
Copyright Netzwerk Stimmenhören e.V., Berlin, Project Space Festival Berlin, und Bureaucracy Studies, Lausanne, Foto: Eric Bell„Es gibt Menschen, die in ihrem Kopf Stimmen hören. Für viele ist das kein Problem, aber es gibt auch Menschen, die unter diesen Stimmen leiden“, sagt Jonas Heintz vom Netzwerk Stimmenhören
tipBerlin Könnten Sie zu Beginn kurz erklären, was das Netzwerk Stimmenhören ist und womit Sie sich beschäftigen? Viele Menschen haben vermutlich noch nie von Ihnen gehört.
Jonas Heintz Gerne. Es gibt Menschen, die in ihrem Kopf Stimmen hören – also gesprochene Worte wahrnehmen – und das auf ganz unterschiedliche Weise. Für viele ist das kein Problem; sie leben damit gut und fühlen sich nicht belastet. Aber es gibt auch Menschen, die unter diesen Stimmen leiden. Und um diese Menschen kümmern wir uns im Netzwerk Stimmenhören – durch Beratungsangebote und in Form von Selbsthilfegruppen.tipBerlin Stimmenhören fällt also in den Bereich der psychischen Gesundheit, man könnte an Menschen denken, die eine Schizophrenie haben. Wäre das eine richtige Einschätzung?
Jonas Heintz Viele Menschen denken bei dem Thema sofort an Schizophrenie oder Psychosen. Das ist allerdings ein Irrtum. Stimmenhören kann in vielen Kontexten auftreten – auch unabhängig von psychiatrischen Diagnosen. Es gibt Menschen, die in belastenden Lebenssituationen oder bei anderen psychischen Erkrankungen Stimmen hören, zum Beispiel im Rahmen einer Depression. Und auch unter den Menschen mit Schizophrenie hören nicht alle Stimmen – etwa 60 Prozent tun es. Es ist also ein sehr individuelles Phänomen.
tipBerlin Sie haben den Leidensdruck angesprochen. Wenn dieser auftritt, wie kommen die Menschen dann zu Ihnen? Erfolgt das über die psychiatrische Regelversorgung oder direkt?
Jonas Heintz Das ist unterschiedlich. Manche Menschen haben bereits Erfahrungen mit der Psychiatrie gemacht und suchen nach alternativen Ansätzen. Andere hören über Bekannte oder durch Recherchen von uns – ohne je zuvor in psychiatrischer Behandlung gewesen zu sein. Der erste Kontakt erfolgt oft über unsere telefonische Beratung. Dort kann man eine Nachricht hinterlassen, und wir rufen zurück. Außerdem haben wir ein Büro in Berlin-Neukölln, in der Schudomastraße 3. Dort bieten wir persönliche Beratungstermine an. Für viele ist der nächste Schritt dann der Besuch einer Selbsthilfegruppe.
tipBerlin Das Netzwerk wurde 1998 gegründet. Wie hat es sich seither entwickelt?
Jonas Heintz Ja, uns gibt es seit 1998. Wir gehören zur internationalen Hearing Voices Bewegung, die ursprünglich in den 80er Jahren in den Niederlanden begonnen hat. In dem Zuge haben sich „Hearing Voices Networks“ gegründet. In Deutschland nennt sich das dann „Netzwerk Stimmenhören“. Diese Netzwerke bestehen in der Regel aus Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten. Wir arbeiten trialogisch – das heißt, alle Beteiligten begegnen sich auf Augenhöhe. Aktuell werden unsere Gruppen aber überwiegend von Betroffenen moderiert. Doch unser Konzept schließt auch Angehörige und Fachpersonen mit ein. Diese übergreifende Zusammenarbeit ist ein zentrales Element unserer Arbeit.
tipBerlin Nehmen Sie auch gesellschaftliche Entwicklungen wahr – etwa mehr Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen? Gibt es Fortschritte beim Thema Entstigmatisierung?
Jonas Heintz Ja, durchaus. Es gibt inzwischen viele Initiativen und Vernetzungsgruppen, auch im Bereich Schizophrenie. Ein Beispiel ist das „mäd Festival“ – ein Festival von und für Menschen mit Psychoseerfahrung, das sich stark für Entstigmatisierung einsetzt. Auch wir tragen dazu durch unsere Öffentlichkeitsarbeit bei. Dennoch bleibt Stimmenhören stärker stigmatisiert als etwa Depressionen. Viele Menschen wagen es nicht, offen darüber zu sprechen – insbesondere im Berufsleben. Leider führt Stigmatisierung in manchen Fällen sogar dazu, dass Menschen keine Hilfe suchen – mit fatalen Folgen.
tipBerlin Was unterscheidet Ihre Angebote von denen der klassischen psychiatrischen Versorgung?
Jonas Heintz Wir verfolgen einen anderen Ansatz. In der klassischen Psychiatrie wird häufig auf „Krankheitseinsicht“ bestanden – also darauf, dass Betroffene die medizinische Diagnose akzeptieren. Erst dann werden bestimmte Therapieangebote, wie Psychotherapie, zugänglich. Bei uns ist das anders: Wir akzeptieren jedes Erklärungsmodell. Ob jemand sagt, die Stimmen kommen von Aliens, durch Telepathie oder als Folge von Stress – für uns sind alle Perspektiven gleichwertig. Das erlaubt einen offenen und respektvollen Austausch. Medikamente sind bei uns kein Muss, und viele Menschen empfinden unsere Haltung als entlastend.
„Ziel unserer Gruppen ist nicht, die Stimmen zum Verschwinden zu bringen, sondern Wege zu finden, gut mit ihnen zu leben“
tipBerlin Sie beschreiben eine sehr akzeptierende, nicht pathologisierende Haltung. Was bedeutet das konkret für die Betroffenen?
Jonas Heintz Es bedeutet, dass Menschen sich angenommen fühlen – unabhängig von ihrer Erklärung für das Stimmenhören. In unseren Gruppen begegnet man sich auf Augenhöhe. Ich selbst habe das in einer Gruppe in Schöneberg erlebt: Da waren Menschen, die seit Jahrzehnten Stimmen hören, und ihr Erfahrungswissen hat mir sehr geholfen. Ziel unserer Gruppen ist nicht, die Stimmen zum Verschwinden zu bringen, sondern Wege zu finden, gut mit ihnen zu leben.
tipBerlin Ein solches Angebot kostet sicher auch Geld. Wie finanziert sich das Netzwerk?
Jonas Heintz Das ist aktuell ein großes Thema. Ehrenamtliches Engagement allein reicht nicht aus. Wir haben laufende Kosten – für Miete, Telefon, Webseite, Buchhaltung etc. Früher haben wir über Fördergelder finanzielle Unterstützung erhalten – nach aufwändigen Antragsverfahren. In den letzten drei Jahren wurden uns diese Mittel jedoch verweigert.
tipBerlin Warum wurden die Fördergelder gestrichen?
Jonas Heintz Die Begründung lautete, dass wir „nicht ausschließlich Selbsthilfe“ anbieten, weil wir auch Angehörige und Fachleute einbeziehen – also trialogisch arbeiten. Für uns ist das allerdings ein Grundprinzip. Eine Möglichkeit zum Widerspruch gibt es nicht – wir müssten klagen, was für uns kaum umsetzbar ist. Das stellt unsere Existenz massiv in Frage.
„Die Förderung durch Krankenkassen wurde gestrichen“
tipBerlin Wie sehen Ihre Zukunftsaussichten aus?
Jonas Heintz Wir sind optimistisch. Vor wenigen Tagen haben wir die Zusage erhalten, dass die Anni Gruber Stiftung die Mietkosten für unser Beratungsbüro in Berlin-Neukölln im Jahr 2025 übernimmt – darüber sind wir sehr dankbar! So wurde das NeSt erstmal vor der Insolvenz gerettet. Das gibt uns etwas Luft und die Möglichkeit, unsere persönliche Beratungsarbeit vor Ort fortzusetzen. Gleichzeitig bleibt unsere finanzielle Lage angespannt. Die Förderung durch Krankenkassen wurde wie gesagt gestrichen, und da unsere Arbeit fast vollständig ehrenamtlich getragen ist, sind wir weiterhin auf Spenden und neue Mitglieder angewiesen. Wichtig ist uns aber, dass wir dem trialogischen Grundsatz treu bleiben. Wir wollen uns nicht verbiegen, nur um wieder förderfähig zu sein. Uns ist wichtig, dass Betroffene, Angehörige und Profis gemeinsam und gleichberechtigt an Lösungen arbeiten – so, wie wir es seit über 25 Jahren tun.
- Netzwerk Stimmenhören e.V. weitere Informationen gibt es hier
Quelle:.Im nächsten Beitrag findet ihr die Bankverbindung des Netzwerk Stimmenhören e.V., um diese wichtige Organisation finanziell zu unterstützen, wer möchte:.In diesen Beitrag kann ich leider wegen der Forensoftware nicht mehr Links einfügen:.„Warum ist SPIRITUALITÄT die unsichtbare FALLE für Menschen mit TRAUMA? SPIRITUAL Bypassing erkennen“
Warum ist SPIRITUALITÄT die unsichtbare FALLE für Menschen mit TRAUMA?
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Wenn Menschen, die Stimmen hören, sich viel mit Mystik, Spiritualität, religiösem, Esoterik, etc. beschäftigen, hören das die Stimmen ja mit und können durchaus so tun, den Stimmen hörenden Menschen vorzugaukeln, sie, die sogenannten Stimmen, wären „mystische Wesen“.
19/08/2025 um 19:11 Uhr als Antwort auf: Warum ist SPIRITUALITÄT die unsichtbare FALLE für Menschen mit TRAUMA? #413265Spiritual Bypassing (Definition): Vermeidung – aber spirituell!.„Spiritual bypassing“ (deutsch: spirituelles Umgehen) bezeichnet die Tendenz, spirituelle Ideen und Praktiken zu nutzen, um ungelöste emotionale Probleme, psychische Wunden oder unvollendete Entwicklungsaufgaben zu vermeiden oder zu umgehen, anstatt sich ihnen direkt zu stellen. Es ist eine Art Abwehrmechanismus, bei dem spirituelle Konzepte als Ersatz für die Auseinandersetzung mit der eigenen Innenwelt und den Herausforderungen des Lebens verwendet werden.Definition:-
Vermeidung von Emotionen und Problemen:Anstatt sich mit unangenehmen Gefühlen wie Wut, Trauer oder Angst auseinanderzusetzen, werden diese durch spirituelle Praktiken wie Meditation, Affirmationen oder die Fokussierung auf Positivität verdrängt oder ignoriert.
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Verwendung von spirituellen Konzepten zur Rechtfertigung:Probleme oder Konflikte werden durch spirituelle Überzeugungen wie Karma oder das Konzept der Einheit aller Dinge gerechtfertigt, anstatt sie aktiv anzugehen.
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Toxische Positivität:Eine übermäßige Betonung von Positivität und Optimismus, die dazu führt, dass negative Gefühle und Erfahrungen unterdrückt werden.
Beispiele:- Eine Person, die immer wieder in toxischen Beziehungen landet, diese aber mit „dem Willen des Universums“ erklärt, anstatt ihre eigenen Verhaltensmuster zu hinterfragen.
- Jemand, der spirituelle Lehren wie „Alles ist Licht und Liebe“ verwendet, um Wut oder Frustration zu vermeiden, anstatt diese Gefühle zu bearbeiten.
- Die Verwendung von Meditation oder Affirmationen, um unangenehme Emotionen zu unterdrücken, anstatt sie zu erkennen und zu verarbeiten.
Warum ist das problematisch?-
Verhindert echtes Wachstum:Durch die Vermeidung von Emotionen und Problemen wird persönliches Wachstum und Heilung behindert.
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Führt zu oberflächlicher Spiritualität:Spiritualität wird zu einer Fassade, die innere Konflikte und Verletzungen verdeckt, anstatt sie zu transformieren.
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Kann zu Entfremdung führen:Das Vermeiden von Emotionen kann zu einer Entfremdung von sich selbst und anderen führen.
Wichtigkeit der Unterscheidung:Es ist wichtig zu verstehen, dass Spiritualität an sich nicht schlecht ist. Viele Menschen finden durch spirituelle Praktiken Trost, Sinn und Verbundenheit. Problematisch wird es jedoch, wenn Spiritualität als Mittel zur Vermeidung von Emotionen und Problemen missbraucht wird. Ein gesunder Umgang mit Spiritualität erfordert die Bereitschaft, sich seinen Schattenseiten zu stellen und Emotionen zuzulassen, um echte Transformation zu erfahren.Quelle: Google KI.Spiritual Bypassing: Vermeidung – aber spirituell!
- Traumapsychologisch
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