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Sonstige Maßnahmen, die mir bei Frühwarnsymptomen geholfen haben:
Allgemein:
– Motivation erhöhen, indem ich mir vor Augen halte, dass ich wieder in der Klinik landen könnte
– auf die Signale des Körpers achten und diese zur Kenntnis nehmen & gegensteuern
– etwas tun, wenn es mir gut tut und andernfalls es lassen
– mich nicht zwingen, d.h. auch keine Inaktivität erzwingenRahmenbedingungen sichern
– Arzt aufsuchen, krankschreiben lassen
– Notfallplan für mich und meinen Mann erstellen
– Chef & Kollegen informieren
– Termin beim Psychotherapeuten machen & wahrnehmen
– mit Mutter engmaschig skypenExtra freie Zeit
– zwischen Aktivitäten bewusst Pausen machen
– wenn’s mir besser geht: Urlaub machenWohltuende Hygiene
– Körperhygiene (duschen, Zähne putzen usw.)
– Wäsche waschen
– Zimmer usw. sauber machen, lüften
– seelische Hygiene mit Tagebuch-Dokumentation und Psychotherapie
– Schlaf: natürlichem Bedürfnis nachgebenKörperliche Bewegung
– altbewährte Hantelübungen machen
– Spazieren gehen
– auch bei Haushaltsarbeit bewusst den Körper bewegenEssen & Trinken
– auf Coffein verzichten (Kaffee, Grüntee)
– Wasser trinken
– lecker und ausgewogen essen, dabei möglichst selbst kochenSinne schützen und verwöhnen
– Reizabschirmung bzw. mich nur kontrolliert Reizen aussetzen
– wohltuende Musik hören (meine alten Klassik-CDs)
– Blumen, knospende Balkonpflanzen beobachten und daran riechen
– Fotos mit schönen Erinnerungen aufhängen
– mehr Tiersendungen und weniger/keine Nachrichten schauen
– Igelbälle vom Drogeriemarkt (dank dem Link von @DiBaDu), dann habe ich auch einen Handschmeicheler aus Holz, den ich mir bei der Arbeitstherapie in der Klinik vor einem Jahr gemacht habe:

(Fortsetzung folgt)
Liebe @Bernadette, danke und genau, diese Techniken bei Frühwarnsymptomen wollte ich als Nächstes erwähnen. Vermutlich hat jeder so seine eigene Methode, aber mir haben sie vor 3 Wochen geholfen…
Meine Techniken bei Frühwarnsymptome:
Ignorieren, was mir im stabilen Zustand gelingt, geht nicht mehr. So tun, als hätte ich ignoriert, hilft auch nicht wirklich.(1) Vogelbuchmethode, als sachliches Wahrnehmungsbarometer. Ich betrachte den roten Vogel (Fichtenkreuzschnabel) in unserem Vogelbuch und lasse den Blick des Vogels auf mich wirken. Je psychotischer ich bin, desto emotionaler wirkt er auf mich.

(2) Wasserhahnmethode bei aktivem Wahrnehmen. Ich stelle mir einen Wasserhahn vor, den ich auf- und zudrehen kann, um Gedanken und Gefühle aus dem Kopf „auszuspülen“. Das Wasser fließt dabei horizontal vor meinen Augen und in meinem Kopf, so getreu dem Motto „da rein, da raus“.
Diese Methode hilft mir bei eskalierenden Konfliktsituationen. Ich kann dem Gesprächsinhalt folgen, nur ohne sich aufstauende Gedanken und Emotionen. Kurz vorm Schlafen sollte sie nicht mehr angewendet werden. Ich konnte nämlich in zwei Nächten danach lange nicht mehr einschlafen, und der Schlaf war flach und unterbrochen.
(3) Schildmethode bei passivem Wahrnehmen. Ich stelle mir ein Schild vor meinem Kopf vor, das mich vor ungebetenen Eindringlingen schützt. Dazu nehme ich Reize und Informationen erstmal zur Kenntnis, analysiere und ordne sie ein (woher, warum, gefährlich ja/nein?), und stoße sie wieder aus.
Die Dauer und Intensität des mentalen Schildes ist dynamisch anzupassen. Hilft mir bei Krankenwagensirenen, Baustellenlärm, Radiosendungen, usw.
(Fortsetzung folgt)
Guten Morgen liebe Mitlesende,
es ist Sonntag! Danke liebe @erdbeere für die Nachfrage
. Ich schreibe gerade eine Aktualisierung für meinen Blog:Wie es mir im letzten Monat ergangen ist:
Nach stressigen Wochen und Monaten psychotische Frühwarnsymptome, Neurodermitis-Schübe, Erkältung. Hoffe, ich bin erstmal für die nächsten Monate genug krank gewesen. Ab morgen will ich wieder zur Arbeit zurückkehren und fühle ich mich auch inzwischen wieder fit genug.Zitat Freia (#20964):
Also ich mein – am besten die Symptome wahrnehmen und einordnen als das was sie sind, nämlich Warnzeichen und gar nichts Tolles – und sie ansonsten weitesgehend ignorieren – das scheint mir das Gesündeste?
Später habe ich nochmal über diesen Satz von Dir nachgedacht, liebe @Freia, und komme erst jetzt dazu ihn zu kommentieren. Es stimmt, dass i.a. Ignorieren die gesunde Reaktion ist. Im stabilen Zustand treffe ich unbewusst oder bewusst Entscheidungen, ob ich auf eine Information/ einen Reiz achten muss/soll/will. Nur im labilen Zustand gelingt mir das nicht mehr, und das ist auch das eigentliche Problem.
Die beiden mentalen Techniken (Wasserhahn und Schild), die ich ja für mich entdeckt habe, zielen genau auf den defekten/unzureichenden Filter in meinem Kopf. Sie sind mein Versuch, einen extra Filter nachzukonstruieren. D.h. ich nehme die Information/den Reiz bewusst zur Kenntnis, analysiere und ordne sie/ihn bewusst ein, und weise sie/ihn wieder von mir bewusst ab.
Sie funktionieren aber nur so lange, bis die Symptome nicht überhandnehmen. Dann hilft nur noch Rückzug und Reizabschirmung. Aber auch das merke ich selbst, ob ich überfordert bin und mich zurückziehen muss. Was ich auch in zwei Nächten gemerkt habe, als ich diese Techniken unmittelbar vorm Schlafen angewendet habe: Ich konnte nicht mehr einschlafen! Als ich irgendwann doch eingeschlafen bin, war der Schlaf flach und mit mehrfachem Aufwachen, also nicht erholsam. Da muss ich drauf achten und Nachtruhe möglichst Nachtruhe sein lassen…
(Fortsetzung folgt)
Zitat Mowa (#26137):
Warabigami in Okinawa-Sprache, der Text wurde von der Sängerin in diesem Video (Misako Koja) geschrieben, und ihr Mann, der Keyboard-Spieler, hat die Melodie komponiert. Mit japanischen Untertiteln (ohne sie würde ich nur einige Wörter verstehen).
Ja, und hier habe ich mal das Lied (Video HIER) übersetzt:
童神 – 天の子守唄 (1997)
Warabigami – Ten no komoriuta
Kindgott – Himmels Wiegenlied (1997)
Text: Masako Koja / Komposition: Kazuya Sahara1.
天(てぃん)からの恵み 受けてぃ此(こ)ぬ世界(しげ)に
Tin kara no megumi uke ti konu shige ni
Segen des Himmels empfangend wurdest Du in diese Welt生まりたる産子(なしぐあ) 我身(わみ)ぬむい育(すだ)てぃ
Umari taru nashigua wami numui sudati
geboren mein Kind lasse mich Dich beschützen und aufziehenイラヨーヘイ イラヨーホイ
ira-yoo-hei ira-yoo-hoi
(ira-yoo-hei ira-yoo-hoi)イラヨー 愛(かな)し思産子(うみなしぐわ)
ira-yoo kanashi uminashigua
(ira-yoo) mein geliebtes Kind泣くなよーや ヘイヨー ヘイヨー
Nakuna yoo ya hei-yoo hei-yoo
Weine nicht (hei-yoo hei-yoo)太陽(ていだ)ぬ光受きてぃ
Tida nu hikari ukiti
Fange das Licht der Sonne aufゆーいりよーや ヘイヨー ヘイヨー
Yuuiri yooya hei-yoo heiyoo
Hab einen starken Kern (hei-yoo hei-yoo)まさ勝さあてぃ給(たぼ)り
Masasa ati tabori
Und werde groß, unversehrt2.
夏ぬ節(しち)来りば 涼風(しだかじ)ゆ送(うく)てぃ
Nachi nu shichi kuriba shidakaji yu ukuti
Wenn der Sommer kommt, sende ich Dir eine kühle Brise冬ぬ節来りば 懐(ふちゅくる)に抱(だ)ちょてぃ
Fuyu nu shichi kuriba fuchukuru ni dachoti
Wenn der Winter kommt, trage ich Dich an meiner Brustイラヨーヘイ イラヨーホイ
irayoo-hei irayoo-hoi
(ira-yoo-hei ira-yoo-hoi)イラヨー 愛(かな)し思産子(うみなしぐわ)
ira-yoo kanashi uminashigua
(ira-yoo) mein geliebtes Kind泣くなよーや ヘイヨー ヘイヨー
Nakuna yoo ya hei-yoo hei-yoo
Weine nicht (hei-yoo hei-yoo)月ぬ光受きてぃ
Tsuki nu hikari ukiti
Fange das Licht des Mondes aufゆーいりよーや ヘイヨー ヘイヨー
Yuuiri yoo ya hei-yoo hei-yoo
Hab einen starken Kern (hei-yoo hei-yoo)大人(うふっちゅ)なてぃ給(たぼ)り
ufucchu nati tabori
und wachse heran-
Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 1 Monat von
Mowa geändert.
Danke @NuJu. 100 Jahre Frauenwahlrecht, hurra! Vielleicht darf ich ja irgendwann auch mal wählen in Deutschland…
Hallo @CH281286,
einerseits regt Nicotin unabhängig von Medis eine Steigerung der Dopamin-Produktion an, macht wach und aufmerksam (und bei Entzug entstehen dann Unruhen, Gereiztheit, Unkonzentriertheit. Quelle HIER). Andererseits, wenn man bestimmte Arzneimittel (darunter mehrere Psychopharmaka, Coffein, Paracetamol usw., siehe Tabelle 1 und 2 HIER) einnimmt und Tabakrauch einatmet, kann der Tabakrauch einen Einfluss auf den Plasmaspiegel haben.
Somit kann die Wirkung der Neuroleptika mit Nicotin, Tabakrauch, Kaffee, Betäubungsmittel usw. teilweise unterdrückt bzw. reduziert werden.
Zitat pharmazeutische-zeitung.de (Quelle HIER):
Die CYP-Induktion durch Rauchen hat hohe Relevanz für die Therapie mit Psychopharmaka. Denn die Wahrscheinlichkeit, Raucher zu sein, ist bei Schizophrenie-Patienten mindestens doppelt bis dreimal so hoch wie in der übrigen Bevölkerung (9). Da sich Nicotin vermutlich günstig auf die durch die Krankheit beeinträchtigte Kognition und Konzentration auswirkt, werden derzeit sogar Nicotinrezeptor-Agonisten als mögliche Therapeutika bei Schizophrenie untersucht. Vielleicht ist der Griff zur Zigarette für manchen Patienten ja auch eine Form der Selbstbehandlung.
Für mich war das Schlimmste an Nicotin auch die Abhängigkeit (daher finde ich es schlimm, wie früher typische Zigaretten-Werbungen übermäßige Freiheiten suggerierten). Zum Glück konnte ich vor meiner Erkrankung noch rechtzeitig aufhören. Wenn @Hirnsehprogramm mit seinen Psychosen und Medis den Willen aufbringen konnte aufzuhören, dann ist das eine ermutigende Sache. Ich weiß nicht, ob ich das an seiner Stelle so schnell bzw. überhaupt geschafft hätte.
LG,
MowaEdit: Achso das obige Zitat würde ich noch unbedingt ergänzen wollen, dass gerade auch durch die Medis und nicht nur durch die Krankheit, die Kognition und Konzentration usw. beeinträchtigt werden können.
Prima Kamelie
Meine Mutter hat auch im Garten ein, zwei Bäumchen wachsen. Pillnitz habe ich gegooglet, so hübsch, mit Schloss und Weinbergen! Ich war als Studentin einmal in Dresden, das war so vor 20 Jahren. Eine sehr schöne Stadt, und die Frauenkirche war noch eine Baustelle.Gern kommen wir bei Dir vorbei, falls wir einmal in Dresden sind. Danke für die Einladung @christine!
Edit: Wegen des 2. Links macht nichts. Gar nicht bescheutert, mache Dir keine Gedanken.
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Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 1 Monat von
Mowa geändert.
Vielen Dank liebe @Agi, liebe @Lightness, liebe @christine, liebe @erdbeere für Eure Posts.
Ja, heute Morgen habe ich festgestellt, dass die Praxis meiner Hausärztin und auch eine umliegende Praxis wegen der Faschingswoche Urlaub hatten. War dann eine knappe Stunde unterwegs zur Vertretung, in einem Stadtteil, in dem ich noch nie war. Der Arzt, der mich untersuchte, war sicher schon 70 Jahre alt und sehr lieb! Er ist bestimmt sehr gerne Hausarzt. Jedenfalls hat er gemeint, dass es sich eher nicht nach einer Lungenentzündung anhöre, blutiger Auswurf (ich hatte das später auch im Nasenschleim) sei nicht unüblich. Dennoch wurde vorsichtshalber Blut abgenommen, und ich habe schon mal ein Rezept für ein Antibiotikum (Clarithromycin) bekommen, falls sich morgen herausstellt, dass die Entzündungswerte zu hoch für einen normalen Infekt sein sollte. Und noch eine Krankschreibung für diese Woche hat er mir mitgegeben, und darin stehen die Diagnosen Infekt (B99) und akute Bronchitis (J20.9).
Inzwischen habe ich keinen blutigen Auswurf mehr, auch nicht im Nasenschleim. Gestern gegen 22 Uhr habe ich dann doch noch 500 mg Paracetamol genommen, danach konnte ich leicht einschlafen und auch gut schwitzen. Vorhin habe ich auch 3 Stunden geschlafen, und jetzt fühle ich mich viel besser :good:
Danke auch für die Artikel @christine. Das mit Zimt war mir neu, wobei ich seit Weihnachten glaube ich nicht mehr mit Zimt gekocht habe und sonst auch nicht bewusst etwas Zimthaltiges verzehrt. Ich mag gerne Zimt, werde aber mit dieser Information darauf achten, ob ich veränderten Juckreiz oder Müdigkeit bei mir feststelle. Den zweiten Artikel über Carbimazol/Thiamazol kannte ich auch nicht, aber ich habe auch keine Schilddrüsenüberfunktion(?). Und ja, ich achte darauf ausreichend zu trinken. Heute Morgen hatte ich „nur“ 500 ml Wasser dabei gehabt, und die Flasche war leer, bis ich die Praxis verlassen habe. Ich war froh, dass ich zuckerfreie Bonbons noch von unserer Schwerin-Reise dabei hatte, da ich auf dem Rückweg noch starken Hustenreiz hatte…
Danke Dir auch liebe @Lightness. Ist aber nur ein vorübergehendes Wehwehchen
Stimmt danke, über den Zucker freuen sich sicher vor allem die Bakterien… Jetzt gehe ich mir brav die Zähne putzen + gurgeln
Liebe @christine,
danke für die Tipps. Ja von der heilenden Wirkung von Curcuma habe ich auch schon gehört, vielleicht mache ich mir den Tee morgen. Vorhin habe ich für uns tatsächlich Ingwer-Honig-Tee zubereitet (600 ml Wasser, eine ganze Knolle Ingwer in Streifen schnippeln und 10 Minuten köcheln, dann 2 TL Honig, ergibt 2 Tassen Tee).
Ja und Aspirin & Co. habe ich jetzt gar nicht genommen. Zwar habe ich schon etwas PMS und am Freitag wäre mein NMT, aber ich bin etwas vorsichtig mit Medis i.a. Obwohl das Embryotox grünes Licht für Paracetamol gibt.
LG,
Mowa
Danke liebe @Bernadette
Inzwischen habe ich kein Fieber mehr, nur noch nervige Kopfschmerzen, Husten, Niesen mit Schleim und Schwächeanfälle. Seit 2, 3 Stunden habe ich einen leichten blutigen Auswurf, und das erinnerte uns daran, dass ich das zuletzt bei meiner Lungenentzündung vor 2 Jahren hatte… Eigentlich wundere ich mich nicht, weil ich ständig huste und mehr auch so tief aus den Lungen. Da kann schon die Schleimhaut etwas wund werden. Da wir uns jetzt aber Sorgen machen, werden wir morgen den Arzt aufsuchen, falls es mir nicht besser geht. Mit ärztlichem Attest kann ich auch die Urlaubstage zurückbekommen, die ich krank verbracht habe. Zum Glück ist mein Mann vorhin einkaufen gegangen und hat eine große Ladung Wäsche alleine aufgehängt :good:
Zitat Molly:
Ich denke, das was man als Negativsymptomatik bezeichnet, wird sehr oft erst durch sedierende Neuroleptika ausgelöst.
Zitat Farmer:
Musste sie zum Schluss aber nehmen und dann fingen diese Negativsymptome wie beim ersten Mal ( vor 5 Jahren) an.
Da kann ich Molly nur zustimmen und auch vermuten, dass bei Farmer die „Negativsymptome“ vor allem medikamentös bedingt sein könnten.
Ich habe ja mehrere Jahre lang Aripiprazol genommen (fast durchgängig 15 mg) und war dauerhaft antriebslos und adipös, obwohl es ja antriebssteigernd und gewichtsneutral sein soll. Nach dem ersten Absetzen 2016 haben sich meine „Negativsymptome“ innerhalb eines Jahres zurückgebildet. Und jetzt seit dem zweiten Absetzen vor 8 Monaten habe ich auch keine „Negativsymptome“ mehr.
Nur bin ich dann auf mich selbst angewiesen, dass ich mich psychisch fit halte. Das ist sicher nicht in jeder Lebeslage für uns Psychose-Anfälligen ratsam und möglich.
LG,
Mowa -
Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 1 Monat von
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