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Guten Sonntagsmorgen @all,
inzwischen bin ich einigermaßen wieder fit und kann den freien Tag genießen.
Zitat Diba:
dass mein kompletter Urlaub (30 Tage) für Kinderbetreuung draufgeht
Das klingt schon hart, wenn Du keinen einzigen Urlaubstag für Dich selbst haben kannst. Ich habe halt keine Ahnung, wie flexibel solche Regelungen getroffen werden können. Ich finde, die Anzahl der Uralubstage gehören auch möglichst fair zwischen Deiner Frau und Dir aufgeteilt. Aber ich könnte mich wieder darüber aufregen, das lasse ich lieber sein.
Hast Du denn eigentlich inzwischen Deine Überstunden ausgleichen können? Ich meine mich zu erinnern, dass Du im KNS schon mal von Deinen vielen Überstunden berichtet hattest…
Zitat mango:
Gibt es viele Dinge mit denen Du Dir Gutes tust und womit Du Dich zu verwöhnen weißt?
Verwöhnung bedeutet für mich erstmal, dass die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, dass ich selbstbestimmt und bewusst handeln kann.
Wenn ich also berufstätig bin und Vollzeit arbeite, dann z.B. an Wochenenden, wenn ich viel weniger Verpflichtungen habe. Wenn ich dann mehr als genug geschlafen habe und ich habe immer noch freie Zeit, dann erledige ich vielleicht immer noch alltägliche und notwendige Dinge, aber ich tue es bewusst, und das kann zu einem Genusserlebnis werden.
Vorhin am frühen Morgen habe ich z.B. die Vase mit Schnittblumen in die Wohnung geholt, damit sie bei den frostigen Außentemperaturen nicht gefrieren, habe sie dann frisch angeschnitten, das Wasser gewechselt, und in die Vase zurückgesteckt. Dann habe ich sie eine Weile lang betrachtet, wie schön sie sind, daran gerochen usw. Ja, und zu so einem Moment komme ich nicht unter der Woche, weil mir eben diese Rahmenbedingungen fehlen.
Stimmt aber auch, das mit den Pralinen war eine Sofort-Maßnahme zur Verwöhnung
Die Lindtkugeln mag ich auch sehr gerne! Bei Schokoladen mag ich seit einigen Jahren auch lieber dunklere mit intensiverem Kakaogeschmack. Eine Badewanne haben wir leider nicht, das würde mir auch sehr gefallen, dafür aber eine recht geräumige Duschkabine mit hohem Wasserdruck, was ich auch sehr schätze. Tee ist auch super zum Entspannen und zum Genießen, Kaffee auch usw.
Ich wünsche Dir ein schönes und erholsames Wochenende!
Danke, Dir wünsche ich auch erholsame Zeit und den Mitlesern natürlich auch :bye:
LG,
MowaGuten Abend Diba,
danke für den lieben Gruß!
Bei dem Weihnachtsstress wäre ich bestimmt schon längst wieder urlaubsreif! Könntest Du denn bald wieder Urlaub einreichen und dann bewusst Zeit nur für Dich nehmen?
Genau, lass uns erstmal gutgehen und alles liegen :good:
LG,
MowaWochenende, endlich wieder frei Schnauze rumgammeln
Danke schön liebe @erdbeere für Deine freundlichen Zeilen :bye:
Die Dienstreise war diesmal besonders anstrengend. Ich bin pünktlich um 9:30 Uhr im Büro angekommen und konnte leider erst gegen 21:30 Uhr Feierabend machen, zwischendurch hatte ich nicht mal eine Stunde Pause insgesamt… Zum Glück passiert es äußerst selten, dass ich eine Aufgabe nicht aufschieben kann.
Ich hatte mir vorgenommen den neuen iMac unserer Sekretärin endlich mal einzurichten und hatte dabei gehofft, in einer Stunde damit fertig zu werden, und am Ende hat es über 4 Stunden gedauert, plus heute Morgen nochmal eine gute Stunde… Außerdem hatten meine vorigen Termine von gestern jeweils mehr Zeit beansprucht, so dass ich erst nach 17 Uhr mit dem iMac beginnen konnte und nicht wie ursprünglich geplant um 15 Uhr…
Jedenfalls werde ich am Montag gleich meine Überstunden abbauen und mir den ganzen Vormittag frei nehmen. Jetzt will ich erstmal gar nichts machen und mich nur noch entspannen… Im Bahnhof gibt es eine neue(?) Rossmann-Filiale, und von dort habe ich eine Schachtel Lindt-Pralinen mit nach Hause gebracht, die inzwischen fast leer ist. Die süßen Streicheleinheiten waren aber auch dringend nötig…!
Bis gestern Morgen hatte ich es leider nicht mehr geschafft, irgendetwas am verstaubten Bad zu machen, und da hatte ich meinen Mann mit dem Putzen beauftragt. Er hat es dann gestern sehr gründlich geputzt (also wesentlich gründlicher als ich es jemals seit unserem Einzug geputzt habe), und auch die ganze Wohnung einmal durchgesaugt. Es macht mich schon etwas stolz, dass er so sorgfältig gearbeitet hat :good:
Achso ich habe seit heute Morgen wieder so nervige Kopfschmerzen. Vermutlich ist das stress-bedingt, irgendwie. Auf der Rückfahrt habe ich im Zug ein belegtes Brötchen gegessen, und danach wurden die Schmerzen deutlich weniger, im Moment kaum mehr zu spüren.
Außerdem habe ich verstärkt wieder Neurodermitis-Symptome an den Händen, seitdem ich wieder zum alten Standort fahre. Ich hatte mich schon sehr gefreut, als sie während meiner Krankschreibung für mehr als ein ganzes Jahr verschwunden waren. Damals konnte ich sogar ohne Handschuhe mit aggressivem Spülmittel täglich Geschirr abspülen und nichts passierte! Na ja, aber ich kenne ja meine Haut schon lange, eine gute Pflege ist jetzt das A und O.
Wünsche allen noch einen guten Abend und ein angenehmes Wochenende!!
LG,
MowaIch bin froh, dass die Entscheidung für bzw. gegen Kinder in unserer Gesellschaft primär bei den Paaren liegt. Für mich kann es dabei keine allgemeingültige (Ausschluss-)Kriterien geben, denn Menschen und zwischenmenschliche Beziehungen sind dafür zu sehr individuell, vielfältig und komplex. Ich selber wäre gerne längst Mutter geworden bzw. würde es gerne noch werden, wenn mein Körper es noch zulassen würde.
Für heute Feierabend!!
Zitat erdbeere:
fühlst du dich trotzdem fit für die neue woche ?
Zum Glück konnte meine Erschöpfung am späteren Sonntag nach einer Nacht guten Schlaf kompensiert werden.
Generell ist die Tendenz bei mir so, dass je intensiver und dauerhafter zuvor meine Gefühlslage ist (ob fröhlich-überaktiv oder traurig-gelähmt), die dann zu Erschöpfungen führen, desto mehr Ruhe brauche ich um mich wieder zu erholen.
Danke liebe @erdbeere, inzwischen muss ich mich anstrengen, um meine Kopfschmerzen wahrzunehmen. Mein Mann hat bzw. hatte wohl bis vor einigen Jahren ein-, zweimal im Jahr Migräneanfälle, und die Schmerzen dabei sind wohl nicht zu vergleichen mit meinem Wehwehchen…
Spritzkuchen werde ich am Wochenende oder so nochmal machen. Wenn sie dann auch hübscher aussehen, kann ich unseren lieben Nachbarn auch etwas anbieten…
Am liebsten würde ich mich jetzt und für den Rest des Abends nur entspannen, aber da fiel mir noch ein, dass wir jetzt am Freitag Besuch von der Verwaltung bekommen und davor das total verstaubte Bad geputzt werden will…
Ich hätte noch bis Donnerstagmorgen Zeit (danach bin ich wieder auf der Dienstreise), d.h. der Zeitdruck ist im Moment noch nicht groß genug, dass ich mich sofort überwinden könnte. Wenn ich erstmal angefangen habe, dann kann es auch mal Spaß machen zu putzen, aber grundsätzlich fallen mir andere, angenehmere Aktvitäten ein als “nur” ordentlich zu bleiben…
LG,
MowaHallo liebe @erdbeere,
danke, dass Du nachfragst, Du bist immer so aufmerksam! Die Spritzkuchen habe ich erst heute Vormittag zubereitet, da wir gestern noch spontan in die benachbarte Stadt gefahren sind, um uns den neuen Film von Kore-eda im Kino anzuschauen (Shoplifters). Vorher waren wir noch in einem persischen Restaurant und haben lecker gegessen (im Safranreis war leider kaum Safran drin, aber die Soße mit Walnüssen und Granatapfel usw. köstlich).
Nach dem Kino waren wir noch spät am Abend einkaufen, und leider habe ich vergessen, frische Butter und Backpulver für die Spritzkuchen zu besorgen. Zum Glück hatte ich noch etwas Butter im Kühlschrank, und den Backpulver habe ich nach etwas Recherche im Internet mit Natron plus Zitronensaft ersetzt.
Das Ergebnis war richtig lecker, fand ich, auch wenn das Aussehen noch etwas verbesserungsbedürftig ist:
Der Teig war deutlich flüssiger als im Youtube-Video gezeigt, vielleicht hätte ich ihn länger rühren sollen, von wegen Gluten-Entwicklung…? In anderen Rezepten werden auch etwas mehr Mehl und ein Ei weniger hinzugefügt, das spielt bestimmt auch eine Rolle… Und dann haben meine Spritztüllen nur 10 mm Druchmesser, es gibt aber welche bis 18 mm.
Beim nächsten Mal werde ich das Rezept also etwas variieren, aber insgesamt bin ich zufrieden mit meinen ersten Spritzkuchen, und mein Mann fand sie auch lecker (nur den Zitronengeschmack im Zuckerguss fand er wohl seltsam).
Ich bin schon etwas erschöpft von den Aktivitäten an diesem Wochenende, vielleicht schaffe ich es nicht mehr zu kochen, mal sehen. Die Küche habe ich zumindest geputzt, Wäsche gewaschen usw. Seit gestern habe ich irgendwie Kopfschmerzen, heute sind sie deutlich besser. Früher habe ich bei Kopfschmerzen immer Schmerzmittel genommen, aber das mache ich seit eingien Jahren nicht mehr.
Wünsche uns allen noch ein angenehmes Restwochenende :bye:
LG,
MowaGuten Morgen liebe mango,
Entschuldige, falls Du schon irgendwo etwas dazu geschrieben hast, aber ich möchte Dich fragen, ob Du mit Deinem Schlaf-Wach-Rhytmus zufrieden bist?
Du kannst mich gerne immer was fragen, kein Problem
Ja ich bin gestern auch so gegen 21 Uhr wohl eingeschlafen, mit dem Laptop auf oder neben mir. Jedenfalls bin ich kurz aufgewacht, so gegen 1 Uhr, als mein Mann mir den Laptop “weggenommen” hat, dann sofort wieder eingeschalen, und gegen 4:30 Uhr aufgewacht.
Mit meinem Rhythmus bin ich zufrieden, besonders jetzt seit den Ferien, weil ich nicht mehr um 3 oder 3:30 Uhr aufwache (und entsprechend dann früher einschalfe) sondern eher so zwischen 4:30 Uhr und 5 Uhr. Ich schlafe an guten und normalen Tagen 7 Stunden durch, an gestressten Tagen eher weniger (5 bis 6 Stunden), und mehr brauche ich normalerweise nicht, um ohne Wecker von alleine aufzuwachen. An Wochenenden kommt es häufiger vor, dass ich tagsüber 2 Stunden oder so zusätzlich schlafe.
Die ersten Jahre nach meiner Erkrankung in 2010 war es so, dass ich gegen 19 Uhr schon schlafen ging und um 2 Uhr aufwachte. Das war damals ein fester Rhythmus. Es war ok für mich, weil ich alleine lebte und durch meine Antriebslosigkeit mit der Zeit nach der Arbeit nichts anfangen konnte. Ferngesehen habe ich damals gar nicht, lesen ging nicht, gekocht habe ich auch nicht usw. Die frühen Morgenstunden haben mir eher noch gefallen, dadurch dass ich nicht mehr müde war und auch die Nachbarschaft dann sehr ruhig war.
Dir auch ein schönes Wochenende wünscht
Mowa
,
Vielen Dank @erdbeere und Maja für Eure lieben Grüße!
Der Tag war gut, ich habe ausreichend Pausen gemacht, und die Gespräche mit meinen Kollegen waren auch angenehm. Die Zeit konnte ich gut nutzen, um das Büro weiter aufzuräumen und andere kleinere Aufgaben zu erledigen. Vorhin habe ich auch schon zu Abend gegessen und skype gleich noch mit meinem Mann.
Zum Glück bin ich jetzt noch gar nicht so müde, vermutlich weil ich heute Morgen nicht so früh ausgestanden bin, wie es noch bei vorigen Dienstreisen der Fall gewesen ist.
LG und allen noch einen schönen Abend wünscht
Mowa
Guten Morgen liebe Mitlesende,
so, ausgeschlafen, und gleich muss ich mich auf meine Dienstreise vorbereiten. Gestern war ich noch einkaufen und habe einen reichhaltigen Eintopf gekocht, damit ich heute Abend etwas Frisches im Gästehaus essen kann.
Wahrscheinlich werde ich heute und morgen gut damit beschäftigt sein, um meine Ausmist-Aktion abzuschließen. Außerdem muss ich auch bald wieder um eine längere Inventurliste von IT-Geräten kümmern, und bei einigen Usern kaputte Software-Installationen reparieren. Ich will mehr auf die Uhr und Pausen achten und nicht wieder wie vor einer Woche mich so hineinsteigern, dass ich ohne Mittagspause durcharbeite und dann zum Bus rennen muss…
Heute sind meine Techniker-Kollegen vielleicht sogar wieder vollzählig, also auch meine besonders liebe und fürsorgliche Kollegin, mit der ich das Büro teile. In der Kaffee-Pause sitzen wir dann alle zusammen und können uns austauschen, wie die Ferien waren. Darauf freue ich mich.
In den Ferien war ich länger wach, so dass sich mein Schlafrhythmus etwas verschoben hat, und diese Woche konnte ich gegen 5 Uhr aufstehen, was sehr prima für mich ist. Ich hoffe, dass das so bleibt.
Ja achso und nicht wundern, wenn ich manchmal dauerhaft in der UserOnline-Liste angezeigt bin, dann ist es meistens so, dass ich meinen Laptop zugeklappt habe ohne mich vorher auszuloggen. Das war seit gestern Abend auch so.
Wünsche uns allen noch einen schönen Donnerstag!
LG :bye:
MowaGuten Morgen, nur kurz, um einen Tippfehler zu korrigieren:
Zitat Mowa (#13461):
Wenn z.B. meine Mitmenschen, die keine Erfahrungen mit psychischen Erfahrungen haben, mit mir Mitleid zeigen
Soll heißen:
Wenn z.B. meine Mitmenschen, die keine Erfahrungen mit psychischen ErKRANKUNGEN haben, mit mir Mitleid zeigen<LG,
MowaGuten Morgen @all,
das Vergleichen an sich ist etwas Unumgängliches, denke ich, wenn ich z.B. versuche eine Situation oder eine Person zu verstehen. Also sowas wie: “Wie konnte das jetzt passieren, was war vorher passiert?” oder “Wie wäre es für mich, wenn ich in ihrer/seiner Lage wäre?” usw.
Zitat Molly (#13114):
Ich vergleiche mich auch lieber mit Erkrankten. Würde ich mich mit jemandem vergleichen, der voll im Leben steht und Karriere macht, würde ich wahrscheinlich verzweifeln und das hat auf keinen Fall etwas mit mangelndem Selbstvertrauen zu tun, sondern eher mit einem Mangel an Möglichkeiten.
Da geht es mir persönlich anders, wenn ich diesen Beitrag von Molly lese. Denn ich weiß, dass ich immer voll im Leben gestanden bin, zu jedem Zeitpunkt in meinem Leben. Wenn z.B. meine Mitmenschen, die keine Erfahrungen mit psychischen Erfahrungen haben, mit mir Mitleid zeigen (zugespitzt ausgedrückt: “aus Dir/Ihnen hätte viel mehr werden können” usw.), dann ist das sehr befremdlich für mich und fühle mich unterschätzt. Wobei es mir auch klar ist, dass die Außenstehenden mein Innenleben nicht nachvollziehen können, erst recht nicht, wenn ich es ihnen nicht mitgeteilt habe.
Dass Karriere zu machen etwas Begehrenswertes sei, halte ich schon für sowas wie ein global beherrschendes Paradigma, selbst in Ländern wie Deutschland, in denen die allermeisten Menschen kein Hungers- oder Kälte-(usw.)Tod befürchten müssen. Für mich war das so, dass ich einige Jahre lang beruflich erfolgreich war, aber der Erfolg bzw. die Karriere nicht das Ziel war sondern eine Folge meiner radikalen Eigenmotivation (aus purer Freude sozusagen). Insofern habe ich nie danach gestrebt.
Die Gründe verstehe ich schon, warum für viele Menschen in unserer Gesellschaft Karriere so wichtig ist. Ich würde zu den nachvollziehbaren Anreizen vor allem zählen: mehr Freiheit und Selbstbestimmung, mehr Anerkennung und mehr Geld. “Mehr” geht immer, und das Streben nach “mehr” muss ja nicht aufhören. Da bin ich eben sehr froh, dass ich das Gefühl habe, “mehr als genug” in allem zu haben, was ich mir für mein Leben wünsche. Ich bin mir nicht sicher, ob und wie ich diese Zufriedenheit erlernt hätte, ohne meine Erfahrungen mit Psychosen. Nach meiner Ersterkrankung in 2010 hat mein Leben natürlich einen anderen Weg genommen, aber ich bin mir sicher, dass dieser Weg mindestens genauso reich und kraftvoll gewesen ist.
Wenn ich mitbekomme, dass es den anderen Betroffenen schlecht oder nicht gut geht, dann denke ich, dass es sicher nicht aus ihren eigenen Entscheidungen geschieht. Chronishes Stimmenhören z.B. stelle ich mir sehr schwierig vor. Wenn dann die Medikamente nicht helfen, die Dosis immer höher geschraubt wird und die Nebenwirkungen sich stärker bemerkbar machen, dann ist das ein Teufelskreis. Und mir fehlen die eigenen Erfahrungen damit, um einschätzen zu können, ob und wie ich mich damit arrangieren würde. Es ist ein großes Glück, dass ich keine Stimmen höre.
LG,
Mowa-
This reply was modified 6 Jahre, 2 Monate ago by
Mowa.
Guten Abend und vielen Dank @erdbeere, escargot, Freia und Agi für Eure Rückmeldungen!
Ich habe später etwas weiter recherchiert, und nachdem ich HIER gesehen habe, dass es schon damals in 1999 die Pflegeheimleitung erklärt hat, die Pflegekasse, über die wohl nur Essen und Waschen abgerechnet werden konnte, die Anzahl der angestellten Pfleger trotz Personalmangel herunterhandele usw.
Danach habe ich bei Google Scholar nachgeschaut, seit wann es Veröffentlichungen zu diesem Thema gibt. Es gibt mehrere Suchtreffer für deutschsprachige Veröffentlichungen aus den 90ern Jahren, wenn ich Suchwörter wie “Pflegeheim Neuroleptika Demenz” eingebe. Englishsprachige gibt es in den 80ern schon viele, und wenige auch in den 70ern (HIER ein Review-Paper von J.C.A. Morrant, Can. Psychiatr. Assoc. J. Vol. 20, p. 309-312 (1975)).
Naja, die sedierende Wirkung der Neuroleptika war sicher seit der Entdeckung bekannt, also wurden sie vermutlich schon immer bei bestimmten Verhaltensausfälligkeiten eingesetzt (und davor gab es ja noch andere Drogen und Lobotomie als Therapie-Maßnahmen). Nur dass sich die Lage in den Pflegeheimen heute verschärft hat, durch die Bevölkerungsalterung, den Pflegekraftmangel, die Ökonomisierung des Gesundheitswesens, und was weiß ich noch alles…
Insgesamt halte ich das Ganze für eine gruselige Entwickelung, und da kann ich wirklich nur hoffen, dass ich solange wie möglich selbstbestimmt leben kann. Es ist schon eine Horrorvorstellung, seelenlos die letzten Lebensjahre in Pflegeeinrichtungen verbringen zu müssen und meine Lebensdauer künstlich verlängern zu lassen, weil ich immer noch für irgendwen finanziell profitbringend sein soll, zum Beispiel.
LG,
MowaEben habe ich in einer zufällig laufenden Doku (Die vergessliche Wohngemeinschaft, hr) mitbekommen, dass Demenz-Patienten in Pflegeheimen mit Neuroleptika sediert werden und war im ersten Momen schockiert. Dann habe ich gegooglet, und eines der ersten Suchergebnisse bestätigte dann meine Befürchtung:
Zitat Pflege-Selbshilfeverband e.V. (Quelle HIER):
[…]
Vor allem stehen die Neuroleptika in der Kritik, denn sie verkürzen nicht nur die Lebenszeit, wie eine in 2009 veröffentlichte Studie bestätigt, sie berauben den Menschen der Fähigkeit Freude und Leid zu empfinden. Sie blockieren jede emotionale Regung. Auf Dauer eingenommen erzeugen insbesondere Neuroleptika, “Menschen die nicht mehr sie selbst sind”. Es ist weniger die Demenz an sich, an der die Betroffenen, Angehörige, Pflegekräfte und Gesellschaft leiden, das Leidvolle daran sind vor allem die medikamentös hervor gerufenen Wesensveränderungen, ist der Anblick von Menschen, mit maskenhaftem, entstellten Gesichtszügen, Augen die ins Leere blicken, einem offenem Mund aus dem ständig Speichel läuft, die kraftlos und willenlos alles über sich ergehen lassen.
[…]Ich dachte bis jetzt, es sind demenz-spezifische Symptome, wenn sie scheinbar seelenlos in die Leere starren. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Pflege-Einrichtungen gezielt Neuroleptika einsetzen, um ihre Bewohner pflegeleicht zu machen, ohne dass sie ihre Vorgehensweise kritisch hinterfragen. Ob die Angehörigen über den genauen Einsatz der Medikamente informiert werden, und die/der Pflegebedürftige/r selbst?? Das klingt für mich mehr nach einem Business mit schlechtem Gewissen und Geld, als nach Pflege im eigentlichen Sinne.
Es gibt bestimmt noch weitere Einsatzbereiche von Neuroleptika, über die man nicht gerne spricht. Ich erinnere mich, dass ich im KNS schon mal einen Artikel verlinkt hatte, in dem es darum ging, dass Zoo-Affen mit Psychopharmaka ruhig gestellt werden (genau, HIER, wobei Welt ist sicher so vertrauenswürdig wie Bild aber ok).
Guten Morgen liebe @erdbeere und Mitlesende,
ja, stimmt, endlich wieder Wochenende
Zitat Mowa in #12650:
Zuletzt hatte ich eine leichte depressive Welle
Später ist mir dann noch eingefallen, was mein Psychiater mir einmal erklärt hatte:
Zitat Mowa (Quelle HIER):
dass er nicht wisse, was ich habe, er erlebe mich jedoch nicht als depressiv, und Depressionen würden auch nicht einfach so weggehen; Erschöpfung und Depression müsse man voneinander unterscheiden; ich solle versuchen, mich zu entlasten und mich nicht zu zwingen
Mein Psychotherapeut hat mir auch damals einmal erklärt, das Depressionen von Nicht-Psychotikern und Depressionen (oder weiß nicht mehr, ob er diese Bezeichnung benutzt hatte) von Psychose-Betroffenen (d.h. als ein Negativsymptom) qualitativ sich unterscheiden. Wie, weiß ich nicht, ich hatte ihn nicht danach gefragt.
Ja, also es sind wohl keine Depressionen oder depressiven Zustände, die ich erlebe, sondern Erschöpfungen und Erschöpfungszustände, die spätestens nach einer Woche oder so verschwinden, sobald ich mich wieder entlaste.
Ich wurde auch noch nicht von Medizinern oder Psychologen gesagt, ich sei depressiv oder hätte Depressionen. Diesen Begriff habe bislang nur ich selber benutzt, weil es mir so vorkam, als ob. Wobei, manisch war ich ja schon, und wenn meine Diagnose jetzt “schizoaffektiv” lautet, dann könnte ich technisch schon mal in eine depressive Phase kommen…?
Naja, die Bezeichnung / Diagnose ist aber auch nicht wichtig für mich, Hauptsache ist das kein bleibender Zustand.
***
Gestern am Freitag habe ich wie ein Shinkansen gearbeitet und musste zum Bus rennen, ohne Mittagspause. Zu Hause angekommen konnte ich dann nichts mehr machen, als nur passiv fernzuschauen und dann einzuschlafen.Da ich keine pressenden Aufgaben für die Anderen erledigen musste (viele sind ja noch im Neujahrurlaub), habe ich angefangen, meine Hälfte des Büros endlich mal auszumisten. Da sind zwei große Schreibtische, hinter ihnen noch viel Stauraum mit durchgehenden Regalen, und neben ihnen zwei große Schränke, die bis zur Decke reichen.
Seitdem ich dort 2011 ins Büro eingezogen bin, gab es schon immer wieder kleinere Ausmist-Aktionen, aber gestern habe ich den ganzen Tag genutzt, um alles nicht mehr Brauchbare in den Müll zu befördern und bin gefühlt nur zu 50% damit fertig geworden. Immerhin war am Ende ein großer und ein kleinerer Karton voll Elektroschrott, plus ein voller Gittercontainer (so 1,5 x 1,0 x 1,0 m) mit sonstigem Müll.
Aussortiert werden viele Sachen, die zum Zeitpunkt, als sie gekauft wurden, sicher nicht wenig Geld gekostet haben. Stapelweise CDs mit teuren Softwares und dicken Handbüchern, teure Grafikkarten, RAMs, Adapter. Dann war noch eine Video-Kamera von Nikon, mit 64 MB Speicherkarte. Eine alte Zeiss-Kamera für Mikroskope, die zuletzt mit XP betrieben wurde. Und diverse andere kleine Geräte, die seit vielen Jahren nicht mehr gebraucht wurden und heute einfach veraltet sind.
Dann massenweise Kabel, v.a. Stromkabel, auch mit ausländischen Steckern, VGA-, DVI, oder auch DP-Bildschirmkabel, USB A/B Kabel auch mit 3.0. Sie liegen beim Kauf eines Neugeräts bei, wohl weil das für die Hersteller wirtschaftlicher ist, mit dem Ergebnis, dass sich immer mehr Kabel bei mir aufstapeln. Das ist reine Verschwendung, ja! Und natürlich auch jede Menge andere Kabel, die durch die Verbreitung des USB längst ersetzt wurden.
Nächste Woche werde ich die ganzen nicht mehr brauchbaren Drucker wegwerfen, zusammen mit dem Vorrat an Tonern (diese könnten noch anderweitig eingesetzt werden, aber das ist auch leider sehr unwahrscheinlich). Dann noch eine Box voll irgendwelcher Uralt-Proben meiner Vorgänger (z.B. eine 2L-Flasche gefüllt mit einer sterilen Salzlösung, die bestimmt 8+ Jahre im Schrank gelagert war – echt lecker!), stapelweise alte Laborbücher und Aktenordner meiner Vorgänger, und auch kleinere Boxen mit meinen alten Laborzeugs. Dann noch Türme an alten Festplatten, sie müssen alle vorher noch mechanisch zerstört werden und dann entsorgt…
Dieses großzügige Wegwerfen von Elektro-Schrott und Plastikmüll ist schon sehr bitter, aber ich kann ja da auch kein Museum aufmachen… Meine Arbeit wird natürlich angenehmer, wenn es wieder mehr Platz und Überblick für Sachen gibt, die ich tagtäglich benötige.
Heute Morgen fühle ich mich wieder hergestellt, so dass ich das Wochenende bestimmt einigermaßen aktiv gestalten kann. Darauf freue ich mich.
Euch auch ein angenehmes Wochenende,
MowaHallo @Yuri,
Danke für den Hinweis @lightness @mowa
Da hast Du bestimmt Molly gemeint
Grundvertrauen hätte besser gepasst.
Mit psychologischen Fachbegriffen kenne ich mich nicht aus, aber ich denke auch, dass es so etwas wie eine Konditionierung gibt, mit positivem und/oder negativem Feedback. Je mehr positive Erlebnisse man im Umgang mit sich selbst und mit seiner Umwelt sammelt, desto mehr festigt sich auch das Vertrauen in diesem Umgang, und umgekehrt.
Naja, zumindest so oder so ähnlich ist meine eigene Wahrnehmung, aber (Zwischen-)Menschliches lässt sich auch nicht so einfach mit Plus und Minus aufrechnen…
Alles Gute für Dich,
Mowa -
This reply was modified 6 Jahre, 2 Monate ago by
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