Mowa

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  • als Antwort auf: Notizen von Mowa #37687

    Au, leider stark befahren. Obwohl hier sind nicht soooo viele Autos, eine richtige Großstadt ist meine Stadt nicht. Danke christine :-)

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #37684

    Ich habe mein Fahrrad hier geparkt, dann brauche ich nur 10 Minuten, gerade über den Neckar. Zu Fuß brauche ich doppelt so lange ;-)

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #37681

    Danke liebe Leute! Ich werde doch hier in 10 Minuten frühstücken, mein Mann schläft eh und ich spare das Geld für Brötchen und verschwende nicht die Klinikkost.

    als Antwort auf: Cat Content #37679

    Liebe @erdbeere, das Bild ist von Franz Marc, einem Lieblingsmaler von mir. Danke, ich fühle mich geehrt irgendwie, wie traumhaft wäre es, könnte ich so malen… LG, Mowa

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #37669

    Guten Morgen @all,

    liebe @christine danke Dir, die Schmerzen sind doch wesentlich besser geworden. Zuerst das erstmalige Verbalisieren, das war ein großer Schritt für mich, und danach seit 20 Jahren immer wieder mal daran denken und verbalisieren.

    Die Sehnsucht, genau nach dem Verlorenen aber auch danach, mein damaliges Ich verstehen zu wollen und verzeihen zu können. Ich weiß, dass die Vergangenheit nicht geändert werden kann, aber irgendwie will ich mich auch nicht nur damit abfinden. Ich wünsche mir da mehr…

    Ja, mein Wochenende zu Hause kann jetzt beginnen, denn die Tür zur Station wird jetzt um 7 Uhr aufgeschlossen. Dann werde ich in der gemeinsamen Wohnung übernachten und morgen bis 21 Uhr zurückkommen :yahoo:

    Uns allen ein schönes Wochenende wünscht

    Mowa

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von Mowa geändert.
    als Antwort auf: Cat Content #37661

    als Antwort auf: Cat Content #37651

     

     

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von Mowa geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von Mowa geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 11 Monaten von Mowa geändert.
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    als Antwort auf: Notizen von Mowa #37538

    als Antwort auf: Cat Content #37516

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #37515

    Liebe @Aqua,

    danke für Deine Rückmeldung. Wenn Du Dana bist, dann hatte ich mich gewundert, warum Du nicht mehr geschrieben hast. Schön, dass Du doch hier bist.

    Ja, es ist immer so tragisch, wenn wir Talente nicht ausleben und ausreifen können. Im Gegensatz zu Dir bin ich mir nicht sicher, inwiefern ich wirklich musikalisch talentiert war und bin, aber es war auf jeden Fall mein Kindheitstraum. Ein E-Piano habe ich mir auch zugelegt, einmal als ich studiert habe und einmal nach meiner ersten Psychose. Das neuere haben wir immer noch zu Hause und vor allem mein Mann experimentiert damit, was mich sehr freut.

    Da fällt mir ein, bei Musik geht es mir genauso wie in Deinem Beispiel mit Museumsexponat. Inzwischen ist mir klar, was ich mag, und Musikhören ist ein solches sinnesintensives Erlebnis. Kennst Du den Film „Hello, I am David!“ über und mit David Helfgott? Jetzt im Schub war mein Erleben seines Klaviers so intensiv, und ich habe über FB seinen Manager angeschrieben und gesagt, es sei mein surrealer Traum, sein Rach 3 zu vokalisieren. Der Manager war sehr freundlich und hat mir auch tatsächlich hilfreiche Rückmeldungen gegeben :-)

    Ja, und diesen Satz von mir wollte ich noch gerne etwas erklären:

    Ich war als Kind ein sehr schwieriges Kind, das gelogen, geklaut und getötet hat.

    Als ich im Kindergartenalter war (vielleicht schon in der 1. Klasse), habe ich von der Mutter einer Freundin 2 Küken geschenkt bekommen. Zu Hause angekommen, sagte mir meine Mutter, nein wir könnten die Tiere auf keinen Fall behalten und ich müsse die Küken zurückbringen. Und irgendwie habe ich es nicht geschafft, zum Haus der Freundin zurückzukehren und die Küken zurückzugeben. Stattdessen habe ich unterwegs an einer Müllsammelstelle eine Buddhafigur gesehen, die viel wog (vielleicht aus Messing oder so). Und ich habe die Küken mit dieser Buddhafigur zerquetscht, „Es tut mir leid aber es geht nicht anders“ murmelnd.

    Natürlich wurden die toten Küken bald darauf entdeckt, und meine Mutter hat davon sehr schnell erfahren. Zur Strafe habe ich unseren Spaten in die Hand gedrückt bekommen und musste die Küken etwa 10 m entfernt von der Müllsammelstelle begraben, in aller Öffentlichkeit sozusagen. Ich habe mich sehr geschämt und habe die Küken wie versteinert bestattet.

    Ja, dieses Erlebnis war derart mit Schuld- und Schamgefühlen besetzt, so dass ich 20 Jahre lang oder so es nicht verbalisieren konnte. Und als ich es tat, zu Hause bei meiner Familie (vielleicht war nur meine Mutter anwesend), kamen mir sofort die Tränen ins Auge. Heute ist immer noch ein großes Bedauern, und es ist mir noch etwas rätselhaft, warum ich die Küken damals nicht einfach bei der Freundin zurückgebracht hatte.

    Letztes Jahr in der Klinik habe ich u.a. dieses Bild gemalt:

    Das Bild enthielt zuerst nur die Buddafigur und die beiden Küken im Blutbad. Als ich dann immer weiter gemalt habe, hatte ich plötzlich noch das Riesenküken hinter der Buddhafigur. Das fand ich so faszinierend, und das Bild gefällt mir immer noch ziemlich gut… :-)

    Diese Geschichte von den Küken habe ich auch schon im KNS-Forum gepostet, und wenn das Forum jetzt zur Verfügung stehen würde (tut es leider seit einer Weile nicht mehr), hätte ich die Geschichte einfach verlinkt, naja. Es ist also nicht, dass ich als Kind dauernd etwas mit Absicht getötet hätte, und abgesehen von den Küken war ich auch eher so, dass ich keiner Fliege etwas antun wollte. Zumindest wurde das von einer uralten Schulfreudin aus meiner Bonner Zeit neulich bestätigt („uralt“ d.h. die Freundschaft haben wir seit über 30 Jahren).

    LG,
    Mowa

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #37448

    Liebe Aqua,

    danke für deinen Post. Deine Schilderung über Dein persönliches Erleben, wenn Du z.B. vor einem Exponat im Museum stehst, das kann ich sehr gut verstehen, denn es geht mir glaube ich sehr ähnlich. Dass Du inzwischen im Reinen mit Dir bist, das klingt wirklich schön und freut mich für Dich.

    Das Wiedererlangen des eigenen Ichs erlebe ich i.a. so, dass ich mich darauf verlassen kann, dass ich auf externe Reize reagiere und mit ihnen interagiere, und zwar nicht nach einem beliebigen oder allgemeingültigen Algorithmus wie bei Maschinen, sondern ganz individuell menschlich, was nur ich kann, weil ich als Mensch einzigartig bin. Es ist wie ein Versuch, sich selbst erneut kennen zu lernen. Dabei empfinde ich ich eine Art Gewissheit und Vertrauen, dass meine Gefühle und Gedanken vollkommen in Ordnung sind und von mir selbst erstmal zugelassen und angenommen werden dürfen.

    Eigentlich bin ich auch extrovertiert und exzentrisch, glaube ich, aber dieser Teil von mir wurde wohl früh in der Kindheit stummgeschaltet. Nach außen hin wirkte ich mit zunehmendem Alter immer introvertierter und angepasster.

    Als meine Mutter letztes Jahr nach meinem ersten Rückfall die Bilder sah, die ich ein Jahr nach meiner ersten Psychose in 2010 gemalt hatte, hat sie so kommentiert, sie sei froh, dass ich solche Bilder malen kann, die nicht krampfhaft versuchten angepasst zu wirken. Ich lege viel Wert auf dieses Urteil von ihr und beziehe es nicht nur auf die Zeit seit meiner ersten Psychose in 2010, sondern auch auf meine gesamte Jugend und Kindheit.

    Ich war als Kind ein sehr schwieriges Kind, das gelogen, geklaut und getötet hat. Und meinen ersten Klavierunterricht bekam ich mit 9 Jahren, d.h. erst nach 5 Jahren Überzeugungsarbeit bei meinen Eltern, dass ich wirklich Klavier lernen wollte. Ein knappes Jahr später sind wir dann nach London umgezogen, und der Unterricht wurde nicht fortgesetzt, denn das Leben zum ersten Mal in einem fremden Land fernab von Japan wurde auch für mich damals zu sehr spannend.

    Na ja, kritisieren will ich meine Eltern nicht, dafür dass ich nicht in der frühen Kindheit gefördert wurde. Erstens bringt das heute nichts und zweitens hätte ich als Eltern ganz sicher die Kinder nicht besser erziehen können. Drittens bin ich später doch sehr gefördert worden, vor allem als ich mit 16 Jahren aus dem Elternhaus ausziehen konnte und mit voller finanzieller Unterstützung alleine nach Deutschland zurückkehren durfte. Ich wette, dass Jugendliche mehrheitlich von einer solchen Gelegenheit träumen…

    Vor allem fehlt mir heute an nichts. Wie gesagt, meine Psychosen bringen Seiten von mir ans Tageslicht, mein nach außen hin gewandtes Wesen, das gerne mit Menschen zusammen ist und das Leben genießt. Das ist erst durch das Zusammenleben mit meinem Mann möglich geworden, da ich ihm gegenüber kein besserer Mensch oder sowas sein brauche sondern einfach nur ich selbst. Scheinbar und auf den ersten Blick vielleicht anspruchlos, und doch für mich sehr anspruchsvoll!

    LG,
    Mowa

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #37421

    Hallo @sartorius und @christine, danke für Eure Posts.

    Ja, ich meinte eher nicht meine Manien und den psychotischen Rauschzustand, sondern vor allem das, was nach deren Abklingen übrig bleibt. Und es bleibt zum Glück recht viel übrg, und das gibt mir das Gefühl, mein lange unterdrücktes Ich wiederzuerlangen. Nur darf die Medikamentendosis sicher nicht so hoch sein, damit dieses Übrigbleibsel nicht noch künstlich verschüttet wird. Wie christine in einem ihrer vorigen Posts ja auch angedeutet hat, kann ich diesen Ausnahmezustand nicht überwinden, wenn ich nicht dazu bereit bin mich mit ihm auseinanderzusetzen.

    als Antwort auf: Cat Content #37384

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #37366

    Danke schön liebe @Bernadette :heart:

    als Antwort auf: Notizen von Mowa #37363

    Guten Abend @all,

    heute Abend habe ich im Gespräch mit meinem Mann ausgerechnet, dass ich 17 Male mit meinen 42 Jahren umgezogen bin. Dabei in 9 verschiedenen Städten, verteilt in Deutschland, Japan und England. Ich bin in Japan geboren, und als ich 10 war sind wir nach London umgezogen. Danach ging es hin und her zwischen den Ländern und den Städten.

    Mit Sprachen hatte ich immer große Schwierigkeiten, nicht nur der Sprung von Japanisch zu Englisch und dann ein Jahr später zu Deutsch, aber auch die Sprachen meiner größtenteils ausländischen Freunden, die ich nicht sprach. So dass ich schnell gelernt habe, nur das, was ich verstehen konnte mitzunehmen und alles andere nicht zu beachten. Dadurch bin ich sehr anpassungsfähig, das ist wohl meine Stärke. Wenn in der zwischenmenschlichen Kommunikation die Richtung stimmt, dann komme ich schon damit klar.

    Auch bin ich Physikerin geworden, nicht weil ich sonderlich begabt darin war, sondern weil die anderen Fächer zu sprachlastig waren, so auch Biologie und Chemie. Und Mathematik war mir zu abstrakt.

    Die kulturelle Entwurzelung hat bei mir also früh stattgefunden, und ich bin bis auf sehr wenige Ausnahmen immer Außenseiterin geblieben. Irgendwie habe ich in der Pubertät schon ein sehr feines Gespür dafür entwickelt, ob ich in einer Gruppe angenommen werde. Und heute kann ich nicht klar sagen, ob ich bewusst Außenseiterin bleiben wollte oder ob ich es nicht anders konnte. Ich vermute eher, dass ich eigentlich immer dazugehören wollte und es meistens doch nicht geschafft habe.

    Jedenfalls, bereits den ersten Rückfall vor einem Jahr und auch jetzt den aktuellen Schub habe ich als so eine Art Wiederentdeckung des verlorenen Ichs erlebt. Also mein inneres Wesen, das ich seit Jahrzehnten unterdrückt habe und durch die Rückfälle eine Art Wiedergelangen an die Oberfläche (Rebound oder Jojo-Effekt wie in einer Diät vielleicht) erfährt. Es ist ein schönes Gefühl, ein Gefühl des Ankommens, der Entspannung.

    Es sind so kleine Dinge wie beim Abendbrot am Tisch vermisst werden, die mich irgendwie berühren. Zu sehen, dass ich einfach nur ich bin und doch von wenigen der Mitpatienten, die ich zu schätzen gelernt habe, vermisst werde. Das verdanke ich doch sehr auch meinem Mann, bei dem ich mich nicht genieren muss, dass ich teilweise so extrem eigenartig bin. Schließlich hat er sich auch in mich verliebt und sich für mich entschieden.

    Naja, soweit ein Update über mich, mich, mich. Es tut auch mal gut, vorsichtig über mein eigenes Leben nachzudenken.

    LG,
    Mowa

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