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Guten Morgen @all,
auf in den neuen (Arbeits-)Tag! Vormittags habe ich wieder Betriebsratssitzung, nachmittags habe ich keine festen Termine. Morgen und übernorgen dann wieder Urlaub
Gestern war mein Arbeitstag ok, das Gefühl in der Luft zu hängen war kaum da, und ich konnte relativ gut konzentriert arbeiten. Es hat geholfen, mir umsetzbare, klare Ziele zu setzen.
Als ich Feierabend hatte, hatte mein Mann unser Abendessen fast fertig zubereitet. Ich musste nur noch die Pasta kochen. Ein Traum! Das hat mir sehr geholfen.
Jetzt mache ich noch die Küche etwas sauber und gieße die Balkonpflanzen. Dann unter die Dusche und ab zur Arbeit.
Wünsche uns allen einen guten Mittwoch :bye:
Mowa-
Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 9 Monaten von
Mowa geändert.
Guten Morgen @rose,
danke für Deine guten Wünsche. Ja, für mich hängen Spaß und Erfolgserlebnis zusammen, im Moment hänge ich etwas in der Luft. Für heute habe ich mir daher vorgenommen, mehr Strukturen und kleinere Zielvorgaben in meine täglichen Aufgaben zu bringen.
Außerdem habe ich letzten Freitag erfahren, dass ein Kollege von mir offenbar in einen burnout-ähnlichen Zustand gefallen war und sich eine Auszeit nehmen musste. Das geht mir sehr nah und betrübt mich.
Als ich 2017 umgezogen bin und später im Jahr viele Monate ausgefallen war (zuerst wegen Erschöpfung und dann wegen eines psychotischen Rückfalls), hatte er von mir die wichtigsten Aufgaben am alten Standort übernommen. Und das, obwohl er Vollzeit-Doktorand war und noch ist. Es gab seitdem immer wieder Gespräche über eine zusätzliche Entlastung für ihn, aber umgesetzt wurde sie leider nicht.
Jetzt soll eine Teilzeitkraft am alten Standort eingestellt werden, extra nur für die anfallenden IT-Support-Tätigkeiten dort. Das wird meinen Kollegen sicher dauerhaft entlasten, und hoffentlich geschieht das auch rechtzeitig. Er ist für die kommenden 2 Wochen krankgemeldet. Wenn er danach wieder fit würde, wäre ich sehr froh, denn richtige Burnouts und Erschöpfungszustände lassen sich ja so schnell nicht auskurieren…
Einen guten Dienstag @all wünscht
MowaGuten Morgen,
danke schön liebe Aqua. Ja, Früherkennung ist entscheidend, denke ich. Ich denke auch, dass auch die präpsychotischen Symptome nicht aus dem Nichts auftreten, sondern dass es da so einen Übergang zur (noch) gesunden Wahrnehmung gibt. Und gerade da kann ich mich sicher noch festigen und aktiv etwas für mich unternehmen.
LG,
MowaGuten Abend @all,
hallo liebe @christine, ja das ist wahr mit dem Sport. Oft bewege ich mich zu wenig, bin auch übergewichtig. Das mit dem Glückstagebuch ist auch eine gute Idee. Sich an die schönen Momente des Alltags zu erinnern macht gute Laune. Ich versuche regelmäßig ein Gesundheitstagebuch zu führen, aber da fehlt mir oft genug auch die Disziplin…
Heute habe ich den ganzen Tag an der Steuererklärung gesessen und bin auch fertig geworden. Das war ein Stress, der vermeidbar gewesen wäre, hätte ich früh genug damit angefangen. Ist aber ok, ich war ja auch in der Klinik usw. Nächstes Jahr wird’s bestimmt besser! Jetzt bin ich leicht ausgelaugt und kann nur noch herumliegen.
Einen schönen Abend noch,
MowaOh, danke schön @Bernadette
Heute hatte ich ein entlastendes Gespräch mit meinem Therapeuten :good:
Es ging darum, dass ich Zweifel daran habe, weiterhin ohne Medikamente einen erneuten Rückfall zu riskieren und ob ich das so für mich entscheiden und meinen Mitmenschen (es ging vor allem um meine Arbeit und meine Kollegen & meinen Chef) es zumuten darf.
Darauf hin sagte er ja, mein Chef sei ein erwachsener Mensch und unterstütze mich mit sehenden Augen. Ich habe eine Behinderung, und warum sollte ich nicht deswegen 3 Monate im Jahr ausfallen? Sicherlich sei es noch schwer für mich das so anzunehmen.
Dann haben wir noch gesagt, dass ich seit dem aktuellen Rückfall einige Maßnahmen eingeleitet habe um mich zu entlasten (reduzierte Arbeitszeit, weniger Dienstreisen, Erwerbsminderunsrente). Und dass ich dabei bin mich gut zu stabilisieren. Und auch, dass sich die beiden Rückfälle (Jan/Feb 2018 und Apr/Mai 2019) in Dauer und Intensität unterschieden haben, dass ich durch einen besseren Umgang mit mir da Fortschritte gemacht habe usw.
Mein Therapeut unterstützt mich in meinem erneuten Absetzversuch. Vielleicht reichen diese Maßnahmen zur Stressreduktion aus, um mich auf Dauer ohne Medikamente stabil zu halten. Seine Unterstützung macht mich etwas wieder mutiger.
Außerdem hat er vorgeschlagen, den angesetzten Termin für meinen Vortrag nach hinten zu verschieben, um mich nicht zu stressen und mir mehr Zeit für die Voebereitung zu gönnen. Er hat mir noch einige Materialien zum Thema mitgegeben, über Früherkennung usw., was für mich auch sehr interessant sein dürfte.
Gezielt einen Ausbruch einer Psychose (im Sinne von Ersterkrankung) vorbeugen geht nicht, vermute ich. Dazu reagiert jeder Mensch zu unterschiedlich in (extremen) Belastungssituationen, ob seelisch und/oder körperlich. Gesunden Lebensstil pflegen, gesundes Maß halten usw., sowas ganz Allgemeines trifft sicher auf Jeden zu, aber sonst?
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Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 9 Monaten von
Mowa geändert.
Guten Morgen @christine,
Frangen über Fragen…
Ich versuche auf sie einzugehen:Hattest du dich inzwischen mit dem Stress-Vulnerabilität-Modell auseinandergesetzt oder dich auf das medikamentöse Entschleunigen beschränkt?
Allgemein versuche ich schon, auf meinen Stresspegel zu achten. Gestresst war ich seit dem neulichen Rückfall im April noch nicht. Im Moment stehen die Steuererklärung und der Vortrag an, aber die Fristen kommen nacheinander, und das ist ja auch nur vorübergehend und kein Dauerzustand.
Medikamente nehme ich derzeit keine, seit über 4 Wochen. Psychotische Symptome habe ich auch keine, weder negativ noch positiv. Wie lange ich noch an der Medikamentenpause festhalten will, da bin ich mir nicht so sicher.
Leider habe ich wieder Neurodermitis-Stellen an den Händen, aber dieses Mal werde ich das Cortison möglichst meiden. Ich bin überzeugt, dass es psychotische Symptome bei mir fördert (Überschießen des Cortisolhaushalts beim Absetzen usw. laut meines Psychiaters, der das bei einigen seiner Patienten wohl auch schon beobachtet hat). Zumindest habe ich Anfang Februar und Anfang April dieses Jahr tatsächlich das so erlebt, nach den beiden Neurodermitisschüben und den zeitnahen Cortison-Behandlungen.
Was nutzt du inzwischen an Psychotherapie, um den Sortierprozess zu optimieren? Wer unterstützt dich beim Priorisieren und bei der Themenreduktion? Welche Stressoren hast du bislang ausmisten können?
Hmm, ich bin immer noch bei meinem Therapeuten, was mir hilft, um zu meinen Gedanken ein fachliches Feedback zu bekommen (habe übrigens später heute wieder einen Termin). Genauso mit meinem Psychiater.
Mein Therapeut hat angestoßen, ob ich nicht eine Erwerbsminderungsrente beantragen möchte. Und mein Psychiater hat mir gesagt, dass einige Patienten im Beschäftigungsverhältnis nach dem Rückfall es so handhaben, dass sie z.B. ein halbes Jahr lang wöchentlich einige Tage Urlaub nehmen.
Das mit den wöchentlichen Urlaubstagen mache ich jetzt tatsächlich so, dass ich nur 3 Tage die Woche arbeite. Ab Mitte August arbeite ich dann eventuell 4 Tage die Woche, das wird sicher auch helfen. Und die Dienstreisen werde ich auch nur noch alle 2 Wochen antreten, nicht wöchentlich, wie ich es vor dem letzten Rückfall einige Monate lang gemacht hatte.
Und bald habe ich einen Termin bei der Deutschen Rentenversicherung. Dort werde ich mich zum Thema Rente genauer erkundigen, um eventuell (d.h. wenn die finanziellen Einbußen für uns tragbar sind) nötige Schritte in Richtung Erwerbsminderungsrente einzuleiten.
Auch meine private Situation bessert sich mit der Zeit. Mein Mann und ich sind sehr unterschiedlich und sind besonders am Anfang unseres Zusammenlebens heftig aneinander geraten. Das ist inzwischen besser geworden, nachdem wir uns nach und nach sozusagen angeglichen haben. Es passieren immer noch Missverständnisse und Verletzungen, aber da arbeiten wir daran. Na ja, wie es eben immer so ist, wenn zwei Menschen zusammenleben. Auch hier hilft mir die Psychotherapie sehr, denn am Anfang, ganz ohne Therapieerfahrung, war ich allein mit dem Problem. Das war eine schwierige Zeit für mich.
Insgesamt aber ist mein Leben relativ geordnet und ruhig, so dass meine To-Dos überschaubar sind. Überfordert fühle ich mich nicht.
Ich war etwas erschrocken, dass du jetzt auch noch Betriebsrat geworden bist, statt Urlaub zu planen.
Ja, wobei meine Betriebsratstätigkeit nicht erst jetzt angefangen hat. Ich bin am alten Standort bei der Betriebsratswahl in 2014 als ordentliches Mitglied eingewählt worden, und bis Ende 2016 war ich im Betriebsrat, bis ich 2017 arbeitsvertraglich zum neuen Standort versetzt wurde.
Im April 2018 hat die nächste Betriebsratswahl stattghefunden, und damals war ich nach dem Rückfall im Januar / Februar noch in der Klinik. Die Betriebsratstätigkeit war mir so wichtig, dass ich mich unbedingt als Kandidatin aufstellen lassen wollte und noch während des stationären Aufenthalts im März an der Vorstellungsrunde der Kandidaten teilgenommen habe.
Bei den Wählern muss ich einen labilen Eindruck hinterlassen haben, auf jeden Fall habe ich die wenigsten Stimmen erhalten und wurde so zum letzten Ersatzmitglied. Ja, und inzwischen nehme ich fast jede Woche an der Betriebsratssitzung teil, weil die ordentlichen Mitglieder aus unterschiedlichen Gründen nicht (mehr) verfügbar sind.
Es ist ein guter Punkt, ob meine Betriebsratstätigkeit mich stresst. Klar ist, dass ich durch diese Tätigkeit weniger Zeit für meine sonstigen Aufgaben habe. Andererseits kann ich meine sonstigen Aufgaben recht flexibel gestalten, und mein Chef war schon immer damit einverstanden, dass ich im Betriebsrat bin. Natürlich braucht man kein Einverständnis vom Vorgesetzten um Betreibsrat zu sein (im Gegenteil), aber da mir persönlich die gute Bezeihung zu meinem Chef wichtiger ist als meine Mitwirkung im Betriebsrat, würde ich nichts gegen seinen Willen unternehmen.
Der Betriebsrat am neuen Standort tickt anders als der am alten Standort, und um ehrlich zu sein, macht es mir im Moment nicht so viel Spaß. Die stundenlangen Sitzungen strengen mich an, und gleichzeitig habe ich nicht das Gefühl, dass ich etwas Sinnvolles beitragen kann. Ich fühle mich auch nicht wirklich verpflichtet, da ich ja nur das letzte Ersatzmitglied bin. Dennoch werde ich vorerst dort bleiben, solange die Tätigkeit mich nicht überfordert. Nächstes Jahr wird wahrscheinlich sowieso eine vorzeitige Neuwahl stattfinden müssen, weil wir bald personellen Engpass haben werden.
Wo tankst du das meiste Glück auf? Wofür wirst du heute dankbar sein?
Im Moment bin ich täglich dankbar, dafür dass meine eigenen mentalen Filter funktionieren, ohne dass mich die Neuroleptika dazu zwingen. Ich gehe meinem Alltag nach, ohne dass ich psychotische Regungen in mir bemerke, und dieses Normale ist für mich an Wert nicht zu übertreffen. Ich bin so froh, dass ich auf der Arbeit bin und normal mit den Mitarbeitern kommunizieren kann.
Glück hört sich irgendwie übertrieben an, aber wenn ich nachdenke, dann schätze ich mich glücklich für das, was mir geschenkt wird. Eine bestimmte Tankstelle für Glück habe ich nicht, aber der Alltag, das scheinbar Banale, dafür bin ich sehr dankbar.
LG,
MowaEndlich Feierabend! Ich bin so froh, dass morgen wieder der letzte Arbeitstag für diese Woche ist und ich wieder einige Tage lang faulenzen kann. Außerdem müsste spät am Donnerstagabend mein Mann zu Hause ankommen, und darauf freue ich mich schon. Am Sonntag habe ich endlich mit unserer Steuererklärung angefangen und bin so 30% oder so weitergekommen. An meinen freien Tagen will ich sie dann fertig bearbeiten und einreichen.
So langsam würde ich gerne mehr an meinem Vortrag arbeiten, aber derzeit komme ich nicht dazu. Ich werde versuchen, morgen nachmittags 2 Stunden oder so einfach Home Office zu machen, damit ich nur das machen kann. Sonst passiert immer zu viel im Büro… Und der ganze Vormittag ist schon verplant, da habe ich wieder Betriebsratssitzung…
Allmählich kommt bei mir der Zweifel auf, ob und wie lange ich meine Medipause noch verantworten will und kann. Psychotische Symptome habe ich seitdem nicht, das waren jetzt 4 Wochen. Ich habe Sorge, dass ich es wieder nicht schaffe, rechtzeitig die Medis zu nehmen bzw. mich einzuweisen und dadurch meinen Mann, die Nachbarn und die Kollegen damit belästige und belaste.
Beim letzten Rückfall im April/Mai waren es nicht nur die 3 Wochen Klinikaufenthalt, die ausgefallen waren, sondern auch die Wochen zuvor, in denen ich halbakut teilweise gearbeitet habe, und die Wochen danach, in denen ich noch nicht fit war. Diese Lücke wieder zu schließen, ist jetzt immer noch mühsam und ressourcenzehrend.
Noch ist es so, dass mein Mann zu mir hält, die Nachbarn weiterhin lieb und hilfsbereit sind, die Kollegen respekt- und verständnisvoll sind, und mein Chef mich mit meinen Psychosen akzeptiert. Das würde sich aber sicher bald ändern, wenn ich zeitnah immer wieder rückfällig würde. Meine persönliche Integrität würde bestimmt darunter leiden, vermutlich immer mehr, bis ich nicht mehr gewollt werde.
Die Ambivalenz ist in letzter Zeit gewachsen. Ich bin froh, wenn ich bald mit meinem Mann darüber in Ruhe sprechen kann. Außerdem habe ich am Donnerstag auch einen Termin bei meinem Psychotherapeuten.
Lieben Dank @Bernadette. Gestern habe ich viel geschlafen, scheinbar hat mich die Dienstreise doch angestrengt. Dir auch einen schönen Sonntag & gute Zeit mit Deiner Familie
Guten Morgen @all,
danke erdbeere und DiBaDu für Eure Posts.
Mein Mann kommt am Donnerstag wieder @erdbeere. Solange habe ich eine sturmfreie Bude. Vermisse ihn aber auch schon. Wir werden jeden Abend miteinander skypen und tagsüber SMS austauschen.
Das hört sich nach einem Psychoterror an @DiBaDu, aber klar, Verliebtheit macht großzügig und auch oft genug unvernünftig. Ich kenne es auch von mir, dass ich in Konfliktsituationen mich eher zurückziehe und schweigsam werde, besonders am Anfang, als wir zusammengezogen sind und uns noch kaum kannten. Meine Absicht war dabei nicht, das Schweigen als Druckmittel zu missbrauchen, wie mein Mann mir damals immer wieder vorgeworfen hatte, sondern ich wurde so sprachlos, weil ich nicht begreifen konnte, wie sehr ich missverstanden werden konnte. Und da fehlten mir einfach die Worte.
Inzwischen versuche ich mich mehr zu erklären und bin, wie ich selber finde, wesentlich konfliktfähiger geworden. Dennoch wirft mich so ein Konflikt jedes Mal aus der Bahn, so dass ich etwa eine Woche brauche um mich wieder aufzurappeln. Rückblickend sind es fast jedes Mal irgendwelche Missverständnisse, die immer weiter eskaliert sind. Und da mein Mann und ich von Natur aus sehr unterschiedlich sind und auch unterschiedlich aufgewachsen sind, sind gelegentliche Missverständnisse vorprogrammiert. Wir streiten uns aber wesentlich weniger als damals im ersten Jahr unseres Zusammenlebens
Mein Therapeut hatte mir zu Beginn der Therapie „Miteinander reden“ von Schulz von Thun empfohlen (wohl ein Standardwerk), und darauf hin hatte ich die Kindle-Version von Band 1 bis 3 gekauft. Die ersten 30 Seiten hatte ich damals vor 2 Jahren gelesen und für gut empfunden, und seit einigen Tagen lese ich im Buch weiter. Also ich finde es wirklich gut und hilfreich! Finde typische Situationen in unseren Konflikten auch wieder, nur wird es sicher nicht reichen, sich das Buch einmal durchzulesen und es dann wegzulegen. Aber einmal ist besser als keinmal!
Wir hatten bislang zum Glück auch keine großen Probleme uns zu versöhnen, das geschieht normalerweise noch am selben Tag. Von mir aus wäre ich wohl länger (bestimmt mehr als 1 Tag) beleidigt und geknickt usw., aber mein Mann hält die Situation nicht aus. Im Nachhinein bin ich immer froh, dass mein Mann uns dann zur Versöhnung drängt. Ja, und doch brauche ich nach einer solchen Versöhnung noch einige Tage, bis ich mich normalisiert habe.
LG,
MowaDanke schön liebe erdbeere!
Inzwischen bin ich zu Hause angekommen, bin vorher kurz nochmal ins Institut um einige Päckchen abzuladen. Heute habe ich mal vier Päckchen vom alten zum neuen Standort getragen, der Rucksack war dadurch recht schwer aber es ist ok für mich, bei der Gelegenheit Postbote zu sein.
Heute sind mehrere kleine Sachen hintereinander schiefgegangen, und bei jedem vermeintlichen Missgeschick habe ich gedacht: „Oh was habe ich denn jetzt wieder falsch gemacht“, dabei hat es sich herausgestellt, dass ich nicht selber die Ursache war. Ich bin etwas empfindlich und momentan übervorsichtig, wenn es um eigene Fehler geht.
Im (halb-)akuten Zustand im April und unmittelbar nach der Klinik im Mai/Juni war ich nicht mehr bzw. noch nicht in der Lage die Zusammenhänge zu verstehen und habe so manche Verwirrungen gestiftet. Das ist mir die letzten Wochen immer mehr bewusst geworden, und jetzt versuche ich wieder mehr Ordnung einzubringen.
Zum Glück konnten die Probleme von heute bis zu meiner Abfahrt gelöst werden, und so kann ich mich jetzt darauf freuen, das Wochenende möglichst faul und entspannt genießen zu können. Im August werde ich zwei Dienstreisen zum alten Standort antreten, und darauf freue ich mich auch schon.
Meinem Kopf und Innenleben ging es die letzten Tage prima, d.h. unspektakulär normal und das ist auch gut so. Ich hatte aber für den Notfall 5 mg Olanzapintabletten mit auf die Dienstreise genommen. Ich kann ja nicht sicher sein, wie stressempfindlich ich bin.
Es wäre so gut, wenn ich rechtzeitig und selbstständig diese Tabletten schlucken würde, bevor ich klinikreif bin. Und falls doch zu spät, wäre es auch gut, wenn ich mich selbst einweisen könnte. Dann wären meine Rückfälle für die Anderen sicher auch unproblematisch, sowohl zu Hause als auch auf der Arbeit.
Ich warte immer noch auf die Antwort des Landratamts, nachdem ich im November eine Erhöhung des GdB beantragt habe. Seit 2013 habe ich einen GdB von 30, und mein Gleichstellungsantrag wurde 2015 abgelehnt.
Mitte Mai habe ich dann endlich die Antwort bekommen, und mein GdB wurde rückwirkend seit dem 7. November 2018 von 30 auf 50 erhöht, befristet auf 3 Jahre. Von meinem Psychiater habe ich erfahren, dass diese Befristung auch „Heilungsbewährung“ genannt wird.
Guten Abend @all,
danke @Aqua, @christine und @DiBaDu für Euer Feedback. Es geht mir schon wesentlich besser, heute quasi wieder normal. Ich wusste schon aus den vergangenen Konflikten, dass es mir etwa nach einer Woche wieder gut gehen wird.
Inzwischen habe ich Tag 1 meiner Dienstreise gut überstanden und liege schon im Bett, leicht erschöpft. Es war ein relativ entspannter und angenehmer Arbeitstag, und es war sehr schön, meine Kollegen am alten Standort nach einigen Monaten wiederzusehen. So normal, als hätte ich nie gefehlt. Ich war zuletzt Ende März hier.
Morgen ist ein etwas kürzerer Arbeitstag, gegen 16 Uhr müsste ich zu Hause ankommen. Mein Mann ist jetzt unterwegs zu seiner Heimatstadt, dort bleibt er eine Woche. Gestern haben wir uns nochmal versöhnt, und jetzt fehlt er mir schon. Es wird ungewohnt sein, zu Hause anzukommen, ohne dass mein Mann auf mich wartet.
Euch noch einen schönen Abend
Mowa -
Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 9 Monaten von
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