Pia

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  • als Antwort auf: Stimmenhören #367137
    Pia

      Ja klar, es sind eben teils Introjekte mit auch unterschiedlichen Fähigkeiten, können eben (teils) auch Täter:innenintrojekte sein, die aber eben auch Traumafolgestörungen sind.

      Früher konnten die Menschen sich das überhaupt nicht erklären und auch heute noch sind wir alle unterschiedlich kulturell auch religiös geprägt, weil die unterschiedlichen Religionen eben auch heute noch durch viele unterschiedliche Menschen repräsentiert werden und unterschiedlichste Einflüsse auf verschiedene Menschen haben.

      Früher konnten sich die Menschen solche Phänomene wie Stimmenhören oder DIS oft überhaupt nicht anders erklären, als dass es Dämonen, Teufel, Engel, Fabelwesen wie Feen etc. gäbe.

      Früher glaubten Menschen auch noch an Hexen und brachten diese Frauen um, weil sie zum Beispiel Kenntnisse in Kräuterkunde hatten und anderen Menschen vielleicht mal einen Tee gegen Schlafstörungen, Magenschmerzen oder sonstwas machten und es natürlich nur Hexerei sein konnte, dass die Beschwerden dann verschwanden und es natürlich auch die Hexen waren, die Menschen böse Krankheiten und schlimme Lebensumstände anhexten.

      Heute werden Apotheker:innen nicht mehr umgebracht wegen ihrer Kenntnisse zu Kräutern oder Arzneimitteln und viele dieser Wirkungen solcher Mittel sind ja mittlerweile auch wissenschaftlich erwiesen. Es ist keine Hexerei oder Zauberei.

      Heute gibt es schon sehr viel wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse darüber, wie zum Beispiel Stimmenhören im Gehirn funktioniert, und auch schon bewiesen ist, mit zum Beispiel bildgebenden Verfahren, wie es Frau Yolanda Schlumpf eben zu DIS gemacht hat.

      Dazu hat sie ja auch einige  Präsentationen mit Bildern anschaulich in ihrem Vortrag.

      Bei Menschen mit der schwersten Form von Traumafolgestörungen.

       

      Man kann diese Stimmen oder eben (Täter:innen)introjekte meiner Meinung nach nicht loswerden, indem man sie mit Gedanken, Beschimpfungen und Pillen versucht loszuwerden, weil sie eben ein Teil unserer eigenen Körper und Gehirne sind, was man ja bei Menschen mit DIS gut begreifen kann.

      Die teilen sich ja einen Körper, diese verschiedenen, durch intelligente Überlebensmechsnismen des eigenen Körpers entstandenen Charaktere und das sind eben keine siamesischen Zwillinge zum Beispiel, wo man inzwischen schon durch aufwändige Operationen von sehr guten Chirurgen einige siamesische Zwillinge trennen konnte, die das überlebt haben.

      Das ist aber bei einer DIS zum Beispiel klar nicht möglich.

      Bei DIS äußern sich die verschiedenen Persönlichkeiten ja auch durch Stimmen im Kopf zum Beispiel. Fast alle Menschen mit DIS hören Stimmen.

      Manche Persönlichkeiten eines DIS-Systems, wie sie es nennen, ich mag den Begriff „System“ für Menschen nicht, aber das ist meine persönliche Ansicht.

      Manche Persönlichkeiten eines DIS-Systems können zum Beispiel nur malen oder schreiben oder nur in Bildern denken und kommunizieren. Das sind auch keine irgendwelchen Hallus.

      Wir selbst können uns ja zum Beispiel auch Bilder im Kopf ausdenken.

      Bei einer Person mit Traumafolgestörungen wie z.B. der DIS, kann es dann vorkommen, dass diese Bilder, wo eine Persönlichkeit im System ein Bild gedacht hat und eine oder mehrere andere Persönlichkeit im System kann sie innerlich auch sehen wie ein selbst vorgestelltes Bild, vielleicht das Gesicht einer bekannten Person, einer Unbekannten oder Gegenständen.

      Alles was Menschen sich vorstellen können oder mal gesehen oder gehört haben kann vorkommen und genauso Fantasie natürlich, die wir auch alle in unterschiedlicher Ausprägung haben.

      Man kann traumatische Erfahrungen nicht wegoperieren.  Deswegen kann man sich eigentlch garnicht entscheiden, ob man z.B. die Stimmen behalten will oder nicht, außer Menschen, bei denen z.B. Medikamente gegen die Stimmen helfen.

      Wenn die Stimmen genauso denken, die Stimmenhörende Person loswerden zu wollen, dann gibt es natürlich so eine Art inneren Krieg, den keiner gewinnen kann, weil alle im „System“ nur ein Gehirn besitzen und nur einen Körper.

      Natürlich haben vielleicht einige Stimmen große Ängste deswegen und kämpfen um ihr (Über)leben und eben gegen die Stimmenhörer:innen verbal an.

      Vielleicht seht ihr euch mal das Video von Exit-sozial auf Dorf-TV an, was ich heute Morgen hier im Thread gepostet habe. Das könnte Stimmenhöre:innen vielleicht auch noch einige Erklärungen liefern.

      Die Stimmen haben jedenfalls keine übersinnlichen Fähigkeiten und wir selbst auch nicht, auch Innenpersönlichkeiten wie (Täter:innen)introjekte auch nicht, davon bin ich fest überzeugt.

      Viele von uns würden schon garnicht mehr leben, wenn die fiesen Stimmen uns umbringen könnten oder das Täter:innenintrojekt Pascal mich oder wie einige hier im Forum schon Verwünschungen ausgesprochen haben, wieviel Menschen denen schon zum Opfer gefallen wären, wenn sie wirklich solche Kräfte hätten.

      Selbstverständlich aber will ich niemandem ausreden, an Geister und andere Wesen zu glauben und seine Fantasie zu nutzen oder sowas. Das lag und liegt nicht in meinem Interesse. Ich bin auch weiterhin für Religionsfreiheit.

      Mein eigenes Interesse an solchen Themen begann durch eigene Erfahrungen mit Pascal, wie er sich seit einer Weile nennt, seit seinem „Auftauchen“ und meinem Interesse wissen zu wollen, „wer oder was“ er ist und natürlich wie am besten damit umgehen.

      Ich zum Beispiel lebe noch. :)

      Die Menschen konnten sich in früheren Zeiten auch nicht erklären, wie Regen, Wind, Stürme, Überflutungen oder Heuschreckenplagen, Erkrankungen wie Pocken oder die Pest entstanden sind und so vieles mehr nicht, was Forschung und die Wissenschaft uns heutzutage schon lange erklären kann und was alles keine Hexerei, göttliche Strafen, oder den Teufel als Erklärungen braucht. Wir wissen sowas durch die Wissenschaft heute ja praktisch alle schon besser.

      Das sind natürlich meine eigenen Gedanken, Erkenntnisse und Meinungen dazu. Muss ja niemand auch so sehen.

      als Antwort auf: Stimmenhören #367125
      Pia

        Ich komme nochmal auf den Vortrag der Neurowissenschaftlerin und Psychologin Dr. Yolanda Schlumpf zurück.

        An ihrem Vortrag und der Studie, die sie darin vorstellt, kann man sehr schön erkennen, dass Trauma(ta) und eben Traumafolgestörung(en) sich sehr unterschiedlich auswirken können.

        An der schwersten Form von Traumafolgestörungen kann man sehr gut erkennen, dass eben Personen mit dissoziativer Identitätsstörung wegen langanhaltenden, schwerer und schwerster traumatischer Erlebnisse in der Kindheit, mehrere Persönlichkeiten in ihrem eigenen Körper unbewusst und unabsichtlich entwickelt haben, die ganz verschiedene Charaktere, Fähigkeiten, Geschlechter, Meinungen etc. haben können, wie etwa ganz verschiedene Personen.

        Wie gesagt, es ist die schwerste Auswirkung von Trauma(ta). Eine Traumafolgestörung, die der Körper selbst entwickelt, um das Kind überleben zu lassen, was diese z.B. langanhaltende schwere Gewalt und oder Missbrauch etc. erlebt hat und die traumatischen Erfahrungen vom Gehirn, vom Körper „automatisch“ abgespalten wurden, ein intelligenter Überlebensmechanismus des Körpers.

        Selbstverständlich haben alle Menschen ihre eigenen Erfahrungen, ihre eigene Lebenserfahrung etc. und traumatische Erfahrungen können natürlich auch ganz unterschiedlicher Art sein, eben auch in der Schwere und der Schwere und Art, Auswirkungen der Traumafolgestörungen.

        Bei DIS ist ja zum Beispiel ganz deutlich, dass die verschiedenen Persönlichkeiten sehr verschieden sein können. Es sind bei diesen Menschen eben nicht alle „ICHs“ gleich, obwohl sie in einem einzigen Körper leben.

        So ähnlich, aber eben in anderer Weise verhalten sich ja z.B. auch Stimmen, die eben auch andere Charaktere haben  können, als die Stimmenhörer:innen selbst. Stimmenhörer:innen, die keine DIS haben, erleben sich ja immer als sie selbst, mit oder ohne Stimmenhören.

        Die Anteile, die Stimmen, die hören die Gedanken der Stimmenhörer:innen ja und können deswegen darauf reagieren. Sie nutzen andere neuronale Netzwerke im Gehirn, als die Stimmenhörer:innen selbst, aber irgendwo sind diese Netzwerke wohl auch teilweise verbunden im Gehirn, im Hörzentrum, so dass es vorkommen kann, sich gegenseitig zu hören.

        Das sind selbstverständlich keine irgendwelchen „Männchen“ im Gehirn.

        Das sind meine eigenen Erkenntnisse und Meinungen. Die muss selbstverständlich niemand übernehmen.

        als Antwort auf: Stimmenhören #367115
        Pia
          “Vortrag der Neurowissenschaftlerin und Psychologin Dr. Yolanda Schlumpf zur Neurobiologie der dissoziativen Identitätsstörung” 
          Video YouTube, 1 Stunde, 18 Minuten, November 2021
          In diesem Vortrag von Dr. Yolanda Schlumpf mit anschließendem Austausch, berichtet sie über neurowissenschaftliche Befunde der dissoziativen Identitätsstörung.
          Dr. Y. Schlumpf arbeitet am Lehrstuhl für Neuropsychologie der Universität Zürich.
          Die dissoziative Identitäts”störung” ist eine Traumafolge”störung” und dissoziative Symptome, dissoziative Traumafolgen, gibt es in verschiedenen Schweregraden (und individuellen Auswirkungen), wovon die dissoziative Identitätsstörung die schwerste ist.
          Da einige Foris auch mit dissoziativen Symptomen unterschiedlicher Art und Trauma(ta), bzw. verschiedenen Traumafolgen, (Traumafolge”störung(en)”), zu tun haben, wie z.B. Stimmenhören, verlinke ich euch das Video mal hier, da die Ärztin in ihrem Bericht über ihre Studie auch darauf zum Teil eingeht.
          Ich will damit selbstverständlich NICHT sagen, dass alle Stimmenhörer:innen eine DIS hätten oder alle mit anderen Traumafolgestörungen!
          Ich finde den Vortrag und die Studie sehr interessant. Frau Dr. Schlumpf hat die Studie unter anderem auch mit bildgebenden Verfahren gemacht.

          „Interview mit Dr. Yolanda Schlumpf zur Neurobiologie der dissoziativen Identitätsstörung“

          Frau Dr. Yolanda Schlumpf ist promovierte Neurowissenschaftlerin (und Psychologin).

          Ihr Forschungsinteresse gilt den neurobiologischen Grundlagen dissoziativer Störungen und den Wirkmechanismen traumatherapeutischer Interventionen.

          Ein Fokus ihrer Forschung liegt in der kritischen Auseinandersetzung mit den Behauptungen von Kritikern, die den posttraumatischen Ursprung von schweren dissoziativen Störungen bezweifeln und stattdessen von kulturellen und suggestiven Einflüssen durch Medien und Psychotherapeuten ausgehen.

          Quelle:

          https://www.dgtd.de/<wbr />tagungsarchiv/tagung-2019/<wbr />kurzbiografien/kb-schlumpf-v7

          Ich habe den Vortrag hier verlinkt, weil es für mich persönlich ganz logisch ist, dass die Stimmen zum Beispiel keine paranormalen Erscheinungen wie z.B. Wesenheiten wie Engel, Teufel oder Dämonen, Seelen und andere Fantasie- und Fabelwesen sein können, an deren Existenz ich persönlich auch nicht glaube, weil diese Wesen oder wenn manche Stimmenhörer:innen zum Beispiel annehmen, es wären die Nachbarn, Außerirdische, ein Geheimdienst oder andere Menschen, dass Antipsychotika und andere Psychopharmaka keinen Einfluss auf diese genannten „Wesenheiten“ oder eben die Nachbarn oder Freunde, den Geheimdienst haben können, weil die Wesenheiten oder Personen die Medikamente ja garnicht einnehmen, sondern die Stimmenhörer:innen selbst.

          Die Medikamente wirken sich ja selbstverständlich nur auf den eigenen Körper aus, auf das eigene Gehirn und nicht auf die Körper und Gehirne anderer Menschen, wenn man selbst Arzneimittel nimmt.

          Bei manchen Stimmenhörer:innen wirken ja verschiedene Antipsychotika oder andere Psychopharmaka, um die Stimmen ganz oder teilweise verschwinden zu lassen und sie wirken eben logischerweise nur im eigenen Körper und nicht woanders.

          Ich kann z. B. lärmende Nachbarn oder wen auch immer, selbstverständlich nicht „ruhigstellen“, indem ich Tabletten einnehme.

          Ich kann auch niemand anderem irgendwelche Schmerzen oder andere Beschwerden „wegzaubern“, indem ich dagegen Tabletten nehmen würde und nicht die betreffende Person selbst, die die Schmerzen oder andere Beschwerden wirklich hat.

          als Antwort auf: Stimmenhören #367100
          Pia
            Hörstadtgespräche – Stimmen hören
            dorftv, Video knapp 1 Stunde, 27. März 2023

            Stimmen hören

            Mag. Christian Lang, Psychologe, Intervoice OÖ, Exit-sozial Linz

            Oana-Mihaela Iusco, Graz , Peer-Beraterin

            Eine Person, die Stimmen hört, die sonst keine/r hört und für die es keinen äußeren Reiz gibt, gilt bei uns als verrückt, psychisch krank, paranormal begabt oder unter Drogeneinfluss stehend. In anderen Epochen oder in anderen Gesellschaften wurden Stimmenhörende manchmal als Heilige, Propheten oder Besessene betrachtet und behandelt. Sicher ist, dass die gehörten Stimmen nicht eingebildet sind, es handelt sich um tatsächliches Hören, die Hörrinde ist aktiv. Stimmenhören kommt bei Menschen häufig vor, die als „schizophren“ diagnostiziert wurden, aber auch viele gesunde Menschen hören Stimmen, z.B. in Phasen der Trauer, Situationen der Isolation, wenn sie ein Trauma erlebt haben.

            Stimmenhören kann sehr belastend sein, zum Verrücktwerden. Doch es ist nicht zum Verzweifeln, es gibt wirksame Hilfe.

            Über das Phänomen Stimmenhören und die Hilfsangebote für Betroffene sprechen wir mit einem Vertreter von Intervoice OÖ, Netzwerk Stimmenhören, einem Angebot von Exit Sozial, dem Verein für psychosoziale Dienste und mit einer Expertin aus Erfahrung.

            Live gesendet am 23. März 2023

             

            https://www.dorftv.at/video/<wbr />41877

            als Antwort auf: Umstieg von Risperdal auf Xeplion sinnvoll? #367052
            Pia

              Gerne, @Nussi.

              Ja, gerade wenn du mal reduzieren möchtest, wäre das mit Xeplion ein echtes Problem.

              Kennst du dich mit risikominimiertem Reduzieren aus?

              Wenn nicht, würde ich dir empfehlen, dich darüber mal zu informieren.

              als Antwort auf: Amisulprid #367046
              Pia

                Die Dosis habe ich mit meiner Psychiaterin zusammen bestimmt, @Arvisol und ja, die ist ganz individuell für mich persönlich.

                als Antwort auf: Amisulprid #367032
                Pia

                  Das ist alles ganz individuell, @Arvisol, wie ein Antipsychotikum bei jemandem wirkt. So pauschale Aussagen helfen da wenig.

                  Ich nehme keine Tabletten, sondern Solian Lösung, also flüssiges Amisulprid. Das geht leicht, es mit einer kleinen 1ml-Spritze zu dosieren. Die Spritze hat eine Einteilung von 0,01ml-Strichen.

                  als Antwort auf: Umstieg von Risperdal auf Xeplion sinnvoll? #366980
                  Pia

                    Hallo Nussi,

                    es kann doch sein, dass manche Menschen gut mit der Xeplion-Spritze klarkommen.

                    Es ist halt eine Abhängigkeit von der Spritze und wenn man Nebenwirkungen hat, kann man schlecht wechseln, weil das Zeug auch nach Absetzen so lange im Körper bleibt. Ein Gegenmittel gibt es leider nicht.

                    Wenn man wechselt, weiß man nicht unbedingt, falls man unerwünschte Wirkungen hat, ob es das neue Medikament ist, oder vielleicht eine Wechselwirkung mit dem Xeplion, weil es ja noch lange im Körper ist, trotz Absetzen.

                    Auch falls man trotz der Spritze Symptome bekommt, ist man damit viel unflexibler. Es gibt ja leider nur die großen Dosisunterschiede davon und man bekommt beim höher dosieren möglicherweise gleich die doppelte Dosis und das gleich für 28 Tage. Der Hersteller gibt im Internet an, dass es mindestens 4 Monate im Körper bleibt, die anderen Zahlen habe ich von Professor Jim van Os.

                    Man ist halt mit dem Xeplion viel unflexibler, auf Symptome mit Dosiserhöhung zu reagieren, zu reduzieren oder es evtl. wieder abzusetzen.

                    Mit dem Risperidon könntest du ja mit deinem behandelnden Arzt auch vorab besprechen, was tun bei Symptomen am Wochenende oder Feiertagen und mit ihm besprechen, wieviel dann erhöhen.

                    Bei der Spritze geht am Wochenende oder an Feiertagen nichts.

                    Wenn du deine Medikamente regelmäßig und zuverlässig nimmst, bist du damit halt viel flexibler und könntest evtl. auch mal eben am Telefon mit dem Psychiater oder der Psychiaterin besprechen, was im Falle eines Falles tun.

                    Manchmal reicht bei Symptomen ja auch, vielleicht nur gering zu erhöhen und für einen kürzeren Zeitraum,  statt gleich für viele Wochen oder Monate.

                    Mit der Xeplion-Spritze hatte ich praktisch garkeinen Antrieb mehr. Die Monate mit den höheren Dosierungen hab ich praktisch verschlafen und es war täglich ein harter Kampf für mich, gegen diese furchtbare Müdigkeit, Kraftlosigkeit und schnelle Erschöpfung an überhaupt noch was geregelt zu kommen. An weiter arbeiten war überhaupt nicht mehr zu denken. Es war für mich persönlich ganz schrecklich, so lahmgelegt zu werden. Ich war vorher eine ganz aktive Frau.

                    Schönen Sonntag dir. :ciao:

                    als Antwort auf: Amisulprid #366964
                    Pia

                      Ich nehme 34 mg Amisulprid morgens. Bei mir wirkt es nicht antriebssteigernd, @Arvisol. Ich nehme es alle 24 Stunden.

                      als Antwort auf: Umstieg von Risperdal auf Xeplion sinnvoll? #366901
                      Pia

                        Hallo @Nussi,

                        ich habe mal von Risperdal auf Xeplion und dann wieder aus Risperidon umgestellt.

                        Ich hatte von beidem erhebliche Nebenwirkungen, aber das muss ja nicht bei jedem so sein.

                        Es kann aber eben so sein, dass man eine Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen bekommt und das eventuell auch im Laufe der Zeit, die man ein Medikament nimmt. Nicht alles taucht unbedingt sofort auf.

                        Den einzigen Vorteil vom Xeplion fand ich, nicht jeden Tag an das NL denken zu müssen.

                        Du nimmst ja schon ein anderes Medikament, musst also eh jeden Tag an die Einnahme denken.

                        Das hatte ich dann auch flugs, dass z.B. ein Betablocker dazukam, weil mein Herz das Xeplion nicht gut vertrug, das Risperidon auch nicht, außerdem hatte ich in den höheren Dosierungen von 150, 100, 75, und 50 unfassbare Müdigkeit rund um die Uhr, gegen die kaum anzukommen war und schnell heftige Kraftlosigkeit, schnelle Erschöpfung (was wirklich nicht zu verwechseln ist mit mal normaler Müdigkeit, Überanstrengung, Kraftlosigkeit und Erschöpfung), außerdem dann Schlaflosigkeit.

                        Es ist eben das Problem, dass falls du das Medikament nicht mehr oder nicht gut verträgst, es ganz schwer ist, es wieder loszuwerden.

                        Es dauert nach Absetzen des Xeplion 170 bis zu 268 Tage, bis der Wirkstoff aus dem Körper verschwunden ist.

                        Wenn du aus irgendwelchen Gründen das NL wechseln möchtest, ist das ein echtes Problem, gerade wenn du aus Gründen von Nebenwirkungen wechseln möchtest.

                        Außerdem kommt es auch auf die Menge an. Nicht Alle benötigen dauerhaft hohe Dosierungen und wenn du reduzieren möchtest, ist das ja nur mit dem vom Hersteller auf dem Markt vorhandenen Dosierungen möglich, wie ich sie oben schon benannt habe und das sind für manche Menschen viel zu große Reduktionsschritte.

                        Außerdem solltest du bedenken, dass du alle 28 Tage in die Apotheke und zum Arzt musst, um die Spritze auch zu bekommen und dich vorher natürlich drum kümmern, das Rezept auch zu haben.

                        28 Tage sind schnell um und du hast die Rennerei viel öfter als bei Tabletten.

                        Wenn du in Urlaub fahren möchtest und in der Zeit deine Spritze dran ist, müsstest du sie dir vorher besorgen und dich erkundigen, welcher Arzt dir am Urlaubsort die Spritze gibt und dafür noch ein Schreiben deines behandelnden Psychaters an den anderen Arzt vorher besorgen.

                        Falls du arbeitest oder in Zukunft arbeiten möchtest, solltest du bedenken, dass du alle 4 Wochen in der Woche zum Arzt musst, dir die Spritze geben lassen und nicht einfach zu deinen Zeiten eine Tablette nehmen kannst, ohne das dein Chef und deine Arbeitskollegen das mitbekommen.

                        Es kommen eben auch Feiertage, an denen eigentlich dein Spritzentermin wäre und alles muss neu geplant werden.

                        Du könntest auch mal so krank im Bett liegen, dass du nicht zum Arzt könntest, die Spritze geben lassen.

                        Ein ander Punkt ist, dass die Einstichstelle durchaus jedes Mal ein paar Tage bis Wochen unangenehm weh tun kann, nicht muss. Entzünden könnte sich die Stelle auch.

                        In den Oberarmen tat mir die Spritze immer lange weh, keine heftigen Schmerzen, aber spürbar unangenehm und ich hatte immer lange Knubbel unter der Haut davon.

                        Deshalb entschied ich mich, mir die Spritze nur noch in den Po geben zu lassen, immer abwechselnd in die Seiten. Die Seiten müsstest du dir echt merken, sollte man nicht zweimal hintereinander in eine Seite bekommen.

                        Dann gibt es noch den Aspekt der MTAs. Die meisten sind meiner Erfahrung nach nett und können unterschiedlich gut spritzen, die meisten ziemlich gut.

                        Manche MTAs haben stigmatisierende Vorurteile, ohne Ahnung von Psychosen und Schozophrenie zu haben und die kennen dich ja nicht persönlich. Schon können dich ein paar diskriminierende, stigmatisierende, unangenehme Sprüche treffen, ohne dass du daran Schuld hättest.

                        Außerdem kann auch die Spritze ins Popöchen Tage bis Wochen unangenehm weh tun.

                        Mein Fazit für mich persönlich ist, dass ich nie wieder diese Spritze nehmen würde und ich sehr froh bin, dass ich die häufige Arztrennrei wieder losgeworden bin.

                        Die unerwünschten Nebenwirkungen vom Xeplion habe ich leider als Langzeitfolgen vom Xeplion auch nach mehr als 1,5 Jahren nach Absetzen, Wechsel auf Amisulprid, immernoch.

                        Ich hatte das Xeplion volle 5 Jahre, davon 3 Jahre 25 mg.

                        Ob das Xeplion besser gegen Symptome wirkt als Risperidon, kann ich nicht sagen, weil ich in der Zeit keine Symptome hatte.

                        Falls du wechseln möchtest: Die Umrechnung ist laut Fachinformation von Janssen 1:1, also 1 mg Risperidon pro Tag = 1 mg Paliperidon pro Tag.

                        Die Fachinformation in der das steht, hab ich irgendwo im Thread „Methoden zum risikominimierten Reduzieren und Ausschleichen von Psychopharmaka“ im Unterforum Therapie hier im Forum verlinkt.

                        Bedenke vielleicht auch, dass du Xeplion bei Bedarf nur um größere Dosierungen auf- oder abdosieren könntest und Risperidon in viel kleineren Dosierungen. Risperidon gibt es ja außer in Tablettenform auch flüssig, womit man kleinschrittiger dosieren kann.

                        Wechsel auf ein anderes Medikament ist natürlich wegen der viel geringeren Zeit, die der Wirkstoff einer Tablette im Körper bleibt, im Verhältnis zu der so langen Zeit vom Xeplion, viel einfacher. Du kannst im Voraus nicht unbedingt wissen, ob du das Medikament ewig gut vertragen wirst oder irgendwann wechseln möchtest.

                        Außerdem wäre es auch z.B. bei einer bestimmten Augenoperation (steht im Beipackzettel) ein mögliches Problem. Ich würde dir empfehlen, dir den Beipackzettel mal im Internet durchzulesen.

                        Das möchte ich dir nur alles zu bedenken geben. Ich kann selbstverständlich nur von meinen persönlichen Erfahrungen dazu berichten.

                        als Antwort auf: Stimmenhören #365856
                        Pia

                          Hallo @Lylia,

                          die Phänomene, die Menschen erleben können, sind so unterschiedlich. Ich kann dir deine Fragen auch nicht beantworten.

                          Ich höre ja zum Glück keine Stimmen, aber mein „Problem“ ist ähnlich.

                          Das Netzwerk Stimmenhören e.V. in Berlin:

                          https://stimmenhoeren.de/<wbr />ueber-uns/

                          berät kostenlos zu allen möglichen Phänomenen, die Menschen so erleben können und nicht nur, wenn man Stimmen hört.

                          Ich habe mich da mal beraten lassen.

                          Ich hatte damals eine kurze Mail hingeschrieben und um einen telefonischen Beratungstermin gebeten. Ich bekam relativ schnell einen Termin und eine sehr nette, kompetente Frau rief mich dann an.

                          Wir haben etwa eine Stunde miteinander geredet. Sehr freundliches, informatives Gespräch.

                          Kann ich echt empfehlen, sich da beraten zu lassen.

                          Ich höre meine Gedanken nicht laut, auch nicht, wenn ich über etwas nachdenke oder meine Gedanken an Pascal richte. Ihn kann ich zum Glück auch nicht hören.

                          als Antwort auf: Stimmenhören #365838
                          Pia

                            Bitte. Du kannst da auch anonym anrufen oder mailen, wenn dir das lieber ist Dre@mwalker.

                            Ich kann dir deine Frage nicht beantworten, sonst hätte ich das getan.

                            Das Netzwerk Stimmenhören in Österreich gibt es schon ziemlich lange und die haben echt Ahnung und könnten dir dazu konkreteres sagen.

                            als Antwort auf: Stimmenhören #365824
                            Pia

                              Es gibt nicht DAS Stimmenhören, was für alle gleich ist, @Dre@mwalker.

                              Ich würde dir vorschlagen, dich einfach mal kostenlos beim Netzwerk Stimmenhören e.V. in Linz, Österreich, dazu beraten zu lassen.

                              Das geht natürlich auch telefonisch oder per Mail.

                              Da findest du geschulte Erfahrungsexpert:innen, die dir deine Fragen sicher gut beantworten können.

                              Hier die HP des Netzwerk Stimmenhören e.V. in Österreich:

                              https://www.stimmenhoeren.at/

                              als Antwort auf: Stimmenhören #365714
                              Pia
                                „Weltkongress „Hearing Voices“ in Kopenhagen

                                Unser Leben zurückerobern – 26. und 27. September 2024

                                Der World Hearing Voices Congress 2024 findet am 26. und 27. September in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt . Das Thema des Kongresses lautet: „Unser Leben zurückerobern“.

                                Diese jährliche Veranstaltung bringt Stimmenhörer, Angehörige und andere Verbündete zu einer zweitägigen Veranstaltung zusammen, bei der die Vielfalt des Stimmenhörens, Sehens und verwandter menschlicher Erfahrungen erforscht und gefeiert wird. Es ist ein Ort, an dem Menschen aus aller Welt zusammenkommen, um miteinander in Kontakt zu treten und voneinander zu lernen.

                                Wir sind gerade dabei, den Kongress zu organisieren und planen, Mitte Januar eine Website fertigzustellen, auf der Sie weitere Informationen erhalten und sich anmelden können.

                                Wenn Sie mehr über den Kongress erfahren möchten, einschließlich Informationen zu den Vortragenden, besuchen Sie die Facebook-Seite des Kongresses. 

                                https://www.facebook.com/world.hearing.voices.congress.in.copenhagen/

                                Aufruf zur Mitwirkung

                                Die Stärke des World Hearing Voices Congress beruht auf der Vielfalt der Menschen, die ihn unterstützen. Wenn Sie zum Kongress beitragen möchten, indem Sie einen Workshop abhalten, eine Präsentation halten oder auf andere Weise, kontaktieren Sie bitte Jørn Ditlev Eriksen per E-Mail  unter je@psykovision.dk .

                                Wir freuen uns auch über die Rückmeldungen von Menschen mit kreativen Ideen, wie Sie zum Kongress beitragen und ihn zu einer spannenden, kollaborativen und verbindenden Veranstaltung machen können.

                                Auf dem Kongress wird es auch eine menschliche Bibliothek geben, in der sich die Teilnehmer einen Menschen „ausleihen“ können, um gemeinsam über den Titel ihres jeweiligen „Buches“ zu diskutieren. Wenn Sie mehr über die Bibliothek erfahren möchten und/oder planen, den Kongress zu besuchen und daran interessiert sind, ein „Buch“ darin zu sein, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.“

                                (Zitat automatisch übersetzt mit Google)

                                Quelle: 

                                World Hearing Voices Congress In Copenhagen

                                Pia

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                                  Unter „Mehr“ unter dem Video sind noch einige Links, die vielleicht interessant zum Thema sein könnten.

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