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Hallo liebe mango,
Deinen Post von heute Morgen habe ich erst jetzt gesehen. Danke, Dir wünsche ich auch ein frohes neues Jahr!
Danke auch für das Kompliment, als “weise” wurde ich noch nie bezeichnet, aber als “kompliziert” schon. Ich bin Ende November 42 Jahre alt geworden, bin also wenige Wochen älter als unser Tody
Zuletzt hatte ich eine leichte depressive Welle, ca. nach dem 2. Weihnachtstag, daher war ich nicht so kommunikationsfreudig. Vielleicht meinst Du das mit “zurückgezogen”. Es geht mir seit vor-/gestern wieder besser, und vermutlich war ich davor eine Weile lang übermotiviert, so dass ich meine Energiereserven wieder mal leicht überreizt habe. Das kommt hin und wieder vor, aber damit kann ich gut umgehen.
Ansonsten bin ich unter der Woche auch oft nicht so kommunikationsfreudig, besonders abends, wenn ich platt von der Arbeit bin. Und dann ist es auch so, dass im Forum viel (und auch viel Interessantes) geschrieben wird, und leider komme ich nicht dazu alles zu lesen. Selbst posten kann ich dann noch weniger.
So, jetzt sollte ich zurück zur Arbeit. Eventuell poste ich später am Abend mehr. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit, und Dir & Mitlesenden wünsche ich noch einen angenehmen Nachmittag / Abend.
LG,
MowaHallo Mira,
wenn Du einen Rückfall riskieren kannst, würde ich an Deiner Stelle nach einem individuellen Umgang mit Medikamenten suchen.
Viele berichten davon, “es hat nicht geklappt”, aber ich denke, es kommt sehr auf die Details an, unter welchen Umständen welche Medikamente wie reduziert / abgesetzt wurden, was sich von Patient zu Patient sehr unterscheiden kann.
Daher würde ich mich nicht von bloßem “nein, es funktioniert nicht” (vor allem ohne detaillierte Hintergrundinformationen) von den Anderen abhalten lassen, sondern selber schauen, was der persönliche Umgang mit Medikamenten für mich bedeutet.
Mein Psychiater, dem ich als Arzt vertraue, hat mir gesagt, Neuroleptika-Medikation auf Bedarf werde nicht funktionieren, sie müssten (prophylaktisch) dauerhaft eingenommen werden. Und beruft sich dabei auf anerkannte medizinische Studien und ihre Statistiken.
Andererseits vermute ich, dass diese statistischen Daten nicht solche Betroffenen erfassen, die nicht oder kaum zum Psychiater / in die Psychiatrie gehen. Mein Mann z.B. lebt seit 2010 ohne Medikamente, und aus der Sicht seiner damaligen Ärzte hätte er lebenlang Neuroleptika benötigt. Beim Psychiater war er viele Jahre auch nicht mehr.
Ich selber sammele auch Erfahrungen mit Nicht-Medikation. Und so wie ich die Medikamente abgesetzt habe (zuerst im Juli 2016 und jetzt im Juli 2018), hätte kaum ein Experte mir wohl empfohlen. Natürlich habe ich auch meine Aufs und Abs, aber ich will unbedingt herausfinden, wie lange ich ohne Medikamente meine psychische Gesundheit aufrechterhalten kann, ohne dabei in eine akute Phase zu rutschen.
Mein Weg, den ich gegangen bin und der noch vor mir liegt, ist der richtige für mich. Dabei ist der Ausgang zweitrangig, denn voraussagen lässt er sich eh nicht. Für mich zählt, dass ich in diesem Moment bei mir bin, bei meinem Körper und bei meiner Seele. Das ist etwas, was mir sehr wertvoll ist und ich nicht freiwillig abgeben werde.
Alles Gute für Dich und Deinen Weg jedenfalls,
Mowa
Guten Morgen Hazel,
es freut mich sehr, wenn Dir der Beitrag etwas hilft. Du brauchst nichts zurücküberweisen. Im Moment brauche ich nichts, und gestern war mein pay day
Früher habe ich den Großteil für Notfälle gespart, und jetzt tue ich das auch soweit es geht, aber wer weiß, wie lange wir alle noch leben, also will ich nicht mehr alles für später aufheben…
Ja im akuten Zustand habe ich viele aus meiner FB-Liste auf einmal entfernt, was nicht notwendig war. Wobei, in meiner Manie habe ich alle möglichen Leute hinzugefügt, u.a. meinen ersten Freund + seine Nichten, was einige Komplikationen verursachte und ich es hinterher bereut habe… Vielleicht schaffe ich es im neuen Jahr, mich wieder bei FB einzuloggen. Dann können wir uns auch dort schreiben, na klar.
Ich glaube daran, dass Du die Krise überwinden wirst. Erstmal hast Du Deine eigene Wohnung, Du hast finanzielle Hilfe vom Staat, und hoffentlich bist Du bald auch stabil genug um Dein Projekt weiterzuentwickeln, egal für welches Projekt Du Dich dann entscheidest.
LG,
MowaFrohe Weihnachten!
Guten Montagmittag @all,
endlich komme ich wieder dazu hier mal etwas zu posten.
Zitat erdbeere:
in japan wohnt deine familie ? das ist bestimmt auch nicht so einfach wenn sie so weit weg leben oder ?
Ja die meisten meiner Familienmitglieder leben (inzwischen wieder) in Japan. An der großen Entfernung bin ich gewohnt (lebe seit dem 16. Lebensjahr weg vom Elternhaus), aber mit zunehmendem Alter meiner Eltern wünsche ich mir schon manchmal, ihnen physisch näher zu sein.
Zitat Tody:
schickst du auch weihnachtskarten ins ausland?? Wie wird den weihnachten bei dir in der Heimat gefeiert ??
Ja, wir haben Weihnachtskarten nach Japan, Chile, Kuba und Großbritannien verschickt, die meisten Adressaten wohnen aber in Deutschland.
In Japan feiert man Weihnachten eigentlich gar nicht, und trotzdem gibt es dort auch kommerziell-kitschige “weihnachtliche” Stimmung, vor allem in Großstädten. Christen bilden eine winzige Minderheit. Dennoch gibt es großes Verständnis für traditionelle Familienfeste, denn Japaner feiern das Neujahr so groß wie Weihnachten hierzulande. Der Neujahrstag ist ein nationaler Feiertag, und die meisten Geschäfte öffnen erst ab dem 4. Januar.
Übrigens gibt es in Japan kein Feuerwerk am Silvester und allgemein im Winter (sondern nur im Sommer). Der Jahresübergang ist eine ruhige Angelegenheit dort, höchstens hört man in der Ferne Glockenläuten aus buddhistischen Tempeln.
***
Letzten Freitag habe ich meine Dienstreise wegen Erkältung frühzeitig abgebrochen und habe mir Bettruhe zu Hause gegönnt. Zum Glück ging es mir bis Samstag wieder einigermaßen, so dass ich größere Einkäufe erledigen konnte. Gestern konnte ich die Küche endlich wieder richtig putzen, hatte sonst kaum Zeit und Energie dazu. Danach habe ich noch Buche de Noel gebacken und Bibimbap gekocht, und abends haben wir uns noch einen Lieblingsfilm von mir angeschaut (“Ich wurde geboren, aber…” Stummfilm von Ozu, 1932).In den Ferien wollen wir noch einige Schränke aufbauen und die Vorhänge endlich fertig machen. Heute vielleicht nicht mehr, aber nach den Feiertagen. Außerdem habe ich stapelweise Dokumente rumfliegen, die auch bei dieser Gelegenheit sortiert und eingeheftet werden wollen.
Jetzt erstmal aber ruhige Feiertage genießen. So viel Zeit ohne Verpflichtungen, das ist schon etwas sehr Wertvolles.
Wünsche allen noch einen gemütlichen Heiligabend.
LG,
Mowa-
This reply was modified 6 Jahre, 3 Monate ago by
Mowa.
Zitat Lightness:
Warum feiern Atheisten Weihnachten?
Die Frage habe ich als “Warum feiern Nicht-Christen Weihnachten?” verstanden. Es gibt ja auch (Gott-)Gläubige Nicht-Christen. Ja, für mich ist Weihnachten auch ein (ursprünglich) abendländisher Brauch / Tradition mit kulturellem Wert.
Austausch und Anpassung sind wichtige Überlebensstrategien. Ich denke, dass das Christentum auch längst ausgestorben wäre, wenn es gar nicht austauschbereit und anpassungsfähig gewesen wäre.
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This reply was modified 6 Jahre, 3 Monate ago by
Mowa.
Guten Morgen zusammen,
danke @Tody, @erdbeere und @Isa für Eure Feedbacks. Ich habe über 6 Stunden geschlafen, aber die Müdigkeit ist noch nicht ganz weg. Für heute nehme ich mir vor, eine Stunde früher Feierabend zu machen, weil die Tage zuvor stressig waren und ich teilweise mehr gearbeitet habe.
Ja, das träumende Sternchen haben mein Mann und ich zusammen entworfen. Die ersten Entwürfe sahen aus wie ein Ku-Klux-Klan-Mitglied im Kostüm
, und schließlich haben wir uns für eine Mütze und gegen einen Schal entschieden. Letztes Jahr hatten wir nämlich einen Schneemann mit Schal.
So langsam sollte ich unter die Dusche…
Noch einen schönen Mittwoch uns allen :bye:
LG,
Mowa-
This reply was modified 6 Jahre, 3 Monate ago by
Mowa.
Guten Abend zusammen,
heute Abend bin ich schon erschöpft, aber will unbedingt noch die vielen Umschläge mit den Weihnachtskarten adressieren, damit wir sie morgen verschicken können. Dann kommen sie auch alle hoffentlich pünktlich an.
Vielleicht am Wochenende wieder ein ausführlicheres Update über mich, und auch eine Antwort auf Deine Frage, liebe @erdbeere :bye:
Bis dann & LG,
Mowa
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This reply was modified 6 Jahre, 3 Monate ago by
Mowa.
Guten Morgen zusammen,
Zitat Mowa:
Ich selber bin jetzt beim 6. Psychiater seit meiner Ersterkrankung in 2010
Daher würde ich immer nach einem neuen Arzt suchen, wenn ich mich nicht mit meinem Arzt offen und ehrlich austauschen könnte.
Ja, dazu fällt mir noch ein, ich habe nur ein Mal in 2012 aus Gründen der Unzufriedenheit aktiv meinen Psychaiter gewechselt, als ich beim Erstgespräch kein gutes Gefühl hatte. Mein jetziger Psychiater wurde von meiner vorigen Psychiaterin vor meinem Umzug in die neue Stadt empfohlen, und auch von der Uni-Klinik in der neuen Stadt, in der ich zuletzt stationär war.
Dass er mich dann bei einer Therapie auch ohne Medikamente begleiten würde, wusste ich vorher nicht, also das war ein Glücksfall für mich! Dabei wollten meine Hausärztin und mein Psychotherapeut mich dabei unterstützen, solange nach einem Psychiater zu suchen, bis dieser auch einer nicht-medikamentösen Therapie zustimmt.
Bei ihm bin ich übrigens seit Oktober 2017 (hab nochmal HIER nachgeschaut).
LG,
MowaLiebe @erdbeere,
danke, dass Du nachfragst, nur musste ich gerade etwas länger überlegen, wie ich das Wochenende dann tatsächlich verbracht hatte… Ja, doch, das Wochenende war schön.
Am Samstag war ich gegen Mittag fast 3 Stunden in der Stadt unterwegs und habe allerlei erledigt, u.a. Einkäufe im asiatischen und normalen Supermarkt, Weihnachtsbriefmarken holen, ein Urlaubsfoto vom Oktober vervielfältigen lassen, um dieses mit den Weihnachtskarten zu verschicken. Danach hatte ich erstmal die Nase voll von Aktivitäten, abends war ich aber soweit wiederhergestellt, dass ich Lust zum Kochen hatte.
Ja, und am Sonntag ist nicht viel passiert, ich habe nur ein Päckchen für meine Mutter zusammengestellt, das die Zutaten für Elisen-Lebkuchen enthält. Gemahlene Haselnüsse z.B. ist in Japan kaum bzw. gar nicht zu bekommen, Hasel wächst dort glaube ich nicht, und es gibt soweit ich weiß auch keine Tradition damit Kekse oder Kuchen zu backen. Da das internationale Päcken bis 2 kg 16 Euro kostet, und bis 5 kg 47 Euro, habe ich mir viel Mühe gegeben und das Gesamtgewicht ca. 15 g unter 2,00 kg gehalten
Und ansonsten habe ich noch mit meinem Mann die ersten Weihnachtskarten geschrieben, und zwar die, die ins Ausland verschickt werden. Einige Karten werden bestimmt wieder erst in 2, 3 Monaten ankommen, aber na ja, Hauptsache, sie kommen an…!
So, ich bin heute nach einem üppigen Abendessen schon wieder so erschöpft und schläfrig, wahrscheinlich bleibe ich nicht mehr lange wach…
Vielleicht kann ich in Deinem Blog auch mal etwas Liebes reinschreiben, wie Du es bei mir immer tust. Lieben Dank auf jenden Fall
LG, und allen noch eine gute Nacht,
MowaGuten Morgen zusammen,
Zitat Samsara:
Mir wurde gesagt dass das absetzen der Neuroleptika jedem selbst überlassen ist.
Also wenn du sie nicht mehr nehmen willst kann dich keiner zwingen, soviel ich weiß.
Vielleicht kennt sich da jemand besser aus?Hier habe ich einige Infos dazu gefunden:
Ärztliche Zwangsbehandlung (Quelle HIER):
In jedem Fall gilt: Eine Zwangsbehandlung ist ausschließlich im Rahmen eines stationären Aufenthalts in einer Klinik zulässig (nicht im Heim und nicht ambulant!), und diese Zwangsbehandlung muss vom Gericht ausdrücklich genehmigt werden, außerdem muss das Gericht den Betroffenen vorher persönlich anhören.
Die einzige Ausnahme zu dieser Regel: Bei Gefahr im Verzug, also im akuten Notfall […]
Behandlungsvertrag – Kündigung durch Arzt/Zahnarzt (Quelle HIER)
[…] Der Arzt/Zahnarzt darf nicht willkürlich eine Behandlung ablehnen, […]. Beispiele für zulässige Kündigungen:
Meinungsverschiedenheit bezüglich der Medikation (AG Karlsruhe, Urteil v. 25. März 1998 – 9 C 251/97),
[…]In einer ambulanten, nicht-akuten Behandlung gibt es demnach also keinen Zwang zur Medikamenteneinnahme. Allerdings kann der Arzt, wenn er zu einer gewissen medikamentösen Therapie rät und der Patient lehnt sie ab, den Behandlungsvertrag kündigen.
Ich denke, es ist wichtig, das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient zu pflegen, wenn man sich ernsthaft ärztlich behandeln lassen will. Daher würde ich immer nach einem neuen Arzt suchen, wenn ich mich nicht mit meinem Arzt offen und ehrlich austauschen könnte. Ich meine, wenn ich als Patientin eh nicht das mache, was mein Arzt mir vorschlägt, und ich verheimliche meine Non-Compliance ihm gegenüber, wozu gehe ich dann überhaupt noch zu diesem Arzt?
LG,
Mowa-
This reply was modified 6 Jahre, 3 Monate ago by
Mowa.
Zitat ingo:
lieber lange leben mit neuroleptika als früh sterben ohne neuroleptika
Na ja, so ein einfaches Entweder-oder ist es ja meistens auch nicht.
Es könnte ja sein, dass ich morgen zufällig durch einen Verkehrsunfall umkomme. Dass also die Nicht-/Einnahme der Psychopharmaka überhaupt keinen Einfluss auf die Lebensdauer hat, weil – wie so oft im Leben – “irgendetwas dazwischenkommt”. Überhaupt ist für mich Lebensqualität wichtiger als Lebensdauer, aber das bloße Absetzen der Psychopharmaka muss nicht automatisch die Lebensqualität steigern, das ist wohl klar!
Daher bin ich dafür, das Hier und Jetzt bewusst zu erleben und zu versuchen, das Beste daraus zu machen, ob mit oder ohne Psychopharmaka.
LG,
MowaGuten Morgen familyonaire,
ob und in wie weit Dein jetziger Psychiater Dein Vorhaben unterstützen würde, könntest nur Du herausfinden, indem Du mit ihm offen sprichst. Ich finde, Du kannst ihm ehrlich und direkt von Deinen Ängsten erzählen und schauen, wie er auf Dich eingeht. Zumindest könnte er eine Medi-Umstellung und Dosis-Anpassung vorschlagen.
Ich selber bin jetzt beim 6. Psychiater seit meiner Ersterkrankung in 2010, und er ist der erste, der mich selbst entscheiden lässt, was und in welcher (vernünftigen) Dosis, bzw. ob ich Medis nehme. Die anderen Psychiater waren offen und betont, wohl aus Prinzip, dagegen, sogar gegen eine vorsichtige Reduzierung (damals hatte ich eine mittlere Dosis 15 mg Aripiprazol genommen).
Als ich 6 Jahre lang unter Dauermedikation war, haben mir zwei verschiedene Psychiater gesagt, wie froh sie seien, dass ich pflegeleicht sei. Auch die Klinikärzte damals von 2010 haben mir das mehfach gesagt.
Ich denke, viele Psychiater sind froh, wenn sie “unkomplizierte” Patienten haben, die bei jedem Besuch nicht mehr als 5 oder 10 Minuten brauchen und nach dem typischen “Therapie”-Gespräch: “Wie geht es Ihnen? Gut? Gut. Brauchen Sie ein neues Rezept, wie gehabt? Gut. Auf Wiedersehen!” zufrieden die Praxis verlassen.
Da ist mein jetziger Psychiater sehr anders, und ich vertraue seinen Meinungen, wenn ich seine ärztliche Sicht auf mich als Psychotikerin wissen will.
LG,
Mowa -
This reply was modified 6 Jahre, 3 Monate ago by
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