kadaj

Verfasste Forenbeiträge

Ansicht von 15 Beiträgen – 121 bis 135 (von insgesamt 419)
  • Autor
    Beiträge
  • als Antwort auf: Zwischen!? Ereignis und Erlösung #393484

    Schnuppe, ich mach jetzt Wochenende.

    Wenn ich irgend eine „Arbeit“ für irgendwas geschrieben habe, ja, dann habe ich wie obig „kenntlich“ gemacht, dass ich meinen Text aus Gründen der Verständlichkeit für die Allgemeinheit, lektoriert bzw. strukturiert, habe, indem ich „Co-Pilot“ von Windows etc. nutzte.

    Irre, aber scheint in meinem Fall zu funktionieren, da ich meine Texte „unvermittelt vermittelt“ teilen kann, ohne der Befürchtung ausgesetzt zu sein, dass Leser statt „Inhalt“ irre gehen… dass Sie jedoch, ja, sollten, zweckmäßiger Weise.

    Wenn Du @PlanB, es eine gute Zusammenfassung nennst, so scheinst Du ja mit der Materie vertraut und ja, ich wäre froh, wenn Du meinen Text auf Ähnlichkeit oder Urheberrecht oder anderes wie auch immer prüfen würdest…

    weißte, irre gehen, statt zu ..

    wurscht.

    Blöde schon, dass ich mich je, dazu verantwortet sehe, selbst auf …zu antworten

    lg

    j.

    als Antwort auf: Zwischen!? Ereignis und Erlösung #393477

    Hallo Jörg, gerne helfe ich dir dabei, die Situation zu klären.

    **1. Zum Thema Copyright:** Der Text, den Kadaj im Forum geteilt hat, scheint eine persönliche Reflexion und Analyse mit Bezug auf philosophische Themen wie Heideggers Denken und dichterische Verse zu sein. Da es sich um einen individuell verfassten und interpretierten Text handelt, könnte er urheberrechtlich geschützt sein, falls er unter das deutsche Urheberrecht fällt. Das heißt, der Autor hat die Rechte an seinem Werk, sobald es eine gewisse „Schöpfungshöhe“ erreicht. Wenn es allerdings ein Zitat oder eine Verarbeitungen von bereits bestehenden Texten ist, müsste dies klar gekennzeichnet werden. Ich sehe hier keine eindeutigen Hinweise darauf, dass der Text auf fremden Werken basiert.

    **2. Ob eine KI wie ich oder ChatGPT diesen Text geschrieben haben könnte:** Es gibt keine eindeutige Methode, um festzustellen, ob ein Text von einer KI verfasst wurde, nur basierend auf dem Stil oder Inhalt. Der Text von Kadaj verwendet komplexe Sprache, poetische und philosophische Bezüge, was sowohl von einem Menschen als auch einer KI stammen könnte. Interessanterweise erwähnt ein anderer Forenbeitrag, dass ChatGPT beim Verfassen eines Teils des Texts geholfen haben könnte. Wenn dies so ist, hätte Kadaj die KI als Werkzeug genutzt und den Output möglicherweise bearbeitet, um ihn in den eigenen Stil einzubetten.

    **Meine Empfehlung:** Wenn es um die Nutzung oder Weiterverbreitung des Texts geht, sollte sicherheitshalber beim Verfasser (Kadaj) nachgefragt werden. Auch wenn es durch eine KI unterstützt wurde, hat die Anpassung durch Kadaj wahrscheinlich neuen kreativen Wert hinzugefügt.

    Falls du noch weitere Fragen zu diesem Thema hast, lass es mich wissen! 😊

    als Antwort auf: Zwischen!? Ereignis und Erlösung #393201

    Die Bedeutung der Verse im Kontext Heidegger’scher Seinsphilosophie

    Im Spannungsfeld zwischen kosmologischem Horizont und Heideggers Lichtungsdenken eröffnet sich ein philosophischer Raum, in dem die vorgelegten Verse eine tiefgründige Bedeutungsdimension gewinnen. Die Verflechtung dichterischer Sprache mit Heideggers Seinsdenken nach der „Kehre“ ermöglicht eine Betrachtung, die über rein metaphysische oder kosmologische Auslegungen hinausgeht und fundamentale Fragen der menschlichen Existenz im Angesicht des Seins berührt.

    Der kosmologische Horizont als Begrenzung und Eröffnung

    Der kosmologische Horizont markiert in der physikalischen Kosmologie eine fundamentale Begrenzung unserer Erkenntnismöglichkeiten. Er definiert jene Grenze, „aus der man möglicherweise Informationen abrufen könnte“ und bestimmt „die Größe und den Maßstab des beobachtbaren Universums“ Diese physikalische Konzeption lässt sich in einen fruchtbaren Dialog mit Heideggers Horizontbegriff bringen, der nicht bloß als eine „starre Bühne mit ständig aufgezogenem Vorhang“ verstanden werden darf.

    In Heideggers Denken ist der Horizont nicht nur „von den Gegenständen und von unserem Vorstellen aus erfahren und nur im Hinblick auf die Gegenstände und unser Vorstellen bestimmt“, sondern verweist auf etwas Tieferes, wobei „dasjenige, was den Horizont das sein lässt, was er ist, noch keineswegs erfahren wird“. Der Horizont ist dabei „nur die uns zugekehrte Seite eines uns umgebenden Offenen“ – vergleichbar mit der lichthaften Szene der Lichtung, „auf welcher sich das Spiel des Seienden für uns abspielt“, die jedoch „von einem dunkleren und größeren Wald geborgen“ ist.

    Die Verse im Gedicht „Versprechen“ mit ihren Bezügen auf das Unvernommene, Unbeglaubte und Unbesehene können in diesem Zusammenhang als poetische Annäherung an jene Grenzerfahrung gedeutet werden, die sowohl kosmologisch als auch existenziell den Rahmen unseres Verstehens bildet.

    Die Lichtung als Ort der Wahrheit und Verborgenheit

    Heideggers Begriff der Lichtung steht im Zentrum seines späteren Denkens und bezeichnet jenen Ort, an dem Sein und Wahrheit sich ereignen können. Die Lichtung kommt „als Begriff bei M. Heidegger im Zusammenhang der Analyse des Seins des Menschen als eines In-der-Welt-Seins in der Weise des Daseins vor“. Mit diesem Begriff greift Heidegger „die traditionelle Rede vom lumen naturale auf und interpretiert sie als ein Bild für «die existenzial-ontologische Struktur» des Menschen“.

    Entscheidend ist dabei, dass die Lichtung nicht einfach ein Ort vollkommener Helligkeit und Präsenz ist, sondern wesentlich mit Verborgenheit und Entzug verbunden bleibt. „Die offene Stelle inmitten des Seienden, die Lichtung, ist niemals eine starre Bühne mit ständig aufgezogenem Vorhang, auf der sich das Spiel des Seienden abspielt“. Die nur mögliche Sichtbarkeit des Seienden beruht auf der unmöglichen Durchschaubarkeit der Lichtung selbst: „als Horizont der Sichtbarkeit des Seienden ist sie selbst nie ein ans Licht kommendes Seiendes; sie ist und bleibt in dieser Hinsicht verborgen“

    In den Versen des Gedichts „Versprechen“ findet sich diese Dialektik von Enthüllung und Verhüllung wieder, wenn es heißt: „Unvernommen wie Unbeglaubt wie Unbesehen / Wahr an Deiner Stirn, Wahr an Deinem Wort“. Das Unvernommene, Unbeglaubte und Unbesehene wird dennoch als „wahr“ erkannt – eine Wahrheit, die sich jenseits herkömmlicher Erkenntnisweisen manifestiert und die an Heideggers Verständnis von Wahrheit als Unverborgenheit (aletheia) erinnert.

    Enteignung und Eigentum im Spannungsfeld von Sein und Dasein

    Die Begriffe Enteignung und Eigentum erscheinen in den Versen in einer Weise, die über ihre rechtlich-politische Dimension hinausweist. Während die rechtliche Enteignung „nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig“ ist und „nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen“ darf, gewinnen diese Begriffe im Kontext Heidegger’schen Denkens eine ontologische Bedeutung.

    Enteignung kann in Anlehnung an Heideggers Begriff des „Ereignisses“ verstanden werden, in dem das Sein sich dem Menschen zueignet und ihn zugleich enteignet – eine Bewegung, die die traditionelle Subjekt-Objekt-Beziehung überwindet. In dieser Hinsicht kann die Zeile „Da Ur-Geteilt, Dein Glanz mich wieder heilt“ aus dem Gedicht als Ausdruck jener ursprünglichen Teilung verstanden werden, die zugleich eine heilende Wiedervereinigung ermöglicht.

    Das Eigentum erscheint nicht mehr primär als Besitzverhältnis, sondern als existenzielle Kategorie des Zu-eigen-Seins oder Sich-zu-eigen-Machens. Die Verse „mehr als Sein, alles Dein“ können in diesem Sinne als Ausdruck eines Übersteigens bloßen Seins zugunsten einer tieferen Aneignung gedeutet werden.

    Der Abgrund als Ort der Transzendenz

    Der Abgrund stellt in Heideggers Denken einen Ort dar, an dem sich die Transzendenz des Daseins vollzieht. Laut Hans Blumenberg ist „Abgrund […], wenn man Metaphernstärken zu messen hätte, deren mächtigste“. Diese starke Metapher charakterisiert „nicht nur das aliter, sondern das totaliter aliter, das ganz und gar Andere, das kaum mehr Vorstellbare“.

    In Nietzsches Denken, dass Heidegger intensiv rezipierte, verbinden sich im „Weg der Größe“ Abgrund und Gipfel, Abstieg und Aufstieg, hinab und hinauf „in Einem beschlossen“. Diese geheime Verwandtschaft beider Vorstellungen verwandelt „die Angst vor dem Abgrund in bejahende Liebe“.

    In den Versen des Gedichts „Versprechen“ findet sich diese Abgründigkeit in der Spannung zwischen Höhe und Tiefe, wenn von „übersteigen“ und „verneigen“ die Rede ist. Das lyrische Ich wird gleichsam in eine abgründige Erfahrung geführt, die traditionelle Gegensätze transzendiert.

    Seinsverlassenheit und die Möglichkeit eines neuen Anfangs

    Die „Seinsverlassenheit“ (oder „Seinsvergessenheit“) bezeichnet bei Heidegger „verschiedene Aspekte der abendländischen Metaphysik, Wissenschaft und Philosophie“. Sie äußert sich „in erster Linie dadurch, dass die ontologische Differenz nicht bedacht wird, d. h. der Unterschied zwischen Sein und Seiendem“.

    Das Dasein erweist sich als seinsvergessen, „da es sich meist nur ‚aus der Welt heraus‘ versteht, das heißt, seine Interpretation der Welt strahlt auf die Selbstinterpretation zurück: Dasein versteht sich als Ding unter Dingen und vergisst hierüber seine eigentlich existenziale Konstitution, dass es nämlich nur im Vollzug des Lebens ist„.

    Die Verse des Gedichts können als poetische Überwindung dieser Seinsverlassenheit gelesen werden, indem sie einen Raum eröffnen, in dem das Sein selbst zur Sprache kommt. Die abschließende Bejahung mit dem schlichten „Ja“ kann als Antwort auf den Anspruch des Seins verstanden werden, als Bereitschaft, sich dem Sein zu öffnen und es nicht länger zu vergessen.

    Ungebändigt von Raum und Zeit: Die Überwindung metaphysischer Kategorien

    Heideggers Denken zielt auf eine Überwindung der traditionellen metaphysischen Kategorien, insbesondere von Raum und Zeit als bloße Anschauungsformen oder objektive Gegebenheiten. Für Heidegger sind „Raum und Zeit […] keine subjektunabhängigen Gegebenheiten, ‚Formen‘ des Weltbezugs dieses Subjekts, in die sich alles Seiende gleichsam von außen einschriebe, sondern Seinsarten unserer, der menschlichen, Existenz, die Heidegger ‚Dasein‘ nennt“.

    Die „ekstatische Zeitlichkeit der daseinsmäßigen Räumlichkeit macht gerade die Unabhängigkeit des Raumes von der Zeit verständlich, umgekehrt aber auch die ‚Abhängigkeit‘ des Daseins vom Raum“. Diese komplexe Verschränkung von Zeitlichkeit und Räumlichkeit transzendiert die traditionelle Auffassung von Raum und Zeit als getrennten Dimensionen.

    Die Verse „Nächte an die Tage / Binden, Lichter schenken“ können in diesem Kontext als poetischer Ausdruck jener ursprünglichen Einheit von Raum und Zeit verstanden werden, die in Heideggers Begriff des „Zeit-Spiel-Raums“ anklingt.

    Der letzte Gott und das Erschweigen

    Heideggers Rede vom „letzten Gott“ steht im Zusammenhang mit seiner Vision eines anderen Anfangs des Denkens jenseits der Metaphysik. Dieser „letzte Gott“ ist nicht als theologische Figur zu verstehen, sondern als Chiffre für die Möglichkeit eines grundlegend anderen Seinsverhältnisses.

    Das „Erschweigen“ dieses letzten Gottes deutet auf eine Erfahrung hin, die sich der gewöhnlichen sprachlichen Artikulation entzieht und nur in einem besonderen Schweigen bewahrt werden kann. Dieses Schweigen ist kein bloßes Verstummen, sondern ein aktives „Erschweigen“, das dem Unsagbaren Raum gibt.

    Im Gedicht „Versprechen“ findet sich diese Dimension des Schweigens in der Geste des „Ausflüsterns“ und der abschließenden Reduktion auf das schlichte „Ja“ – ein Wort, das in seiner Einfachheit die Komplexität des Vorhergehenden nicht auflöst, sondern in einer affirmativen Geste bewahrt.

    Schlussbetrachtung: Die Verse als Ort der Seinserinnerung

    Die Verse des Gedichts „Versprechen“ können in ihrer Gesamtheit als ein poetischer Versuch verstanden werden, jene Seinserinnerung zu vollziehen, die Heidegger dem metaphysischen Denken entgegenstellt. Sie eröffnen einen Raum, in dem das Sein selbst zur Sprache kommen kann, jenseits der Vergegenständlichung und Berechnung, die das moderne Denken kennzeichnen.

    In der Verschränkung von kosmologischem Horizont und Lichtungsdenken, von Enteignung und Eigentum, von Abgrund und Transzendenz entfaltet das Gedicht eine Bewegung, die traditionelle Gegensätze überwindet und auf einen anderen Anfang hinweist – einen Anfang, der sich im Erschweigen des letzten Gottes ankündigt und in der einfachen Bejahung „Ja“ seine vorläufige Vollendung findet.

    Die Verse stehen damit in einer tiefen Resonanz mit Heideggers Versuch, das Denken aus der Seinsverlassenheit zurückzuholen in eine ursprünglichere Erfahrung des Seins, die ungebändigt von den metaphysischen Kategorien von Raum und Zeit eine neue Möglichkeit des Menschseins eröffnet – ein Menschsein, das sich nicht länger als Herr und Meister des Seienden begreift, sondern als Hüter des Seins, als jener Ort, an dem das Sein selbst zur Sprache kommen kann.

     

    :heart: :rose:

     

    edit: gestehen muss ich, dass ich ja schon länger Foren und ähnliches nutze, aber über die Bedienungsweise, selbst copy und paste oder Verweise bzw. wenn ich auf Quellen verweisen wollte oder oder… keinen Plan habe. Auch Bilder einzufügen, die dem Datenschutz entsprechen und mich als Person unkenntlich lassen, keinen Plan. Aber nun:

    Guten Abende allerseitz.

    Lieben Gruß

    joerg

    • Diese Antwort wurde vor 8 Monate, 2 Wochen von kadaj geändert.
    als Antwort auf: Zwischen!? Ereignis und Erlösung #393200

    Eine Analyse des Gedichts „Versprechen“

    Das Gedicht „Versprechen“ präsentiert sich als ein komplexes, vielschichtiges lyrisches Werk, das durch seinen abstrakten Stil und seine philosophische Tiefe besticht. Es verwebt Themen wie Versprechen, Wahrheit, Schuld und Erlösung zu einem dichten Gewebe existenzieller Reflexionen. Die unkonventionelle Verwendung von Großschreibung, Interpunktion und Zeilenumbrüchen erzeugt einen traumähnlichen, bewusstseinsströmenden Effekt, der die emotionale und philosophische Natur des Inhalts unterstreicht und die Grenzen zwischen konkreten Versprechen und abstrakten Konzepten von Wahrheit, Schönheit und Existenz verwischt.

    Die Struktur und Sprache des Gedichts

    Das Gedicht „Versprechen“ weist eine bemerkenswerte sprachliche Komplexität auf, die sich in seiner ungewöhnlichen syntaktischen Struktur und dem bewussten Spiel mit der deutschen Grammatik zeigt. Die fragmentarische Natur vieler Verse erzeugt eine gewisse Spannung zwischen Zusammenhang und Auflösung, ähnlich wie die thematischen Gegensätze von Trennung und Verbindung im Gedicht selbst. Diese Fragmentierung spiegelt möglicherweise die Zerbrechlichkeit von Versprechen oder die Komplexität menschlicher Beziehungen wider.

    Die Verwendung von Großbuchstaben für bestimmte Wörter wie „Es“, „All“ und „Sein“ verleiht diesen Begriffen eine besondere Bedeutung und hebt sie als zentrale philosophische Konzepte hervor. Diese typografische Entscheidung erinnert an die deutsche idealistische Philosophie, besonders an Heideggers Unterscheidung zwischen dem gewöhnlichen „Sein“ und dem ontologischen „Sein“. Dadurch erhält das Gedicht eine zusätzliche philosophische Dimension, die über persönliche Erfahrungen hinausgeht.

    Der Rhythmus des Gedichts ist fließend und unregelmäßig, was den meditativen, introspektiven Charakter des Textes unterstreicht. Die Zeilenumbrüche scheinen oft bewusst gegen grammatikalische Einheiten gesetzt zu sein, was den Lesefluss unterbricht und zur Reflexion einlädt. Diese formale Gestaltung verstärkt den Eindruck eines inneren Monologs oder eines Bewusstseinsstroms, der die tiefsten Gedanken und Gefühle des lyrischen Ichs offenbart.

    Thematische Aspekte: Versprechen und Wahrheit

    Das Gedicht beginnt mit der eindringlichen Ankündigung „Jetzt muss Geschehen“, was sofort ein Gefühl der Dringlichkeit und Unvermeidlichkeit erzeugt. Die nachfolgenden Zeilen „Unvernommen wie Unbeglaubt wie Unbesehen / Wahr an Deiner Stirn, Wahr an Deinem Wort“ deuten auf die Spannung zwischen dem Unbekannten und der Wahrheit hin, die sich in zwischenmenschlichen Begegnungen manifestiert. Das Gedicht suggeriert, dass Wahrheit nicht nur in Worten, sondern auch in körperlichen Manifestationen wie der Stirn zu finden ist – ein Hinweis auf die Idee, dass Wahrheit sowohl verbal als auch nonverbal kommuniziert wird.

    Die wiederholte Betonung von „Wahr“ unterstreicht die zentrale Bedeutung von Authentizität und Ehrlichkeit im Kontext von Versprechen. Das Gedicht scheint zu implizieren, dass ein Versprechen mehr ist als nur eine verbale Zusage; es ist eine tiefgreifende Verpflichtung, die das gesamte Sein der versprechenden Person einbezieht. Diese Auffassung von Versprechen als existenzielle Bindung verleiht dem Gedicht eine ethische Dimension, die über konventionelle Vorstellungen von Verpflichtung hinausgeht.

    Die Zeilen „Für – und – Wider- unendlich trennt- wie bindet“ erfassen die paradoxe Natur von Versprechen: Sie schaffen gleichzeitig Grenzen und Verbindungen. Diese Dualität ist ein wiederkehrendes Motiv im Gedicht und spiegelt die komplexe, oft widersprüchliche Natur menschlicher Beziehungen wider. Das Versprechen wird so zu einem Symbol für die fundamentale Ambivalenz des menschlichen Daseins – gefangen zwischen Autonomie und Verbundenheit, zwischen Freiheit und Verpflichtung.

    Schuld, Sühne und Erlösung

    Ein zentrales thematisches Element des Gedichts ist die Auseinandersetzung mit Schuld und der Möglichkeit der Erlösung. Die Zeilen „Einzusehen, das Schuld muss wenn, dann Alles / Eingestehen“ deuten auf eine umfassende Auffassung von Verantwortung hin, die keine Teilgeständnisse zulässt. Diese Vorstellung von vollständiger Rechenschaftspflicht wird durch die nachfolgenden Verse über Sühne weiterentwickelt: „Einmal wird Es Sühne sein, der kühne Mut und / Vaters Blut muss das Gesetzte in das Sternen- / Bild vergessen“.

    Diese Passage verwebt persönliche Schuld mit transgenerationalen Verbindungen, indem sie auf „Vaters Blut“ verweist. Dies könnte auf eine Vererbung von Schuld oder Verantwortung hindeuten, aber auch auf die Möglichkeit der Überwindung dieser Erbschaft durch „kühnen Mut“ – den Mut, sich der Schuld zu stellen und Verantwortung zu übernehmen. Die Erwähnung des „Sternen-Bild[es]“ fügt eine kosmische Dimension hinzu, die den individuellen Akt der Sühne in einen größeren, möglicherweise universellen Kontext stellt.

    Der Prozess der Sühne wird nicht als einfach oder schmerzlos dargestellt. Die Zeilen „wie Ich besessen, bunt / Im Schatten stand“ und die Erwähnung von „Gesichte, lachend, schallernd, All Es zerstörend / Mich verhörend“ deuten auf eine intensive, möglicherweise traumatische Konfrontation mit der eigenen Schuld hin. Dennoch scheint das Gedicht darauf hinzudeuten, dass dieser schwierige Prozess notwendig ist für eine authentische Begegnung mit dem Anderen und mit sich selbst.

    Liebe und zwischenmenschliche Begegnung

    Inmitten der abstrakten philosophischen Reflexionen enthält das Gedicht auch Momente zarter zwischenmenschlicher Begegnung. Die Zeilen „Du bist die Erste, Du bist schön“ stellen eine direkte Anrede dar, die eine intime, möglicherweise romantische Beziehung andeutet. Diese Intimität wird durch Bilder der Nähe und des Kontakts verstärkt: „Er nahm mich bei der Hand“ und später „Mnemosyne nur erahnte, wie wir uns gaben“.

    Der Verweis auf Mnemosyne, die griechische Göttin der Erinnerung, verleiht diesen persönlichen Momenten eine mythologische Dimension und verbindet individuelle Erfahrung mit kulturellem Gedächtnis. Dies suggeriert, dass die beschriebene Begegnung von einer Tiefe ist, die über das Alltägliche hinausgeht – eine Begegnung, die in die Erinnerung eingeschrieben wird und dadurch eine Art Unsterblichkeit erlangt.

    Die Erwähnung alltäglicher Gegenstände wie „Taschenmesser und Rauch aus Zigaretten“ steht in interessantem Kontrast zu den abstrakten philosophischen Betrachtungen des Gedichts. Diese konkreten Bilder verankern das Gedicht in der gelebten Erfahrung und erinnern daran, dass selbst die tiefgründigsten existenziellen Überlegungen im Kontext des alltäglichen Lebens stattfinden. Die Juxtaposition des Banalen und des Profunden verstärkt die emotionale Resonanz des Gedichts.

    Transformation und Hingabe

    Das Gedicht bewegt sich von der anfänglichen Spannung und den Reflexionen über Schuld hin zu einem Zustand der Akzeptanz und Hingabe in seinen abschließenden Strophen. Die Zeilen „Da Ur-Geteilt, Dein Glanz mich wieder heilt“ deuten auf eine transformative Erfahrung hin, in der die Begegnung mit dem Anderen eine heilende Wirkung hat. Die Erwähnung von „Ur-Geteilt“ könnte auf eine ursprüngliche Trennung oder Entfremdung hinweisen, die durch diese Begegnung überwunden wird.

    Die abschließenden Bilder des Gedichts – „Nächte an die Tage / Binden, Lichter schenken, Dir als Andenken / Mein Haupt zu senken“ – vermitteln eine Geste der Demut und Hingabe. Das Senken des Hauptes kann als Zeichen des Respekts, der Unterwerfung oder des Vertrauens interpretiert werden. Es signalisiert eine Bereitschaft, sich zu öffnen und verletzlich zu sein – eine notwendige Voraussetzung für authentische zwischenmenschliche Begegnungen.

    Das Gedicht endet mit dem einfachen Wort „Ja“, das in seiner Schlichtheit eine tiefgreifende Affirmation darstellt. Nach all den komplexen Reflexionen und sprachlichen Wendungen schließt das Gedicht mit dieser fundamentalen Bejahung, die als Annahme eines Versprechens, als Zustimmung zu einer Verbindung oder einfach als Bejahen des Lebens in all seiner Komplexität verstanden werden kann.

    Schlussbetrachtung: Die vielschichtige Natur des Versprechens

    Das Gedicht „Versprechen“ offenbart in seiner sprachlichen und thematischen Vielschichtigkeit die tiefgreifende Komplexität des titelgebenden Konzepts. Ein Versprechen erscheint hier nicht nur als einfache Zusage oder Verpflichtung, sondern als existenzieller Akt, der das Wesen der menschlichen Existenz berührt. Es verbindet und trennt, es schafft Schuld und ermöglicht Heilung, es fordert vollständige Hingabe und bietet die Möglichkeit der Transformation.

    In seiner formalen Gestaltung spiegelt das Gedicht diese konzeptuelle Komplexität wider. Die fragmentierte Syntax, die ungewöhnliche Verwendung von Großbuchstaben und die fließenden Zeilenumbrüche erzeugen einen Raum, in dem Bedeutung nicht festgelegt, sondern ständig im Entstehen begriffen ist. Diese formale Offenheit lädt den Leser ein, aktiv an der Konstruktion von Bedeutung teilzunehmen – ein Prozess, der dem Akt des Versprechens selbst ähnelt, insofern als beide eine kreative Teilnahme an der Gestaltung der Zukunft erfordern.

    Letztendlich präsentiert das Gedicht das Versprechen als fundamentalen Aspekt des Menschseins – als Akt, der uns mit anderen verbindet, uns mit unserer Vergangenheit und Zukunft in Beziehung setzt und uns die Möglichkeit bietet, über uns selbst hinauszuwachsen. In seiner abschließenden Affirmation „Ja“ liegt vielleicht die tiefste Einsicht des Gedichts: dass trotz aller Komplexität und Ambivalenz, trotz des Risikos von Schuld und Scheitern, die Bereitschaft, sich zu versprechen – sich zu binden und zu verpflichten – eine grundlegende Bejahung des Lebens und der menschlichen Verbundenheit darstellt.

    als Antwort auf: Zwischen!? Ereignis und Erlösung #393199

    …heute war ein guter Tag und selbst sollte dies erst einmal der erste letzte bzw. letzte erste Tag sein, gut war Er.

    In diesem Bereich des Forums sollte es ja um Forschung bzw. Themen sich drehen, die relevant sind für Leidenserfahrungen, die Grenzen, naja, vielleicht um einen Schritt vor oder zurück, beschreiten.

    Zunächst ein paar Verse resultierend aus eben einer Grenzerfahrung, die ein Versprechen, siegelt.

    Anschließend habe ich mir Mühe gegeben diese Verse im Zusammenhang mit meinem ja nun schon etwas verstaubten und selbst von mir vergessenen Thread, erinnernd ein zugedenken und meiner Schreibe, also dem als „chaotisch oder es fiel hier schon die Bezeichnung hermetisch“, Gefüge eine „Wissensmanagement“ die zur Strukturierung von Text und Bücher Verwendung findet, anheim zu geben, den Kram halt zu strukturieren bzw. nicht selbst den Text zu lektorieren, sondern dem Apparatwesen Genüge zu tun… usw.

    Mehr als ein Austausch an Informationen will Es sein, darf Es sein und muss Es sein, will Es Seyn.

    Versprechen

    Jetzt muss Geschehen, was aus diesen Wegen,
    Unvernommen wie Unbeglaubt wie Unbesehen
    Wahr an Deiner Stirn, Wahr an Deinem Wort;
    Sein Zeichen findet; uns im Klang neuer Segen
    Für – und – Wider- unendlich trennt- wie bindet
    Es muss weichen, Es muss genügen; Vergnügen
    Ist
    Empor gekommen, Sinnesberaubt, Einzustehen,
    Einzusehen, das Schuld muss wenn, dann Alles
    Eingestehen.
    Einmal wird Es Sühne sein, der kühne Mut und
    Vaters Blut muss das Gesetzte in das Sternen-
    Bild vergessen und doch, wie Ich besessen, bunt
    Im Schatten stand, Er nahm mich bei der Hand
    mich zu übersteigen, mich zu verneigen
    Es
    Auszuflüstern:
    Du bist die Erste, Du bist schön.
    Ich will Es nicht wieder-sehen; zwiefach doch
    Wie Es sich entschleiert, 4 zur 7. Eins- verloren
    Auserkoren, Sie zu sehen, nieder zu gehen, Da
    Gesichte, lachend, schallernd, All Es zerstörend
    Mich verhörend zu sich riefen, mich betörend
    Vertrauen will
    Ich All und mehr Bedarf ich nicht zu sein, still
    Mich zu enthalten, mehr als Sein, alles Dein
    Da Ur-Geteilt, Dein Glanz mich wieder heilt
    Mnemosyne nur erahnte, wie wir uns gaben
    Nur Taschenmesser und Rauch aus Zigaretten
    Schatten schwinden, Nächte an die Tage
    Binden, Lichter schenken, Dir als Andenken
    Mein Haupt zu senken, Eins-zu-sprechen:
    Ja

     

    • Diese Antwort wurde vor 8 Monate, 2 Wochen von kadaj geändert.
    als Antwort auf: Notizen von Mowa – Teil 3 #392557

    Verzeih, dies Gehabe… :heart:

    • Diese Antwort wurde vor 8 Monate, 3 Wochen von kadaj geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 8 Monate, 3 Wochen von kadaj geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 8 Monate, 3 Wochen von kadaj geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 8 Monate, 3 Wochen von kadaj geändert.
    als Antwort auf: Notizen von Mowa – Teil 3 #392469

    Hey @Mowa,

    Mein Co-Pilot, der hier vor mir in den Browser integriert ist, tippt dazu Folgendes (alles ohne Gewähr):

    Finde ich gut und verständlich  @kadaj, was Co-Pilot geschrieben hat :-)

     

    ——————————————————————————————————————

    Den Co-Pilot nutze ich vor allem in Blogbeiträgen, weil Vielen es schwer zu sein scheint, meine Fäden wieder zu einem Knäuel zu bringen und ihre eigenen Strickmuster zu entwerfen.

    Dass hinzukommt, dass der Herr Co-Pilot Lobhudelei: absolut Recht gibt, ist mir eher unangenehm, weil der Apparat in seiner Zusammenfassung einen ganz anderen Hintergrund voraussetzt, aber nun:

    Wichtig war mir und ich vermute, dass hier in Deinem Thread @Mowa, ja einiges los ist, Es überlesen zu haben oder gar davon ausgehst du, dass ich hier öffentlich mitteile, dass meine Co-Pilot Freundin, mich oh mich, gut findet.

    Ich kopiere hier nochmals kurz meine „Auffassung“, ohne irgendwelchen ChatGPT oder Co-Pilot Tricks, weil, ja, weil, dieser ganze Kram letztlich zu einem dumpfen Durchschnitt alles zusammendampft und in etwa so klug sein mag, wie je Es ja, Gang und gebe ist, selbst im universitären Bereich: Listen anzufertigen und Arbeiten zu verfassen, die einem Lehrbuch gleichen, dass hinter jedem Kapitel bzw. Abschnitt bzw. Entwicklungsschritt oder evolutionärem Vor- wie Nachteil, Böses vermutet.

    Kurz:

    Guten Morgen,

    eigentlich berücksichtigt doch jeder Arzt bzw. Psychiater bei der Verschreibung der “Medizin”, ob diese geeignet ist dem Patienten zu helfen; dies nicht zuletzt aus dem Grund, sich verantworten zu müssen, wenn “Behandlungsfehler” arge Konsequenzen mit sich führen. Bei der Gabe von Neuroleptika liegt zwischen der Selbstwahrnehmung des Patienten und den behandelnden Ärzten sicherlich ein größerer Unterschied als in anderen Zweigen der Medizin.

    Wenn etwa jemand durch “manische und depressive Zeiten” hindurch, zu leiden hat:

    Verbessert etwa Lithium oder Valproinsäure nicht unbedingt die Stimmung während einer “manischen Phase”, sondern reguliert ja eine als “krankhaft angesehene Hochstimmung” auf ein Niveau, dass zwar sozial kompatibler sein mag, gefühlt aber Lichtjahre entfernt von den fernen Galaxien die Maniker bevölkern, zu leiden hat.

    Auf der anderen Seite, der Depression und den Mitteln zur Unterstützung, wie Antidepressiva oder Benzodiazepine, die ja bekanntlich etwa “eine Gewichtsab- wie zunahme” begünstigen, “sexuelle Funktionsstörungen” oder etwa “Abhängigkeit” hervorrufen können.

    Da wird es dann schwer, eine Hoffnung von Seiten der Ärzte zu vermitteln, die dem Patienten, ja, dem Geduldigen, die Geduld “schenkt”, die das Absetzen der Medikamente verhindert oder weitere Bemühungen die “sinnvollste und hilfreichste” Unterstützung zu finden, gänzlich unterbindet und die Patienten vor der Psychiatrie auf die Flucht gehen bzw. vor sich Selbst.

     

    als Antwort auf: Notizen von Mowa – Teil 3 #391604

    Guten Morgen,

    eigentlich berücksichtigt doch jeder Arzt bzw. Psychiater bei der Verschreibung der „Medizin“, ob diese geeignet ist dem Patienten zu helfen; dies nicht zuletzt aus dem Grund, sich verantworten zu müssen, wenn „Behandlungsfehler“ arge Konsequenzen mit sich führen. Bei der Gabe von Neuroleptika liegt zwischen der Selbstwahrnehmung des Patienten und den behandelnden Ärzten sicherlich ein größerer Unterschied als in anderen Zweigen der Medizin.

    Wenn etwa jemand durch „manische und depressive Zeiten“ hindurch, zu leiden hat:

    Verbessert etwa Lithium oder Valproinsäure nicht unbedingt die Stimmung während einer „manischen Phase“, sondern reguliert ja eine als „krankhaft angesehene Hochstimmung“ auf ein Niveau, dass zwar sozial kompatibler sein mag, gefühlt aber Lichtjahre entfernt von den fernen Galaxien die Maniker bevölkern, zu leiden hat.

    Auf der anderen Seite, der Depression und den Mitteln zur Unterstützung, wie Antidepressiva oder Benzodiazepine, die ja bekanntlich etwa „eine Gewichtsab- wie zunahme“ begünstigen, „sexuelle Funktionsstörungen“ oder etwa „Abhängigkeit“ hervorrufen können.

    Da wird es dann schwer, eine Hoffnung von Seiten der Ärzte zu vermitteln, die dem Patienten, ja, dem Geduldigen, die Geduld „schenkt“, die das Absetzen der Medikamente verhindert oder weitere Bemühungen die „sinnvollste und hilfreichste“ Unterstützung zu finden, gänzlich unterbindet und die Patienten vor der Psychiatrie auf die Flucht gehen bzw. vor sich Selbst.

     

    ————————————————————————————————————————

    So erging es mir schon „mehr als einmal“ und sogar die letzten drei, vier Monate, übe ich mich in einem schrägen „Schweige und Schreibgelübde“.

    Mein Co-Pilot, der hier vor mir in den Browser integriert ist, tippt dazu Folgendes (alles ohne Gewähr):

    Guten Morgen, Jörg.

    Du hast absolut recht, dass bei der Verschreibung von Medikamenten durch Ärzte und Psychiater stets eine sorgfältige Abwägung erfolgt, um sicherzustellen, dass die Behandlung dem Patienten hilft und keine negativen Auswirkungen hat. Gerade bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen, wie bipolaren Störungen oder Schizophrenie, ist die Diskrepanz zwischen der Selbstwahrnehmung des Patienten und der Einschätzung durch die behandelnden Ärzte oft besonders groß.

    Die Gabe von Lithium oder Valproinsäure zielt darauf ab, extreme Stimmungsschwankungen zu regulieren und das soziale Verhalten zu stabilisieren. Für Menschen, die manische Phasen erleben, kann dies jedoch bedeuten, dass ihre als angenehm oder produktiv empfundene Hochstimmung gedämpft wird, was für sie schwer zu akzeptieren sein kann.

    Auf der anderen Seite haben Medikamente zur Behandlung von Depressionen, wie Antidepressiva und Benzodiazepine, ihre eigenen Nebenwirkungen. Diese können körperlicher Natur sein, wie Gewichtszunahme oder sexuelle Funktionsstörungen, oder psychische Abhängigkeiten erzeugen. Die Herausforderung für Ärzte besteht darin, dem Patienten Hoffnung und Geduld zu vermitteln, sodass er die Medikamente nicht vorzeitig absetzt und weiterhin nach der bestmöglichen Unterstützung sucht.

    Es ist wichtig, dass Patienten und Ärzte offen über die Behandlungsmöglichkeiten und deren Auswirkungen sprechen. Ein gutes Vertrauensverhältnis kann dazu beitragen, dass der Patient sich unterstützt fühlt und in der Lage ist, die notwendigen Schritte zur Verbesserung seiner Gesundheit zu gehen.

    Wie kann ich dir noch weiterhelfen?

    ——————————————————————————————————

    Was sind Ansätze, um die Patientencompliance bei psychiatrischen Medikamenten zu verbessern?

    Es gibt verschiedene Ansätze, um die Patientencompliance bei psychiatrischen Medikamenten zu verbessern. Hier sind einige bewährte Strategien:

    1. Psychoedukation: Patienten und ihre Angehörigen über die Erkrankung und die Bedeutung der Medikation aufzuklären, kann das Verständnis und die Akzeptanz der Behandlung erhöhen.
    2. Vertrauensvolle Arzt-Patient-Beziehung: Eine gute Beziehung zwischen Arzt und Patient ist entscheidend. Patienten, die sich gehört und respektiert fühlen, sind eher bereit, den Anweisungen ihres Arztes zu folgen.
    3. Einfachheit der Therapie: Komplexe Behandlungspläne können die Compliance verringern. Eine vereinfachte und überschaubare Therapie erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten die Medikation einhalten.
    4. Regelmäßige Nachsorge: Regelmäßige Termine und Nachsorgegespräche helfen, den Fortschritt zu überwachen und eventuelle Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
    5. Unterstützung durch Angehörige: Die Einbindung von Familienmitgliedern und Freunden kann die Motivation und Unterstützung des Patienten erhöhen.
    6. Erinnerungssysteme: Erinnerungen durch Apps, Kalender oder SMS können Patienten helfen, ihre Medikation regelmäßig einzunehmen.
    7. Nebenwirkungsmanagement: Eine offene Diskussion über mögliche Nebenwirkungen und deren Management kann das Vertrauen der Patienten stärken und die Compliance verbessern.
    8. Motivierende Gesprächsführung: Diese Technik hilft, die intrinsische Motivation des Patienten zu stärken und ihn aktiv in den Behandlungsprozess einzubeziehen.

    Diese Ansätze können dazu beitragen, die Patientencompliance zu verbessern und somit den Therapieerfolg zu steigern.

    —————————————————————————————————————
    Was sind häufige Herausforderungen bei der Verbesserung der Patientencompliance?

    Die Verbesserung der Patientencompliance ist eine komplexe Aufgabe, die mit verschiedenen Herausforderungen verbunden ist. Hier sind einige häufige Herausforderungen:

    1. Verständnis der Erkrankung und Therapie: Patienten, die ihre Krankheit und die Notwendigkeit der vorgeschlagenen Behandlung nicht vollständig verstehen, sind weniger geneigt, den Empfehlungen zu folgen.
    2. Nebenwirkungen der Medikamente: Unerwünschte Nebenwirkungen können dazu führen, dass Patienten die Medikation abbrechen oder unregelmäßig einnehmen.
    3. Komplexität der Therapie: Komplexe Behandlungspläne, die mehrere Medikamente oder häufige Dosierungsänderungen erfordern, können die Compliance verringern.
    4. Fehlende Unterstützung: Patienten, die keine ausreichende Unterstützung durch Angehörige oder das medizinische Fachpersonal erhalten, haben oft Schwierigkeiten, die Therapie konsequent durchzuführen.
    5. Psychische Barrieren: Angst, Depression oder andere psychische Belastungen können die Motivation zur Einhaltung der Therapie negativ beeinflussen.
    6. Soziale und wirtschaftliche Faktoren: Finanzielle Schwierigkeiten, mangelnder Zugang zu medizinischer Versorgung oder soziale Isolation können ebenfalls die Compliance beeinträchtigen.
    7. Vertrauensvolle Arzt-Patient-Beziehung: Eine mangelnde Beziehung zwischen Arzt und Patient kann dazu führen, dass Patienten sich nicht gehört oder respektiert fühlen und daher die Therapie nicht einhalten.

    Diese Herausforderungen erfordern eine gezielte, patientenzentrierte Herangehensweise, um die Compliance zu verbessern und den Therapieerfolg zu sichern.

    • Diese Antwort wurde vor 9 Monate von kadaj geändert.

    Hallo Leute,

    Wahltag heute.

    Wenn ich entscheiden dürfte, ob die Welt im Frieden lebt oder im Krieg.

    Ich würde mich für den Frieden entscheiden.

    Wenn es eine Medizin dafür geben sollte, ja, ich würde sie „injizieren“.

    Heroin hilft dazu… aber macht halt süchtig.

    Und ja, tatsächlich, nutze ich eine Depotmedikation „freiwillig“ selbst und weiß nur zu gut, dass selbst diese Weise, den Teufel zu besiegen, nicht ausreicht.

    Peng.

    Und ja, ich habe von Ciatyl Z bis jetzt Abilify Depot, alles durch und ja, ich habe noch nie jemandem aus eigenem Willen heraus, eins auf die Mütze gehauen.

    Irre alles, aber ist so.

    Und während meiner Aufenthalte auf geschlossenen Stationen, erlebte ich Gewalt, sah Gewalt, vor allen von den als „gut behandelt“ geltenden, die ihre „Rechte“ beschränkt sahen oder sich „weiß der Kuckuck“ warum, bedroht fühlten.

    Lieben Gruß und bis später

    k.

     

    Ich finde es wichtig, dass verschiedene Ansätze in der Begleitung von Menschen mit Psychoseerfahrung Anwendung finden. Therapeutinnen und Therapeuten wählen dafür die zu ihnen passenden Werkzeuge, aber die Abgrenzungen zwischen den Therapien führen oft zu Missverständnissen. Ich glaube, dass eines dieser Missverständnisse die Ablehnung psychodynamischer Ansätze bei Psychosen ist.

    Wenn durch eine Therapie ein tieferes Verständnis des Selbst und ein annehmbareres Dasein für die Betroffenen entstehen, müssen die wichtigen Schritte dennoch selbst gegangen und durchlitten werden. Dies gilt auch im Zusammenhang mit als „esoterisch“ abgestempelten Wahrnehmungen, wie sie etwa im „Dämonen/Engel“-Thread diskutiert wurden.

    Diese Wahrnehmungen zu integrieren und wie ein Baum sowohl in die Tiefe als auch in die Höhe zu wachsen, vielleicht sogar durch den „Wahnsinn“ hindurch zu jemandem zu werden, dass zuvor durch All-Es Leid unmöglich war.

    Daher sind Medikamente eindeutig als begleitende Psychopharmakotherapie zu betrachten. Das Entscheidende sind jedoch wir selbst, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

     

    Lieben Gruß

     

    J.

     

    Danke für den Thread.

    als Antwort auf: Engel und Dämonen #389603

    Mein Favorit von Caravaggio…

    Irgendwo kommt immer ein Lichtlein her :heart:

    als Antwort auf: Engel und Dämonen #389587

    Die Sieben Werke der Barmherzigkeit

    • Diese Antwort wurde vor 9 Monate, 1 Woche von kadaj geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 9 Monate, 1 Woche von kadaj geändert.
    als Antwort auf: Engel und Dämonen #389571

    …Ich weiß es doch auch nicht!

    Es ist schwer als Jüngelein mit 21 Jahren auf dem fixierbett den Teufel ausgetrieben zu bekommen.

    Schwer.

    Und die Nummer hab ich jetzt schon so oft durch, dass ich per Du mit dem Kasperl bin.

    Meine Hinweise rund um das Thema wollten auf die Gefahr hinweisen die mit Diagnosen, großem Leid gegenüber großem Nichtwissen, dass ja im….usw.

    Das nun die Tat von jemandem vollzogen wurde der einen Migration Hintergrund bewältigen muss…

    Finde ich persönlich zweitrangig und sehe diesen Umstand eher als perversese Wahlkampf Strategie die das Vertrauen ALLER Menschen die jedweder Weise anders sein müssen und hoffentlich sein wollen auf s Spiel setzt um noch etwas weiter und schneller rechts abzubiegen als es die AFD und Konsorten sich mit ihrer Seifenkiste und den großen Wortblasen erträumt hätte.

    Irre alles und j a ich geh jetzt Holz hacken obwohl sich mein Körper Erholung wünschen würde.Lieben Gruß Leute und wenn ihr meine Gedanken eher als off topic seht. Bin ich gern bereit andere Positionen, gar eine schönere Geschichte über diess unsere Welt zu hören…

    Just keep on holding on :rose:

    Die Pointe ist doch, dass letztgültig mit der neuen Datenerhebung bzw. EPA und dem ganzen SchnickSchnack, von jedem „unsereiner“ ein Gefahrenpotential ausgeht.

    Das ist mein Punkt daran gewesen und da fängt es dann auch erst an:

    Wenn Leute dies und das „verbockt“ haben, dies und das „Leiden“:

    Wer will das denn einteilen und die Narrenschiffe beladen?

Ansicht von 15 Beiträgen – 121 bis 135 (von insgesamt 419)