Cannabis Entkriminalisierung/Legalisierung

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    Es wird so wie es aussieht um den Jahreswechsel möglicherweise eine Gesetzesänderung in Kraft treten, die das generelle Verbot von Cannabis, wie es derzeit in diesem Land praktiziert wird, drastisch aufweicht.

    Es wird der eigenen Konsum, Besitz und Anbau zum Eigenbedarf für Erwachsene in gewissen Grenzen erlaubt, ebenso wie Vereine zu gemeinschaftlichem Anbau der Pflanze ohne Gewinnabsichten. Wer mit Cannabis innerhalb der erlaubten Grenzen umgeht, muss dann also keinerlei Strafverfolgen mehr fürchten. Ausserdem ist geplant, den Grenzwert für die Führung von Kraftfahrzeugen so anzuheben, dass er ähnlich wie bei Alkohol nur noch akute Beeinträchtigung straft, aber nicht mehr auch einen länger zurückliegenden Konsum der vergangenen Tage/Wochen, wie es derzeit noch der Fall sein kann.

    Eine vollständige Legalisierung ist dies noch nicht. Der freie Handel mit der Droge, wie er bereits etwa in Kanada und den USA legalisiert ist, ist in naher Zukunft noch nicht geplant. Stattdessen soll in Deutschland erst die angesprochene Entkriminalisierung vom Eigenbedarf stattfinden, dann Modellprojekte, wo Ladengeschäfte in einzelnen Städten eröffnet werden sollen. Die sollen Modellprojekte werden, wodurch die Regierung in kleinem Maßstab Erfahrungen sammeln will, ob und wie sich solch eine Legalisierung in Deutschland auf die Bevölkerung auswirkt.

    Derzeit findet eine Diskussion dazu in allen öffentlichen Kanälen dazu statt.

    Es gibt sowohl Befürworter, die meist in den liberalen Denkrichtungen, oder bei Fachleuten, die sich mit erwachsenen Konsumenten beschäftigen zu finden sind. Diese arugmentieren schon seit Jahrzehnten für eine Legalisierung, und sagen, die Kriminalisierung richtet mehr Schäden an als dass sie nützt, und dass die Droge selbst nicht so gefährlicht ist, um ein Verbot zu rechtfertigen. Sie argumentieren etwa, dass eine Legalisierung den kriminellen Strukturen auf lange Sicht durch gewinnverluste schaden wird, und die Gesundheit der Konsumenten durch Schutz vor Verunreinigungen und besseren Zugang zu Suchthilfen verbessern wird.

    Dazu kommt mächtiger Gegenwind aus konservativer Richtung, etwa von AfD und Union, sowie häufig von Menschen, die sich mit Kindern und Jugendlichen mit den entsprechenden Problemen beschäftigen. Diese argumentieren etwa, dass das Verbot auch für Erwachsene gerechtfertigt ist, da sonst eine noch grössere Gefahr für Kinder und Jugendliche entstehen würde, für die diese Droge ihrer Meinung nach besonders schädlich ist. Auf den Vergleich mit Alkohol angesprochen, wird oft argumentiert, dass Alkohol zwar im Grunde (das ist auch meines Wissens nach wissenschaftlicher Konsens) als Substanz gefährlicher ist, aber kulturell und traditionell integriert ist, und deswegen keine so grosse Gefahr wie Cannabis sei.

    Was denkt ihr zu dem Thema, wie seht ihr diese gesellschaftliche Entwicklung? Denkt ihr, es ist besser, diese Droge freizugeben, oder denkt ihr, es ist besser, Menschen, die damit umgehen wollen zu verfolgen, vor Gerichte zu stellen und sie zu bestrafen dafür? Denkt ihr, das Verbot nützt den Menschen, und sollte beibehalten und verschärft werden, wie es derzeit schon ist und konservative Kräfte es scheinbar weiter wollen, oder glaubt ihr auch wie liberal denkende Menschen, es ist besser, die Menschen selbst gemeinsam einen vernünftigen Umgang damit lernen zu lassen, ohne sie dafür zu bestrafen?

    Mir ist klar, dass das in einem Schizophrenieforum ein heisses Eisen ist, da diese Substanz bei einigen Psychosen auslösen und verschlimmern kann. Wie seht ihr das im Licht einer Entkriminalisierung bzw. Legalisierung? Denkt ihr das wird dann ein grösseres Risiko für euch oder andere Betroffene oder Risikopersonen?

    Was würdet ihr euch im Sinne einer Legalisierung (oder Verschärfung der Gesetze…) besonders wünschen, damit Risikogruppen wie Schizophreniepatienten besser geschützt werden?

    • Dieses Thema wurde geändert vor 6 Monate, 2 Wochen von ardentglow.
    #310517

    https://www.zeit.de/gesundheit/2023-09/legalisierung-cannabis-entkriminalisierung-drogen-drogenpolitik?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.bing.com%2F

    Der Link obig führt zu einem Zeit Online Artikel, der ein Interview wiedergibt, dass im Bezug zur Legalisierung von Drogen steht.

    Mein Dafürhalten wäre es auch, dass alle Drogen legalisiert werden, um die Kriminalität in diesem Bereich in den Griff zu bekommen, aufmerksamere Aufklärung zu stiften und um “Konsumenten” vor einer Abwärtsspirale zu bewahren, die …

    Mag ein Ansatz sein, der statt den unzähligen Streitereien über die Sache:

    Ein anderes Bewusstsein stiften könnte.

    Frohen Sonntag Euch,

    lieben Gruß

    Joerg

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