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Vielen Dank @Felinor, das ist lieb!
Mit 1 mg Aripiprazol komme ich recht gut klar. Vor einigen Tagen hatte ich noch eine milde Überempfindlichkeit gegenüber visuellen und akustischen Reizen, und einen Stimmungstief am Samstag. Aber seitdem geht es mir gut bzw. normal.
Mit dem Schlafrhythmus habe ich immer noch Probleme. Ich gehe viel zu früh schlafen und stehe zwischen 1 und 4 Uhr auf. Am Montagmorgen war es auch so, dass ich gegen 1:30 Uhr aufgestanden bin. Dann habe ich auf ZDFinfo 3 Dokus hintereinander geguckt, über sexuelle/n Gewalt / Missbrauch: „Bordell Deutschland“, „Milliardengeschäft Porno – Gefahr aus dem Internet“ und „Sex for Sale in Japan – Das Geschäft mit Minderjährigen“. Danach war ich bis zum Abend verstört, das war ein Fehler!
Na ja, vielleicht schaffe ich ja heute später schlafen zu gehen.
Danke schön liebe @Jela :bye:
Guten Morgen zusammen, und vielen Dank @Isa und @Dopplereffekt für Eure Posts.
Uns allen wünsche ich noch einen guten Start in die neue Woche. Noch 4 Wochen arbeiten, dann habe ich knapp 2 Wochen Weihnachtspause
Vielen Dank @Dopplereffekt und @erdbeere
Was nimmst du eigentlich als Basispflege? Hast du eigentlich mal cortisonfreie Mittel wie Protopic oder Elidel ausprobiert?
Ich benutze die „Urea akut 10%“ Lotion von SebaMed und Alfason Repair Creme. Außerdem Tannolact Lotio 1% gegen milderen Juckreiz und Entzündungen.
Protopic sagt mir etwas, aber ich weiß nicht mehr, wie es bei mir gewirkt hat. Elidel kenne ich nicht. Ich werde mal meinen Hautarzt darauf ansprechen, wenn ich das nächste Mal bei ihm bin. Danke für den Tipp :good:
tut das eigentlich auch weh ?
Wenn die trockene Haut aufbricht, kann es auch wehtun. Und wenn ich mich blutig aufkratze (meistens im Schlaf), dann tut es hinterher auch weh, ja…
Danke Dopplereffekt. Kann sein, dass es so ist, wie Du schreibst. In der Klinitk waren bei mir die beiden Therapiestunden voneinander getrennt.
So langsam müssten wir die Weihnachtskarten nach Chile und nach Kuba abschicken, damit sie hoffentlich rechtzeitig ankommen. Wir haben aus Japan 35 Neujahrskarten von Unicef mitgebracht, jeweils mit einer Maus-Illustration, weil das kommende Jahr 2020 nach dem japanischen (bzw. ursprünglich chinesischen) Kalender das Jahr der Maus ist.
Leider habe ich heute festgestellt, dass die Qualität der Karten nicht so gut ist (dünnes Papier, blasse Farben). Daher habe ich beschlossen, die Weihnachts- und Neujahrskarten dieses Jahr selbstzubasteln. Dazu habe ich das schön dicke Aquarellpapier in der DIN-A4-Größe geviertelt und eine Maus aus japanischem Buntpapier mit der Chigiri-e-Technik draufgeklebt:

Im Moment brauche ich etwa 30 Minuten pro Karte. Vielleicht kann ich nicht alle 30 Karten selbstbasteln, aber vielleicht so die Hälfte davon.
Vorhin musste ich wieder mal die Cortison-Salben auf die Hände auftragen. Meine Neurodermitis hat sich wieder mal verschlechtert, und die Entzündungsherde breiten sich an anderen Körperstellen aus, v.a. sind die Beine und das Gesicht betroffen…
Gestern Abend hatte ich seit Langem wieder einen Stimmungstief und habe viel geschlafen. Ob das auch von der Aripiprazol-Reduktion kommt…? Heute geht es mir gut, und die Stimmung ist auch stabil.
Danke schön @erdbeere.
In Psychoedukation wird uns Patienten ja nahegelegt, wie man eine alltägliche Situation gesund einschätzt.
Korrektur: Mir ist später eingefallen, dass das ja metakognitives Training ist und keine Psychodedukation.
Gestern Nachmittag, am 3. Tag der Reduktion, hatte ich abweichendes Empfinden, das vielleicht milde Absetzsymptome waren.
Das äußerte sich in der gesteigerten Empfindlichkeit gegenüber visuellen und akustischen Reizen. Ich hatte dabei das Gefühl, dass meine Aufmerksamkeit leicht von Reiz zu Reiz springt und diese Reize innerlich mild nachklingen. Außerdem hatte ich wiederholt Kribbeln an der Kopfhaut, das kenne ich von früher und trat zusammen mit deutlicheren Frühwarnsymptomen auf.
Ich denke, das hat nicht nur mit der Reduktion etwas zu tun, sondern auch mit dem gesteigerten Stress. Ich gewöhne mich erst noch an das ständige Arbeiten / Konzentrieren wieder, nachdem ich wochenlang Urlaub hatte und zuletzt wegen der Erkältung 10 Tage krankgeschrieben war. Jedenfalls fühle ich mich seit gestern Nachmittag wieder entspannter und robuster. Gleich um 6 Uhr nehme ich wieder 1 mg Aripiprazol ein.
Das Wochenende kommt rechtzeitig
Guten Morgen zusammen,
am Dienstag hatte ich einen regulären Termin bei meinem Psychiater, und unter anderem habe ich erfahren, dass er die Arbeit von Herrn Aderhold nicht kennt.
Im Versorgungsbereich gibt es wohl keine Dosisfindungsstudien, nur in der wissenschaftlichen Forschung, da sonst zu aufwendig und kostspielig. Auch wäre eine solche Studie aussagekräftiger, wenn am selben Individuum die Rezeptorbindung und der Plasmaspiegel gemessen würde. Bislang fanden solche Messungen wohl unabhängig voneinander statt. Klar ist es dann schwierig, eine Aussage über die Korrelation zu treffen.
Allgemein hat mein Psychiater geraten, Studien nicht immer für bare Münze zu nehmen (was ich auch nicht tue). Was einerseits laut Studien statistisch wahrscheinlich wäre und wie ich andererseits als Individuum bin, kann sehr unterschiedlich ausfallen. Patienten sind ihre eigenen Experten, und er unterstützt eine (notorische) „Grenzgängerin“ wie mich auch in meiner Eigenverantwortung.
Heute ist mein 3. Tag mit 1 mg Aripiprazol. Davor habe ich 2 Monate lang täglich eine halbe 5 mg Aripiprazol-Tablette eingenommen. Die 1 mg Dosis lässt sich leicht mit der Aripiprazol-Lösung (1 mg/ml) erzielen. Noch bin ich mir nicht sicher, ob ich etwas Abweichendes spüre. Meine Hoffnung ist, dass mich diese niedrigere Dosis weiterhin stabil hält und die Nebenwirkungen zugleich deutlich schwächer werden.
LG,
MowaNicht ganz uneingennützlich, aber ja
Liebe @erdbeere,
danke für die Rückmeldung. Ja, die Lösung ist prima, schmeckt nach Hustensaft. Die Reduktion, es ist ja erst mein 2. Tag, davon merke ich nichts. Vielleicht kann ich nach einer Woche oder so mehr dazu schreiben…?
LG,
MowaJa, Anfang September hatte ich nochmal eine Gelegenheit persönlich mit meinem Chef darüber zu sprechen. Leider ist es so, dass er den Kollegen zwar schätzt und die Zusammenarbeit mit ihm immer angenehm war, aber dennoch alleine nicht entscheiden kann.
Mein Kollege wollte mit seinem Vorgesetzten ein persönliches Gespräch suchen, und möglicherweise ist das die letzte Chance, dass er doch noch bei uns bleiben kann. Er selbst hat sicher keine Probleme, einen neuen Job zu finden, nur wäre es eben sehr schade für uns.
Eben habe ich erfahren, dass der Vertrag des Kollegen jetzt entfristet wurde. Das macht mich glücklich
Ich werde ihm später gratulieren, und bei meinem Chef möchte ich mich auch bedanken :good:
21/11/2019 um 3:20 Uhr als Antwort auf: Maastrichter Online-Befragung zur Absetzung von Antipsychotika #70031Push 5 :bye:
HIER nochmal der Link zur Umfrage. Bis zum Jahresende kann man sich noch daran beteiligen.
Auf das Ergednis dieser Studie bin ich sehr gespannt!
Alles Gute @Dopplereffekt. Ich habe seit 2010 bis heute über 9 Jahre gebraucht um meine persönlichen Einsichten zu gewinnen, und der Lernprozess setzt sich ja immer weiter fort.
Mit der Reduktion, da bin ich mir sicher, dass Du auch Deine persönlichen Erfahrungen sammelst und einen guten Weg für Dich findest
So, heute Morgen hatte ich einen regulären Psychiater-Termin.
Folgendes habe ich ihm erzählt:
- seit etwas über 2 Monaten nehme ich täglich Aripiprazol ein
- die ersten 10 Tage 5 mg, seitdem halbe 5 mg Tabletten
- der Tablettenteiler halbiert nicht genau, sondern eher im Verhältnis 2:3
- die Wirkungen spüre ich, machen mich stabiler und stressresistenter
- die Arbeit erschöpft mich auch weniger
- die Japan-Reise, die wir jetzt nachgeholt haben, war auch unproblematisch
- leider bemerke ich auch die Nebenwirkungen, d.h. Appetitsteigerung und Gips im Kopf
Dann habe ich meinen Psychiater darum gebeten, mir die Aripiprazol-Lösung zu verschreiben, damit ich die Dosis weiter reduzieren und dabei genau dosieren kann. Meine Hoffnung ist, dass ich weiterhin einen ausreichenden Schutz behalte aber weniger Nebenwirkungen habe. Damit war er einverstanden.
Später am Nachmittag werde ich in unserer Apotheke die Aripiprazol-Lösung abholen. Ab morgen will ich erstmal nur noch 1 mg Aripiprazol nehmen und sehen, ob ich einen Effekt spüre. Ich würde auf 2 mg hoch dosieren, wenn es mir damit schlechter geht.
Hallo @Dopplereffekt,
erstmal danke, dass Du mich nach meinen Erfahrungen fragst. So wie ich mitbekommen habe, können keine zwei Psychosen miteinander wirklich verglichen werden, da diese unterschiedliche Ursachen und unterschiedlichen Verlauf haben. Bei Medikation ist es ja auch so, dass Patienten unterschiedlich auf das Präparat und die Dosis reagieren.
Bei mir war es so, dass meine Psychosen bislang in Schüben aufgetreten sind, die medikamentös unterdrückt wurden. In den Kliniken habe ich wohl immer sehr schnell und sehr gut auf die Medikamente angesprochen. Und als ich reduziert oder abgesetzt habe, hatte ich kaum Absetzsymptome. Daher weiß ich nicht, inwieweit Deine Psychosen mit meinen vergleichbar sind, und ob mein Umgang Dir weiterhelfen kann.
So wie Du schreibst, wie Deine Strategien bei Symptomen sind, finde ich auch gut. Einerseits kann ich mir sagen: „Mein Gehirn will mich wieder verarschen!“ (die Vorstellung des Gehirns als höchstes Organ finde ich immer noch hilfreich), und andererseits kann ich zur gleichen Zeit bewusst psychotische Gedanken und andere Symptome walten lassen und diese beobachten.
In Psychoedukation wird uns Patienten ja nahegelegt, wie man eine alltägliche Situation gesund einschätzt. Und es ist ja tatsächlich so, dass die Wahrnehmung und dann die Interpretation des Wahrgenommenen bei akuten Psychotikern ver-rückt sind. Auch in gesunden Phasen die Wahrnehmung und deren Interpretation bewusst zu schulen, halte ich schon für förderlich.
Vor allem in frühen psychotischen Phasen habe ich die Erfahrunge gemacht, dass die Wahngedanken durchbrochen werden können, indem ich die Situation in Ruhe analysiert und sich vergewissert habe, dass sie keine bedrohliche ist, dass nur der eigene Kopf wieder versucht einen zu täuschen. Wie viel diese Strategie die Medikamente letztlich ergänzen und ersetzen kann, dazu habe ich noch zu wenig Erfahrungen mit Psychosen…
Abgesehen von solchen ad hoc Maßnahmen gegen Symptomen halte ich auch für sinnvoll, in ruhigen Minuten auch mal über die Ursachen der Psychosen nachzudenken. Wie konnte es wiederholt zu solchen Extremsituationen kommen, hätte es nicht Alternativen gegeben? Wie kann ich anders mit mir umgehen, um mich nicht nochmal dermaßen zu überfordern? Usw.
LG,
MowaHast du dein Profilbild auch selbst gemalt?
Danke @Dopplereffekt. Ja, das Profilbild habe ich Mitte April gemalt, als ich schon etwas akut war. Ende April dieses Jahres wurde ich für 3 Wochen eingewiesen.
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