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Du musst einfach Geduld haben. Zu viel von ihm zu erwarten kann ziemlich kontraproduktiv sein. Das könnte seine Psychose wieder anheizen. Nimm ihn wie er ist und genieße die Zeit mit ihm. Wenn er Mut fasst, wird er schon von selbst Ideen äußern.
Natürlich kann es sein, dass Plussymptomatik wie zB. Stimmen hören oder Paranoia deinem Freund die Freude am Kontakt mit anderen Menschen nehmen. Ein passendes Medikament kann das aber vielleicht herunterdimmen. Das Problem daran ist nur, dass sich die Nebenwirkungen dieser Medikamente wiederum meistens auf die Libido und den inneren Antrieb des Medikamentenkonsumenten auswirkt. Dann ist sowieso nicht mehr viel mit Sex und der Betreffende wirkt eventuell faul. Das hat aber wie gesagt eher mit den Medikamenten, als mit der Krankheit an sich zu tun.
Auch von mir gute Reise! :bye:
Ich glaube nicht, dass das etwas mit der Krankheit zu tun hat. Das was Du beschreibst, ist einfach eine persönliche Eigenheit.
Danke @bernadette. Ich werde es mir jetzt übers Wochenende auch mal anschauen.
12/10/2019 um 11:38 Uhr als Antwort auf: Sendung zu psychischen Störungen heute 11.10.2019 um 22 Uhr #63156Oh Mann! Ich war gestern Abend so dermaßen müde und habs fast komplett verschlafen. Bin dann um 1.15 Uhr aufgewacht und hab mich ins Bett geschleppt. Ich werde es mir wohl noch mal über den Link oder die Mediathek anschauen.
Es geht ja denke ich mal auch darum, mich so darzustellen, warum ich eine EM-Rente “verdiene”, wie bei einer Bewerbung. Ich muss wohl meine Krankengeschichte lückenlos dokumentieren, auch im Hinblick auf meine Berufstätigkeit.
Hi @mowa!
Ich hab halt den Verdacht, dass die Dir höchstens eine teilweise Erwerbsminderung zugestehen werden, weil Du ja noch ungekündigt berufstätig bist.
RIP!
Es ist ja auch so, dass die Diagnosen mit den Jahren wechseln können.
Hi @mowa!
Ich würde so gerne auch mal eine Reise nach Japan machen. Besonders die Natur und da die Berge und die alten Häuser und Tempel und auch die Gärten finde ich so schön. Ganz allgemein auch die Religion mit dem Geisterglauben und so. Vor Jahren hab ich mal mit meiner Tochter darüber geredet. Sie interessiert sich auch für das Land. Leider ist mir aber halt sogar mein Geld zu schade, um es für Reisen hier in Deutschland auszugeben und Japan ist ja auch sehr teuer. Bei Euch ist das natürlich etwas anderes. Ihr werdet sicher nebenbei die Familie besuchen.
Viel Spaß für Euren Urlaub! :good:
Hallo @wunder!
Schön, dass Du hier bist!
Ich hab mal die Definition dazu rausgesucht:
F20.3 Undifferenzierte SchizophrenieDiese Kategorie soll für psychotische Zustandsbilder verwendet werden, welche die allgemeinen diagnostischen Kriterien der Schizophrenie (F20) erfüllen, ohne einer der Unterformen von F20.0-F20.2 zu entsprechen, oder die Merkmale von mehr als einer aufweisen, ohne dass bestimmte diagnostische Charakteristika eindeutig überwiegen.
Atypische Schizophrenie
Excl:
Akute schizophreniforme psychotische Störung (F23.2)
Chronische undifferenzierte Schizophrenie (F20.5)
Postschizophrene Depression (F20.4)Leider kenne ich das was Du beschreibst gar nicht an mir und ich bin auch mit paranoider Schizophrenie diagnostiziert.
Vielleicht findet sich aber noch jemand, der Dir weiterhelfen kann.
Molly wrote: Ich hab schon einiges probiert. Danke für Deine Rückmeldung. Dann ist es wohl so, dass Du mit 400 mg Amisulprid seit einigen Jahren schon stabil geblieben bist? Habe ich richtig gelesen, dass Du während und nach der/den Reduktions- und Absetzversuche/n vermehrt Stimmen gehört hast als während der Dauermedikation mit 400 mg Amisulprid?
Ja. Die Stimmen sind im Lauf der Zeit beim reduzieren oder absetzen schleichend mehr geworden. Ich sehe das im Zusammenhang mit einem über die Zeit langsam sinkenden Medikamentenspiegel. Hab da leider nicht viel Ahnung und normalerweise würde man auch nicht sofort um so viel reduzieren, aber bei den Versuchen mit Abilify als Ersatzmedikament war es genauso. Mit dem Abilify zusätzlich zu 300 mg Amisulprid und darunter, wurde es mir dann auch schlecht und ich bekam Kopfschmerzen. Im Moment, mit 400 mg Amisulprid und Stressfrei, höre ich kaum Stimmen und bin auch sonst sehr ruhig.
In Krisensituationen wird die NL-Dosis ja auch vorübergehend erhöht
Hi @Mowa!
Man möchte ja aber eigentlich gar nicht erst in psychotische Krisensituationen kommen. Ich erlebe es halt immer so, dass meine Dosis zusätzlich noch mal erhöht wird, wenn ich schon mitten im Malheur stecke.
Da verstehe ich schon, dass es andere Maßstäbe gibt, wenn Betroffene unter Positivsymptome leiden. Hast Du schon mal dauerhaft weniger als 400 mg Amisulprid genommen und einen Unterschied gemerkt, was die Positivsymptomatik betrifft…?
Ich hab schon einiges probiert. Ganz abgesetzt, alle zwei Tage eingenommen, oder auch nur 50 oder 100 mg reduziert. Die Reduktionsschritte sind wahrscheinlich zu groß, aber ich hab auch mit dem Mittel immer ein Residuum an Positivsymptomatik (Stimmen). Oder auch Amisulprid ausgeschlichen und Abilify eingeschlichen. Das Abilify wirkt bei mir nicht.
Es ist dann jedes Mal so, dass es mir erst eine Weile super gut geht, dann aber erst die Stimmen langsam wieder aktiver werden, zum Schluss ohne Pause reden und ich dann als Folge der Aussagen der Stimmen Angstzustände, Paranoia und Depressionen bekomme. Ich fühle mich dann auch von Menschen in der Umgebung beobachtet.
Früher, so zwischen 32 und 45 habe ich Impromen genommen und das nur in „homöopathischer“ Dosis von ein paar Tropfen ab und zu, weil ich sonst die ganze Zeit nur müde gewesen wäre und die Kinder und den Haushalt nicht hätte ordentlich versorgen können. Damals ging ich nicht ganztags arbeiten. Vielleicht hat es deshalb funktioniert.
Inzwischen halte ich es höchstens einen Monat mit Reduktion oder ganz ohne Amisulprid aus und muss dann erst mal eine erhöhte Dosis und nach Bedarf Tavor oder was besser wirkt Oxazepam einnehmen, damit ich wieder auf die Reihe komme. Es dauert dann aber mindestens zwei bis drei Wochen, bis es mir wieder einigermaßen gut geht.
In den letzten Jahren habe ich nicht mehr versucht, zu reduzieren, hatte aber auch Phasen, wo ich auf Stress und Konflikte mit stärkerer Symptomatik reagierte. Das konnte man dann auch gut mit einer erhöhten Dosis abfangen. Allerdings hab ich da immer Höllenangst, dass es gar nicht mehr weggeht.
Ich glaub, man kann nicht sagen, dass es bei einer psychischen Erkrankung eine bestimmte geringstmögliche Dosis gibt, die das Non Plus Ultra ist.
Der eigene Zustand hängt ja immer von der Außenwelt und besonderen Umständen ab und die geringste Dosis fängt das dann nicht mehr auf.Mein Psychiater sagt zB. Ich soll das Amisulprid wegen meiner Positivsymptomatik auf 400 mg einnehmen. Das sei die Mindestdosis gegen Positivsymptomatik. Normalerweise, wenn alles um mich herum gut ist, funktioniert das auch, aber wehe, ein Stressfaktor taucht auf. Das spüre ich dann gleich. Ich muss da schon sehr auf mich aufpassen.
Wahrscheinlich ist das bei anderen nicht anders und deshalb werden die Medikamente bestimmt so oft eigentlich überdosiert verschrieben.
Man gönnt sich ja sonst nichts!
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