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Was meinst Du mit Kleinod?
Ich bekomme ein E-Piano. Damit habe ich dann etwas, womit ich ein Kleinod für mich schaffen könnte. Oder?
Hallo,
darf ich Euch anbieten, dass wir dazu im internen Bereich ein eigenes Thema eröffnen?
Hier passt es nicht gut zur Überschrift. Ich würde gerne mitmischen, wenn heißt „Hartz IV abschaffen!“, „Wie HartzIV ändern?“ oder „Schizophrenie und Hartz IV“.
mangoKann mir jemand erklären was diese Niggeligkeiten hier noch mit dem Thema Ostheopathie zu tun haben? Worum geht es Euch? Wenn Ihr Euch zoffen wollt, dann bitte woanders!
Liebes wachsmalblöckchen,
Wow! Gratuliere, dass Dein Chef so zufrieden mit Dir und Deinen Leistungen ist!
Auch ich lege viel Wert darauf mit meinen Leistungen – der Erkrankung zum Trotz – über dem Durchschnitt zu liegen. Dabei verlange ich mir mit meinem möglicherweise zu hohen Anspruch an mich selbst zu viel ab. – und das wohl auf Kosten der Gesundheit …Ich denke, wenn wir langfristig bei der Arbeit bestehen und nicht untergehen wollen oder so wie Du mit Medikamentendosiserhöhungen auf den Stress reagieren, dass wir unsere Anforderungen an uns selber etwas runter schrauben und uns dem Durchschnitt mehr anpassen sollten. Dauernde Überforderung und Arbeit am Limit kann nicht lange gut gehen.
Wir müssen ganz besonders aufmerksam und pfleglich mit uns umgehen, wenn wir dauerhaft am gesellschaftlichen Leben teilhaben und unsere Erwerbsfähigkeit erhalten wollen.
Ich genieße es auch gelobt zu werden und von Vorgesetzten Anerkennung zu bekommen. Das ist aber längst nicht Alles! Achte gut auf Dich und sorge gut für Dich. Ich bin auch stets bemüht die Balance zu halten und habe mir für den Rest des Jahres 2018 vorgenommen, es etwas gemütlicher angehen zu lassen.
Kannst Du Deine Arbeitsmenge und Dein Tempo selbst beeinflussen?
Alles Gute für Dich!
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Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 2 Monate von
mango geändert.
Hallo wachsmalblöckchen,
darf ich Dich bitten zukünftig Absätze in Deine langen Texte zu machen? Dann liest es sich für viele einfacher.
Die Offenbarung der Erkrankung ist eine Vertrauenssache. Wie groß ist Dein Betrieb? Habt Ihr eine Betriebsärztin? Hast Du einen Vorgesetzten, dem Du vertraust? Gibt es eine Personalabteilung? Eine Schwerbehindertenvertretung oder einen Betriebsrat?
Dort kannst Du mal fragen, wie in Eurer Firma mit dem Thema Schwerbehinderung umgegangen wird und wer, wenn überhaupt, etwas wissen müsste.
Wenn Du Dich auf die Fürsorgepflicht Deiner Chefs berufen möchtest, z.B. bei der Überlegung keine Überstunden machen zu müssen oder zusätzliche kniffligere Aufgaben übertragen zu bekommen, müsstest Du schon jemand einweihen.
Ich würde auch nicht das Wort Schizophrenie in den Mund nehmen, wenn ich unsicher wäre, wie mein Umfeld reagiert. Von einer Stoffwechselstörung zu sprechen, klingt weit harmloser und Du bekommst nicht gleich den Stempel „Verrückt“ oder „irre“. Eine Stoffwechselstörung kann z.B. auch Diabetes sein und auch da sind einige Betroffene eben nicht so belastbar.
Ich würde nur mit der Erkrankung rausrücken, wenn ich bei der Arbeit fest im Sattel säße und mein Stuhl nicht gerade kippeln würde. Du hast eine Lohnerhöhung bekommen? Wegen guter Leistung? Oder haben alle die bekommen wie z.B. bei einer Tariferhöhung?
Wenn Du die Arbeit Vollzeit nicht schaffst, kannst Du auch über eine Teilerwerbsminderungsrente nachdenken. Es ist aber nicht so leicht daran zu kommen. Gibt es in der Stadt in der Du arbeitest einen „Integrationsfachdienst“? Da könntest Du Dich kostenlos mit Beratern unterhalten die zu dem Thema gesundheitliche Einschränkungen und Arbeit viel Wissen haben.
Alles Gute Dir!
mangoGuten Morgen lieber Yuri,
da fällt mir aber ein Stein vom Herzen, dass Du Dich nicht ernsthaft mit dem Gedanken trägst Dein Leben zu beenden und nur locker flockig über dieses Thema plaudern wolltest.
Es gibt viele gute und interessante Themen, aber wie Du schon schreibst, hier im Forum ist vielleicht nicht der richtige Ort für einen Hilfeschrei.
Ich denke auch, dass ein persönliches Gespräch, wenn jemand bei diesem sensiblen Thema Hilfe sucht, die bessere Wahl ist.:bye:
Hallo Nichtraucher,
entschuldige den langen Text.
Hier die Kurzfassung: Sich adäquat zu verhalten bedeutet für mich im Austausch mit anderen passend und möglichst allgemein verständlich zu reagieren.
Ich finde die Bezeichnung „Leiden“ zu diesem Thema passend.LG mango
Guten Morgen Nichtraucher,
innere Leere ist ein Leid an dem man leiden kann. Wenn Du einen starken Mangel hast mit dem Du Dich von Deinem bisherigen Leben und fast allen Menschen unterscheidest und ausgegrenzt bist von fast jeder Gemeinschaft, so ist es ein Leid.Es kann einem auch etwas leid tun oder mit anderen Worten „etwas sehr schade finden“, in dem man eben nicht Gefühle von Traurigkeit dafür hat.
Vielleicht verstehst Du etwas anderes unter Leid wie ein paar andere Menschen hier.
Ich musste mich auch erst zurecht finden ohne Gefühle zu sein und adäquate Antworten auf banale Fragen finden wie zum Beispiel „Wie geht es Dir?“ – Diese Frage war mir lange Zeit höchst unangenehm. Ich wollte nicht ständig über meinen Zustand jaulen und trotzdem ehrlich sein. Ein einfaches „Gut, danke“ war nicht richtig.Auch benutze ich viele Worte und Ausdrücke die allgemein gebräuchlich sind, für mich aber eine andere Bedeutung haben. Das sehe ich als Anpassungsleistung. Wenn ich z.B. ins Kino eingeladen werde und das gut finde, bedanke ich mich für die Einladung und sage, dass ich mich darüber „freue“, dass jemand an mich gedacht hat und mit mir etwas unternehmen möchte – obwohl ich keine Freude empfinde. – so muss ich mich nicht kompliziert ausdrücken und es kommt gut an.
Etwas zu bewerten ob gut oder schlecht, angenehm oder unangenehm, willkommen oder unwillkommen ist zwar eine reine Kopfsache für mich, jedoch will ich mich nicht so zu den Dingen äußern, dass es für andere fremd klingt und auch meine innere Haltung zu etwas ausdrücken.
mango
Hallo Jessica,
in der Zeit fehlte mir auch die Mimik und ich war ausdruckslos – ich fühlte mich wie ein Zombie.
Ich bemühte mich um adäquate Reaktionen auf meine Mitmenschen und versuchte zu lächeln, zu nicken, die Stirn kraus zu ziehen – nur um mich anzupassen und wieder „dazu zu gehören“. Ich kam mir wie eine Schauspielerin vor. Meine bewusst erzeugten Reaktionen waren gekünstelt und ich fühlte mich nicht wohl damit.Auch ich isolierte mich und war um Anschluss bemüht. Viele sagten mir Bewegung täte gut und dass ich mich einem Verein anschließen soll mit wöchentlich wiederkehrenden Terminen in einer Gruppe.
Ich meldete mich zur Rückengymnastik an, zu einer Radsportgruppe und zuletzt zur Wassergymnastik.
Anfangs gelang mir die Teilnahme an der Rückengymnastik solange auch eine Bekannte von mir dahin ging, die um meine Befindlichkeiten wusste. Sicherlich hat mir die Gymnastik gut getan, es gab außer der Begrüßung untereinander und der Verabschiedung jedoch für mich keine Entwicklung neuer Kontakte und Übung meiner Kommunikationsfähigkeit. Die Konzentration auf das Training lenkte mich jedoch von meiner inneren Leere ab.Die Radfahrgruppe war kommunikativer. Mit meiner Gedankenleere konnte ich jedoch zunächst keine Gespräche führen sondern reagierte (meist recht wortkarg) auf vereinzelte Fragen, wenn mich mal jemand ansprach. Ich erlebte meine Einschränkungen sehr intensiv und sie wurden mir während des Trainings bewusster, so dass ich den Austausch mit anderen sogar mied, indem ich alleine hinter jemandem herfuhr und nicht zu zweit nebeneinander mit jemandem, nur um nicht diese gestörte Kommunikation haben zu müssen. Auch vermied ich die anschließenden Treffen im Vereinsheim, da es mir nicht gut tat mit anderen zusammen zu sein, die nicht mit mir umzugehen wussten und denen ich meine Nöte nicht offenbaren wollte.
Der Radsport ist ein Saisonsport. Im Sommerhalbjahr findet sie bei mir einmal pro Woche nach Feierabend statt. Das Training trug zu meiner allgemeinen Fitness bei und ich kaufte mir ein neues Fahrrad mit dem ich gerne trainiere, weil es mehrere Gänge hat und sich leichter treten läßt. Mehrere sprachen mich auf das neue Fahrrad an und so konnte ich wenigstens etwas dazu sagen, welche Vorzüge ich gegenüber dem alten Fahrrad sah.
Von Jahr zu Jahr verbesserte sich meine Kommunikationsfähigkeit mit dem schleichenden Verschwinden meiner Leere im Kopf. Durch die berufliche Wiedereingliederung und einer Auswahl an Aktivitäten in meiner Freizeit die mir sinnvoll erschienen, besserte sich auch meine Zufriedenheit mit mir selbst und mit meinem Leben.
Liebe Grüße von mango
Liebe Jenie,
das ist für mich eine tröstliche Idee:
„Und nein sowas ist nicht Seelenlos sondern du hast sie geschützt in Watte gepackt.
Mein Sohn sagt immer: Meine Seele hat nun eine Kampfschutz Ausrüstung bekommen
“Danke dafür!
Lieber Samsara,
ich halte nichts davon, dass Du versuchst hier ein anderes Medikament für Dich zu finden.
Du kannst Dir eine Komplettliste ergoogeln, aber keiner hier kennt Dich und Deine Symptome so gut wie Du Dich kennst und wie Dein Facharzt Dich kennt. Zudem wirken Medikamente bei dem einen stärker und bei dem anderen kaum bis gar nicht. Auch treten mögliche Nebenwirkungen nicht bei allen gleich auf. Du stocherst hier im Dunkeln.
Das macht hilflos in der Frage, welches Medikament das Richtige für Dich ist.Was Du machen kannst, ist, dass Du Dich genau beobachtest:
– welche Symptome hast Du, die Du los werden willst
– welche Medikamente nimmst Du noch (die NL müssen zueinander passen)
– welche Nebenwirkungen hast Du von Deinem Medikament?
– welche Nebenwirkungen sind Dir sehr unangenehm?– stört Dich zum Beispiel, dass Du viel Gewicht zugelegt hast?
– hast Du immer einen trockenen Mund?
– wachsen Deine Brüste?
– ….Bei der NL Auswahl sind die geringsten Übel an Nebenwirkungen zu wählen. Es kommt darauf an, dass NL Dich wirkungsvoll vor den Symptomen der Schizophrenie schützen.
Manche Dinge, die man den Medikamenten zuschreibt, dass sie so oder so wirken, müssen nicht von den Medikamenten kommen. Ich habe seit Jahren ein bestimmtes Medikament von dem es heißt, dass es nicht sedierend wirkt. Trotzdem war ich in den ersten Jahren der Erkrankung viel müde und habe deutlich mehr Stunden geschlafen als normalerweise üblich. Das hing bei mir mit der Erkrankung zusammen und nicht mit dem Medikament.
Wenn Du kein Vertrauen zu Deinem Arzt hast, dass er nicht genug Medikamente kennt bzw. einsetzen würde um Dir zu helfen …. dann sprich das mal offen an. Wenn Du ihn nicht damit konfrontieren willst, denke über einen Arztwechsel nach.
Mein Arzt ließ sich auf meine Wünsche ein. Wir haben einige Medikamente und Kombinationen ausprobiert. Ich war auch nicht mit allem zufrieden was ich nahm, hatte jedoch Einfluss bei der Auswahl. Dazu ist Wissen nötig und die eigene Forschung. Du musst viel lesen, abwägen und vergleichen.
Mein alter Arzt ging in Rente und der nächste war nicht so experimentier-/risikofreudig.
Er verlangte, dass ich zur Medikamentenumstellung in eine Tagesklinik gehe, weil ich ein Medikament wollte, das in dem Ruf steht, dass es Psychosen auslösen kann (ein Antidpressivum). In der Tagesklinik wurde ich gut begleitet und hatte dann nach 8 Jahren der Suche endlich meinen heutigen Cocktail mit dem ich gut leben kann.Manche Symptome – so denke ich – sind bei mir mit der Zeit von selber schwächer geworden. Ich glaube daran, dass es auch heilende Kräfte in uns gibt. Vielleicht ist das die beste Medizin gepaart mit viel Geduld.
Alles Liebe und Gute für Dich!
mango
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Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 2 Monate von
mango geändert.
Hallo Jessica,
ja, ich kenne innere Leere auch.
Mich traf es noch etwas härter, dafür nur in den ersten Jahren nach der Erkrankung.
Ich hatte fast 1 Jahr lang neben der emotionalen Leere eine Leere im Kopf, keine Gedanken die mich geistig beschäftigten und keine Interessen und auch keine Liebe. Gar nichts. „Fühlte“ mich hohl und seelenlos.
Mithilfe einer Verhaltenstherapie lernte ich damit zu leben. Die Leere im Kopf verlor sich irgendwann, doch emotional bin ich ein sehr ausgeglichener Mensch ohne Höhen und Tiefen.
Darüber habe ich viel nachgedacht und ich sehe für mich auch Vorteile darin, nicht schwingungsfähig zu sein.
Mit der Erkrankung habe ich meinen Glauben verloren. Ich kann keine andächtige innere Haltung einnehmen um zum Beispiel im Gebet mit Gott in Kontakt zu treten. Ich bin nicht traurig, wenn ein lieber Mensch stirbt, … und übermäßige Freude kenne ich auch nicht.
Ich mache alles im Kopf mit mir aus. Ich bewerte viel ob ich etwas gut finde oder nicht und kann sagen, ob mir etwas angenehm ist oder nicht.
In der Therapie habe ich gelernt Dinge zu sammeln, die ich gut finde und als angenehm empfinde und mich mit möglichst viel Gutem zu umgeben und mich mit angenehmen Dingen zu verwöhnen.
Inzwischen lebe ich ein anderes Leben als ich es früher hatte und ein anderes Leben als fast alle Menschen um mich herum.
Es kann auch keiner so richtig glauben oder nachvollziehen, wie und was innere Leere ist und bedeutet. Es ist nicht leicht Menschen zu finden mit denen ich mich darüber austauschen kann.Wie geht es Dir denn mit Deiner inneren Leere und wie bewertest Du sie?
Liebe Grüße von mango
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Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 2 Monate von
mango geändert.
Hallo Yuri,
„Wenn man sich schon mal mit dem Tod befasst, kann das Leben, wie gesagt, sehr an Wert gewinnen.“ – Das sehe ich auch so und ich würde meinen Angehörigen auch nicht antun wollen so viel Leid tragen zu müssen, weil ich mir das Leben nehmen könnte oderes dann täte.Mein Bruder war ebenfalls an Schizophrenie erkrankt. Nach mehreren mißglückten Selbstmordversuchen lebt er inzwischen rundum pflegebedürftig in einem Pflegeheim. Ich weiß nicht, ob es nicht besser für ihn gewesen wäre, wenn der letzte und schwerwiegenste Versuch sein Ziel erreicht hätte. Auch wenn er gedanklich nicht mehr an unserer Welt teilhat, so weiß ich ihn im Pflegeheim gut versorgt und höre gerne wenn jemand berichtet, dass er ein Lied sang und fröhlich zu sein schien während man ihn duschte.
Auch habe ich keinen Sinn in meinem Leben gesehen, zu der Zeit, als ich in der Anfangsphase der Erkrankung nach der Akutphase über längere Zeit eine große innere Leere empfand – sowohl emotional wie gedanklich. Ich hatte vorübergehend die Hoffnung aufgegeben, dass es mir mal wieder gut gehen und ich ein „normales Leben“ führen könnte. Auch hielt mich der Gedanke an meine Familie, die schon genug Leid und Kummer durchlebt hat, zurück, dann wirklich ernsthaft daran zu gehen, meinem Leben ein Ende zu bereiten.
Inzwischen geht es mir wieder gut und ich möchte jedem sagen der Selbstmordgedanken hat, dass – wie hoffnungslos und ausweglos ihm seine Situation erscheinen mag – auf jeden Fall immer noch die Chance besteht, dass er irgendwann wieder gerne lebt und froh sein wird, keine Hand an sich gelegt zu haben. Wenn man alleine nicht klar kommt muss man sich Hilfe holen. Wenn man niemanden hat, kann man auch mal einen Termin beim Gesundheitsamt machen und sich vom SPD (Sozialpsychiatrischen Dienst) beraten lassen. Die kennen sich mit den Hilfsangeboten im jeweiligen Wohnumfeld aus.
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Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 2 Monate von
mango geändert.
Hallo Yuri,
hast Du zu dem Thema etwas zu sagen oder wolltest Du es einfach mal so unkommentiert in den Raum stellen? -
Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 2 Monate von
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