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Das war wohl ein tiefgehendes Gespräch und ich denke, ich kann deine Gedanken und die deines Psychiaters gut nachvollziehen.
Ich habe manchmal Schuldgefühle, weil es mir verhältnismäßig gut geht.
Im Radio habe ich letztens einen Kirchenmenschen gehört, der zum Thema Impfneid und Impfscham gesagt hat, dass wir auch nicht aufhören zu essen, weil andere Menschen hungern. Somit sollte man sich auch impfen lassen, wenn andere erst später dran sind. Mich hat die Essensfrage dann noch mehr berührt als die Impffrage.
@sartorius Natürlich beschäftige ich mich mit mehr, als nur mit der Medikamentendosierung. In diesem Forum geht es aber eben hauptsächlich um die Erkrankung und dazu möchte ich einfach auch am meisten schreiben. Das hier ist Mowas Blog und deine Frage gehört hier eigentlich nicht hin. Deinen Neid kann ich verstehen. Ich sehe Mowa eher als Inspiration. Natürlich kann und will ich ihr nicht alles nachmachen, aber ich lese gerne in ihrem Blog.
Ich habe auch kein ausgeprägtes Pflichtbewusstsein, d. h. als ich antriebslos war, war ich einfach nur regungslos und habe die Situation so akzeptiert.
Ich habe oft ein schlechtes Gewissen, dass ich so wenig mache und manchmal auch das Gefühl etwas machen zu müssen, obwohl gerade nichts anliegt.
Dann bist du in der Dokumentation deiner Krankheit wesentlich gründlicher als ich. Ich schreibe mir eigentlich nur die Dosisänderungen auf.
Ich glaube, ich höre jetzt auf täglich zu zählen, an wie vieltem Tag ich angekommen bin.
Du kannst dir ja aufschreiben, wann du auf welche Dosis gewechselt hast. Aber das hast du bestimmt eh schon gemacht.
Zugleich würde ich keinem anderen Betroffenen dazu raten, so vorzugehen wie ich es tue oder getan habe. Wir müssen es selbst wissen, wie wir auf Psychopharmaka individuell reagieren und damit individuell umgehen.
Den Punkt hebe ich nochmal hervor. Die Eigenverantwortung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die Reduktion der Medikamente kann sicherlich in manchen Fällen funktionieren, aber eben nicht in allen. Ich denke, es gehört auch dazu, dass man auf sich selbst achtet.
Dann wünsche ich dir noch einen guten ersten Arbeitstag.
Genau weiß ich auch nicht, was das Bild darstellt. Vielleicht ein Mensch, der leidet, weil er sich befreien will.
Dann wäre die Frage wovon? Von den Nebenwirkungen der Medikamente oder der Psychose vielleicht? Ich finde es jedenfalls auch gruselig, aber sehr einprägsam. Ich denke immer noch darüber nach.
Ich finde es auch erstaunlich, wie schnell du den Dosierungsplan über den Haufen wirfst. Dann denke ich auch mal, dass ich das ja auch für mich machen könnte. Was mich abhält, sind die „Absetznebenwirkungen“ die ich merke.
dir auch einen guten Start in die Woche!
Ich finde dein letztes Bild beunruhigend. Was soll es ausdrücken?
Ich dachte, du wolltest erstmal bei 2mg Aripiprazol bleiben. Was hat dich zu 1mg bewegt?
Du musst natürlich, wie immer, nicht antworten. Ich frage mit einer Mischung aus Neugierde und Sorge.
Ich habe nicht nach den Quellen gefragt @Dopplereffekt, aber das ist das, was er als erfahrener Psychiater weiß. Was er mir schon gesagt hat, dass die Biochemie des Gehirns eine träge sei und deswegen auch stabil. Ständige Dosisänderungen bspw. können die Stabilität des trägen Systems empfindlich stören.
Ich frage auch nicht immer nach den Quellen, obwohl das vielleicht gut wäre. Letztlich bin ich bei einem Termin zu gespannt dazu, was überhaupt gesagt wird, um alles zu hinterfragen und vielleicht fehlt auch einfach die Zeit dazu.
Ich denke, dass ich aber die Trägheit der Biochemie des Gehirns selbst spüre. Nach einer Dosisreduktion dauert es circa 3 Wochen, bis ich mich wieder stabil fühle (d.h. auch die komischen Träume nachlassen). Dann gebe ich noch mindestens eine Woche drauf, um sicher zu gehen, bevor ich den nächsten Schritt mache. Außerdem mache ich wegen der Trägheit und um stabil zu bleiben nur Minischritte in der Reduktion.
Es gingen dabei auch Glaswaren in die Brüche – ein Verhalten, was mich zu Anfang unseres Zusammenlebens schockiert hat und inzwischen nicht mehr.
Vielleicht könntest du dann eine Runde spazieren gehen, wenn du Freiraum brauchst.
Ich bin gespannt wie es bei dir weiter geht, auch dosierungsmäßig.
Ich frage mich, warum dein Psychiater zu 3 Monaten erhöhter Dosis rät. Braucht das Gehirn so lange, um stabil zu werden? Spricht er aus Erfahrung oder gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse dazu?
Ja, danke @nichtraucher!
Ich finde es interessant, auch oder weil es meine Vorstellungskraft übersteigt.
Eigentlich denke ich auch, dass die Lichtgeschwindigkeit bei nahen Dingen für unsere Wahrnehmung praktisch keine Rolle spielt. Gegenbeispiele würden mich aber auch interessieren.
Und das Licht, das z.B. an mir reflektiert wird, wird auch eine gewisse Zeit benötigen, um zu den Augen meines Mannes zu gelangen.
Den Gedanken finde ich interessant. Wir sehen eigentlich alles aus einer gerade vergangenen Zeit, auch wenn das praktisch natürlich nicht immer eine Rolle spielt.
Ich hoffe deine Stimmung bessert sich noch.
Einen schönen Ostermontag!
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Diese Antwort wurde vor 5 Jahren von
Dopplereffekt geändert.
Und ich sage, dass es ein künstlich durch Neuroleptika hergestellter Zustand ist, was für mich das Gegenteil von Leben und Lebendigkeit bedeutet.
Das empfinde ich auch so ähnlich. Ich möchte nur so viel an Neuroleptika nehmen, wie unbedingt nötig. Einen Ausbruch der Krankheit möchte ich andererseits auch unbedingt verhindern. So taste ich mich an eine niedrige Dosis heran.
Weiterhin gute Besserung und ein schönes Wochenende :bye:
Es fühlt so an, als wäre die Lebensfreude verkümmert, und das Bedürfnis ist nicht ausgeprägt, tätig werden zu wollen. Das dann kombiniert mit ständiger Müdigkeit und deprimierte Grundstimmung
So ähnlich kenne ich es wohl auch. Allerdings denke ich, dass die Müdigkeit ursächlich ist. Wenn ich müde bin, kann ich mich schlecht auf etwas konzentrieren oder länger durchhalten. Dann macht es natürlich weniger Spaß etwas zu tun und ich mache daher weniger, was dann auch auf die Stimmung drückt
.Wie äußert sich denn bei dir die Antriebsschwäche?
Bei mir ist die Stimmung auch gedrückter, je weniger ich mache.
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Diese Antwort wurde vor 5 Jahren von
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