Pia

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  • als Antwort auf: Was ist eine Psychose ? #241885
    Pia

      Du könntest auf der Seite http://www.psychosenet.nl mal unter Menü/ Informationen über Sensivität für Psychosen / Ursache der Psychose weiterlesen, @Ludwig, da findest du einige mögliche Ursachen und Erläuterungen dazu.

      als Antwort auf: Was ist eine Psychose ? #241851
      Pia

        Erklärung von Jim van Os: Was ist eine Psychose?

        Psychose ist, wenn du zu viel Bedeutung in der Welt um dich herum siehst. Es ist ein Zustand von „Hyperbedeutung“. Hinter jedem Baum könnte ein Killer stecken. Das denkst du, wenn du gerade einen heftigen Thriller gesehen hast und durch einen dunklen Wald gehst. Du hörst jemanden im Wind schreien.

        In diesem Beispiel haben Sie leichte psychotische Erfahrungen: eine Bedrohungswahnvorstellung, eine Halluzination von Stimmen. Aber Sie haben keine vollständige Psychose, Sie können testen, was real ist und was nicht.

        Was ist eine Psychose?

        Wir alle können manchmal Angst haben, und wir alle haben die Fähigkeit, uns Dinge vorzustellen

        Das ist gut. Menschen haben manchmal intensive spirituelle Erfahrungen, die zu besonderen Bewusstseinszuständen und Wachstum führen können. Und um flexibel auf die Welt um uns herum reagieren zu können, müssen wir ihr ständig einen Sinn geben: Warum nervt mein Chef so? Haben die beiden etwas gemeinsam? Lachen mich die Fahrgäste im Bus aus? Um mit solchen Fragen richtig umzugehen, ist es ganz gesund, auch mal ein bisschen misstrauisch zu sein oder im Kopf mit sich selbst zu reden.

        Aber extremes Misstrauen ( Wahnvorstellungen ) und die Wahrnehmung von Stimmen, über die Sie keine Kontrolle mehr haben ( Halluzinationen ), behindern Ihre Funktionsfähigkeit. Der Verdacht oder die Stimmen sind dann keine normalen Erlebnisse mehr, sondern psychotische Symptome, bei denen Sie Hilfe brauchen.

         

        Manche Menschen erleben psychotische Erfahrungen als wichtige spirituelle Botschaft – andere sehen darin eher ein Symptom einer Erkrankung

        Die Bedeutung, die Sie Ihren Symptomen geben, kann den Verlauf beeinflussen. Wenn Sie von einem pessimistischen Bild einer „Gehirnkrankheit“ ausgehen, die niemals verschwinden kann und für die Sie für den Rest Ihres Lebens von schweren Medikamenten abhängig bleiben werden, können Sie zunehmend daran glauben und beginnen, sich so zu verhalten . Daher ist es wichtig, das richtige wissenschaftliche Bild der Psychose zu haben: dass es eine Verwundbarkeit ist, die für jeden anders ist, mit der man aber immer einen Weg finden kann, damit zu leben. Und es gibt keinen Beweis dafür, dass es sich um eine Gehirnkrankheit handelt – wir wissen es einfach nicht. Es scheint eher so, als wäre Psychose eine menschliche Eigenschaft, die außer Kontrolle geraten ist, genau wie Depressionen und Angstzustände.

        Jeder hat hin und wieder eine psychotische Erfahrung

        Eine kleine Psychose ist nichts Schlimmes. Laut wissenschaftlicher Forschung passiert dies vielen Menschen. Probleme können entstehen, wenn psychotische Erfahrungen intensiver werden, länger andauern und mit Depressionen, Manie oder mit Veränderungen der Motivation oder Kognition einhergehen. Sie haben zum Beispiel schon lange das Gefühl, dass seltsame Dinge um Sie herum passieren – das ist ein leichtes psychotisches Erlebnis. Sie können jedoch immer noch vernünftig funktionieren und Ihr Umfeld nimmt davon nicht viel wahr. Das komische Gefühl kann wieder verschwinden: Dann ist nichts falsch.

         

        Psychose kann manchmal dominieren

        Manchmal werden psychotische Erfahrungen so dominant, dass Sie an nichts anderes mehr denken können und entsprechend handeln. Sie denken zum Beispiel, dass Sie von der CIA verfolgt werden und beschweren sich darüber bei der Polizei und der amerikanischen Botschaft. Ihr Denken folgt der Logik der Psychose. Eine Kollision mit der Welt um Sie herum ist dann unvermeidlich; Streit mit Menschen um Sie herum kann entstehen.

        Ihre Mitmenschen könnten feststellen, dass Sie sich seltsam verhalten und Hilfe rufen möchten. Das erleben Sie in Ihrer Psychose oft ganz anders: Sie haben das Gefühl, dass sich das Umfeld verändert hat und andere Menschen sich merkwürdig verhalten: Sie fühlen sich bedroht.

        Wenn Sie eine Psychose haben, leiden Sie nicht nur unter Wahnvorstellungen oder Halluzinationen

        Eine Psychose ist eine Mischung (Syndrom) aus unterschiedlichen intensiven Erlebnissen oder im Fachjargon: Symptome.

        Jeder Mix sieht anders aus:

        • Zum Beispiel hat der eine hauptsächlich Misstrauensgefühle, der andere hört hauptsächlich feindselige Stimmen.
        • Wieder ein anderer leidet unter Stimmungsschwankungen, mal tiefdüster und träge ( Depression ) und mal abnorm beschwingt und hyperaktiv ( Manie ).
        • Wieder andere leiden unter mangelnder Motivation, alltägliche Aufgaben zu erledigen ( Motivationsprobleme ), mangelnder Aufmerksamkeit und Konzentration und sind weniger fähig zu planen und zu lernen ( Kognitionsprobleme).

         

        Wir sprechen von einer vollständigen Psychose, wenn psychotische Erfahrungen beginnen, Ihr Leben so sehr zu kontrollieren, dass Sie im täglichen Leben nicht mehr (gut) funktionieren.

        Du bist völlig in deiner Realität versunken und kannst nicht mehr zwischen Wahn und Realität unterscheiden. Für Sie können Wahnvorstellungen, Stimmen oder Halluzinationen in einer Psychose lebensecht sein, aber Ihre Umgebung erlebt es ganz anders. Dieses Aufeinanderprallen unterschiedlicher Realitäten ist oft sehr verwirrend und kann zu ärgerlichen Konflikten führen.

        Jim van Os ist ein genesungsorientierter Psychiater, Professor für psychiatrische Epidemiologie und Vorsitzender der Brain Division, UMC Utrecht. Jim van Os arbeitet an der Schnittstelle von „harter“ Hirnforschung, Gesundheitsforschung, Kunst und subjektiven Erfahrungen von Menschen mit „erlebter Erfahrung“ in der psychiatrischen Versorgung. Jim ist auch ein Verwandter von Menschen mit Anfälligkeit für Psychosen.

        Quelle: http://www.psychosenet.nl 

        Übersetzung mit Smartphone 

        als Antwort auf: Was ist eine Psychose ? #241745
        Pia

          Das hab ich so nirgends geschrieben, @Ludwig und wann und ob und wo ich meine Geschichte erzählen will oder nicht, das entscheide ich selbst und tu das garantiert nicht hier im öffentlichen Bereich.

          Ich bin nicht hier im Forum, um anderer Leute Neugier zu befriedigen, sondern um mich über das Thema Schizophrenie auszutauschen.

          • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 6 Monaten von Pia geändert.
          Pia

            @Pia, Dein Problem am Anfang war eine Fehlinterpretation von einem Vorgang auf Facebook, dann wurdest Du fälschlerweise als Psychotikerin behandelt !? Nun schreibst Du aber, das Du seit über 41 Jahren Symptomfrei bist, aber NL schluckst ? Doch Facebook gibt es erst seit ca. 18 Jahren ???

            Das war ein Tippfehler. 4 1/2 Jahre statt 41 1/2.

            Pia

              Offenbar hast du wieder nicht richtig gelesen, @PlanB.

              als Antwort auf: Was ist eine Psychose ? #241705
              Pia

                Sowas ist mir nicht passiert und ich halte diese „Erklärungen“ für total daneben.

                Pia
                  Pia

                    Artikel von Merkur:

                    Drei Testsieger: Stiftung Warentest prüft Online-Psychotherapie bei Depression: Drei von acht Programmen überzeugen.

                    Eines schickt Stiftung Warentest vorweg: Bei einer schweren Depression eignet sich die Online-Selbsthilfe nicht.

                    https://www.merkur.de/leben/gesundheit/stiftung-warentest-prueft-online-psychotherapie-bei-depression-drei-programme-ueberzeugen-90884184.html

                     

                    Pia

                      Ich denke nicht, dass das das absurd ist, @Ludwig. Es gibt ja auch viele Betroffene, die ihre Psychopharmaka risikominimiert reduziert oder ganz ausgeschlichen haben und dennoch keine psychotischen Symtome haben.

                      Manche leben auch bewusst mit Symptomen ohne Psychopharmaka und viele davon haben gelernt, damit umzugehen, viele auch mit Hilfe von Therapien.

                      Es gibt ja etwa ein Drittel der Betroffenenen, die chronisch Symptome haben, oft mit Psychopharmaka und manche ohne.

                      Ich denke, dass die psychiatrische Versorgung eben offener und verbessert werden muss und jedem möglichst von Anfang an verschiedene Möglichkeiten zur Wahl zur Verfügung stehen sollten und das nicht nur zu Anfang, sondern dass man sich jederzeit frei entscheiden kann, was man für sich wählen möchte, durchaus auch Kombinationen.

                      Ich könnte mich ja auch jederzeit frei entscheiden mein Medikament abzusetzen und das auch mit Absprache mit meinem Psychiater. Ich würde es aber wenn, ganz langsam ausschleichen. Ich habe schon über 4  1/2 Jahre keine Symptome mehr. Je länger man Psychopharmaka nimmt, desto schwieriger soll es sein, auszuschleichen und ich habe damals das Depot gewählt, ohne über ausschleichen von Psychopharmaka informiert gewesen zu sein, sonst hätte ich kein Depot gewählt.

                      Hier wo ich wohne, gibt es zum Beispiel keine Soteria und ich muss mich mal konkreter erkundigen, ob hier Offener Dialog überhaupt möglich ist.

                      Ich möchte nun aber nochmal vorschlagen, Diskussionen z.B. zu Offener Dialog im Thread Offener Dialog zu führen und in diesem Thread nur Diskussionen über psychologische Onlinekurse auf Rezept.

                       

                       

                       

                      • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 6 Monaten von Pia geändert.
                      Pia

                        @Pia, ich habe mir das Buch gekauft, da ich die Idee gut fand. Leider geht jedoch das Autorenteam von einer falschen Voraussetzung aus und behandelt in die falsche Richtung ! Der Ausgangspunkt des Autorenteams ist das „schizophrene Dilemma nach Freud“, welches besagt dass die Ausgangsposition des Psychotikers so verfahren ist, dass er sich als Lösung absichtlich in die Fantasiewelt der Psychose stürzt. Das ist in meinen Augen blanker Schwachsinn !? “ Das finnische Modell der bedürfnisangepassten Behandlung (»need-adaptedtreatment«) insbesondere für die Behandlung psychotischer Ersterkrankungen entstand im Rahmen eines längeren Entwicklungsprozesses und wird derzeit in etwa einem Viertel der Regionen Finnlands und in anderen skandinavischen Ländern als Routineversorgung umgesetzt.“ https://www.dgsp-ev.de/fileadmin/user_files/dgsp/dgsp/SP/SP_152/Beduerfnisangepasste_Behandlung_u._offener_Dialog__V._Aderhold_.pdf

                        Ja, @Ludwig, ich halte das auch für totalen Schwachsinn, dass Menschen sich in solchen Situationen absichtlich in eine Fantasiewelt begeben würden.

                        Ich frage mich, warum du so ein Buch überhaupt empfiehlst.

                        Auch wenn die Entwicklung mit Offener Dialog zuerst „insbesondere“ mit Menschen mit erster psychotischer Erfahrung begann, ist es doch nicht so, dass NUR Personen mit erster psychotischer Erfahrung so behandelt wurden und werden können.

                        In dem uralten Artikel, den du als Link eingefügt hast, steht kein Wort darüber, dass Menschen nur bei erster psychotischer Episode mit dem Konzept „Offener Dialog“ behandelt werden und ich habe die 6 Seiten gerade extra nochmal gelesen. Ich kannte den Artikel schon länger.

                        Pia

                          Guten Morgen @Zoidberg und @PlanB,

                          wir sind gestern Abend hier von dem Thema des Threads abgekommen. Hier im öffentlichen Bereich.

                          Dieser Thread soll nicht dazu dienen, hier meine persönliche Lebensgeschichte mitzuteilen.

                          Ich bitte euch deshalb, beim Thema des Threads: „Psychologische Onlinekurse auf Rezept. Ein Kurs gegen Panik soll gut sein z.B.. zu bleiben.“

                          Einen schönen Sonntag allen. :bye:

                           

                          Pia

                            Danke für den Link, @Ludwig. Hast du das Buch schon gelesen und kannst dazu was sagen?

                            Wie kommst du bloß darauf, dass Offener Dialog nur bei der ersten Psychose helfen könnte? Das stimmt jedenfalls nicht, nachdem was ich dsrüber gelesen, gesehen und gehört habe.

                            Hast du zu deiner Aussage einen Link, wo ich das nachlesen könnte?

                            Gute Nacht, schlaf gut.

                            Pia

                              Die Symptome sind bei mir weggegangen, nachdem klar war, dass die Person, die den Irrsinn gepostet hatte, der Person, um die ich mir deshalb die großen Sorgen gemacht hatte, nichts angetan hat, nicht durch die Pillen.

                              Es ist unmenschlich, in den Psychiatrien nicht mit Betroffenen zu reden von Seiten der Ärzte und des Personals, nicht normal.

                              Es müssten allen Betroffenenen sofort Gespräche und Gesprächsterapien, wahlweise Offener Dialog angeboten werden, meiner Meinung nach, nach den üblen Erfahrungen, die ich gemacht habe und viele andere Betroffene.

                              Pia

                                Nein, würde ich aber beim nächsten mal tun, falls ich nochmals eine Psychose bekommen würde und diese Option als Wahlmöglichkeit sollte auch überall möglich werden, meiner Meinung nach.

                                Ich bin seit meiner Psychose ziemlich entsetzt und sauer, dass mit mir nicht gesprochen wurde, sondern einfach Pillen rein. Ich hab in meinem ganzen Leben noch nie jemandem irgendwas getan und war noch nie aggressiv oder so.

                                Hätte man mit mir geredet, hätte sich vieles ruckzuck geklärt. Das was ich damals falsch angenommen habe, haben auch die Pillen nicht wegbekommen. Die Situation klärte sich dann und dann war ich auch die Symptome los.

                                Ich hab mir damals völlig umsonst, wegen was, was ich auf Facebook las, was eine andere Person so alles postete, mir um eine der Person nahestehende Person fürchterliche Sorgen gemacht.

                                Das hätte man ruckzuck mit Gesprächen klären können, statt mich vollzupumpen und das mit fürchterlichen Nebenwirkungen.

                                Ich war zu jederzeit ansprechbar und zu Dialogen fähig. Die Psychiatrie hier ist eine Katastrophe.

                                Pia

                                  Es kommt eben immer genau auf die Lebenssituation der Betroffenen an und eben die dadurch bedingten Auslöser der psychotischen Symptome.

                                  Hier kurz zur Wirksamkeit von Offener Dialog, zitiert aus dem dir gerade verlinkten Wikipediaartikel:

                                  Wirksamkeit Offener Dialog

                                  <section id=“content-collapsible-block-2″ class=“mf-section-3 collapsible-block collapsible-block-js open-block“>In der Nachuntersuchung nach fünf Jahren (Seikkula et al. 2006) wurde die Effektivität des Offenen Dialogs bei erstmaligen Psychosepatienten evaluiert: Nur 29 Prozent der OD-Patienten hatten einen oder mehrere Rückfälle, 82 Prozent hatten keine psychotischen Symptome mehr und der Beschäftigungsstatus (Studium, Arbeit, aktive Jobsuche) lag bei 86 Prozent.<sup id=“cite_ref-22″ class=“reference“></sup> Es zeigte sich, dass die Anzahl der als psychotisch diagnostizierten Patienten ebenso wie die Inzidenz für Schizophrenie gesunken sind. Die beobachteten Episoden psychotischen Erlebens wurden kürzer, was sich auch in der Anzahl der Krankenhaustage widerspiegelt: Diese reduzierte sich von durchschnittlich 26 auf 14 Tage, am Ende der Behandlung verblieben weniger Symptome und die Mehrzahl der behandelten Patienten blieben in Ausbildung oder Beruf oder kehrten dorthin zurück<sup id=“cite_ref-:4_24-0″ class=“reference“></sup><sup id=“cite_ref-25″ class=“reference“></sup>. Die durchschnittliche Dauer einer unbehandelten Psychose fiel in der Arbeit mit Offenem Dialog von vier Monaten Anfang der 1990er Jahre auf einen halben Monat im Jahr 2005<sup id=“cite_ref-:4_24-1″ class=“reference“></sup>. Dies ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass der Kontakt zu einer psychiatrischen Klinik oder einem ambulanten Angebot schneller aufgenommen wird, da die Bewohner der Region zunehmend mit dem System vertraut waren und auf seine Wirksamkeit setzten. So sank z. B. auch das Alter der Patienten von durchschnittlich 26,6 Jahren zu Beginn des Programms auf durchschnittlich 20,2 Jahre in der dritten untersuchten Kohorte.<sup id=“cite_ref-26″ class=“reference“></sup><sup id=“cite_ref-:4_24-2″ class=“reference“></sup>

                                  Die Referenzen sind in dem Wikipediaartikel verlinkt.

                                  </section>

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