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Hallo zusammen,
vielen lieben Dank @Lightness, @Lisi, @Agi, @Molly, @erdbeere und @DiBaDu für Eure Rückmeldungen.
Heute hatten wir einige Stunden sonniges Wetter, und wir sind zu meinem alten Kindergarten und meiner alten Grundschule spaziert:
In dieser Straße wohnt meine Mutter, im Haus mit dem rotbraunen, eckigen Dach. Der größte Berg im Bild ist Shiroyama, 375 m hoch.

Unterwegs zur Grundschule, mittig im Bild sieht man die weiße Spitze von Fujisan (bzw. Fujiyama). Ein Milan ist zufällig vorbeigeflogen und ist auch zu sehen. Der braune See heißt Tsukui-See.

Ganz viele oberirdische Stromleitungen, typisch für Japan. Passend dazu die Linien auf meinem T-Shirt…

Bambuswälder sind auch typisch in Japan, auch bei uns im Dorf…

Morgen geht es weiter nach Asakusa, Tokio. Dort werden wir 2 Nächte übernachten.
LG,
MowaGuten Morgen (hier gerade 7:30am) zusammen,
und vielen Dank @escargot für die lieben Grüße.
Wir sind gestern gut angekommen, hatten einen sehr langen Tag und waren sehr müde. Konnten dann gut schlafen :good:
Einige ersten Fotos haben wir gemacht:
Am Flughafen in Frankfurt, vorne ist unser Flieger:

Im Flugzeug, war sehr dunkel:

Irgendwo über (Nord-)China, bereits nach der Mongolei:

Am Flughafen in Tokio, Zugang zu einer Bahnlinie Richtung Yokohama:

Heute hat mein Mann Geburtstag, und wir wollen nach Yokohama fahren
Liebe Grüße aus regnerischem Japan, auch von meinem Mann
MowaSüß, danke @Hazel :good:
Gleich ist boarding.
Vielen Dank, liebe @Jela
Guten Morgen @christine,
Ruhe ist angenehm. Welcher NL-Wirkungsanteil beruhigt dich am meisten? Magst du die Stabilität genauer beschreiben, die du anstrebst? Was beinhaltet sie im Einzelnen? Lassen sich Stresstrigger auch durch Arbeits(platz)anpassung statt Chemokeule beherrschen oder liegt der Schwerpunkt außerhalb der Arbeitszeit?
Gute Fragen! Da sie ja nicht ins ursprüngliche Thema passt, habe ich Deinen Post in meinen Blog aufgenommen. Vielleicht kann ich später ausführlicher auf Deine Fragen eingehen, aber so spontan fällt mir nicht viel ein:
Meiner laienhaften Vorstellung nach ist es mit der medikamentösen Dämpfung wie mit einer akustischen Dämmung. Meine Gedanken und Gefühle sind wie Schallwellen, die in einem leeren Raum – bzw. in meinem Kopf
– einen Nachschall erzeugen können. Bei vielen unterschiedlichen Schallwellen kann das schnell unübersichtlich und unangenehm werden. Die Medikamente bewirken nun, dass der Schall absorbiert wird und die Schallwellen daher nicht fortschreiten können.Und so fühle ich mich auch mit meiner Minidosis Aripiprazol. Meine Gedanken und Gefühle werden gedämpft, und ich fühle mich nicht gestresst. Ich wage hier sogar einen kausalen Zusammenhang zu vermuten, dass ich nämlich nicht gestresst bin, weil meine Gedanken und Gefühle an der Quelle gedämpft werden und sich nicht weiterentwickeln können. Eine fachliche Ahnung habe ich nicht, daher werde ich das beim nächsten Therapeuten- und Psychiatertermin abklären.
Und diese Dämpfung ist ja nicht situationsspezifisch sondern ist dauerhaft vorhanden. Schöner wäre es natürlich, wenn ich nur dann gedämpft werde, wenn ich ohne Medis die Situation auch als stressig empfinden würde. Wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann solche Medis auch, wünschen würde ich es mir sehr!
Klar, schöner wäre es, wenn ich auf das Aripiprazol verzichten könnte und dafür immer dann mir Ruhe geben könnte, wenn ich sie brauche. Aber ich will ja weiterhin für meine Familie kämpfen und weiterhin auch arbeiten, da sieht meine Realität eher so aus, dass ich stressige Situationen nicht immer vermeiden kann. Na ja, das gehört eben zu meinem Leben dazu, denn ich würde mich in einem für mich normalen Maß belasten können. Das hält mich wach und zufrieden.
LG,
MowaGuten Morgen zusammen,
und danke @DiBaDu!
Die Koffer sind gepackt, und gestern Abend habe ich uns noch eingecheckt. Das Ein-Checken ging auch vor der angekündigten Zeit von 19:10 Uhr, schon so gegen 18 Uhr. Dann haben wir uns so einen Zweier-Sitz in der hintersten Reihe im Boeing 747-8 ausgesucht, das hat wohl Vor- und Nachteile. Auf jeden Fall haben wir so mehr Privatsphäre und müssen den Passagier am Gang nicht jedes Mall fragen, wenn wir zum Klo usw. wollen. Der Flug dauert ca. 11 Stunden, dann ist es super, wenn wir immer wieder aufstehen können…
LG,
MowaVielen Dank liebe @wachsmalbloeckchen, liebe @Molly und liebe@Isa!
Ab punkt 19:10 Uhr kann ich uns online einchecken, und da wir noch keine Sitzplätze reserviert haben (hätte extra 35 – 110 Euro pro Sitz und Richtung gekostet!), will ich schnell sein und gute Sitzplätze noch ergattern.
Vorhin war ich im Supermarkt und habe noch einige Sachen fürs Care-Paket besorgt, darunter 4 Packungen irische Butter und 4 Päckchen Lebkuchengewürze. Heute Abend müsste noch der Ersatz-Dichtring für einen WMF-Schnellkochtopf meiner Mutter geliefert werden. Solche Ersatzteile sind hier viel einfacher zu bekommen. :good:
Danke Euch liebe @Hazel, liebe @Bernadette und lieber @Zoidberg. Ja, Fotos, gern!
Leider wird aus dem Tagesausflug nach Hakone nichts mehr. Meine Mutter hat heute Morgen vom Gasthaus einen Anruf bekommen, dass das Erdgeschoss durch den Regen überschwemmt wurde und sie nicht wissen, wann sie das Gasthaus wiedereröffnen können…
Nun haben wir stattdessen ein Hotel im Tokioter Stadtviertel Asakusa gebucht, für 2 Nächte. Dann haben wir auch etwas mehr Zeit zu zweit. Das wäre mir dann wichtig, auch wegen meines baldigen Eisprungs…
Vielen lieben Dank @erdbeere, @Dopplereffekt und @christine für Eure Rückmeldungen.
In 48 Stunden sind wir schon unterwegs. Ich habe angefangen zu packen. Das Wichtigste zuerst, natürlich

Guten Morgen zusammen,
so, mein erster Urlaubstag
Seit gestern Abend habe ich so einen seltsamen Kopfschmerz, der auf nur einer Kopfhälfte und recht lokalisiert auftritt. Schlafen hat nicht geholfen, eine Ibuprofen-Tablette schon eher. Ich habe den Verdacht, dass das eine Art Migräne ist, die ich zum ersten Mal im Juni hatte. Etwas unangenehm, bin immer wieder aufgewacht und nach 6 Stunden immerhin gegen 2 Uhr(!) aufgestanden.
Heute Mittag habe ich zuerst einen Termin bei meinem Psychotherapeuten, und danach gegen 13 Uhr bekommen wir einen Besuch von einem ehemaligen Mitstudent von mir und seiner Frau. Er ist der Ex-Freund meiner Ergotherapeutin in der Klinik bei meinem letzten Aufenthalt im April/Mai. Gestern hat er mich auf der Arbeit spontan angerufen, und ohne dass er sich vorgestellt hat, war sein erster Satz: „Wann hast Du denn geheiratet!?“ (zuletzt hatten wir 2015 Kontakt). Ich dachte, vielleicht hat er mit seiner Ex-Freundin über mich gesprochen und daraufhin angerufen, aber nein, offenbar hatte er sie schon lange nicht mehr gesprochen.
Durch den Besuch habe ich einen etwas stressigen Tag. Vormittags will ich die Wohnung etwas sauber machen, danach einkaufen gehen, danach das gemeinsame Essen kochen, dann zum Therapeuten, und dann die Gäste empfangen. Das passt gut, denn die Wohnung hätte ich sowieso vor unserem Abflug ein bisschen geputzt, damit sich unsere Nachbarn nicht wundern, wenn sie (hoffentlich, haben wir noch nicht gefragt) unsere Pflanzen mit Wasser versorgen, während wir in Japan sind.
LG, und noch einen angenehmen Donnerstag wünscht
Mowadas wäre einfach nur das schlimmste was passieren könnte!
Das ist Deine persönliche Ansicht, und diese kann ich auch nachvollziehen.
Ich persönlich habe es vorgezogen, eigene Erfahrungen mit Absetzen zu sammeln.
Das schlimmste, was mir jetzt passieren könnte ist, dass ich mich wieder dauerhaft mit 15 mg Aripiprazol (oder mit anderen NLs in mittleren und hohen Dosen) behandeln lasse und wieder in den Zombie-Zustand zurückversetzt werde.
Freiwillig werde ich es mir nicht mehr antun…
Guten Morgen zusammen,
auch ich arbeite auf dem ersten Arbeitsmarkt. Den jetzigen Job habe etwa 1 Jahr nach meiner Ersterkrankung bekommen, das war vor gut 8 Jahren. Mein Chef ist auch mein Diplomvater, und zu ihm hatte ich nach der Diplomarbeit immer wieder Kontakt. Im Sommer 2011 habe ich ihm dann geschrieben, dass ich eine Psychose hatte und ob er mir einen Job anbieten könnte. Daraufhin hatten wir ein informelles, lockeres Gespräch, und er bot mir diesen Job an: „Wir suchen jemanden für unsere Computer“. Dabei hatte ich praktisch keine Ahnung von Rechnern, damals viel weniger als jetzt. Auch das hat mein Chef gewusst.
Bis Ende 2016 habe ich am alten Standort gearbeitet, und seitdem arbeite ich am neuen Standort und mache alle 2 Wochen Dienstreisen zum alten Standort. Zu meinen langjährigeren Kollegen am alten Standort war ich von vornherein offen mit meiner Erkrankung, was dort positiv und genauso offen aufgenommen wurde. In diesen Jahren wurde ich dauerhaft mit 15 mg Aripiprazol behandelt, und ich war stabil. Es gab natürlich auch Kollegen, denen ich nichts über meine Erkrankung erzählt hatte (dann wahrscheinlich eher mangels Gelegenheiten), und ihnen war ich nicht sonderlich aufgefallen.
Bei den Kollegen am neuen Standort ist die Situation etwas anders, da ich mich von der Dauermedikation mit 15 mg Aripiprazol verabschiedet hatte und meine psychische Verfassung wieder Hochs und Tiefs hatte, anstatt stabil und eintönig. Kaum war ich 2017 umgezogen und hatte meine Arbeit am neuen Standort aufgenommen, wurde ich im Sommer für fast 1 Jahr krankgeschrieben. Während dieser Zeit hatte ich auch meinen ersten Rückfall. Dann hatte ich dieses Jahr im April/Mai meinen zweiten Rückfall, wobei ich nur 3 Wochen in der Klinik war und meine Abwesenheit auf der Arbeit nicht länger aufgefallen war, da ich sonst Urlaub gehabt hätte.
Einigen meiner neuen Kollegen hatte ich auch von Anfang an über meine Erkrankung erzählt, aber die meisten wussten das am Anfng nicht. Bevor ich die Gelegenheit hatte, ihnen es selbst zu erzählen, hatte ich meine Rückfälle, so dass die meisten inzwischen wissen, dass ich psychisch krank bin. Ich war auch teilweise akut auf der Arbeit, habe erstaunlicherweise viele Aufgaben normal bewältigt, nur habe ich leider durch meinen Wahn und meine Manie auch einige Scherben hinterlassen. Nach den Rückfällen ist es immer mühsam, diese Scherben wieder aufzuräumen und meine Arbeit wieder ins Lot zu bringen…
Was die neuen Kollegen über mich als psychisch Kranke denken, das ist wohl geteilt. Von einigen Kollegen, die selbst von Depressionen oder Burnout betroffen sind, habe ich positive Rückmeldungen über meine Offenheit bekommen. Einige Kollegen, die offenbar sehr fit sind und auch keine Berührungen mit psychischen Erkrankungen in ihrem persönlichen Umfeld hatten, gab es wohl immer wieder uneinfühlsame und verständnislose Bemerkungen, nicht nur über mich sondern allgemein über psychisch Kranke. Das hat aber auch etwas damit zu tun, wie wir miteinander umgehen und entwickeln. Wenn die reservierten Kollegen sehen, dass ich stabil und normal arbeiten kann und nicht nur krank und abwesend bin, dann hat das sicher auch positive Auswirkungen auf unsere Beziehungen zueinander.
Ja, das alles ginge natürlich nicht ohne die wohlwollende Unterstützung von meinem Chef. Ich arbeite im öffentlichen Dienst an einer Forschungseinrichtung, und mein Chef hat meinen Vertrag 1 Jahr nach der Einstellung entfristet. Seit Juli 2018 habe ich auch eine Niederlassungserlaubnis (unbefristeter Aufenthaltstitel, da ich aus Japan komme) und seit November 2018 einen Schwerbehindertenausweis mit GdB 50. Das sind weitere Faktoren, die meine Lebenslage erleichtern und stabilisieren.
LG,
Mowa -
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