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Rundbrief_1-2019.indd (antipsychiatrieverlag.de)
Schon alleine den Vergleich mit „Einer flog über das Kuckucksnest“ mit Jack Nicholson ist anmaßend hoch drei. Und hier werden die Praxis der 50er und 60er Jahre beschrieben. Außerdem wird bei der heutigen EKT zumeist Ketamin als Narkosemittel verwendet! Viele hier kennen ja Ingo noch aus dem alten KNS Forum. Der fühlt sich zum Beispiel super nach der EKT und kann sein Leben geordnet weiterführen!
Gerade über das Absetzen von A-typischen Neuroleptika nur Clozapin zu nehmen, ist sehr irritierend, da Clozapin das giftigste Neuroleptikum ist. Da wird aber kein Unterschied gemacht zwischen Risperidon, Quetiapin, Amisulprid etc., sondern nur Clozapin! Die Rezeptorgewöhnung stimmt nur zum Teil, da sonst hier im Forum alle mit Höchstdosen mediziert werden müssten. Finde den Fehler
Peter Lehmann: Antidepressiva (antipsychiatrieverlag.de)
Gleich im dritten Absatz ein Fehler. SRI sind keine SSRI! Cipralex ist kein SRI, sondern ein SSRI! SRI ist zum Beispiel das Clomipramin! Und natürlich! Alle Antidepressiva machen „innere Unruhe“. Finde auch hier den Fehler! Mirtazapin und Doxepin, oder auch Amitriptylin dämpfen ja. Aber is klar. Alle Antidepressiva machen Unruhe! Weiter heißt es, dass die Antriebssteigerung Suizide verursacht. Deshalb hat man ja auch zum Beispiel das Desipramin vom Markt genommen und Sertralin und Clomipramin machen nicht viel Antriebssteigerung, nach meiner persönlichen Einschätzung! Die Alternativen neben Antidepressiva sind auch lächerlich! Für einen wirklich depressiven mit Homöopathie und Naturheilkunde zu kommen, ist schon allerhand. Selbsthilfemaßnahmen und noch vieles mehr als Vorschlag? Einfach nicht vertrauenswürdig! Hat denn Peter Lehmann noch nie einen wirklich depressiven Menschen erlebt? Ich kenne mich mit Depressionen aus und weiß wie hart die sind, oder sein können!
Sooooo viel Spaß beim Lesen und entlarven!
Dieses Buch habe ich selber. Wenn ich über die ganze Welt verstreut, über Absetzgeschichten schreibe, da kann ich mir natürlich vorstellen, dass es genug erfolgreiche Geschichten gibt. Hierzu habe ich mal eine Bewertung auf Amazon geschrieben. Unten kursiv geschrieben!
Ich habe mir vor einem Jahr dieses Buch gekauft und gelesen. Folgendes sollte man sich vor Kauf dieses Buches überdenken.1. Dieses Buch wurde verfasst von der Antipsychiatrie-Bewegung (unter der Federführung Peter Lehmanns), die wie keine andere, die Psychiatrie verteufelt, obwohl es mittlerweile immer mehr Soteria-Stationen gibt, in denen sich der Patient sehr wohlfühlen kann, entsprechend seines Zustandes. Diese geschilderte Grundhaltung sollte man überdenken bzw. hinterfragen!?2. Die Beispiele von Patienten sind teilweise sehr alt! Dies bedeutet, dass hier psychiatrische Vorgehensweisen geschildert werden, die gar nicht mehr aktuell sind. Gerade die Behandlung in der Psychiatrie in den 60ern, 70ern, 80ern und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, sind nicht mehr aktuell. Ich habe beispielsweise noch nie anstehen müssen, um meine Psychopharmakadosis zu bekommen. Das ist absolut unrealistisch und entspricht nicht mehr dem heutigen Patientenstatus.3. Absetzen der Neuroleptika, der Antidepressiva, oder des Lithiums ist gut! Da ziehe ich vor jedem ehemaligen Patienten meinen Hut, aber es bleibt fraglich, was die Patienten heute machen!? Sind die geschilderten Fälle frühberentet? Sind die Fälle im sozialbetreuten Wohnen? Diese zwei Fragen waren im Buch nicht beantwortet. Es wird nur darüber berichtet wie die Patienten ihre Medikamente absetzen, aber nicht was sie jetzt machen. Wenn ich Psychopharmaka absetzten will, dann möchte ich auch meinen Beruf, meine Familie, und auch mich selber im Einklang der Gesellschaft wieder finden und nicht durch das Absetzen in das psychisch sozialbetreute Wohnen wieder finden, oder dauerhaft abhängig von sozialen Einrichtungen sein.4. Die Beispiele sind aus vielen Nationen geschildert, bis nach Australien sogar. Es klingt zwar jetzt seltsam, aber mich persönlich interessiert es nicht, wie es ein Patient in Serbien geschafft hat, sondern mich interessieren die Fälle, die in Deutschland ihre Medikamente abgesetzt haben. Die anderen Länder haben alle ein unterschiedliches Sozialsystem. Ich habe also keine Ahnung über die Strukturen in anderen Ländern. Deshalb ist das Buch nicht selektiv, sondern pauschal, was ich als sehr ungünstig bezeichnen möchte!5. Nun zu meinem letzten Punkt. Trotz alldem macht das Buch Mut es auch zu schaffen, die Medikamente abzusetzen. Daher gebe ich auch zwei Punkte. Man muss dieses Buch durchgelesen zu haben um ein vollständiges Bild zu haben. Deshalb viel Spaß beim lesen ;)
Peter Lehmann: Atypische Neuroleptika (antipsychiatrieverlag.de)
Das erste Beispiel! Dies bezieht sich eher auf Clozapin und andere A-typische Neuroleptika werden gar nicht behandelt in dem Artikel!!! Es gibt nur ein Medikament, neben Clozapin, dass solche Nebenwirkungen auch macht, nämlich Olanzapin. Aber das wird natürlich verschwiegen, um schön pauschal alle A-typischen Neuroleptika über einen Kamm zu scheren!
24/09/2022 um 16:22 Uhr als Antwort auf: Gene bei psychischen Leiden nicht wichtig – UMC Utrecht (Studie) #240468Genau @ludwig In den 50er Jahren war der Zusammenhalt in der Familie bestimmt noch größer. Allerdings hat man auch früher mehr Alkohol gegen Probleme verwendet. Das liegt nicht nur an den Sozialstrukturen. Der Artikel entlarvt sich selber. Es gibt nach meiner Meinung nur zwei Gründe, warum die Menschen schneller erkranken, neben den Genen. Dies liegt am technischen Fortschritt! Smartphones, Whats App, Facebook und ja auch Foren, oder Roboter, die die Arbeit immer mehr übernehmen und somit die einfach gestrickten Menschen, arbeitstechnisch überflüssig machen und nicht zuletzt auch Turbokapitalismus. Immer höher und weiter! Das Beispiel mit den Foren ist global zu sehen. Wir Psychotiker, die zu 90% sowieso sozial gestört sind, ist natürlich ein Forum das Beste was es gibt!
PETA ist mir zu radikal, genauso wie Peter Lehmann. Deshalb habe ich den Vergleich angeführt!
Ja @pia das habe ich ja auch etwas zugespitzt geschrieben
. Ich denke halt, dass es keinen nicht „verfaulten“ Artikel von Peter Lehmann gibt und ich habe einiges von ihm gelesen!Edit: Ja das mit jeder absetzen war etwas zu pauschal. Ich entschuldige mich dafür!
Klar! Die Fixierung von Patienten ist keine schöne Sache. Aber was will man machen wenn einer Fremdgefährdend ist? Das Problem sehe ich eher, dass er zu viel pauschalisiert! Alles über einen Kamm zu scheren, ist halt auch nicht unbedingt die Lösung! Außerdem profitieren die meisten Psychotiker von Medis und auch da gibt es natürlich wiederum Zweifel, weil viele wieder einen rezidiv bekommen. Ohne Neuroleptika würde man aber durchschnittlich zwei Jahre in der Psychiatrie verwahrlosen. Das muss man sich mal vorstellen. Ist denn das wirklich die Sinnhaftigkeit von pauschalen Bedenken, was Psychiatrie angeht? Und nun ein paar Worte zum Thema absetzen! Hier im Forum will ja auch jeder so wenig Medis nehmen wie nötig und dann ein paar Wochen später, sitzen viele wieder fest mit ihren Symptomen! Ich ja auch. Ich nehme kein Blatt vor dem Mund. Ich habe ja auch gedacht am Anfang, dass ich mich besser fühle und dann kam wieder der Schlag und nehme jetzt wieder meine alte Dosis. Bei mir kommt halt noch die Erkenntnis dazu, dass ich eher unter Panikattacken leide und eher die Angst vor der Angst eine Psychose zu bekommen. Aber das nur am Rande! Lasst Euch bloß nicht von Peter Lehmann blenden. Das ist wie mit der Tierorganisation PETA! Das sind auch radikale Spinner und so ist es auch mit Peter Lehmann. Man muss zwischen den Zeilen lesen. Ich lese gerne Artikel über unsere Krankheit und Medikamente. Wer mich bekehren will, der soll mir einen Artikel verlinken. Ich werde ihn lesen und meine Meinung gerne dazu abgeben im öffentlichen Bereich!
Ja @forsythia Leben kann er schon, aber seine Bücher sind die Katastrophe! Auch seine Artikel! Schau Dir seine Beurteilungen mal an auf Amazon. Die welche ihn gut finden, haben wahrscheinlich noch nie eine psychische Krankheit gehabt. Einfach desaströs!
in Bezug auf Peter Lehmann: ich finde es viel eher schändlich, eine Person als „schändlich“ zu bezeichnen!
Das kann man nur beurteilen, wenn man ein paar seiner Bücher schon gelesen hat. Das kann ruhig im öffentlichen Bereich stehen! Wer sogar für Psychotiker keine Neuroleptika empfiehlt und die EKT mit den Methoden der 50er und 60er Jahre vergleicht, der ist propagandistisch schändlich! Ich weiß wovon ich schreibe!
Viel Spaß bei Gysi und Sonneborn. Wird sicher interessant, mal Nachrichten ohne den Mainstream zu lauschen!
„…dass Depression immer ein Aufruf dazu ist, den spirituellen Weg zu sich selbst zu beschreiten, der darin besteht zu begreifen, dass das Leben viel umfassender ist, als wir mit unserem logischen Verstand erfassen können.„
Ja dem kann ich nur zustimmen. Es ist nur eine kurze Zeit auf der Erde, im jetzigen Leben. Unsere Seele ist unsterblich. Wer das begreift, der kann etwas ruhiger sein Leben gestalten und fürchtet sich nicht mehr so vor dem Tod! :good:
Ich habe nochmal meinen vorigen Beitrag überdacht! Ich wäre wahrscheinlich ohne Psychose nie spirituell bzw. so gottesgläubig geworden und hätte nicht meine Bestimmung, zumindest was den Glauben angeht, bekommen. Da kann man geteilter Meinung sein, aber es ist so!
Naja @ludwig! Psychosen sind halt verschieden. Jeder Organismus ist halt verschieden. Was dem einen nützen kann, wäre schlecht für den anderen! Aus diesem Grund lese ich auch keine Ratgeber zur Krankheit, bzw. auch keine Absetzbücher, wie zum Beispiel des schändlichen Peter Lehmann’s!
Ja bei mir war es auch zu schwach! Das liegt am Rezeptorbindungsprofil! Bei mir sind insbesondere die Serotoninrezeptoren im Ungleichgewicht. Jetzt werden viel nachdenken und sagen: „Woher will er das Wissen?“. Tja ganz einfach, weil auch Amisulprid nicht funktioniert hat und Haloperidol ebenfalls nicht! So sieht es halt aus!
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