Der Sinn der Psychose !?

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  • #240143

    Abenteuer Seele: Psychische Krisen als Chance

    Josef Zehentbauer

    „…- unter der Voraussetzung, dass wir die in der psychischen Krise gemachten Erfahrungen nicht als „krankhaft“ abspalten und verdrängen, sondern uns mit ihrem Sinn auseinandersetzen, sie als Fundgrube für Tiefgang und Kreativität nutzen und konstruktiv in unsere Biographie integrieren.“

    Im östlichen, spirituellen Denken hingegen wird Depression wie letztlich jede existenzielle Krise als Aufruf verstanden, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und sein bisheriges Leben zu hinterfragen.

    „…dass Depression immer ein Aufruf dazu ist, den spirituellen Weg zu sich selbst zu beschreiten, der darin besteht zu begreifen, dass das Leben viel umfassender ist, als wir mit unserem logischen Verstand erfassen können.

    #240144

    „…dass Depression immer ein Aufruf dazu ist, den spirituellen Weg zu sich selbst zu beschreiten, der darin besteht zu begreifen, dass das Leben viel umfassender ist, als wir mit unserem logischen Verstand erfassen können.„

    Ja dem kann ich nur zustimmen. Es ist nur eine kurze Zeit auf der Erde, im jetzigen Leben. Unsere Seele ist unsterblich. Wer das begreift, der kann etwas ruhiger sein Leben gestalten und fürchtet sich nicht mehr so vor dem Tod! :good:

    #240399

    Man kann über sich hinausdenken, sich neu erfinden, eine radikal andere Perspektive einnehmen, alles Bisherige aufgeben, in einer anderen Welt leben. Aber irgendwann kommt man wieder zurück und das muss man erst mal kompensieren/aushalten.

    #240409

    sich in eine andere (imaginierte) Welt flüchten, als Schutz vor Suizid

    #240412

    @Metalhead666 …in Bezug auf Peter Lehmann: ich finde es viel eher schändlich, eine Person als „schändlich“ zu bezeichnen!

    #240415
    Pia

    @Metalhead666 …in Bezug auf Peter Lehmann: ich finde es viel eher schändlich, eine Person als „schändlich“ zu bezeichnen!

    Das finde ich allerdings auch. Ich habe noch kein Buch von Peter Lehmann gelesen, nur zufällige Internetfunde.

    Offenbar hat er sich aber seit vielen Jahren zur Verbesserung der psychiatrischen Versorgung eingesetzt und dafür 2011 sogar einen Verdienstorden der BRD dafür bekommen.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Peter_Lehmann_(Verleger)

    Ich denke, wenn es solche Leute nicht gäbe, sähe die psychiatrische Versorgung immer noch viel schlechter aus, als sie heute ist und es bedarf noch erheblicher Verbesserungen.

    #240425

    in Bezug auf Peter Lehmann: ich finde es viel eher schändlich, eine Person als „schändlich“ zu bezeichnen!

    Das kann man nur beurteilen, wenn man ein paar seiner Bücher schon gelesen hat. Das kann ruhig im öffentlichen Bereich stehen! Wer sogar für Psychotiker keine Neuroleptika empfiehlt und die EKT mit den Methoden der 50er und 60er Jahre vergleicht, der ist propagandistisch schändlich! Ich weiß wovon ich schreibe!

    #240430

    @Metalhead666

    Mein Beitrag war ungeschickt formuliert. Mich hat lediglich gestört, dass Du ihn als Person „schändlich“ genannt hast, statt sein Handeln/seine Empfehlungen zu kritisieren. Das klingt fast so, als würde man jemandem das Existenzrecht absprechen, was – denke ich – zu weit geht :scratch:

    #240443

    Ja @forsythia Leben kann er schon, aber seine Bücher sind die Katastrophe! Auch seine Artikel! Schau Dir seine Beurteilungen mal an auf Amazon. Die welche ihn gut finden, haben wahrscheinlich noch nie eine psychische Krankheit gehabt. Einfach desaströs!

    #240449

    Ja @forsythia Leben kann er schon, aber seine Bücher sind die Katastrophe! Auch seine Artikel! Schau Dir seine Beurteilungen mal an auf Amazon. Die welche ihn gut finden, haben wahrscheinlich noch nie eine psychische Krankheit gehabt. Einfach desaströs!

    Was ist denn mit der Gruppe von Personen, die durch eine Zwangsbehandlung mit Neuroleptika geschädigt wurde oder denjenigen, welche auf Empfehlung von Psychiatern Neuroleptika genommen und davon nicht profitiert haben, aber mehr oder weniger großen Schaden erlitten.

    Denen gibt er doch zB Tipps, wie sie die Medikamente wieder absetzen können und bei einer bereits bestehenden Abhängigkeit den Entzug dennoch bewältigen können.

    Außerdem hat er sich, wie Pia schon schrieb, gegen Zwang und Gewalt im psychiatrischen Bereich eingesetzt.

    #240452

    Klar! Die Fixierung von Patienten ist keine schöne Sache. Aber was will man machen wenn einer Fremdgefährdend ist? Das Problem sehe ich eher, dass er zu viel pauschalisiert! Alles über einen Kamm zu scheren, ist halt auch nicht unbedingt die Lösung! Außerdem profitieren die meisten Psychotiker von Medis und auch da gibt es natürlich wiederum Zweifel, weil viele wieder einen rezidiv bekommen. Ohne Neuroleptika würde man aber durchschnittlich zwei Jahre in der Psychiatrie verwahrlosen. Das muss man sich mal vorstellen. Ist denn das wirklich die Sinnhaftigkeit von pauschalen Bedenken, was Psychiatrie angeht? Und nun ein paar Worte zum Thema absetzen! Hier im Forum will ja auch jeder so wenig Medis nehmen wie nötig und dann ein paar Wochen später, sitzen viele wieder fest mit ihren Symptomen! Ich ja auch. Ich nehme kein Blatt vor dem Mund. Ich habe ja auch gedacht am Anfang, dass ich mich besser fühle und dann kam wieder der Schlag und nehme jetzt wieder meine alte Dosis. Bei mir kommt halt noch die Erkenntnis dazu, dass ich eher unter Panikattacken leide und eher die Angst vor der Angst eine Psychose zu bekommen. Aber das nur am Rande! Lasst Euch bloß nicht von Peter Lehmann blenden. Das ist wie mit der Tierorganisation PETA! Das sind auch radikale Spinner und so ist es auch mit Peter Lehmann. Man muss zwischen den Zeilen lesen. Ich lese gerne Artikel über unsere Krankheit und Medikamente. Wer mich bekehren will, der soll mir einen Artikel verlinken. Ich werde ihn lesen und meine Meinung gerne dazu abgeben im öffentlichen Bereich! ;-)

    #240455

    Edit: Ja das mit jeder absetzen war etwas zu pauschal. Ich entschuldige mich dafür!

    #240456

    Ich muß hier @Metalhead666 eindeutig recht geben ! Peter Lehmann ist ein alter „Hippie“ der in seiner Zeit hängen geblieben ist. Sicherlich war die Psychiatrie der 1960er und 70er abzulehnen, doch in den 1980er kam die „Öffnung“ der Psychiatrien und seit dem hat sich doch einiges getan ! Sicherlich nicht überall und sicherlich gibt es noch ein paar schwarze Schafe, aber tendenziell gab es viel Verbesserung.

    Was die NL betrift, so ist das eben die Antwort der Industrienationen in denen es keine normalen Familienstrukturen mehr gibt. Der soziale Zusammenhalt erodiert immer mehr in der westl. Welt und mit über 50% Singlehaushalten lebt in Zukunft bald jeder alleine. Das solch Erimitenleben uns alle im Hirn krank macht liegt auf der Hand !?

    #240458
    Pia

    Ich zum Beispiel will niemanden bekehren, @Metalhead666.

    Ich zum Beispiel halte die Leute von Peta nicht für Spinner, obwohl ich auch keine Veganerin bin, sie leisten aber viel gute Arbeit im Tierschutz.

    Vielleicht liest du dir mal den Artikel und die Studie „Gene, die bei psychischen Leiden nicht wichtig sind“ UMC Utrecht, durch, die ich heute unter Forschung im öffentlichen Bereich eingestellt habe.

    Es ist eben nicht damit getan, uns als „Gestörte“ darzustellen und alles mit Medikamenten in „Ordnung“ bringen zu wollen. Jeder Mensch hat eben so seine eigenen Erfahrungen und es kommt eben sehr auf das Umfeld an, was jeder von uns hat.

    #240460

    Ja @pia das habe ich ja auch etwas zugespitzt geschrieben ;-) . Ich denke halt, dass es keinen nicht „verfaulten“ Artikel von Peter Lehmann gibt und ich habe einiges von ihm gelesen!

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