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15/01/2023 um 15:25 Uhr als Antwort auf: Kein stichhaltiger Beweis, dass Gene bei der Entstehung von Schizophrenie… #263155
Die Definition von Krankheit ist, dass ein Leidensdruck da sein muss. Da viele wortwörtlich unter Schizophrenie leiden, ist es auch eine Krankheit, die man nachweislich oft mit Medis behandeln kann. Ist also eine Krankheit.
Ich versuche lieber nicht abergläubisch zu sein, weil mir jemand mal so ganz im Vertrauen gesagt hat, dass das irgendwie Unglück bringen kann.
ich weiß nicht, ob’s so gemeint war, aber der ist gut!
Dieses „Propheten sind Psychotiker gewesen“ mag dann und wann gestimmt haben. Aber dass die ja in manchen heiligen Schriften durchscheinende Ethik von Psychosekranken entwickelt wurde, glaube ich eher nicht. Meist sind die Schriften ja auch ein Sammelsurium an verschiedenen Überlieferungen und Philosophien.
@ludwig ich bin halt der Meinung, dass es sehr schwer ist, sich vor Psychosen zu schützen, wenn es denn überhaupt möglich ist. Abgleichen mit der Umwelt hilft mir, also ab und zu unter Menschen sein.
Ich weiß nicht, ob es so einfach ist. Vielen Menschen ist Religion eine Stütze bzw. Eine Bereicherung (Esoterik kann ich übrigens auch nicht ausstehen). Ich habe aber die Vermutung, dass religiöser Wahn durch „säkularen“ Wahn ersetzt wird. Heute kommen bestimmt mehr Außerirdische oder Zombies im Wahn vor, was halt gerade so in den Medien läuft.
Einerseits sind Skeptiker zwar gut davor geschützt, in eine Psychose abzudriften. Andererseits tun sie sich aber auch schwerer, originelle Beiträge etwa in der Wissenschaft zu leisten, denn sie assoziieren eher entlang stereotyper Bahnen.
ne, sorry, da besteht kein Zusammenhang. Ich habe früher und auch jetzt noch auf Skeptikerseiten gelesen und bin trotzdem psychotisch geworden. Ich habe damals dann versucht, die Wahnvorstellungen in naturwissenschaftliche Gesetze zu packen – was in der Natur der Dinge liegend natürlich nicht geklappt hat.
Geheimtipp: dieses Wikipedia nutzen
Puh, wenn’s im öffentlichen Teil des Forums ist, schreibe ich nicht so gerne.
ob es sich nun um psychische oder physische Krankheiten handelt, eigentlich normale Reaktionen auf eine abnormale Kultur.
Das hört sich für mich danach an, dass wir nur eine normale Kultur leben müssten, was immer das sein mag, und es gäbe keine Schizophrenie mehr. Das halte ich für naiv oder gefährlich. In jeder Kultur gibt es Schizophreniekranke. Die Krankheit auf die Gesellschaft zu schieben, entlastet den Kranken scheinbar erst einmal. Er muss dann aber nicht selbst an seiner Krankheit arbeiten, da ja die Gesellschaft schuld ist und er erst gesund wird, wenn es keine „abnormale Kultur“ mehr gibt. Er wird also nie gesund.
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Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 4 Monate von
Hanseatic geändert.
Oblivion mit Tom Cruise und definitiv Shutter Island mit Leonardo de Caprio
09/09/2022 um 17:47 Uhr als Antwort auf: pflanzliche Mittel und Ernährung gegen Negativsymptome #235766Zu Ashwaghanda, also der Schlafbeere, steht bei Wikipedia „Sie wird unter anderem bei Altersgebrechen, Impotenz, bei Entzündungen, als Tonikum und bei Schlaflosigkeit eingesetzt.“ (in der sogenannten alternativen Medizin) Also so ziemlich gegen alles und wenn ein Mittel gegen so ziemlich alles helfen soll, bin ich misstrauisch.
@floeckchen Ja, ein interessanter Artikel zu Indien
Ich bin ja total gegen Esoterik, schon seit ich Teenager war. Es gibt übrigens die sogenannte mediumistische Psychose, die mich in meiner Gegnerschaft zu Esoterik noch bestärkt. Die tritt auf, wenn man sich viel mit Geisterwesen und so beschäftigt.
Leider kenne ich das Buch nun nicht. Im Klappentext steht „Die vorliegende Theorie ist eine vollständige und nicht widerlegbare Darlegung der Entstehung schizophrener Symptome.“. Wenn es nicht widerlegbar ist, ist es dann überhaupt noch eine Theorie? Es gibt verschiedene Forschungsansätze bei Schizophrenie, aber der Weisheit letzter Schluss ist da noch nirgends gefunden worden. Man kann ja gegen Antipsychotika sein, aber fest steht, dass diese für viele Menschen Erleichterung bringen.
Ich will aber nicht bestreiten, dass soziale Aufmerksamkeit nicht generell bei Krankheiten, zumal bei psychischen, sehr hilfreich sein kann. Unsere Leistungsgesellschaft hat ihre Vor- und Nachteile.
Idiotenpodest: ja, leider gibt es diese Vorurteile und auch die mit der übermäßigen Gewaltsamkeit, die ja bei den allermeisten gar nicht vorhanden ist. Deiner These, dass man wegen einer Krankheit einer bestimmten gesellschaftlichen Rolle vorbestimmt ist, kann ich aber nicht zustimmen. Es ist halt „bloß“ eine Krankheit.
In einigen Fällen mag das der Fall gewesen sein. Ansonsten halte ich das eher für Wunschdenken, weil ich nicht glaube, dass man als Schizophreniekranker besonders für beispielsweise Seelsorge geeignet ist, manche schon, aber halt nicht besonders. Manchmal liest man auch von vorindustriellen Gemeinschaften, die Kranke anbinden und verstecken. Im europäischen Mittelalter war es auch nicht gut bestellt um Schizophreniekranke, soviel ich weiß.
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Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 4 Monate von
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