Niedrigst mögliche NL-Dosis, individuell ermittelt?

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  • #251173

    @planB und @Ludwig

    Tag für Tag.

    Ich wäre vielleicht sogar ..

    Scheiße.

    Das schreibe ich nicht in dieser Ausführlichkeit.

    Und was mich betrifft.

    Öffentlich da kann ich über mich schreiben oder mich schamlos irgendwas.

    Nur, Das, was im Vertrauen oder Anderem, mich als Zeuge suchte und brauchte.

    Es gibt Momente der Grausamkeit, die ein Leben, ja einen Planeten, nun: „nach dem Tod Gottes“

    Schlicht nicht zu

    Diese Bilder aus Kriegen wo Brüder ihre Brüder „fotografieren“

    Frauen und Männer, die in Milliarden bunten Bildern, etwas in sich wecken und wachhalten, das „***“

    Und vorhin lächelnde Irgendwaslandkreis Leute, die Manager Lächeln beim Aufstellen von Gedenksteinen zum Holocaust Titelseiten füllend,

    nach und vor, im Tod, sei Er auch der notwendige Grimm zum …

    Da werden …

    Zwischen Himmel und Erde,

    schlicht

    Reinszenierungen, des ewigen Sichtbar.

    :cry:

     

    #251176

    Danke kadaj für Deine Aufmerksamkeit. Finde ich hilfreich, was Du geschrieben hast :gut:

    An dieser Stelle sei geschrieben, ich finde es total super, wie viele Forenuser sich an diesem Thread schon beteiligt haben: ganze 37!! Ich finde den bisherigen intensiven Austausch extrem wichtig und hilfreich. Vielen Dank an alle für Eure Posts :gut:

    Bei Blumenduft, das finde ich derart stark an *** wo ich meinen Hut ziehe.
    Wollte ich dies alte „Pflaster“ mit einem Ruck entfernen.

    Ja, auf jeden Fall. Dass Blumenduft überhaupt so viel Stabilität wiedererlangt hat, das kann ich auch nur bewundern.

    Sowohl Traumata als auch die Therapien von Traumata sind kein einfaches Entweder-oder, sondern auch hier gilt ja das Kontinuummodell. Das heißt, es gibt unterschiedlich schwere Traumata, die zu unterschiedlichem Ausmaß nichtmedikamentös und medikamentös therapiert werden können. Das habe ich mir zusammengereimt, nachdem Vortrag von Prof. Schmahl vom ZI Mannheim während der MHAW 2022:
    https://schizophrenie-online.com/forums/Thema/mhaw-2022-sensibilisierungswoche-fuer-psychische-gesundheit/

    So ist es meinem Verständnis nach auch mit Psychosen und Neuroleptika, denn auch hier sehe ich das Kontinuummodell als gut anwendbar: Es ist nicht so, dass wir die Neuroleptika entweder in „antipsychotischer“ Dosis oder gar nicht benötigen. Sondern, es kommt grundsätzlich darauf an, warum wir eine erhöhte Stress- und Psychoseanfälligkeit haben, was die individuellen Ursachen sind, und inwieweit diese individuellen Ursachen nichtmedikamentös und medikamentös individuell therapiert werden können.

    „Niedrigst mögliche NL-Dosis, invididuell ermittelt“, worum es in diesem Thread geht, bedeutet, sich heranzutasten, inwiefern die Ursachen der eigenen Stress- und Psychoseanfälligkeit nichtmedikamentös und medikamentös individuell therapiert werden können. Scheinbar gibt es hier noch viele Missverständnisse.

    Die Einsicht finde ich dabei sehr wichtig, dass es derselbe Kopf und derselbe Mensch ist, wenn er unter Psychosen, Angststörungen, PTBS, Boderline, Suchterkrankungen usw. leidet. Meiner Überzeugung nach hängen diese psychischen Erkrankungen alle miteinander zusammen, weil sie in demselben Kopf, in demselben Menschen entstehen. Und immer gibt es Ursachen, warum der Kopf und der Mensch so sehr leiden.

    Es geht also nicht um „PTBS oder Schizo“, um nochmal das obige Beispiel aufzugreifen, sondern meiner Meinung nach immer um „PTBS und Schizo“.

    Wenn Betroffene von mehrfachen schweren psychischen Erkrankungen betroffen sind, und wenn sie ihre Medikamente reduzieren und stabil bleiben wollen, dann wird das bestimmt nicht funktionieren, wenn die Ursachen nicht besser nichtmedikamentös therapiert werden können.

    #251217

    ein Buch für Dich:

    Was hat dieses Buch mit einem Slum zu tun?

    #251221

    @PlanB, diese Menschen lebten noch schlimmer als in einem Slum, waren aber mit sich und der welt im Reinen. D.h. nichts zu haben und dem Unbill der Welt ausgeliefert zu sein kann durch die Komponente des Gruppenwesens behoben werden, besser noch durch das Zusammenleben in ihrer eigenen Gruppe waren diese Menschen in einer besseren psych. Verfassung als so manch Bewohner unserer modernen Städte.

    Wenn mir hier jemand bitte einmal erklärt wie man jpg`s einstellt könnte ich hierzu etwas anhängen ?

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate von Ludwig.
    #251223

    diese Menschen lebten noch schlimmer als in einem Slum

    Ein paar Häuser „am Arsch der Welt“ haben mit einem Slum mal sowas von gar nichts zu tun.

    #251224

    Ok, dann einmal anders rum:

    Ich weiß nicht, ob Dir die Millionen „Zigeuner“ in Bulgarien, Rumänien, Ungarn und der Slowakei etwas sagen, aber die leben unter wiedrigsten Verhältnissen in teilweise großen Siedlungen (Slums) und haben aber immer Zeit für Musik und Tanz. Feiern ist sogar ihre große Stärke, ohne dass sie irgendeine Sicherheit (medizinisch, rechtlich und körperlich) haben.

    All die tollen Errungenschaften unserer Zivilisation machen uns leider nur teilweise glücklich. Aber sozialer Zusammenhalt und Zuneigung läßt unsere Psyche gedeihen, selbst unter wiedrigsten Verhältnissen ! Glaube es oder nicht !?

    #251226

    Nochmal @Ludwig
    Du hast Null Plan von was du da redest und dein Bild vom tanzenden Zigeuner inmitten von Dreck, Elend und Armut ist schon mehr als albern.

     

    #251228

    Na so ganz abwägig ist es nicht. Meine Therapeutin befragte mich zu meiner Mutter, weil ich ja aus 2 Ecken misshandelt wurde. Als ich erklärte das sie sich immer zwischen meinen Vater und mich stellte, damit ich nicht alles abekam oder meine Geschwister, meinte meine Therapeutin, das das mein Glück war, ich darum so stark bin und empatisch. Also man muss von irgendwoher Liebe bekommen und diese stärkt einen auch zig Jahre noch. Deshalb hab ich so viel Respekt vor meiner Mutter.

    48 Jahre, D
    morgens 200 Quetiapin (NL), 50 Doxepin (AD), 2mg Risperidon (AP), 150 Ofiril (AE),
    200 Mi+So + 175 Thyroxin (Schilddrüsenmed.).
    abends 400 Quetiapin (NL), 50 Doxepin (AD), 150 Ofiril (AE)
    Bedarfsmedi Lorazepam

    https://hamasi-ben-ihmz-achthamar.hpage.com/willkommen.html

    #251266

    Du hast Null Plan von was du da redest und dein Bild vom tanzenden Zigeuner inmitten von Dreck, Elend und Armut ist schon mehr als albern.

    Hallo @Ludwig und @PlanB, ich finde das Thema auch spannend und würde vorschlagen, dass wir es ins Unterforum „Forschung“ und/oder „Allgemein“ verschieben und dort weiter diskutieren. Ich bin dabei, dafür einen Post vorzubereiten.

    Edit: Hier der Link zum Thread „Glück, Zufriedenheit und Wohlbefinden“ im Unterforum „Forschung“:
    https://schizophrenie-online.com/forums/Thema/glueck-zufriedenheit-und-wohlbefinden/

    Na so ganz abwägig ist es nicht.

    Danke @Blumenduft, dass Du Deine Lebensgeschichte hier für uns nachvollziehbarer machst. Resilienz kommt nicht von ungefähr, das ist sehr wichtig zu wissen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate von Mowa.
    #252169

    Wahn kann chronifizieren und Wahn kann abtrainiert werden! Ich finde es seltsam, dass die psychiatrische Forschung und Psychiater im Versorgungsbereich anscheinend noch keine Kenntnis davon genommen haben. Stattdessen pocht man weiterhin zu sehr auf die genetische Prädisposition, Unheilbarkeit von Schizophrenie, Notwendigkeit der lebenslangen Einnahme von NLs in antipsychotischen Dosen.

    Wahn ist für mich das tückischste Symptom einer Schizophrenie, weil er uns die Selbstkontrolle über unsere Gedanken und Gefühle wegnimmt. Über das, was wir sind. Der Schlüssel aus einem Wahn liegt für mich darin, den Wahn als solchen anzuerkennen und mir zu sagen, dass ich wahnhaft bin. Vielleicht versucht das Hirn anfangs noch am Wahn festzuklammern aber je öfter ich mir sage, dass ich wahnhaft bin und die Realität eine andere ist, desto schwächer wird der Wahn mit Wochen, Monaten und Jahren.

    Mehr Resilienz aufzubauen bedeutet für mich, mehr Selbstkontrolle wiederzuerlangen. Ich muss die Kontrolle über meine eigenen Gedanken und Gefühle zurückerlangen, die sich, ausgelöst und verstärkt durch die Psychosen, verselbstständigt haben. Es gilt, das Kreisen der Gedanken und Gefühle um den eigenen Wahn zu durchbrechen, die Chronifizierung aufzuhalten und zurückbilden zu lassen. Je mehr uns das gelingt, desto geringer psychoseanfällig werden wir, meiner persönlichen Erfahrung und auch Überzeugung nach.

    Das, ergänzend zu meinem kürzlichen Post zum redundanten mentalen Filter als Teil der nichtmedikamentösen Therapie „meiner Schizophrenie“:

    Grundsätzlich gehe ich so vor, mir aktiv bewusst zu machen, wie es mir geht und warum. Hierzu habe ich im Forum schon mehrfach den „redundanten mentalen Filter“ beschrieben

    #258844

    Mehr Resilienz bedeutet für mich, mehr von dem, was im Laufe des Lebens fragmentiert und verdrängt wurde, wieder zu einem Ich zusammenzufügen und mich selbst besser zu spüren.

    Das heißt auch, festzuhalten was ich bin und versuchen, in diesem Moment mir selbst treu zu bleiben.

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