Pia

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  • als Antwort auf: Baldrian #369816
    Pia

      Es gibt nicht „unsere Erkrankung“, @Horst, das müsstest du mittlerweile schon zumindest aufgrund des Forums verstanden haben. Es gibt eben NICHT DIE Schizophrenie und nicht DIE Psychose für alle gleich mit den Diagnosen!

      Wenn du mit deinen Medikamenten zufrieden bist, dann nimm sie doch einfach weiter. Sagt und schreibt dir niemand, dass du die absetzen sollst.

      Du nimmst seit 30 Jahren Medikamente zum Schlafen, ich seit knapp 4 Jahren Baldrian, mit dem ich persönlich gut zurechtkomme, keine Nebenwirkungen davon habe und meist gut damit schlafen kann.

      Wo ist also dein Problem, @Horst? Ich habe damit keins!

      Ich werde den Baldrian weiterhin nehmen, bis ich meine, dass ich ihn nicht mehr brauche. ICH bin damit sehr zufrieden.

      Es ist MEIN Leben und MEIN Körper!

      Übrigens: Das Threadthema ist Baldrian!

       

      als Antwort auf: Baldrian #369809
      Pia

        Viele sind auch fest davon überzeugt, das ihnen Traubenzucker Kügelchen mit Null extra Inhaltsstoffen bei allem möglichen helfen, aber auch da gibt es keine wirklichen Beweise.

        Aber das ist eben was ganz anderes, @PlanB, Homöopathie.

        Natürlich könnte man versuchen, Baldrian in homöopathischer Dosis zu nehmen, aber ich denke nicht, dass das was bringen würde.

         

        als Antwort auf: Baldrian #369791
        Pia

          Ja, @Metalhead666, bei den Medikamenten, die du aufzählst, kann es durchaus zu Schlafstörungen und Schlaflosigkeit als Nebenwirkungen kommen und wie du weißt, ist Paliperidon, der Wirkstoff von Xeplion, der Hauptmetabolit von Risperidon.

          Schlafprobleme sind häufig vorkommende Nebenwirkungen dieser Medikamente.

          Bräuchte @Horst nur mal in die Beipackzettel sehen, statt so ein Theater zu machen.

          als Antwort auf: Baldrian #369783
          Pia

            Doch, es war klar zu erkennen, wann  die Schlaflosigkeit begann bei mir, sie war kein Frühwarnsymtom, kein Symptom, ist sie nicht bei mir und keine Entzugserscheinung.  Alles längst mit meinen Ärzt:innen abgeklärt und da gibt es natürlich ganz individuelle Indikatoren, die für die verschiedenen Möglichkeiten sprechen oder nicht und eben herauszufinden, woran die Schlaflosigkeit individuell liegt.

            Baldrian ist seit Jahrtausenden bekannt für seine Eigenschaften und Wirkungen. Dass sich alle Menschen, die Baldrian genommen haben und nehmen und bei denen er wirkte und wirkt, die Wirkungen einbilden würden, ist wirklich lächerlich.

            In großen Online-Shops, Online-Apotheken und den Online-Shops der Drogeriemärkte kann man zum Beispiel problem- und kostenlos die Bewertungen von Kund:innen zu verschiedenen Baldrianprodukten lesen. Baldrianprodukte werden sehr gut verkauft und die Bewertungen sprechen für sich. Das sind sicher nicht alles Menschen, die sich Wirkungen einbilden oder Fake-Bewertungen!

            Esst ihr zum Beispiel Gemüse, Salat und oder Kräuter? Findet ihr das etwa gesund? Das ist doch bestimmt eingebildet, wenn ihr sowas als gesund empfindet, oder???

            Die Ernährungs-Docs erzählen bestimmt auch nur Quatsch und die Erfolgsgeschichten der Menschen, denen es mit deren Hilfe gesundheitlich soviel besser geht, sind bestimmt auch nur Fakes, die Ernährungs-Docs beten die Leute bestimmt heimlich gesund, oder??? :scratch: ;-)

             

            als Antwort auf: Baldrian #369718
            Pia

              Weißt du, @Horst, das ist total daneben von dir zu behaupten, ich könne nur beweisen, dass meine Schlaflosigkeit eine Nebenwirkung vom NL wäre, wenn ich einmal im Monat ohne NL wäre. Mann, mann, wo holst du bloß so einen Unsinn her? Zuviel Pharmawerbung gehört und gelesen? :wacko:

              Ich hatte vorhin noch meinen üblichen Termin mit meiner Psychiaterin, ein gutes, freundliches Gespräch. Meine Psychiaterin und ich werden es ja wohl besser wissen als du und meine anderen Ärzt:innen auch!

              als Antwort auf: Baldrian #369705
              Pia

                Na klar doch, @Horst, Psychopharmaka haben keine Nebenwirkungen, Beipackzettel und die Menschen, die über Nebenwirkungen berichten sind  natürlich alles Fakes, solche Aussagen kennt man ja von dir. :wacko:

                In dem Text von dem pharmanahen Thiemekonzern, von dem du das „Ausschnittsbildchen“ gepostet hast und der Artikel ist alt, von 2010, (Xeplion wurde erst 2011 in Deutschland zugelassen) steht u.a.:

                Im klinischen Alltag finden die erheblichen Schlafstörungen oft nicht die notwendige Berücksichtigung, zumal z. B. ältere Neuroleptika wie Haloperidol sogar die zirkadiane Rhythmik und damit den Schlaf-/Wachrhythmus Schizophrener negativ beeinflussen können.“

                Quelle:

                me-connect.<wbr />com/products/ejournals/<wbr />abstract/10.1055/s-0028-<wbr />1109967?device=desktop&<wbr />innerWidth=412&offsetWidth=<wbr />412#:~:text=Zusammenfassung,<wbr />und%20der%20Desorganisation%<wbr />20des%20Denkens

                als Antwort auf: Baldrian #369698
                Pia

                  Das ist aber nicht die einzig mögliche Ursache für Isomnie, @Horst, sondern steht beim Xeplion auch im Beipackzettel als häufige Nebenwirkung des Medikaments und Schlafstörungen/ Schlaflosigkeit, können eben auch als Entzugserscheinung auftreten. Auch beim Amisulprid z.B., was ich seit gut 1,5 Jahren nehme, ist Schlaflosigkeit leider eine häufige Nebenwirkung.

                  Bei mir persönlich ist die Isomnie/Schlaflosigkeit eindeutig Nebenwirkung und das ist auch alles mit meinen behandelnden Ärztin:nen abgeklärt.

                  als Antwort auf: Baldrian #369678
                  Pia

                    Ich nehme Baldrian wegen massiver Schlafstörungen. Ich kann ohne überhaupt nicht schlafen, weil ich vor etwa 4 Jahren die Nebenwirkung Isomnie vom Xeplion bekommen habe.

                    Ich konnte damals ohne was einzunehmen überhaupt nicht mehr schlafen. Schlaflosigkeit.

                    Es hat bei mir zu Anfang eine Weile gedauert, bis der Baldrian zuverlässig bei mir jede Nacht wirkte, weil ich für mich persönlich damals zu wenig Baldrian nahm.

                    Ich begann mit einem 450 mg Dragee pro Nacht, dann nahm ich 2 davon, also 900 mg, was mir zwar half, etwa 4, 5 Stunden pro Nacht zu schlafen, aber das war natürlich viel zu wenig Schlaf auf Dauer und ich war völlig gerädert, übermüdet und erschöpft über Wochen.

                    Auf der Packung des Baldrianprodukts stand damals leider 1 bis 2 Dragees pro Tag und im Internet fand ich Höchstdosis Baldrian 900 mg pro Tag.

                    Dann entdeckte ich zufällig Kneipp Baldrian 500 mg Tabletten im Drogeriemarkt und dachte, okay, ich versuche es mal mit 1000 mg.

                    Zu Hause las ich dann den Beipackzettel, in der Drageepackung die ich vorher hatte, war kein Beipackzettel und bei den Kneipp Tabletten stand, dass ich bis zu 6 Tabletten davon abends nehmen könnte, also bis zu 3000 mg.

                    Das hat mich echt gerettet. Ich nahm an dem ersten Abend 1500 mg, also 3 Tabletten und das half mir endlich wieder lang genug zu schlafen. So 7, 8 Stunden pro Nacht.

                    Der Psychiater hatte mir längst Pipamperon zum Schlafen aufgeschrieben, aber ich wollte möglichst kein 2. NL, habs auch für einen Monat mit der doppelten Dosis Xeplion, von 25 auf 50 mg probiert, von der ich vorher rund um die Uhr heftig müde war, mehrmals am Tag zwischendurch schlafen musste und auch nachts schlief wie ein Stein, aber es wirkte nicht mehr zum Schlafen, sondern die Nebenwirkung Isomnie, also massive Schlaflosigkeit.

                    Nach den 4 Wochen Xeplion 50 mg Spritze wechselte ich zusammen mit dem Psychiater wieder auf 25 mg und blieb bei meinen 1500 mg Baldrian, der bei mir persönlich sehr gut wirkt. Ohne kann ich nicht mehr schlafen, die Isomnie habe ich, trotz Absetzen des Xeplion vor gut 1,5 Jahren und Wechsel auf Amisulprid, leider immernoch.

                    Die Info im Netz, Höchstdosis Baldrian 900 mg, war einfach falsch. Die ist auch inzwischen längst verschwunden. Das war mein Pech, dass ich mich zu Anfang so lange daran hielt.

                    Ich hab immer mal wieder versucht, den Baldrian zu reduzieren oder ganz wegzulassen, der macht auch nicht abhängig und keine Entzugserscheinungen, aber schlafen kann ich ohne noch nicht wieder. Vielleicht irgendwann. Ich hoffe, dass die Isomnie nicht ewig bleibt.

                    Ich kann nur von mir berichten, von meinen ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Baldrian. Mir erspart er jedenfalls ein zweites NL oder andere Medikamente zum Schlafen.

                    Das Pipamperon hab ich noch, für absolute Notfälle, sollte ich 2, 3 Tage hintereinander trotz Baldrian nicht schlafen können, hab es aber noch nie benutzt, weil der Baldrian wie geschrieben bei mir persönlich gut wirkt.

                    Das muss natürlich bei Anderen nicht so sein. Wenn jemand Baldrian ausprobieren möchte, kann ich nur empfehlen, mal ein paar Tage bis Wochen dranzubleiben und es zu versuchen und die persönlich passende Dosis zu finden, durchaus in Absprache mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt.

                    Mein ehemaliger Psychiater, der mir das Pipamperon verschrieben hat, war für Baldrian offen und fand es gut, dass er mir hilft, meine Psychiaterin auch, mein Hausarzt ist absoluter Gegner von Phytotherapie und meint, sowas wie Baldrian würde garnicht wirken.

                    Ich persönlich habe vom Baldrian bisher keine Nebenwirkungen, was aber nicht heißen soll, dass alle Menschen Baldrian gut vertragen müssten.

                    Selbstverständlich gibt es auch Menschen, die ihn nicht vertragen. Ich vertrage zum Beispiel Passionsblume nicht, während Andere begeistert davon sind und sie gut vertragen.

                    Ich finde, man sollte sich auch bei Tees und anderen Kräutern möglichst vorab gut über mögliche Nebenwirkungen informieren und mal checken, ob sowas evtl. Wechselwirkungen mit den Medikamenten haben könnte, die man einnimmt.

                    Pia

                      Ja, @Kadaj, kein Problem.

                      Die Frau erwähnt in dem Video außerdem, dass es ein kostenloses Buch von den Krankenkassen gibt, was hilfreich sein soll, um sich auf den Besuch des MDK vorbereiten zu können.

                      Man gewöhnt sich so nach und nach daran, was man nicht mehr (gut) kann und man könnte so leicht was vergessen, dem MDK was mitzuteilen, was aber wichtig für den Pflegegrad wäre und wo man Unterstützung benötigt.

                      Darum wäre es wichtig, sich möglichst gut auf den Besuch vorzubereiten, möglichst eine Person dabeizuhaben, entweder die einen schon unterstützt oder pflegt, oder eben Angehörige die einen gut kennen oder jemandem vom Pflegedienst, selbst wenn man noch keinen in Anspruch genommen hat.

                       

                      Pia

                        aber ich kann dazu sagen, nein, es ist nicht weniger als die Wahrheit, man muss eben auch wissen worauf es ankommt.[/quote]

                        Genau darum geht es in dem Beitrag, @Snoopy, ich habe ihn gesehen.

                        Da sind keine „faulen“ Tricks oder Kniffe in dem Video genannt, @Angora.

                        als Antwort auf: Podcast und andere Sendungen etc. zu Restless Legs #369324
                        Pia

                          Ja, Restless Legs kann man auch von Psychopharmaka bekommen. Darum habe ich den Podcast etc. hier auch verlinkt.

                          Ich hab zwei Videos darüber gesehen von ganz schwerem Restless Legs von zwei verschiedenen Personen, die unter dem Podcast verlinkt sind, wirklich spannend, finde ich.

                          Die beiden schwerbetroffenen Menschen sind die Restless Legs wieder losgeworden und wie, wird in den Videos auch erklärt.

                          als Antwort auf: Grad im Netz gefunden. #369286
                          Pia

                            Ja, ich kann das Video auch nicht hören, kein Ton, ich finde den Ton-an-Button da nicht.

                            als Antwort auf: Reisen und Schizophrenie #369232
                            Pia

                              Ich bin immer gern gereist, @Salambo, auch noch mit NL, bis die Nebenwirkungen so zugeschlagen haben, dass es mir nun leider schon eine ganze Weile nicht mehr möglich ist, aber ich würde gern wieder.

                              Ich denke, das ist ganz individuell. Das kannst nur du für dich selbst entscheiden.

                              Die angedachte Reise hört sich jedenfalls gut an.

                              als Antwort auf: Wer bestimmt Euer Leben ? #369213
                              Pia

                                Ich bestimme mein Leben selbst, außer dass die Pharmaindustrie seit über 6 Jahren bis in die letzte Zelle meines Körpers auch darauf Einfluss hat.

                                als Antwort auf: Stimmenhören #368693
                                Pia
                                  Über das Phänomen Stimmenhören – Intervoice Oberösterreich – Netzwerk Stimmenhören
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                                  Verschiedene Sichtweisen
                                  Stimmenhören ist eine besondere menschliche Wahrnehmungsform, die zwar Leiden hervorrufen kann, unter günstigen individuellen und sozialen Voraussetzungen aber das Leben bereichern kann. Leider wird Stimmenhören heutzutage vor allem als Symptom psychischer Krankheit betrachtet und  Stimmenhörer:innen werden als Verrückte stigmatisiert. Im Gegensatz dazu ist es in anderen Kulturen und war es in der Vergangenheit unserer westlichen Kultur anerkannt, dass viele Personen, die Außergewöhnliches leisteten, Stimmen hörten: z. B. Sokrates, Mohammed, Jeanne d’Arc, Theresa v. Avila, Rainer Maria Rilke und Hildegard von Bingen.  Es kommt bisweilen vor, dass Trauernde die Stimme eines verstorbenen Angehörigen hören.  Auch Menschen, die lange isoliert sind, wie z.B. Weltumsegler, Isolationshäftlinge und Menschen mit traumatischen Erfahrungen hören häufig Stimmen.

                                  Wenn eine:r Stimmen hört, heißt das also nicht zwangsläufig, dass diese Person psychisch krank ist. Forschungen über das Vorkommen von Stimmenhören belegen, dass viele Stimmenhörer:nnen gesund sind.

                                  Die Untersuchungen von Romme und seinen Mitarbeiter:innen zeigen, dass jene Stimmenhörer:innen, die psychiatrische Unterstützung beanspruchen mussten, die Stimmen besonders negativ und bedrohlich erlebten, sodass ihr Alltagsleben erheblich gestört wurde. Sie fühlten sich den Stimmen gegenüber hilflos. Manche Menschen, die von Psychiater:innen als psychotisch oder Schizophren bezeichnet werden hören Stimmen. Die Behandlung mit Psychopharmaka bringt für einige Erleichterung, andere leiden trotz der Medikamentenbehandlung weiterhin unter den Stimmen.

                                  Drei Phasen des Stimmenhörens
                                  Die Stimmen können unterschiedlich häufig auftreten, haben ganz verschiedene Charaktere, können flüstern und schreien, drohen und erniedrigen, etc. Sie treten einzeln auf, reden durcheinander oder im Chor. Manchmal sind sie bekannt, haben einen Eigennamen, manchmal sind sie vage und flüchtig . Auch die Inhalte, über die geredet wird, unterscheiden sich sehr.

                                   

                                  Trotz der Vielfalt der Erfahrungen gibt es auch Gemeinsamkeiten, wie Stimmen erlebt werden und wie die betroffenen Personen darauf reagieren.

                                   

                                  1. Erschrecken
                                  Die meisten Betroffenen beschreiben den Beginn des Stimmenhörens als plötzliches, erschreckendes und beängstigendes Erlebnis und können sich genau erinnern, wann sie zum ersten Mal eine Stimme gehört haben. Das Alter, in dem zum ersten Mal Stimmen auftraten, ist ganz verschieden. Die Intensität des Erschreckens ist in der Adoleszenz am größten. Verglichen damit ist die Verstörung geringer, wenn man als Kind oder als Erwachsener Stimmen hört.

                                  Stimmen werden häufig von traumatischen oder emotional belastenden Ereignissen wie  Unfällen, Scheidung, Todesfällen, Krankheiten ausgelöst.

                                  Manche betroffenen Menschen betrachten die Stimmen als hilfreich; sie rufen ein Gefühl der Vertrautheit hervor. Für diese Menschen steht fest, dass die Stimmen sie bestärken und ihr Selbstwertgefühl heben. Die Stimmen werden als positiver und verständlicher Aspekt des eigenen Ich erlebt.

                                  Andere erleben die Stimmen von Anfang an als aggressiv und negativ. Für diese Menschen sind die Stimmen feindliche Kräfte, sie akzeptieren sie nicht als Teil ihrer selbst. Sie leiden unter den negativen Stimmen, die sie ins geistige Chaos stürzen können und sie so in Anspruch nehmen, dass die Beziehungen zur Außenwelt schwer gestört werden. Vor allem Menschen mit psychischen Problemen erleben die Stimmen oft als so bedrohlich, dass sie dadurch sehr verwirrt werden.

                                  Manche Stimmenhörer:innen können anfangs nicht über ihre Erfahrungen sprechen. Manchmal verbieten ihnen das die Stimmen oder die Stimmenhörer:innen befürchten, dass durch die Mitteilung die Stimmen verstärkt würden, und schweigen deshalb. Viele befürchten auch, als wahnsinnig abgestempelt zu werden, wenn sie zugeben, dass sie Stimmen hören.

                                  In dieser Phase ist es wichtig, die Stimmenhörer:innen darin zu unterstützen, dass sie Kontrolle über ihre Stimmen ausüben können und sich von ihnen distanzieren können.

                                  2. Wege suchen, mit den Stimmen auszukommen
                                  Nachdem sich die Stimmenhörer:innen an die Stimmen gewöhnt haben, ist es möglich, Erklärungen und Wege zu suchen, um besser mit den Stimmen zu leben. Verschiedene Formen von Psychotherapie und auch Selbsthilfegruppen können in dieser Phase sehr hilfreich sein.

                                  Wer Stimmen hört, wird oft so verwirrt, dass er/sie ihnen entfliehen möchte. Will man sich mit  den Stimmen arrangieren, dann erfordert das eine bewusste Akzeptanz,  d.h. ich stelle mich der Tatsache, dass ich Stimmen höre und dass sie zu mir gehören, auch wenn ich nicht mit ihrem Inhalt einverstanden bin.

                                  Man kann in dieser Phase ganz verschieden reagieren:

                                  • die Stimmen überhören
                                  • selektiv hören, d.h. sich entscheiden, nur auf bestimmte Stimmen zu  hören aktiv in den Dialog mit den Stimmen treten
                                  • sich mit den Stimmen regelrecht verabreden.

                                  Wie Stimmenhörer:innen berichten, ist es hilfreich, die als positiv empfundenen Stimmen auszuwählen, nur ihnen zuzuhören, zu antworten und sie zu verstehen versuchen. Man kann aber auch den Kontakt mit den Stimmen eingrenzen und strukturieren, z.B. den Stimmen nur zu einer festgesetzten Zeit zuhören.

                                  Wie aber verhält man sich gegenüber Stimmen, die einem unfreundlich gesonnen sind, die einen schlechtmachen und schmähen oder sich in die Gedanken einmischen, schädliche Ratschläge geben und zu unklugen Taten anregen?

                                  Als Erstes muss man sich klar machen, dass man dieser Stimme, obwohl sie ins Bewusstsein dringt, nicht blindlings folgen muss. Stimmenhörer:innen haben, wie alle anderen Menschen, ein Recht auf Selbstbestimmung, und auf diesem Recht können sie auch den Stimmen gegenüber bestehen.

                                  3. Psychische Stabilität und Selbstbewusstsein erreichen
                                  Es ist möglich, in positiver Weise mit den Stimmen umzugehen und seelisches Gleichgewicht zu finden. Die Betroffenen entscheiden, ob sie den Stimmen gehorchen oder lieber eigene Ideen und Vorhaben verwirklichen. Die Stimmenhörer:innen haben mehr Kontrolle über die Stimmen erlernt und können die Stimmen mit ihrer Lebensgeschichte in Verbindung bringen.

                                  In diesem Stadium der inneren Ausgeglichenheit betrachten die betroffenen Menschen ihre Stimmen als Teil ihres Selbst und ihres Lebens: „Ich höre Stimmen, kann damit leben und mich vielleicht sogar darüber freuen. Ich lasse mich nicht mehr von den Stimmen beherrschen, sondern beherrsche sie.“

                                  Damit ist die Grundlage dafür geschaffen, an der Lösung von Alltagsproblemen zu arbeiten und sich ein Leben nach eigenen Wünschen aufzubauen.

                                  Quelle:

                                  https://www.stimmenhoeren.at/%<wbr />C3%BCber-das-ph%C3%A4nomen-<wbr />stimmenh%C3%B6ren/

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