Lilly

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  • Ich denke vorallem Hoffnungen und Ängste vermischen sich in so einer Psychose. Aber ich würde es jetzt nicht romantisieren und als psychedelisch einstufen. Es ist eine Krankheit die 99% der Betroffenen stark im Leben ausbremst.

    als Antwort auf: Leben mit Psychopharmaka #352933

    Ich finde es nicht bedenklich für eine Zeit in der Klinik zu hoch dosiert zu sein. Es muss Ruhe einkehren und alle müssen geschützt werden.
    Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass im weiteren Verlauf die ambulanten Psychiater sich nicht trauen zu reduzieren und man dann im Alltag stark eingeschränkt ist. Die Rezidivprophelaxe sollte halt deutlich niedriger sein um den Patienten wieder die Möglichkeit zu geben am Leben teilzunehmen.

    als Antwort auf: Vollremission #352487

    Bis ich letztes Jahr wieder psychotisch wurde, dachte ich eigentlich dass ich mit dem Thema durch wäre. Ich denke eine Sicherheit hat man nie. Aber grundsätzlich „funktioniere“ ich doch ganz gut im Alltag und habe keine wirklichen Einschränkungen. Wenn ich jetzt noch etwas Gewicht loswerden würde, wäre ich zufrieden

    als Antwort auf: Psychotherapie ? #351437

    Ich denke mir auch oft, dass die Therapeuten ja nur auf dem aufbauen was man ihnen präsentiert und das sind meist Probleme die einem selbst bewusst sind.
    Die sehen einem ja nicht im Alltag.

    Zudem verschlechtere sich immer mein Wohlbefinden wenn man zuviel über die Probleme nachdenkt und drauf rum kaut.

    Ich bin also auch kein großer Fan von Therapien.

    als Antwort auf: Innere Leere nach Psychose #350914

    Da gibt es keine pauschalen Aussagen zu. Wichtig ist, zu reflektieren, sich nicht hängen zu lassen und jeden Tag versuchen ein paar Programmpunkte zu haben.

    Bei der ersten Psychose hat es etwas 9 Monate gedauert. War aber ein schleichender Prozess. Bei den letzten beiden Psychosen hatte ich kein Problem mit der Affektverflachung. Grundsätzlich ist konzentration bei mir aber immer noch etwas ein Problem

    als Antwort auf: Alle verrückt? Psychose – Eckart von Hirschhausen Video #349767

    Ich hoffe insgesamt, dass besser in der breiten Öffentlichkeit aufgeklärt wird über diese Erkrankung und das Stigma irgendwann- wie bei den Depressionen- sinkt.

    als Antwort auf: Kinderwunsch #333001

    Wenn man Angst hat irgendeine Krankheit vererben zu können, dürfte niemand mehr Kinder bekommen.
    Es gibt auch genug andere Leute die besser keine Kinder bekommen sollten. Ich kenne auch Kinder von Schizophrenen oder psychischkranken Eltern: Aus denen ist auch was geworden und die Kinder haben gelernt verständnisvoll mit anderen zu sein.

    Wichtig ist denke ich, dass man gut eingestellt ist und irgendwie im Alltag funktioniert und ein gutes soziales Umfeld hat, was einem im Notfall mit den Kindern unterstützt.

    als Antwort auf: Soll man sich für krank halten? #329695

    Sich über die Erkrankung zu definieren halte ich nicht für hilfreich, aber eine gewisse Krankheitseinsicht schon. Weil die trägt ja auch dazu bei, dass man seine Medikamente regelmäßig nimmt, mehr und bewusster auf seine Grenzen achtet etc.

    Sehe ich absolut genauso :)

    als Antwort auf: Besuch der Uniklinik in Freiburg hat sich gelohnt #321488

    Gibt es bei dir was neues aus Freiburg?

    als Antwort auf: Besuch der Uniklinik in Freiburg hat sich gelohnt #317428

    Darf ich fragen, ob du auch neurologische Symptome hattest wie Epilepsische Anfälle oder sonst irgendwas an deinem Krankheitsverlauf ungewöhnlich war?

    Ich persönlich finde meinen Krankheitsverlauf ungewöhnlich unanderem weil ich genau den Tag festgemachen kann als die Symptome anfingen (16.10.2015) und es überhaupt keine Vorwahnsymptome gab.

    Es ging zudem beim ersten Mal von alleine weg, beim zweiten Mal habe ich Medikamente bekommen, die bei mir aber auch erst immer nach Monaten anschlagen. Zudem vermute ich einmal einen epileptischen Anfall gehabt zu haben, der aber nicht ärztlich abgeklärt wurde. Mein Psychiater meint ich wäre eine Lehrbuch-Schizophrene, aber ich selbst finde mich da irgendwie nicht so wieder und denke seit Jahren schon, dass bei mir was anderes dahintersteckt. Leider kann ich es nicht begründen. Mag sein, dass ich irgendwie die Krankheit ablehne oder das wirklich irgendwas mit meinem Immunsystem nicht stimmt. Das war vor fremden auch immer meine Ausrede für die lange krankheitsphase, weil ich das Wort schizophren nicht in den Mund nehmen wollte.

    War bei dir irgendwas auffällig an der Erkrankung oder dessen Verlauf?

    als Antwort auf: Notizen von Mowa – Teil 3 #317410

    Viel Freude mit Chanchan. Meine Mutter hat nach meiner vorletzten Psychose auch einen Hund gekauft, weil sie gelesen hat, dass es zu einer psychische Stabilisierung beiträgt. Und das war auch so. :)

    als Antwort auf: Besuch der Uniklinik in Freiburg hat sich gelohnt #317385

    Ich wollte gerade am Anfang auch immer mal so eine Untersuchung machen lassen, weil ich meinen Verlauf auch äußerst atypisch einschätze. Allerdings bin och auch auf taube Ohren gestoßen. Vielleicht sollte ich es bei meinem neuen Psychiater nochmal ansprechen

    Entweder ich bin bei mir und verliere den Rest der Welt und kann nicht überleben. Oder ich bin bei dem anderen und bin nicht mehr bei mir und verliere mich selbst. Also, wenn ich mich verliebe, gehe ich in dem anderen auf, symbiotisch. Wenn ich mich nicht verliebe, bleibe ich bei mir und kriege nie jemanden, mit dem ich zusammen sein kann. Also, sich zu verlieben ist ein ganz klassisches Moment, wo die psychotisch werden. Das schaffen die nicht, weil sie es nicht schaffen, in einer Beziehung bei sich zu bleiben.“

    Dieser Ausschnitt hat mich wieder etwas abgeholt. Verliebtheit war ja auch bei mir der große Trigger. Aus irgendeinen Grund habe ich damit ein großes Problem.
    Ich habe nach meiner Trennung dieses Jahr ja wieder psychotisch reagiert, weil ich es irgendwie unerträglich fand alleine zu sein und weil ich Angst hatte nie jemanden zu finden. Also hat sich wieder ein Wahn gebildet in dem die „Liebe“ eines Typ, der meine erste Psychose getriggert hat, und mir Mittelpunkt war.
    Ich merke auch immer wieder dass ich panische Angst davor habe, alleine zu sein. Auch wenn ich ein gutes soziales Netz habe. Aber in meiner letzten (und einzigen) Beziehung habe ich mich auch in vielen Bereichen unter Druck gesetzt gefühlt.

    als Antwort auf: Notizen von Mowa – Teil 3 #311690

    Ich würde mich auch sehr über ein Buch von dir freuen., weil du sehr spannende Denkansätze hast.

    Mein Buch gebt nur kurz über die Psychose an sich. Im ersten Teil wird vorallem die Ursachen beleuchtet, warum das Leben der Protagonistin aus den Fugen gerät und sich ihre Persönlichkeit auflöst.  Am Ende des zweiten gehts es vorallem um die minussymptomatik, die Depression danach, die medikamentennebenwirkungen und die gesesung durch Gespräche mit dem Umfeld der Protagonistin. Dabei möchte ich vorallem auch als Quintessenz im zweiten Teil rausgeben, wie wichtig ein stabiles Umfeld ist und dass professionelle Hilfe nicht alles ist, weil sie einem nicht direkt im Alltag begleitet. Es wird nicht wirklich ein Erfahrungsbericht, nur Randweise (durch vorlesungsbesuche der Protagonistin) geht es um psychoedukation zu dem Thema  Schizophrenie. Es wird eher ein Coming-out-age-Roman, der viele Parallelen zu meinem Leben hat. Aber kein es soll kein betroffenen Bericht darstellen, weil ich mich emotional von der Krankheit etwas distanzieren möchte und mich damit nicht so stark identifizieren will.

    • Diese Antwort wurde vor 2 Jahren, 4 Monate von Lilly geändert.
    als Antwort auf: TV: Schizophrenie – Meine unheimliche Begleiterin #308033

    Super Doku!

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