Leben mit Psychopharmaka

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  • Dieses Thema hat 90 Antworten sowie 16 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 3 Wochen von Horst aktualisiert.
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  • #352832

    Jeder hier im Forum weiß, dass ich mit meinem Medikament gut zurecht komme. Das war lange nicht der Fall und wenn ich in einer Phase bin, muss auch ich noch heute leiden. Ich kann aber inzwischen zumindest sagen, was mir hilft und was nicht gut für mich ist und mein Arzt hört auch auf mich. Ich war auch deshalb seit über einem Jahrzehnt nicht mehr in der Klinik.

    Es gibt aber auch diese anderen, die gequält sind und sich nichts mehr wünschen, als von den Medikamenten los zu kommen. Was denken Ärzte und Pfleger über die Behandlung mit Psychopharmaka, speziell auch Neuroleptika und warum wird in Kliniken so gehandelt, wie es eben wird?

    Einiges erklärt dieses Video!

    Man muss eben immer beide Seiten sehen!

    https://www.youtube.com/watch?v=hUAEH81rAUo


    Ursprüngliche Medikation:400 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
    Ab 04.03.2024:500 mg Amisulprid,5 mg Olanzapin,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
    Ab 15.03.2024: 600 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril,4mg Doxagamma
    Ab 22.04.2024, statt 600 mg Amisulprid, 400 und 150 mg
    Ab 02.05. 6 mg Doxagamma und 25 mg HCT, 550 mg Amisulprid und 10 mg Ramipril
    Ab 12.05. noch 500 mg Amisulprid + HCT+Doxa+Rami siehe oben!

    #352840

    interessantes video @Molly

    vor mir hatten sie auch große angst,obwohl ich eigentlich in der regel friedlich bin.

    fand auch gut,was der eine gesagt hat,das die wut einen auffrisst wenn man sie nicht rausläßt.

    oder man bis hin zum suizid geht,weil man niemanden schaden möchte.


    400mg Abilify depot i.M.,monatl.
    am tag:6mg Risperidon,60mg Citalopram,1500mg Oviril,100mg Sitagliptin
    500mg Metformin
    —————————————————————-
    https://www.youtube.com/watch?v=Ev-WsnjlQMQ&list=UULFUQoEKLIV_lrcM4Kcnmlbuw

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 5 Tage von Virgil.
    #352848

    Man muss halt sehen, dass Ärzte und Pfleger auch nur Menschen sind, die sich schützen möchten.


    Ursprüngliche Medikation:400 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
    Ab 04.03.2024:500 mg Amisulprid,5 mg Olanzapin,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
    Ab 15.03.2024: 600 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril,4mg Doxagamma
    Ab 22.04.2024, statt 600 mg Amisulprid, 400 und 150 mg
    Ab 02.05. 6 mg Doxagamma und 25 mg HCT, 550 mg Amisulprid und 10 mg Ramipril
    Ab 12.05. noch 500 mg Amisulprid + HCT+Doxa+Rami siehe oben!

    #352849

    Es ist auf jeden Fall ein zweischneidiges Schwert und ich denke immer, so viel wie nötig und so wenig wie möglich.

    Ich glaube ein Problem ist halt, dass zwar geforscht wird, aber es im Vergleich zu anderen Krankheiten wirklich zu wenig ist. Wenn Leute dann extrem starke Symptome haben und die Medikamente nicht wirken, wird immer mehr und mehr und mehr gegeben, statt sie woandershin zu überweisen und zu schauen, wie bspw. in Freiburg, ob es Antikörper im Liquor gibt, ob da vielleicht eine Hirnentzündung vorliegt oder warum die Medis nicht wirken. Statt diese bis zum Anschlag zu geben.

    Auf der anderen Seite braucht es da auch Bereitschaft vom Patienten natürlich.

    Und hinzu kommt, die Medis müssen erträglich sein. Es darf nicht so sein, dass sie so unerträglich empfunden werden, dass sie zum Suizid führen oder Menschen eben nur noch total ruhig gestellt sind.

    Es braucht auf jeden Fall neue Ansätze und neue Medikamente. Und im Moment ist da nix auf dem Markt, alles wirkt nach dem gleichen Prinzip oder wirkt halt nicht oder hat die selben Nebenwirkungen mehr oder weniger.


    “Ich möchte Menschen glücklicher zurücklassen, als ich sie vorgefunden habe.” (Afghn. Sprichwort)

    #352853

    …, so viel wie nötig und so wenig wie möglich. 

    :gut:


    Hauptmedikation: Solian 200 mg

    #352911

    Ich lebe seit 2001 mit Psychopharmaka und hatte trotzdem mehrere Rückfälle.

    #352916
    #352933

    Ich finde es nicht bedenklich für eine Zeit in der Klinik zu hoch dosiert zu sein. Es muss Ruhe einkehren und alle müssen geschützt werden.
    Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass im weiteren Verlauf die ambulanten Psychiater sich nicht trauen zu reduzieren und man dann im Alltag stark eingeschränkt ist. Die Rezidivprophelaxe sollte halt deutlich niedriger sein um den Patienten wieder die Möglichkeit zu geben am Leben teilzunehmen.

    #352940

    Wenn man das erste Mal erkrankt ist, weiß man sich da leider noch nicht zu helfen, Lilly!

    Mit den Jahren und mehr Erfahrung bezüglich der Krankheit, kann man vom Psychiater verlangen, die Medikamente nach einer gewissen Zeit zu reduzieren. Dann geht es einem mit der Zeit auch wieder besser.

    Nur muss man eben auch gewisse Dosierungen einhalten, damit man nicht sofort oder schleichend wieder in eine Psychose rutscht. Auch das sind Erfahrungwerte…


    Ursprüngliche Medikation:400 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
    Ab 04.03.2024:500 mg Amisulprid,5 mg Olanzapin,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
    Ab 15.03.2024: 600 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril,4mg Doxagamma
    Ab 22.04.2024, statt 600 mg Amisulprid, 400 und 150 mg
    Ab 02.05. 6 mg Doxagamma und 25 mg HCT, 550 mg Amisulprid und 10 mg Ramipril
    Ab 12.05. noch 500 mg Amisulprid + HCT+Doxa+Rami siehe oben!

    #352943

    Ich hatte mit meinem ersten Psychiater viel Glück. Er war der Primar der größten Psychiatrie in Tirol und ich war von 1994 weg 20 Jahre bei ihm. Sein Motto war: Stationär Vollgas damit man runter kommt und dann eine homöopathische Prophylaxe !


    Hauptmedikation: Solian 200 mg

    #352982

    Die Reportage ist sehr gut und ich kenne sie schon ein paar Jahre. Ich habe den ganzen Film zu Hause. Er heißt “Nicht alles Schlucken”. Es lohnt sich auch noch den Rest des Filmes zu schauen.

    Ich lebe seit 20 Jahren mit Medikamenten und bin auch der Meinung soviel wie nötig und so wenig wie möglich. In Krisen weiß ich auch was mir hilft durch jahrelange Erfahrung. Durch die Medikamente ist es mir aber möglich auch noch einen Minijob auf dem ersten Arbeitsmarkt zu haben und ein weitgehend selbstständiges Leben zu führen.

    Trotzdem habe ich auch meine Familie und Tochter um mich die mir zuhören und helfen, wenn es mir schwer fällt Situationen des täglichen Lebens zu Bewältigen und zu Verstehen. Sie können es manchmal eher beurteilen als ein Psychiater den man 4 mal im Jahr sieht.

    Vielen Dank fürs Teilen der Dokumentation.

     

     

    #353191

    Ich möchte am liebsten ganz weg von meinem Medikament und ich bin schon wütend auf meinen Psychiater, der mir aufgrund eines TESTS das erste Mal Psychopharmika verschrieben hat und auch nicht zufrieden mit mir, dass ich das verschriebene Medikament einfach genommen habe, ohne darüber nachzudenken oder den Beipackzettel gelesen zu haben.

    Ich möchte nicht mein restliches Leben lang Medikamente nehmen.

    Zudem bringt mir meine Erkrankung auch nichts Positives, wie bei vielen anderen, die auf Grund dessen in Frühpension oder in Reha gehen können. Bei einer Familie mit mehreren Kindern schaut dann auch viel eher das gesunde Kind später auf die Eltern, während sich das kranke Kind mehr auf sich selbst konzentrieren kann. Ich bin Einzelkind. Dieser Punkt belastet mich schon sehr und den Gedanken trage ich immer im Hinterkopf mit mir und nimmt mir viel Gelassenheit. Der einzige Vorteil ist die erhöhte Familienbeihilfe und dass es mir dadurch etwas leichter fällt, mit einem Teilzeitjob finanziell auszukommen.

    Gut ist auch, dass ich wirklich so wenig wie möglich nehme, 0,5 mg “Risperdal”. Damit ganz aufzuhören, ob ich das schaffe, das weiss ich nicht.

    #353196

    Du hast doch als Schizo überhaupt keine Wahl, ohne Tabletten geht es nicht und was soll Dir der Beipackzettel verraten ? Und bitte welche Erkrankung bringt etwas Positives ? Frühpension ist doch nichts Wünschenwertes ? Sei froh mit dieser geringen Erhaltungsdosis und lebe Dein Leben !


    Hauptmedikation: Solian 200 mg

    #353201

    @Horst Schizophrenie ist bei mir erst im Krankenhaus festgestellt worden, in das ich gekommen bin, nachdem ich mein erstes Psychopharmika, Zyprexa, abgesetzt hatte. Nach dem Absetzen hatte ich erstmals optische Halluzinationen. Vorher nie!

    Ich habe mich nur psychisch nicht gut gefühlt, das kann aber auch mit meinen Lebensumständen, die nie wirklich gut waren, zusammenhängen, deshalb war ich beim Psychiater. Er hat mit mir einen schriftlichen Test gemacht und mir nach dieser Auswertung “Zyprexa”, das erste Psychopharmika, verschrieben. Vielleicht auch nur deshalb, weil er einen Vertrag mit der Krankenkasse hat, umso mehr Leute Medikamente brauchen, desto besser verdient er.

    “Lebe dein Leben” – das würde ich sehr gerne, leider wird mir das familiär extremst schwer gemacht :negative:

    #353202

    Aber NL oder das Absetzen davon verursacht keine Hallus !?


    Hauptmedikation: Solian 200 mg

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