Lebenserwartung bei Schizophrenie und Langzeitschäden durch Antipsychotika

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  • #58629
    #58633
    Anonym

    Hallo @Nikami,

    ich bin 60 und nehme seit 30 Jahren Fluanxol und seit 25 Jahren Carbamazepin. Meine Diagnose ist schizoaffektive Psychose. Die Diagnose ist gesichert.

    Ich war vor einem Jahr bei einem MRT des Kopfes, weil ich eine Kopfverletzung hatte, weil ich gestürzt bin.

    Der Röntgenarzt sagte, dass mein Gehirn ganz normal entwickelt sei, einfach alles normal sei und auch die oft vorkommende Atrophierung (Verkleinerung) des Kleinhirns nicht da sei.

    Also, anatomisch ist mein Gehirn ganz normal entwickelt und die Neuroleptika haben keine Schäden verursacht.

    Auch die Psychiaterin sagte mir vor  kurzem, dass meine kognitiven Fähigkeiten durch die Erkrankung nicht eingeschränkt seien und nicht wesentlich weniger geworden seien.

    Was die Cholesterinwerte angeht, da habe ich auch vom schlechten Cholesterin zu viel und sie sind insgesamt leicht erhöht. Das ist bei mir erblich bedingt. Mein Hausarzt will, dass ich jetzt einen Cholesterinsenker nehme. Meine Psychiaterin meint, dass die leichte Erhöhung der Cholesterinwerte nicht besorgniserregend sei.

    Mein Blutdruck ist bei 130 / 85, Puls auch normal. Manchmal ist der Blutdruck höher. Das ist auch nicht besonders schlimm.

    Mein BMI ist allerdings schlecht. Ich bin 187 cm groß und wiege z.Zt. 112,5 kg. Das ist eindeutig noch zu viel. Im letzten halben Jahr habe ich 10 kg abgenommen. Das ist zwar gut, aber das muss ich noch weiter fortsetzen.

    Ich habe immer Angst, dass ich vielleicht Diabetes bekommen könnte. Deshalb möchte ich unbedingt abnehmen und mich besser ernähren. Das Diabetesrisiko ist durch Neuroleptika erhöht. Atypische Neuroleptika haben ein besonders hohes Diabetesrisiko.

    Ein Punkt, der bei mir noch wichtig ist, das ist das Rauchen. Auch hier muss ich unbedingt weg von, weil sonst die Lunge immer mehr geschädigt wird. Das ist völlig klar. Da muss ich was tun, wenn ich auch in 10 Jahren noch einigermaßen fit sein will.

    Ansonsten habe ich bisher keine gesundheitlichen Probleme durch die Neuroleptika oder auch sonst. Meine Neuroleptika-Dosis war jedoch auch während der ganzen 30 Jahre so niedrig wie möglich und so hoch wie nötig und ich war ständig in ärztlicher Behandlung und habe immer regelmäßig meine Medikamente genommen.

    Viele Grüße

    Grenfell

    #58642

    @Nikami

    Der Artikel ist von 1959. Gibt es Quellen aus der jüngeren Zeit?

    lg, DiBa :scratch:

    #58643
    Anonym

    Morgen, ich glaube es ist schwierig all seine Ziele auf einmal ins Auge zu fassen. Es ist sicher sinnvoll alles Schritt für Schritt zu machen. Erst das Nikotin, dann die Ernährung usw. Weil ich glaube der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und es bedeutet Stress und braucht viel Willenskraft neue Gewohnheiten zu etablieren.

    Gerade die Willenskraft scheint mit der Erkrankung abgenommen zu haben. So kommt es mir jedenfalls vor. :wacko:  Viel Erfolg bei deinem Vorhaben @Miina

    #58651
    Anonym

    UPS falscher Faden:-/

    #58675

    Gibt es Quellen aus der jüngeren Zeit?

    https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/schizophrenie-wissenschaftler-entratseln-muster-im-gehirn-mit-neuroimaging-erstmals-3058.php

    Anscheinend habe ich in Zusammenhang mit Demenz was missverstanden. Im Link geht es um bildgegebne Verfahren die Schizophrenie anzeigen können, aber auch bei Demenz eingesetzt werden können.

    Einen direkten Zusammenhang von Schizophrenie und Demenz konnte ich jetzt auch nicht finden!?!

    #58678

    ich bin 60 und nehme seit 30 Jahren Fluanxol

     

    Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Schön was positives zu lesen, dass auch im Alter nach einer langen Antipsychotika-Behandlung die kognitiven Fähigkeiten erhalten bleiben. Diabetes ist ja oftmals eine Folgebegleitung durch die Gewichtszunahme. Ich hoffe das bleibt dir erspart. Ich wünsche die weiterhin gute Gesundheit und das du gut zu recht kommst mit deiner Medikation.

    #58704

    . Weil ich glaube der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und es bedeutet Stress und braucht viel Willenskraft neue Gewohnheiten zu etablieren.

    Das kann ich nur bestätigen. Mir fällt es sehr schwer von alten Wegen zu lassen, weil sie sich ja als einigermassen gangbar für mich erwiesen haben. Ich merke es jetzt, wo ich versuche, was Neues von der Thera umzusetzen. Seit dem hab ich mehr Symptome. Kann z.B. nicht mehr ohne ganz viel Angst raus gehen.

    #58733

    ich bin 60 und nehme seit 30 Jahren Fluanxo

    Ansonsten habe ich bisher keine gesundheitlichen Probleme durch die Neuroleptika

    Helmut Schmidt ist trotz starkem Rauchen 96 geworden und nicht an Lungenkrebs gestorben.
    Klar, sowas gibt es. Aber bin mir sicher, das niemand behaupten würde:
    „Helmut Schmidt ist der Beweis, das Rauchen nicht ungesund ist“

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/nebenwirkungen-von-antipsychotika-das-geht-auf-die-nerven/11407086.html
    Ist alles noch nicht 100% bewiesen. Wie meinstens beim Thema Gerhirn, tappt man da noch im Dunkeln. Aber es gibt halt Hinweise darauf, da NL das Gehirn schrumpfen lassen kann.

    #58737
    Anonym

    @planb,

    ich behaupte auch nicht, dass Neuroleptika Smarties sind, sondern ich habe lediglich von meinem Zustand nach 30 Jahren Neuroleptika-Einnahme berichtet. Das war ganz neutral gemeint. Selbstverständlich bin ich auch der der Meinung, je weniger Neuroleptika je besser. Manchmal geht das aber aus verschiedenen Gründen nicht.

    Ich kenne auch genug Leute, bzw. habe sie gekannt, die bereits verstorben sind. Vermutlich hat Helmut Schmidt die auch gekannt, und, wer weiß, vielleicht könnte ich auch weiter rauchen und so alt werden wie er. Besser ist es jedoch sicher, das Rauchen aufzugeben. Die Lebensqualität ist dann besser, selbst wenn man dann irgendwann an was anderem stirbt.

    Viele Grüße

    Grenfell

    #58742

    Die Lebensqualität ist dann besser

    Und den Geldbeutel freut es, das man das hier nicht mehr macht :D

    https://i.makeagif.com/media/8-18-2014/kcxTfa.gif

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 4 Monate von PlanB.
    #184414
    #184419

    Das bedeutet also noch mehr Alkohol, Rauchen und Metalmusik hören. Nein spaß beiseite. Ich denke, dass man da noch checken müsste, welche Neuroleptika eingenommen werden, wie die Ernährung ist und was die Leute frühzeitig machen gegen Demenz! Sind alles so Sachen. Auch gerade typische, oder Atypische NL’s usw. Ist ein ganzer Rattenschwanz der noch dazu gehört!

    #184420

    Meint Ihr nicht das das unnötige Panikmache ist. Was soll man machen…medis weglassen? Dafür Psychosen in Kauf nehmen und immer wieder in die Klinik um dann wieder abzusetzen?

    morgens 200 Quetiapin (NL), 50 Doxepin (AD), 2mg Risperidon (AP), 150 Ofiril (AE), 175 Thyroxin (Schilddrüsenmed.).
    abends 400 Quetiapin (NL), 50 Doxepin (AD), 150 Ofiril (AE),die Pille
    Bedarfsmedi Lorazepam

    #184422

    Meint Ihr nicht das das unnötige Panikmache ist

    ganz genau :good: :good: :good:

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