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Natürlich ist das Kind daran nicht Schuld.
Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass in so einer Extremsituation diese gefühlte Schuld eben da ist und erlebe das auch bei anderen Betroffenen.
Da ist es dann Aufgabe von Anderen, dem Kind das zu vermitteln, wenn es so empfindet.
Schlecht natürlich, wenn es wie in vielen Fällen eine unaufgeklärte Dunkelziffer ist und wie oben beschrieben Übertragung stattfindet. Daher mein Ansatz.
Und da es vielleicht schon unterbewusst weiß, dass es für seine Handlungen irgendwo selbst verantwortlich ist
Wie meinst Du das @rebus?
Hier habe ich mich vielleicht etwas unverständlich ausgedrückt.
Aber ein Kind fragt sich doch in einer schlechten Situation, ob es etwas falsch gemacht hat.
Und eine schützende Umgebung ist natürlich wünschenswert, aber oft nicht Realität.
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Diese Antwort wurde vor 2 Jahren, 10 Monate von
rebus geändert.
Für mich resultiert die Angst aus etwas. Bei einem Kindheitstrauma wie einem Missbrauch stellt sich das Kind doch die Frage, ob es etwas falsch oder richtig gemacht hat. Und da es vielleicht schon unterbewusst weiß, dass es für seine Handlungen irgendwo selbst verantwortlich ist, werden manche Kinder ja auch überangepasst. Oder das genaue Gegenteil. Abwehr und Angriffsmechanismen entstehen und führen durch Übertragung des Traumas auf die Gesellschaft das Trauma fort, um dort etwas nicht wiederholen zu müssen oder etwas zu wiederholen, um es zu bewältigen.
Auch ich habe mein Trauma übertragen. Meine Lösung bestand darin, erst das System Schule und Familie zu verstehen und dann möglichst wenig, am besten keine Bestrafung zu erhalten. Als dort Sicherheit gewonnen werden konnte, war ich dann in der Lage im weiteren Lebensverlauf, auf Arbeit und bei Freunden mich zu entfalten und entwickelte meinen Werkzeugkasten.
Aber die Verantwortung über das eigene Handeln blieb bei mir. Und ich musste dieses Handeln unter diesem Hintergrund vor mir selbst rechtfertigen können. Solange ich vom Fühlen, Denken und Handeln nicht in der Lage war das aufzulösen, solange bestand der innere Konflikt, welcher dann durch eine Krise in einer Psychose mündete.
Ein Glück, dass ich mir bis dahin einen guten Werkzeugkasten aneignen konnte und eine Orientierung hatte, dessen Leitlinie mich heute in eine Situation gebracht hat, dass ich dabei bin den Konflikt aufzulösen und auf Gesellschaft und System übertragen zu können.
Wo meine weitere Entfaltung und weiteren Schritte zum guten Teil in meiner Hand liegen.
Ein Prozess der noch dauern wird. Aber ich spüre die Genesung deutlich in letzter Zeit.
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Diese Antwort wurde vor 2 Jahren, 10 Monate von
rebus geändert.
Wieder mal wunderbar dein Osterlamm, wie jedes Jahr!
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Den Comic kenne ich noch irgendwoher.
Naja, frohe Ostern!
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Im Übrigen finde ich es beruhigend, etwas in der Hinterhand zu haben.
Nicht als Angriff, sondern als Verteidigung.
Wehrhaftigkeit.
Geholfen hat es mir aufjedenfall immer mehr, wenn ich eher auf Gemeinsamkeiten schaue, in dem Sinne mich darauf zu fokussieren, wer mit meinen Ansichten übereinstimmt oder was ich für meine Situation angemessen finde.
Es gibt ja auch Sachen, Dinge, Personen oder Gegebenheiten die einem wichtig sind.
Die will man ja auch behalten, beschützen. Bewehren.
Naja, wo jetzt vieles bei mir weggebrochen ist, ist eben auch vieles nicht mehr so wichtig.
Deswegen auch egal.
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Verzeihen ist vielleicht das Optimum.
Ich bin immerhin soweit, dass es mir egal geworden ist.
Ob ich verzeihen möchte, weiß ich nicht, und manchmal weiß ich gar nicht, WAS ich verzeihen sollte.
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Diese Antwort wurde vor 2 Jahren, 10 Monate von
rebus geändert.
War nurn Witz @Ludwig .
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Das @PlanB nicht gesund ist, hätte ich ihm auch abgenommen, wenn ich ihm nicht in diesem Forum begegnet wäre.
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Für mich ist das Reduzieren ein Erlebnis in einem sonst tristen Alltag mit NL indem sonst nichts mehr passiert.
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Bei Psychose ist die Mitte für mich auf Nummer sicher.
Das heißt der bewährte Weg von Experten hat erst einmal Vorrang.
Aber ich möchte mitreden und mitenscheiden.
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@rebus Der Satz in dem du deine These beschreibst ist für mich unverständlich. Ich denke, du sprichst vom Rebound-Effekt. Ich habe es allerdings so verstanden, dass sich das Gehirn auch zurückanpassen kann, wenn man ihm genug Zeit gibt. Deshalb habe ich eben auch so langsam und schrittweise reduziert (über Jahre).
Ich meine, dass man in der Lage sein kann durch gesunde Auseinandersetzung mit seiner Erkrankung, Gewöhnung und Wissen / Glaube einige Symptome abzufangen, und in gewisserweise seinen Dopaminspiegel so zu steuern, dass dieser nicht wieder überreagiert.
Sodass bei einer Reduktion und beim Absetzen kein Rückfall entsteht, wenn vielleicht auch Entzugssymptome auftreten durch das Freigeben vorher blockierter Rezeptoren.
(Das „in gewisserweise“ wäre dann hier Verhaltens-, Denk- und Glaubensmuster).
Wenn ich den Grund meiner Schizophrenie kenne und das glaube oder weiß, erfinde ich keine neuen Gründe und kann mich damit auseinandersetzen. Bekomme keine neuen Angst-, Manie- oder sonstige Anfälle.
Wenn ich das Gefühl bekomme „erlöst“ zu werden, hole ich mich zurück auf den Teppich, weil es unwahrscheinlich ist, keinen Grund dafür gibt. Und bekomme dann kein „high“ in das ich mich reinsteiger.
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[…] Mittlerweile hat aber, dank des Einsatzes von Volkmar Aderhold, die Idee, Neuroleptika möglichst niedrig zu dosieren, sogar Einzug in die Leitlinie S3 Schizophrenie gefunden. […]
Ich habe gestern mal in der S3 Richtlinie Schizophrenie gestöbert.
Da stand etwas von einer Gültigkeit bis 31.03.2023 .
Kommt dann eine neue Fassung? Weiß da jemand etwas?
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[…] Wieso sollten uns die Psychiater anlügen und was hätten sie davon ? […]
Psychiater sind Ärzte, wollen helfen und handeln wohl üblicherweise nach bestem Wissen und Gewissen.
Kritische Frage: Ist es das beste Wissen?
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Zunächst einmal finde ich das @Ludwig hier im Forum zwar hie und da etwas aneckt, aber einige seiner Themen sind doch ergiebig für eine Diskussion. Und es ist doch gut mit ihm hier eine Meinung zu haben, welche auch mal konträr ist. Genauso wie ich gerne Artikel von @Pia lese, was es für neue Ansätze gibt oder den Forschungsbereich von @mowa. Da haben wir doch einen breiten Fundus aus dem das Forum schöpfen kann.
Persönlich bin ich der Meinung, dass Dopamin aufjedenfall eine Rolle bei der Schizophrenie spielt.
Meine Medikamente sind reine Dopaminblocker und helfen.
Die Frage welche ich mir stelle:
Nachdem der Dopaminhaushalt durch die Erkrankung durcheinander geraten ist und durch Medikamente wieder stabilisiert wurde, ist es nicht möglich durch Therapie, Unterstützungsangebote und Eigenarbeit sich soweit unter Kontrolle zu bekommen, dass, sagen wir mal eine erneute übermäßige Dopaminausschüttung bei einem Ereignis nicht mehr eintritt?
Als Beispiel und Vergleich ein Kind was auf dem Dorf groß geworden ist und später in eine Stadt zieht. Es wird vielen neuen Reizen ausgesetzt, während das Stadtkind diese Reize gewöhnt ist.
Ähnlich mit dem Dopamin im Gehirn.
Meine These ist, dass das Dopamin bei einer Schizophrenie nicht durch einen organischen Schaden immer wieder unkontrolliert austritt, bei Absetzen der Medikamente wieder überläuft und damit unheilbar ist.
Die Symptome bei einer Reduktion wären dann Entzugssymptome durch die Überbelegung der neugebildeten Dopmainrezeptoren.
Das ist meine Argumentation für eine Reduktion. Es ist gefährlich und ich habe dafür keine Beweise, aber es ist meine Herleitung und Entscheidung.
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Aber man könnte doch einen stärkeren Bezug fördern ? Mowa und Molly sind mit Vollnamen dabei, Floeckchen und ich posten wahre Profilfotos etc. etc. wäre möglich ?
Das steigert den Bezug, aber für mich nicht den persönlichen Kontakt.
Es gibt ja auch hier eine Einbindung im Forum. Das liegt, das muss ich zugeben, aber eben auch an einem bzw. mir selber. Und dann gibt es ja auch im Forum Leute die sich Privat miteinander austauschen und so einen besondere Beziehung zueinander innerhalb des Forums haben.
Gleichzeitig möchte ich aber auch betonen, dass ich das Forum so wie ich es nutze aber auch mag und von daher für mich schon alles so passt.
Ich kenne es aber auch von früheren Foren so, dass private persönliche Kontakte innerhalb eines Forums sehr spannend sein können.
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Diese Antwort wurde vor 2 Jahren, 10 Monate von
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