Mowa

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  • in reply to: Buchvorstellung "Das 20-Minuten-Kind" #4169

    Guten Morgen Dana,

    finde ich auch super, dass Du zur Entstigmatisierung beitragen möchtest. Solche Eigeninitiativen kann ich nur begrüßen!

    LG,
    Mowa

    in reply to: Notizen von Mowa #4103

    Hallo @escargot,

    vielen Dank für Deine freundlichen Zeilen. Ja, inzwischen kann ich jede(n) Mitbetroffene(n) sehr gut verstehen, wenn sie (er) ihre (seine) Psychopharmaka reduzieren oder absetzen möchte. Nicht jede(r) will einen Rückfall riskieren und zieht es vor, mit Medikamenten stabil zu bleiben, was ich auch genauso gut verstehen kann. Die Entscheidung über Medikation kann jede(r) nur individuell für sich selbst entscheiden, und ich bin froh, dass meine Ärzte und mein Therapeut mich auch ohne Medikamente weiterbehandeln wollen…

    Ich mache Verhaltenstherapie seit August 2017. Am Anfang, als ich mit neimandem über das gesamte Spektrum meiner Probleme sprechen konnte, war mir mein Therapeut eine wichtige Stütze. Jetzt, nachdem sich die Lage bei mir seit dem Rückfall wieder entspannt hat, habe ich nicht mehr so viel Redebedürfnis und bin auch nur noch alle 2 Monate einmal bei ihm zwecks Monitoring. Psychotherapie kann hilfreich sein, aber sicher nicht jedermanns Sache. Auch hier vertraue ich immer mehr mir selbst, dass ich also selbst am besten weiß, was ich selbst verändern kann / will / sollte, damit es mir besser geht.

    Alles Gute für Dich & LG,
    Mowa

    in reply to: Notizen von Mowa #4075

    Hallo Herr Klimke,
     
    vielen Dank für Ihr Interesse, darüber freue ich mich sehr.

    Was ich nicht verstehe ist warum Sie das Aripiprazol nicht weiter nehmen möchten wenn Sie doch anscheinend 7 Jahre lang darunter stabil und erfolgreich waren?

    Es stimmt, dass ich unter Aripiprazol stabil war (übrigens 6 anstatt 7 Jahre lang), im Sinne von “pflegeleicht, rückfallfrei und mich finanziell selbst versorgend”.
     
    Wie Nichtraucher auch schreibt, war ich mit Aripiprazol kaum mehr in der Lage, emotionale Höhen und Tiefen zu empfinden und mich für irgendetwas wirklich zu interessieren. Diese Gleichgültigkeit hat es dann auch verhindert, dass ich unter diesem Zustand litt. Auch empfand ich keine Sättigungsgefühle mehr und war viele Jahre adipös (und das, obwohl es ja heißt, Aripiprazol sei antriebssteigernd und gewichtsneutral…).
     
    Heute würde ich diese Jahre von mir nicht mehr als “erfolgreich” bezeichnen. Im Gegensatz zu damals nach meiner Ersterkrankung, als ich nur für mich selbst sorgen brauchte, habe ich inzwischen eine Familie gegründet, und mir liegt sehr viel daran, Emotionen und Interesse an meinem Mann und an unserem Zusammenleben nicht wegzumedikamentieren.
     
    Erfolgreicher wäre für mich, wenn ich echte Emotionen empfinden kann und aus meiner eigenen Kraft das aufrechterhalten kann, was mich als Mensch ausmacht. Das ist jetzt mein zweiter Absetzversuch, und ich bin jetzt schon dankbar für jeden Tag, den ich nicht-psychotisch und ohne Medikamente verbringen konnte.
     
    LG, Mowa

    in reply to: Notizen von Mowa #4033

    Chronologie meiner Psychosen

    *** Vorgeschichte:
    2002 – 2009: Produktive, erfolgreiche Phase (Diplomarbeit, Doktorarbeit mit Stipendium, Postdoc, und zuletzt Zuspruch eines 3-jährigen Forschungsstipendiums als Wissenschaftlerin)

    *** Erste akute Psychose (und Genesung):
    ab 2009: Zunehmende Erschöpfung, beschließe berufliche Neuorientierung
    ab okt2009: Aufnahme Zweitstudium in Humanmedizin, Studium + Studentenjob an der Uni-Klinik + finanzielle Not führen bald zu Erschöpfungszuständen
    ab apr2010: Urlaubssemester wegen Erschöpfung
    22aug2010 – 24aug2010: Rasche Zuspitzung der Krise, Wut über aktuelle politische Themen
    26aug2010: Erstmals Überzeugung, Geheimdienst sei hinter mir her
    28aug2010: Erstmalige stationäre Aufnahme in Psychiatrie (durchgehend offene Station)
    ab 22sep2010: Tagesklinik
    11nov2010: Entlassung aus der Tagesklinik
    30nov2010: Bewerbungsgespräch für eine Praktikantenstelle an einer NGO
    dez2010 – feb2011: Ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung an einer Ganztagsschule
    mai2011 – jun2011: 4-wöchiges Pflegepraktikum in einem Krankenhaus
    jul2011: Zusage von meinem Diplomvater über meine Anstellung als technische Mitarbeiterin
    01okt2011: Aufnahme Vollzeitjob
    bis jan2016: Dauermedikation mit Aripiprazol 15 mg, dann Reduktion auf 10 mg mit ärztlicher Begleitung
    27jul2016: Absetzen von Aripiprazol von 10 mg auf 0 mg, ohne ärztliche Begleitung
    danach bis jul2017: Turbulenzen durch Heirat, Um- und Zusammenzug, Pendeln, zunehmende berufliche Zuständigkeiten, zunehmend wieder am persönlichen Limit

    *** Erster Rückfall (und Genesung):
    ab 07aug2017: Unerwartete berufliche Krise, rasch zugespitzt
    15aug2017: Krankschreibung wegen Erschöpfung
    22aug2017: Aufnahme meiner allerersten Psychotherapie
    27sep2017: Berufliche Wiedereingliederung Nr. 1
    24okt2017: Wiedereingliederungsversuch Nr. 1 scheitert an Turbulenzen am Arbeitsplatz
    27nov2017: Berufliche Wiedereingliederung Nr. 2
    08dez2017: Letze Psychotherapie-Sitzung vor dem Rückfall
    In den folgenden Wochen rasche Zuspitzung der Krise, Wut über aktuelle politische Themen, gesteigerte Foren- und FB-Aktivitäten
    26dez2017: Einleitung (hypo-)manischer Phase nach einem Streit
    11jan2018: Weitere extreme Konfliktsituationen
    15jan2018: Andauernde (hypo-)manische Phase, zunehmend verwirrt und unzugänglich
    19jan2018: Wiedereingliederungsversuch Nr. 2 abgeschlossen
    24jan2018: Bis hierhin noch auf Arbeit irgendwie funktionierend…
    26jan2018: Termin beim Psychotherapeuten Nr. 1 seit dem Rückfall, den ich knallpsychotisch wahrnehme
    02feb2018: Einweisung Akutstation Nr. 1
    20feb2018: Verlegung auf offene Station
    28feb2018: Vorstellungsrunde der Betriebsratskandidaten am Institut, an der ich mild psychotisch(?), jedenfalls unter starken Medikamenten teilnehme
    01mar2018: Termin beim Psychiater Nr. 1 seit dem Rückfall
    02mar2018: Selbstentlassung Nr. 1
    08mar2018: Einweisung Akutstation Nr. 2, bevor berufliche Wiedereingliederung Nr. 3 beginnen kann
    20mar2018: Verlegung auf offene Station
    25mar2018: Zurück auf Akutstation
    27mar2018: Selbstentlassung Nr. 2
    03apr2018: Aufnahme Tagesklinik
    Während der Tagesklinik habe ich ohne Absprache und heimlich das Quetiapin auf 100 mg reduziert, im Ärztebrief steht 550 mg.
    27apr2018: Selbstentlassung Nr. 3
    Medikation: Erste Tage 50 mg Quetiapin um einzuschlafen, danach 0 mg. Aripiprazol während der Tagesklinik 15 mg, dann innerhalb von 3 Wochen auf 7,5 mg reduziert.
    06jul2018: Absetzen von Aripiprazol 7,5 mg auf 0 mg
    14mai2018 – 27jul2018: Berufliche Wiedereingliederung Nr. 4 angefangen & abgeschlossen

    • This reply was modified 6 Jahre, 4 Monate ago by Mowa.
    in reply to: Vorstellung neuer Mitglieder #402

    Liebe Foris,

    nun bin ich auch vom KNS umgezogen und freue mich auf das neue Forum mit Moderation. Vielen Dank an Herrn Klimke für diese Möglichkeit!

    Ich bin 2010 erstmals an Psychose erkrankt und hatte zwischen Dezember 2017 und Februar 2018 einige psychotische Schübe, von denen ich mich noch erhole. Anfang Juli habe ich die Medikamente (wieder) abgesetzt und würde mich gerne auch langfristig ohne Psychopharmaka gesund halten.

    Liebe Grüße,

    Mowa

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