Notizen von Mowa – Teil 3

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  • #371973

    Danke Euch auch @Dopplereffekt und @Metalhead666 :ciao:

    #371975
    Isa

      Guten Morgen liebe Mowa,

      diese unsachliche Äußerung der Kollegin hätte mich auch geärgert. Das ist schon übergriffig und klingt tatsächlich nach Neid.

      Ich finde du gehst großartig mit deiner Erkrankung um. Dein Umgang mit dir ist sensibel wahrnehmend und für mich vorbildlich. Ich bewundere dich. Dass du gerade mit Depressionen zu kämpfen hast, tut mir sehr leid. Auch hier finde ich es aber sehr gut, wie du versuchst wieder ins Gleichgewicht zu kommen zusammen mit deinem wunderbaren Psychiater. Lass dich nicht beirren von einer unwissenden Kollegin oder Kommentaren. Ich habe dich ja ein bisschen kennen lernen dürfen und du bist ein so kluger Mensch, mit Herz und Verstand.

      Alles Gute dir und gute Besserung!

      #371976

      Liebe @Isa,

      danke für Deine lieben Worte!

      Ich habe mich auch sehr gefreut Dich und auch Deinen Mann kennengelernt zu haben. Ich bewundere Dein künstlerisches Wirken und Euren Kunstverein.

      Liebe Grüße,
      Mowa

      #371978

      Ich schreibe vielleicht später noch etwas dazu, liebe Mowa!

      Bin gerade mit dem Handy on, da kann ich nicht so gut einzelne Sätze zitieren. Muss mich dann fertig machen.

       

      #372037

      Liebe @Mowa,

      ich drücke Dir die Daumen, dass Du bald wieder aus Deiner depressiven Phase herauskommst. :yes:

      lg, DiBa

      #372117

      Hey @Mowa,

      Dein Einsatz für den Betriebsrat und alle anderen Tätigkeiten wird bestimmt von Deinem Chef geschätzt und anerkannt; Gut ist, dass Du in einem Umfeld arbeiten darfst, das im Umgang mit Themen, wie „psychischer Erkrankung“, anders umgehen kann als in vielen anderen Bereichen.

      Als ich mit 21 Jahren gekündigt wurde, da fehlte ich einen Tag unentschuldigt!!

      Einen Tag.

      Bestimmt war ich zuvor schon durch meine „Unlust“ aufgefallen, aber, naja…

      Wenn bestimmte Tätigkeiten gemacht werden müssen oder sie entscheidend für den „Erfolg“, die Reputation der Firma sind und der Verantwortliche, also ich…

      Irgendwo hängt und sich die Birne wegballert.

      Nun, mein Chef hat mir wortlos die Kündigung auf den Tisch gelegt.

      Hinterher dann kein Gespräch: nur ein Arbeitszeugnis, dass ich alle Aufgaben stets zur vollsten Zufriedenheit erledigte.

      Punkt.

      Dann war ich ein halbes Jahr arbeitslos und dann „Schizophrenie“.

      LG und Kopf hoch @Mowa,

      es warten neben „allen Schrecken, die auf diesem Planeten“ zugange sind, auch alle Wunder :heart:

      Jörg

      • Diese Antwort wurde vor 1 Jahr, 5 Monaten von kadaj geändert.
      #372121

      Alles klar liebe @Molly.

      Danke auch Dir, lieber @DiBaDu!

      In den letzten Tagen dachte ich daran, beim morgigen Gespräch mit meinem Vorgesetzten darüber zu sprechen, dass ich mich im kommenden Jahr auf eine Tätigkeit konzentrieren möchte und meine sonstigen Verantwortungen im Institut abgeben möchte.

      Es ist so, dass ich mich sehr gerne für die anderen einbringe, wenn ich gesund bin. Jetzt bin ich nicht gesund genug, und ich habe das Bedürfnis, eine Aufgabe gut zu erledigen und dabei vor allem auf meine eigene Gesundheit mehr zu achten.


      Gestern war ich mit Chanchan am Hundeplatz der Hundeschule, und wir haben an einer Veranstaltung teilgenommen, damit Chanchan unter Aufsicht der Trainerin sich mit anderen Hunden austoben konnte.

      Das war auch toll, bis sich Chanchan nach einer 3/4-Stunde an der Wolfskralle vorne links verletzt hat. Leider hatte keine Praxen mehr geöffnet, und die Trainerin und der tierärztliche Notdienst haben mir geraten, einen Verband anzulegen und am Montag zum Tierarzt zu gehen.

      Ja, leider gab es zu Hause dann wieder einen Streit, wie wir mit Chanchans Verletzung umgehen, und wieder gab es mehr als 5 Stunden „Aussprache“, bei der mein Mann fast pausenlos geredet hat, obwohl ich ihn gebeten hatte, mich im Schlafzimmer für ein paar Stunden alleine zu lassen.

      In dieser Situation ist mir nicht möglich, auf meinen Mann Rücksicht zu nehmen. Mein Mann besteht seinerseits auf sein Bedürfnis, weil er selbst schwer krank ist und kaum verstehen kann, wenn ich ihm sage, dass ich krank bin.

      Ich muss sagen, dass die Situation zu Hause für mich im Moment besonders herausfordernd ist, weil ich gleichzeitig versuche, meine depressiven Symptome zu bewältigen. Der Spielraum, den ich brauche, um mich nicht verrückt zu machen, wird gefühlt immer kleiner für mich.

      #372122

      Danke, lieber @kadaj :-)

      #372131

      5 Stunden “Aussprache”

      5 Stunden „Aussprache“?!

      Ich kann mir kaum vorstellen, dass ich das aushalten würde. Kannst du in dem Fall nicht rausgehen und dich ggf. in ein Cafe oder so setzen?

      In dieser Situation ist mir nicht möglich, auf meinen Mann Rücksicht zu nehmen. Mein Mann besteht seinerseits auf sein Bedürfnis, weil er selbst schwer krank ist und kaum verstehen kann, wenn ich ihm sage, dass ich krank bin.

      Ist er eigentlich in Behandlung?

      Ich muss sagen, dass die Situation zu Hause für mich im Moment besonders herausfordernd ist, weil ich gleichzeitig versuche, meine depressiven Symptome zu bewältigen. Der Spielraum, den ich brauche, um mich nicht verrückt zu machen, wird gefühlt immer kleiner für mich.

      Ich hoffe, du findest wieder mehr Spielraum. Gute Besserung!

      #372159

      Ich möchte jetzt doch nichts mehr zu deinem Posting vom 2. Oktober schreiben, liebe Mowa!

      Dass es deinem Mann so schlecht geht, ist natürlich eine zusätzliche, wenn nicht sogar maßgebliche Problematik, die dir das Leben erschwert.

      Ich glaube, ich wäre tatsächlich eine Weile weggegangen, wie Dopplereffekt schrieb. Vielleicht hätte sich dann dein Mann in dieser Zeit überlegt, ob er sich nicht anders verhalten sollte. :unsure:

      #372177
      Anonym

        Liebe mowa, du hast keine leichte Zeit momentan.

        Ich denke das deine Bedürfnisse zu kurz kommen.  Ich hoffe das dein Mann lernt auf dich Rücksicht zu nehmen.

        Ich sende dir ein kraftpaket. Lg,blaustern

        #372319

        Vielen Dank @Dopplereffekt, @Molly und Blaustern :ciao:

        Kannst du in dem Fall nicht rausgehen

        ich wäre tatsächlich eine Weile weggegangen,

        Grundsätzlich ja, das weiß ich auch, nur habe ich mich ins Schlafzimmer zurückgezogen, weil es mir schlecht ging und ich mich nur noch hinlegen konnte. Speziell vorgestern war es auch so, dass ich es mehr als 2 Tage lang nicht geschafft habe zu duschen, und mein Bedürfnis mich zurückzuziehen war einfach überwältigend.

        Meinem Mann wurde vom Therapeuten auch schon geraten, in solchen Situationen die Wohnung zu verlassen. Nur hatte er sich wahrscheinlich nicht mehr unter Kontrolle, und dann konnte er auch nicht mehr anders handeln.

        Ich will hier nochmal betonen, dass es in meinem Blog meistens nur um meine Perspektive geht, also was ich erlebe, verstehe und fühle und wie ich mich verhalte. Würde mein Mann hier auch einen Blog führen, so wie ich es mache, dann würden wir natürlich auch seine Perspektive sehen und verstehen.

        Ist er eigentlich in Behandlung?

        Ja, er muss regelmäßig behandelt werden und viele aggressive Medikamente mit starken Nebenwirkungen nehmen. Es ist wie eine Krebserkrankung, die ihm früher oder später seine Nieren wegnehmen und ihn an die Dialyse binden wird. Wir können nicht erwarten, dass er 70 Jahre erreichen kann, selbt wenn alles ideal verläuft.

        Psychisch kann er Panikattacken bekommen, kombiniert mit körperlichen Schmerzen, Herzrasen, Starren, Ängsten. Seit dem handgreiflichen Streit im Sommer ist er in psychotherapeutischer Behandlung bei meinem ehemaligen Therapeuten, bei dem ich im April 2023 nach 5,5 Jahren die Verhaltenstherapie abgeschlossen habe.

        Mein Mann denkt auch, dass der Therapeut gut ist, und ich glaube, dass ihm die Gespräche auch gut tun.

        Gestern war ein friedlicher Tag, an dem ich mich viel ausgeruht habe. Jetzt am Wochenende hatte ich keine Kraft die Wohnung zu pflegen. Ich will heute bzw. im Laufe der Woche die Haushaltsaufgaben nachholen.

        Heute um 11 Uhr ist das Zoom-Gespräch mit meinem Vorgesetzten. Vielleicht ist jetzt nicht ein guter Zeitpunkt, um wichtige Entscheidungen zu meinen beruflichen Tätigkeiten zu treffen. Es ist mir dennoch wichtig, ihm persönlich zu sagen, dass ich gerade depressiv bin und mich darauf freue, wenn es mir wieder gut geht und arbeiten kann.

        Wahrscheinlich sollte ich ihm auch nochmal sagen, warum ich mich viel besser fühle, wenn ich die BGM-Schnupperkurse mittwochs veranstalten kann und sie nicht aufgrund meiner Erkrankung ausfallen lassen muss. Immerhin habe ich seit März dieses Jahr mit viel Engagement und positiver Energie dafür gesorgt, dass sie überhaupt stattfinden können.

        Ich werde gleich am Morgen die Tierarztpraxis anrufen und um einen Termin am Nachmittag bitten. Dann kann Chanchans abstehende Wolfskralle entfernt und die Wunde versorgt werden.

        #372397

        Beim Austoben mit anderen Hunden hat sich Chanchan an ihrer Wolfskralle verletzt und muss für eine Nacht einen Halskragen tragen.

        Das Gespräch mit meinem Vorgesetzten lief gut. Wir werden uns wieder sprechen, wenn ich wieder gesund bin :-)

        #372401
        Pia

          Das Gespräch mit meinem Vorgesetzten lief gut. Wir werden uns wieder sprechen, wenn ich wieder gesund bin

          Guten Abend liebe @Mowa,

          das klingt gut.👍 Das wird bestimmt wieder.

          Depressionen sollen ja echt übelst sein, leider. Ich hatte zum Glück noch nie eine, aber weiß, dass man da wieder rauskommen kann. Nur nicht aufgeben, Mowa.

          Ich seh mir immer deine Videos von Chanchan an. So eine Liebe, die Süße. :heart:

          Gute Besserung an dich und Chanchan. 🍀und einen schönen Abend.

          Liebe Grüße Pia :rose:

          #372413

          Grundsätzlich ja, das weiß ich auch, nur habe ich mich ins Schlafzimmer zurückgezogen, weil es mir schlecht ging und ich mich nur noch hinlegen konnte. Speziell vorgestern war es auch so, dass ich es mehr als 2 Tage lang nicht geschafft habe zu duschen, und mein Bedürfnis mich zurückzuziehen war einfach überwältigend.

          Es ist ja auch nicht einfach, außerhalb der eigenen Wohnung einen ruhigen Platz zu finden, wo man sich hinlegen oder auch nur ausruhen kann. Das merke ich, wenn ich unterwegs müde bin.

          Ich finde es sehr schwierig zu Beziehungen von außen etwas zu sagen, obwohl das auch hilfreich sein kann. Da dein Mann die Therapie annimmt, hoffe ich einfach, dass es besser wird.

          Nach dem was ich zu Depressionen gehört habe und was mir auch gesagt wurde, ist es wichtig, aktiv zu sein. Da hilft dir bestimmt dein Hund. Dazu hast du ja auch viele Interessen, denen du nachgehen kannst.

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