Erfahrung mit Gedankenlautwerden/inneren Gedankenstimmen

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  • This topic has 95 replies, 19 voices, and was last updated 1 Jahr ago by fubu23.
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  • #335576

    @Pink-Floyd!

    Wir selbst filtern unsere Gedankengänge in “political correct” und “unannehmbar”, bevor wir sie nach außen dringen lassen! Die Stimmen sagen aber alles!

    Da vieles, was uns umtreibt, im Unterbewusstsein vielleicht nur als Gefühl existiert, nehmen wir diese Gedanken teilweise garnicht wahr. Wenn wir das nun laut hören, wird es uns entweder peinlich, wenn wir es als eigenen Gedanken erkennen und denken, jemand könnte es hören, oder wir werden böse auf die Stimmen, weil sie so etwas Schlimmes sagen.

    Ich bemerke jedenfalls oft, dass sie unsere unbewussten Gedankengänge einfach in ihre eigene Ausdrucksweise umwandeln, wenn ich mich genau reflektiere. Dann denke ich, ja, die Stimmen geben meine Grundstimmung wieder, oder ich hatte so einen Gedanken vielleicht wirklich kurz. Wir haben nun mal nicht nur salonfähige Gedanken. Unsere Filterleistung erzeugt dann unseren Charakter.

    Die Stimmen geben aber nicht nur meine Gedanken wieder.  Warum sie es manchmal tun, weiß ich nicht. Manchmal reden sie einfach miteinander.

    Edit: Dass sie uns Unangenehmes laut sagen, härtet uns vielleicht mit der Zeit irgendwie gegen Verletzungen von außen ab. Du hast ja selbst schon geschrieben, bei einer Traumatherapie wiederholt man das belastende Thema so lange, bis es einem Schnurz ist. Bei mir ist das inzwischen bei den Stimmen so.


    -400 mg + 200 mg Amisulprid, 25 mg Proneurin als Bedarf, 6 mg Doxazosin, 25 mg HCT und 5 mg Ramipril morgens, Abends 5 mg Ramipril
    -Zusätzlich alle zwei Tage eine Kaliumbrausetablette
    -Ab und zu A-Z Vitamine und Mineralstoffe ab 50
    -Zu fettreichen Mahlzeiten 2 Tbl. Formoline112

    • This reply was modified 1 Jahr ago by Molly.
    • This reply was modified 1 Jahr ago by Molly.
    #335640

    Ich würde aber schon sagen, dass ich durch die viele therapeutische Arbeit, die ich schon hinter mir habe, ganz gut meinen negativen Seiten ins Gesicht schauen kann, weil ich einfach viel mit mir konfrontiert war dadurch. Was nicht heißt, dass ich nicht immer noch blinde Flecken habe.

    Meine Stimmen sprechen schon oft über Dinge, die mich belasten oder versuchen mit mir belastende Dinge “zu lösen”.

    In dem Sinne würde ich sogar sagen, dass sie versuchen mir zu helfen, auch wenn ich das oft nicht so annehmen kann, weil ich dann einfach so gestresst bin durch sie, dass ich dann sagt, dass sie die Klappe halten sollen.

    Und dann ist es aber manchmal, dass sie genau wissen, womit sie mich am meisten treffen. Sie sind halt allwissend, so als würden sie alle meine Gedanken scannen und auswerten und dann analysieren, worauf sie eingehen wollen. Entweder helfend oder eben auch triggernd, wenn sie böse sind. Und dann sind das oft nicht meine Gedanken, sondern Dinge, an die ich nicht denken möchte und auch nicht denke, ausser wenn ich getriggert werde dann durch Flashbacks und sie sprechen das dann an und schicken mich direkt in einen Flashback oder so.

    Das ist fies. Und dadurch, dass ich das kenne und weiß, dass sie das machen, bin ich oft schon aggro, ohne dass ich sie eigentlich aussprechen lasse, weil ich schon Panik bekomme, dass sie wieder den Finger ganz tief in die Wunde legen.


    Eine Wunde ist ein Ort, über den das Licht in dich eindringt. (Rumi)

    #335704

    Ich hab heute hierin gelesen, vielleicht ist das für dich auch interessant @Molly

    https://stimmenhoeren.de/wp-content/uploads/2022/07/leben_mit_stimmenhoeren_dinah_strack.pdf


    Eine Wunde ist ein Ort, über den das Licht in dich eindringt. (Rumi)

    #335709

    Habs mir mal gespeichert, @Pink-Floyd! Vielleicht hab ich morgen Lust dazu. Mein Problem sind aber weniger die Stimmen an sich, als meine Ängste und mein Beziehungsdenken. Klar, die Stimmen sind auch da, aber die allein, würden mir wahrscheinlich nichts ausmachen.


    -400 mg + 200 mg Amisulprid, 25 mg Proneurin als Bedarf, 6 mg Doxazosin, 25 mg HCT und 5 mg Ramipril morgens, Abends 5 mg Ramipril
    -Zusätzlich alle zwei Tage eine Kaliumbrausetablette
    -Ab und zu A-Z Vitamine und Mineralstoffe ab 50
    -Zu fettreichen Mahlzeiten 2 Tbl. Formoline112

    #342821

    Ich habe seit dem letzten Krankenhausaufenthalt auch andere Erfahrungen mit dem “Denken”.

    So eine Stille kannte ich nicht, als würde ich “gedämpfter”, um vieles weniger intensiv denken. Und die Aussengeräusche nehme  ich viel mehr wahr, auch das Spüren. Die Zeit nehme ich anders wahr, als wäre die Welt draußen langsamer geworden.

    Stimmen gehört habe ich, denk ich, nicht. Es war nie so als hätte jemand ein Radio aufgedreht, sondern eher von “innen”.

    Vielleicht hängt die Stille in meinem Kopf auch mit dem neuen Medikament zusammen. Schade, dass ich Medikamente nehmen muß, um so zu denken. Ich denke, und das werde ich morgen mit meinem Therapeuten besprechen, ich bin in meiner Kindheit traumatisiert worden und daher ist das “Gedankenlautwerden” gekommen…

    #342865

    Bei mir ist das so, meine eigenen Gedanken werden laut und leute in meiner nähe können sie hören. Es ist wirklich schwer dann meine geheimnisse für mich zu behalten.


    Ich wünsche allen einen schönen Tag, sogar dem NERD

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