Schlaf (Früherwachen etc.)

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  • #106422
    Anonym

      Hallo,

      seit etlichen Jahren habe ich es geschafft, mir einen regelmäßigen und ausreichend langen Schlaf anzugewöhnen. Ich gehe meist zur etwa gleichen Zeit ins Bett (gegen 21-22 Uhr) und stehe nicht vor 6, aber auch nicht nach 9 Uhr auf. Es kommt nur noch selten vor, dass ich einmal sehr wenig schlafe – und auch während psychotischer Episoden schlafe ich recht gut ein und durch.

      Jedoch habe ich bemerkt, dass ich während der dieser [psychotischen] Episoden, in denen es mir subjektiv und auch teilweise objektiv besser geht als während der Depression [bessere Schwingungsfähigkeit, bessere Stimmung, kreativer, kontaktfreudiger, bessere hormonelle Situation, mehr (geistige) Energie] morgens meist sehr früh aufwache und dann auch nicht mehr müde bin.

      Wer kennt das? Ist das nicht typischerweise ein Symptom von Depression?

      LG

       

      #106433
      Anonym

        Morgen,

        hab ja wieder an den Tabletten gespielt. Seither hat sich mein Schlafbedürfnis gesenkt.

        Achte auf Schlafhygiene so wie du. Rechtzeitiges ins Bett gehen, wenig/ kein Koffein am Nachmittag usw.

        Bei meiner ersten Psychose hatte ich auch so ein komisches Schlafverhalten. Konnte nicht mehr schlafen, war wie Dauerwach. Auch das Träumen war anders. Habe „geschlafen“ und dann den Tag im Kopf „durchgespielt“. So dass die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit irgendwie verwischt wurde. Sie ist durchlässiger geworden. Wenn ich so Wachträume, ist das ein Zeichen von Überspanntheit und bei mir ein positiv Signal.

        #106440
        Isa

          Also ich 2003 wieder meine erste Psychose nach 10 symptomfreien Jahren hatte, hab ich fast gar nicht mehr geschlafen, vielleicht 2 bis 3 Stunden, dann war ich wach und lief durch die Gegend. Dazu aß ich kaum noch was wegen eines Vergiftungswahns und war nach drei Monaten nur noch ein Wrack. Seitdem achte ich auf ausreichend Schlaf. Wenn ich akut werde, dann verringert sich mein Schlafbedürfnis, das ist so eine wechselseitige Wirkung, denn zu wenig Schlaf macht mich wiederum sehr schnell psychotisch.

          Ich glaube guter Schlaf ist für unsereins essentiell.

          #106473

          Ich stehe Werktags immer um 5 Uhr auf, weil ich vor der Arbeit noch Zeit für mich brauche. Am Wochenende und während des Corona-Lockdowns bin ich dann auch immer so zwischen 5 und 7 Uhr aufgewacht, egal wie spät ich ins Bett gegangen bin. Das muss irgendwie meine innere Uhr sein.


          NL: 1-0-0-0, 400 mg Amisulprid
          NL: 1-0-0-0, 5 mg Abilify
          Blutdruck: 1-0-1-0, 5 mg Ramipril
          Blutdruck: 1-0-0-0, 12,5 mg HCT Dexcel

          Grüßle von Molly

          #106555

          Also als ich akut war, hab ich wenig geschlafen, mittags garnicht und der überflieger war ich auch nicht, da ich mich körperlich so übernommen hab, das tiefergehende Gespräche nur mit einer person möglich war (mit meinem jetzt besten Freund).

          Mit der Depression, schlaf ich mittags wenn möglich 2-3Std. und da ich in letzter Zeit schlecht einschlafe Abends/Nachts, schlafe ich morgens bis 8-9.30h und bin müde. Daher ist Kaffee mein zweitbester Freund.

          48 Jahre, D
          morgens 200 Quetiapin (NL), 50 Doxepin (AD), 2mg Risperidon (AP), 150 Ofiril (AE),
          200 Mi+So + 175 Thyroxin (Schilddrüsenmed.).
          abends 400 Quetiapin (NL), 50 Doxepin (AD), 150 Ofiril (AE)
          Bedarfsmedi Lorazepam

          https://hamasi-ben-ihmz-achthamar.hpage.com/willkommen.html

          #106641

          Mit dem Schlafen ist es bei mir so:

          Als ich 2008 kurz vor meiner Psychose stand, da brauchte ich immer weniger Schlaf, dachte ich. Ich konnte um Mitternacht schlafen gehen und fühlte mich um vier Uhr morgens wieder munter und wach. Mittlerweile weiß ich aber, dass das überhaupt nicht gesund ist und auch gefährlich werden kann.

          Als mein Schlaf durch die schrittweise Reduzierung des Seroquel von 475mg auf 50mg immer schlechter wurde, da habe ich mir eine Lösung überlegt. Ich habe mich noch zurück erinnert, dass ich in der Klinik mal eine Zeit lang Trittico bekommen habe und dieses hatte laut Erinnerungen relativ wenig Nebenwirkungen bei mir. Also sprach ich mit meinem Psychiater und machte ihm den Vorschlag, dass er mir zusätzlich zu meinen 450mg Solian, meinen 50mg Seroquel und meinen 300mg VenlafaxinRetard das Trittico verschreiben soll. Er sagte sofort zu und sah es auch als eine vernünftige Lösung an. Wie ich schon mehrfach irgendwo im Forum erwähnt habe, sind für mich Benzos und Schlafmittel die tagsüber noch immer ungünstige Nachwirkungen auf die Konzentration haben keine wirkliche Option, mit Benzos würde ich mich vermutlich schon wohl fühlen vom Gefühl her, aber ich fühle mich dann im Straßenverkehr einfach nicht mehr voll nüchtern und ich will so nicht unterwegs sein.

          Ich nehme also mittlerweile zwei AD und zwei NL, momentan geht es mir sehr gut damit. Ich fühle mich seit dem Trittico wieder den ganzen Tag im Stande wach zu sein und meistens auch im Stande irgendwelche Freizeitdinge zu unternehmen. Ich gebe jetzt natürlich auch nicht Vollgas, weil das wieder ein extremes Risiko bei mir wäre.

          Ich habe also für mich einen Weg gefunden deutlich besser zu schlafen. Meine neuesten Highlights sind vier Stunden durchschlafen und drei Termine an einem Tag erledigen, das wäre mit der alten Einstellung unmöglich gewesen. Ich vermute mal stark, dass es nicht nur das Trittico ist, dass mich jetzt wieder fitter macht, es ist bestimmt die Reduzierung vom Seroquel, was mein zweites Neuroleptikum neben Solian ist(das ich weiterhin in einer gegen Psychosen wirksamen üblichen Dosis von 450mg nehme).

          Ich wiederhole hin und wieder Sachverhalte, dass mich wirklich jeder richtig versteht, weil ein so weites Reduzieren eines Neurolaptika ohne genug Absicherung durch ein zweites Medikament ist wirklich gefährlich und kann einen direkt wieder in die Geschlossene bringen. Ich bin durch ein zweites Mittel genug abgesichert, ich habe mit zwei Psychiatern ständig Gespräche gehabt und ich habe wirklich ein okay bekommen von denen und ich habe nicht einfach komplett eigenmächtig das ganze Vorhaben versucht.

          Benzos sind für manche sicher nützlich und nötig, Schlafmittel sicher auch, aber für mich sind beide Wirkstoffklassen einfach mit zu vielen Nebenwirkungen verbunden und da ich es auch anders schaffe, brauche ich nicht darauf zurückgreifen.

          Ich schlafe eigentlich schon seit meiner Jugend nicht mehr immer ideal, aber mittlerweile bin ich wieder einigermaßen zufrieden.

          Ich halte also zusammengefasst sehr wenig Schlaf für ein Frühwarnzeichen bei mir.

          Ich schlafe momentan von ca. Mitternacht bis ungefähr 9Uhr morgens. Ich würde gerne meinen ganzen Rhythmus um drei bis vier Stunden nach vorne verlegen, also um 20Uhr oder 21Uhr schlafen gehen und um 5Uhr oder 6Uhr aufstehen. Aber leider ist das gar nicht so einfach zu machen, wenn man sich schon so komplett daran gewöhnt hat an einen Rhythmus. Ich brauche im Durchschnitt ca. 9 bis 10 Stunden Schlaf, ob das bei mir durch die Medikamente mehr sind oder warum sonst das so sein könnte weiß ich nicht. Schlaf ist wie Medizin für mich, wenn ich nicht genug darauf Rücksicht nehme genug davon zu bekommen, dann bin ich die halbe Zeit total zerknirscht und meine Nerven sind ständig schlechter als sonst. Einzelne Tage früher aufstehen ist kein Problem, aber der Durchschnitt muss ungefähr passen, sonst geht es bei mir den Bach runter.

          Zu wenig Schlaf kann auch ein Zeichen für eine Depression sein, aber eben wie schon erwähnt auch ein Frühwarnzeichen.

          P.S.: Was Medikamente betrifft möchte ich weder was empfehlen, noch von etwas abraten. Das was dem einen hilft, das kann für den anderen komplett falsch sein. Ich habe nur meine persönliche Erfahrung mit Medikamenten geschildert.

          Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.

          #107034

          Ich bin froh wenn ich überhaupt schlaf bekomme ?

          Aber wache immer früh auf egal wann ich zu Bett gehe

          #107036
          Anonym

            Ich habe in der Psychose Wochen bzw Monate so gut wie garnicht geschlafen. Vielleicht eine halbe Stunde bis Stunde Am Tag Halbschlaf. Wenn überhaupt. Ich war die ganze Zeit mit dem Wahn beschäftigt. Mir ging es dann wie Ladybird, dass ich dann Traum und Wirklichkeit vermischt habe.

            Jetzt habe ich immer mal wieder Tage wo ich nicht schlafen kann (wie heute Nacht, wo ich nur 3 Stunden geschlafen habe). Wenn das zwei Tage nacheinander sein sollte, nehme ich promethazin 25 mg. Grundsätzlich schlafe ich aber mehr als früher und gehe rechtzeitig ins Bett, so gegen 22:30 Uhr und schlafe dann so bis 7 Uhr wenn ich nichts vorhabe. Manchmal mehr oder weniger. Grundsätzlich versuche ich jetzt auch durchzechte partynächte zu verhindern, weil dies zu meiner Erkrankung beigetragen hat.

            Benzos / Z-Substanzen kamen von Anfang an nicht für mich infrage, da sie keine Dauerlösung darstellen

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