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Mowa aktualisiert.
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22/09/2020 um 16:57 Uhr #122273
Danke schön liebe @erdbeere
Beruhigend zu wissen, dass auch Du unnachgiebig sein kannst. Mir geht es so, in Konfliktsituationen mit anderen Menschen fällt es mir im Vergleich total leicht nachzugeben, und da ist es mir auch nicht so wichtig dass ich meinen Standpunkt klarstelle. Ganz anders bei meinem Mann, er steht mir ja auch am nächsten, und da will ich ehrlich sein und kann auch sehr emotional werden usw. Tja.
22/09/2020 um 18:18 Uhr #122287Mir geht es so, in Konfliktsituationen mit anderen Menschen fällt es mir im Vergleich total leicht nachzugeben, und da ist es mir auch nicht so wichtig dass ich meinen Standpunkt klarstelle. Ganz anders bei meinem Mann, er steht mir ja auch am nächsten, und da will ich ehrlich sein und kann auch sehr emotional werden usw. Tja.
das was du geschrieben hast kann ich sowas von nachempfinden @mowa…
mir gehts genauso…
bei anderen menschen fällt es mir auch viel leichter nachgiebig zu sein und einsichtig und ich bin nicht so garstig wie manchmal zu meinem mann…hinterher schäme ich mich dann oft für mein verhalten…wahrscheinlich ist es so wie du schreibst mit dem menschen der einem am nächsten steht…
seufz…
23/09/2020 um 6:03 Uhr #122350
Anonym
Guten Morgen liebe Mowa wünsche dir einen schönen Tag. Schön das dein Arzt so mit dir mitgeht und ihr beide flexibel seid mit der Dosis.
LgB :bye:
24/09/2020 um 5:15 Uhr #122495Danke schön liebe @erdbeere und liebe @Bernadette für Eure Rückmeldungen.
Allerdings hat er vorgeschlagen, dass ich 1 Woche lang 2 mg Aripiprazol nehme anstatt 1 mg wie bis jetzt. Und das werde ich auch tun. Wenn das so absehbar ist, dass ich bald wieder auf 1 mg gehen kann, dann mache ich das gern. Ich werde darauf achten, ob ich in dieser Woche einen Unterschied bemerke. Ich glaube eher, dass das nicht der Fall sein wird aber mal schauen, immerhin ist das dann ja eine Dosissteigerung um 100%.
Papperlapapp!! (Habe ich zum ersten Mal geschrieben und Duden musste mir helfen).
Von wegen, ich werde keinen Unterschied merken. Das ist total anstrengend!
Es ist so, als müsste ich normal bekleidet schwimmen anstatt in einem Badeanzug, obwohl ich weiß, dass ich im Badeanzug viel einfacher schwimmen kann. Gestern auf der Arbeit musste ich mich so anstrengen, um die Informationen zu verstehen, die z.B. während der Betriebsratssitzung ausgetauscht wurden. Meine Aufmerksamkeit hat so eine Art Latenz, und ich muss mich sehr anstrengen um bei der Sache zu bleiben.
Gleich nehme ich das Aripiprazol wieder ein, aber 2 mg da mache ich nicht mit, so viel Watte im Kopf brauche ich derzeit nicht. Also ab heute wieder 1 mg. Es ist echt gut, dass ich diesen Unterschied so merke, aber 1 Woche ist echt zu lang, das will und brauche ich nicht – und basta!
24/09/2020 um 8:26 Uhr #122528guten morgen liebe @mowa,
das ist echt krass was das bei dir für einen großen unterschied ausmacht…kann ich verstehen das du das nicht möchtest und deswegen wieder auf 1 mg gehst…alles gute für dich
24/09/2020 um 15:38 Uhr #122566Ich hoffe die Dosis ist ausreichend. Wünsche Dir viel Kraft
und einen entspannten Resttag. :bye:
24/09/2020 um 17:58 Uhr #122587@Mowa – wenn die Wirkung zwischen 1 und 2mg so einen großen Unterschied macht, könnte man dann nicht kleinschrittiger vorgehen. Also vielleicht erstmal auf 1,5 hochgehen oder so? Dein Med. gibt es doch auch als Lösung, oder nicht?
I like cats and coffee…
and maybe 3 people.25/09/2020 um 5:53 Uhr #122640Guten Morgen zusammen,
und danke schön erdbeere, @Blumenduft und Freia
Also vielleicht erstmal auf 1,5 hochgehen oder so?
Das ist eine gute Idee, falls ich jemals eine höhere Dosis benötigen sollte, dann würde ich erstmal auf 1,5 mg gehen und nicht gleich auf 2 mg.
Die jetzige Dosissteigerung war ja nur ein Experiment, das von meinem Psychiater befristet auf 1 Woche vorgeschlagen wurde. Ich selbst sah keine Notwendigkeit, ich werde bestimmt nicht die Dosis nach jedem Streit mit meinem Mann erhöhen. Ich war ja auch nur damit einverstanden, weil es nur um eine Woche ging. Nachdem ich festgestellt habe, was für eine starke Wirkung die Dosisverdoppelung auf 2 mg auf mich hat, bin ich sehr vorsichtig. Gestern habe ich ja wieder 1 mg genommen, und der Tag verlief akzeptabel für mich. Der Effekt konnte wieder rückgängig gemacht werden, indem die Dosis wieder auf 1 mg gesenkt wurde. Heute Morgen habe ich wieder 1 mg genommen, und ich fühle mich so gut wie sonst auch.
Das erinnerte mich daran, einmal habe ich 100 mg Quetiapin zum Einschlafen eingenommen, das war während eines Absetzversuchs und ich hatte ein Jahr oder so lang gar kein NL mehr eingenommen. Das hatte zur Folge, dass ich sehr bald ausgeknockt war und nur noch ins Bett torkeln konnte. Es fühlte sich so an, als hätte ich eine bleierne Decke über mich gezogen bekommen. Mein Mann hat später versucht mich anzusprechen, was mit mir los sei, und da konnte ich ihm nur noch schreiend antworten, dass ich jetzt nicht reden kann weil ich das Quetiapin genommen habe. Vom Gefühl her war es so, als würde ich ertrinken, und ich habe es einfach nicht geschafft, ruhig und in normalem Ton mit meinem Mann zu sprechen.
Ja, also ich kann andere Psychoseerfahrene, die mit NLs behandelt werden, total verstehen, wenn sie von Müdigkeit und Antriebslosigkeit usw. berichten. Gestern habe ich ja mit 2 mg Aripirapzol selbst erlebt, wie sehr ich mich beim Versuch anstrengen musste, zu meiner üblichen Aufmerksamkeit bei 1 mg Aripiprazol zu gelangen. Ich finde, Psychiater könnten mal selbst 50 mg Quetiapin oder so einnehmen um den Effekt selbst zu spüren. Und dann ihren Psychosepatienten sagen, dass diese NLs auch müde und antriebslos machen. Natürlich auch, dass es sein kann, dass sie höhere Dosen benötigen um vor Überforderungssituationen geschützt zu werden. Es ist ein ständiges Abwägen zwischen Stabilität + Nebenwirkungen vs. Lebendigkeit + Rückfallsrisiko + Konsequenzen eines Rückfalls. Das sollte jedem Betroffenen so vermittelt werden, meiner Meinung nach.
Jedenfalls freue ich mich auf den heutigen Tag mit meiner üblichen 1 mg Dosis. Mittags habe ich einen regulären Termin bei meinem Psychotherapeuten. Und dann ist bald schon Wochenende
Wünsche allen auch einen angenehmen Freitag
LG,
Mowa25/09/2020 um 9:31 Uhr #122655
Anonym
Liebe Mowa,
ich finde die Masken auch richtig cool! Dass du die ja doch relativ kleine Dosis(steigerung) so merkst, da unterscheiden wir uns sehr. Oder ich hatte immer mit so viel anderem bei mir zu tun, dass ich diese Dinge gar nicht so mitbekommen hatte immer. „Papperlapapp“ hab ich auch schon lange nicht mehr gesagt. Danke für dieses lustige Wort! Der Streit mit deinem Mann war sicher nicht lustig für dich. Deine Reaktion mit dem Körpergefühl ist ein perfekter Indikator. Dafür, dass dir das sehr wichtig ist. Nachgeben, ja, schwierig, nur, wenn man diesbezüglich auch überzeugt wurde, oder? Oder wann gibt man sonst noch nach? Dinge auf Eis legen, wenn es für einen schwierig ist, weitermachen mit Streit und allerlei, klar. Aber so richtig nachgeben? Mich müsste man dazu überzeugen, denke ich. Was anderes fällt mir da zumindest nicht ein. Aber wenn überzeugt, dann bitte IMMER nachgeben. Das ist schon sehr wichtig, finde ich. Kritikfähig zu sein. Kritik sollte ja keine Abwertung sein. Sondern dazu da, etwas besser zu gestalten. Das muss begriffen werden. Hatte jetzt nicht mitbekommen aber, wie es bei euch war. War lange nicht in deinem Blog. Obwohl ich früher gern hier war. Schaffe das alles gerade nicht so. Bei den anderen schnuppere ich auch immer mal nur rein.
Alles Liebe!
Und schönes Wochenende!
25/09/2020 um 11:02 Uhr #122659Ich hoffe, ich erreiche auch mal die 1mg oder noch besser 0mg Aripiprazol. 2mg sind ja auch schon wenig. Aber du bist es wohl nicht mehr gewohnt und hast dich an deine höhere Leistung gewöhnt. Ich bin gespannt, was du so weiter berichtest und ob die 1mg dann weiter ausreichen.
liebe Grüße :bye:
25/09/2020 um 14:40 Uhr #12267126/09/2020 um 14:37 Uhr #122737Danke schön @Aqua, @Dopplereffekt und @Freia für Eure Posts.
Aber wenn überzeugt, dann bitte IMMER nachgeben.
Klar, der Wille sich zu vertragen ist grundsätzlich da. Spätestens dann, wenn ich mich beruhigt habe
***
Heute ist nicht mein Tag
Zuerst vergesse ich das Salz im Brotteig! Jetzt habe ich 3 schöne Sauerteigbrote gebacken, nur müssen wir Salz auf die Brotscheiben streuen damit sie genießbar werden.
Dann vergesse ich meine Bankkarte zu Hause, und das merke ich erst an der Kasse beim Einkaufen. Normalerweise habe ich kein Bargeld dabei.
Und draußen ist es dunkel, kalt und nass – richtig herbstlich.
Jetzt habe ich mich ins Bett gekuschelt und habe nicht vor so bald wieder aufzustehen. Mein Mann hat gesagt, dass er später einkaufen geht.
26/09/2020 um 16:15 Uhr #122741Oh solche Tage kenne ich gut.
Morgend wirds besser.
Wünsche Dir noch einen erholsamen Abend. :bye:
27/09/2020 um 6:58 Uhr #122790Danke schön liebe Blumenduft
Der Samstagabend war ok, viel besser als der Morgen. Wir waren noch zusammen einkaufen, u.a. haben wir eine Packung gesalzenes Streichfett fürs Brot gekauft. Eigentlich meiden wir so vorgesalzene Sachen, aber jetzt haben wir eine Ausnahme gemacht, und damit schmeckt mir das Brot so gut wie immer. Mein Mann hat auch gemeint, das salzfreie Brot schmecke ihm immer noch sehr gut aber schon besser mit dem gesalzenen Streichfett.
Übrigens war der Termin beim Psychotherapeuten am Freitag wieder gut. Ich habe ihm erzählt, dass es mir grundsätzlich gut geht, nur abgesehen vom Streit mir meinem Mann vor einer Woche, dieser war wieder heftig. Dann habe ich ihm erzählt, wie der Streit zustandekam und dass ich den Eindruck hatte, dass ich damit besser als bei früheren Streitigkeiten umgehen konnte. Das habe ich daran gemerkt, dass ich das Gefühl der äußersten Verzweifelung nicht hatte und mich nach dem Streit mich viel schneller erholt hatte.
Eigentlich war ich der Meinung, dass das daran lag, dass ich mit der Situation besser umgehen konnte, indem ich mich nicht selbst in die Ecke getrieben habe. Nun ja, vielleicht stimmt das auch, aber mein Psychotherapeut hat die Vermutung geäußert, dass ich dissoziiert haben könnte und eine Art Derealisation und/oder Depersonalisation erlebt haben könnte.
Das war dann wohl auch so. Ich hatte das Gefühl, „abgestiegen“ zu sein und von mir abgekoppelt worden zu sein. Ich habe Äußerungen gemacht, die ich im gesunden Zustand nie sagen würde und wovon ich auch nicht überzeugt wäre, und habe mich so neben mir seiend gewundert, warum ich diese Äußerungen mache. Das war dann halt das Ergebnis meines „Tunnelblicks“ und davon, dass ich nicht nachgeben konnte. Und ganz sicher war dieses Erlebnis auch eine Schutzreaktion, denn wie gesagt habe ich mich von diesem Streit viel schneller erholt als sonst, als ich bei vollem Bewusstsein den Streit frontal aufgefangen habe.
Mein Mann sagt, für ihn habe es keinen Unterschied gemacht, und ich sei wie bei jedem Streit verletzend gewesen. Das muss ich wohl auch zur Kenntnis nehmen.
Gestern hatte ich eine schwach ausgeprägte Migräne. Ich glaube, dass das vom Wetterumschwung kommt und von meiner schlechten Laune am gestrigen Morgen. Das erste Mal hatte ich Migräne-Aura gesehen, das war vor 1 oder 2 Jahren. Seitdem bemerke ich die Migräne, wenn ich eine bestimmte Art von Kopfschmerzen bekomme, einseitig und anders als bei normalen Kopfschmerzen. Zum Glück bekomme ich keine anfallartigen Schmerzen, und meistens komme ich ohne Paracetamol klar (edit: bzw. Paracetamol hilft gegen diese Schmerzen bei mir irgendwie auch nicht).
Wünsche allen einen entspannten Sonntag
27/09/2020 um 14:32 Uhr #122833Ich denke, es kann etwas bringen den Streit nochmal aufzuarbeiten. Eine Derealisation/ Depersonalisation, wie du sie beschrieben hast, habe ich noch nicht erlebt. Was ist denn die Konsequenz für dich, wenn es das war? Willst du dich dann anders verhalten oder Medikamente nehmen?
Mir scheint, dass ihr euch aber nach dem Streit wieder vertragen habt und gut miteinander zusammenlebt. Wenn ich mich da nicht täusche, finde ich, dass du dir dessen stets bewusst sein solltest.
Ich wünsche dir auch einen guten Sonntag :bye:
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